TEST: AV-Receiver Onkyo TX-SR805
27.08.2007 (cr)

Einführung
Basisdaten:
- Gerät: Siebenkanal-AV-Receiver
- Modell: Onkyo TX-SR805
- Highlight: Decoder für Dolby True HD und DTS-HD, THX Ultra 2-Lizenz
- Preis (UVP): 1.199 €
- Leistung: 180 W/Kanal (1 kHz, 6 Ohm)
- Lautsprechereinmesssystem Audyssey MultEQ XT mit Einmessmöglichkeit an
bis zu 8 Hörpositionen
- Manueller EQ
- 3 x HDMI-In, 1 x HDMI-Out (Standard 1.3a)
- Interner Faroudja De-Interlacer für De-Interlacing bei analog
eingehenden Videosignalen
- Gerätefront aus Aluminium
- Lieferbare Farben: Silbern und Schwarz
- Preis: 1.199 EUR
Einführung
Onkyo hat mit dem TX-SR605 für großes
Aufsehen gesorgt, denn der mit 599 € sehr preisgünstige AV-Receiver kommt
nicht nur mit Faroudja De-Interlacer und Audyssey 2EQ-Einmesssystem, sondern
auch noch mit Decodern für die neuen Tonformate der HD-Ära Dolby TrueHD und
DTS-HD Master Audio. In unserem Test konnten wir mangels Zuspielern die
akustischen Qualitäten bei direkter Zuspielung eines TrueHD- oder Master
Audio-Bitstreams noch nicht untersuchen, waren aber ansonsten tief beeindruckt
von der insgesamt gebotenen Leistungsfähigkeit des preiswerten
Siebenkanal-Receivers. Nun steht mit dem 1.199 € kostenden TX-SR805 der
nächste Onkyo AV-Receiver der neuen Generation in unserem Testraum, und sehr
viele umfangreiche Testreihen sind nun absolviert - lesen Sie alles über die
Leistungsfähigkeit des Siebenkanal-Receivers im folgenden Testbericht.
Verarbeitung außen/innen

Punktmatrix-Display

Sehr gute Detailverarbeitung. Nur der Kunststoffteile bei der
Befestigung der Klappe stören den ausgezeichneten Gesamteindruck minimal

Tadellose Passung der Frontblende

Tadellose Gerätestandfüße

Gute Verarbeitung der Geräterückseite. Nur die
Lautsprecherkabel-Schraubterminals sind etwas wackelig
Die optische Erscheinung des TX-SR805 ist geprägt vom neuen Onkyo Design des
Modelljahrgangs 2007. Uns persönlich gefällt die neue Optik, sie schärft das
Profil, ohne durch unnötige Progressivität Kunden zu vergraulen. Die
Verarbeitungsqualität ist, wie von Onkyo gewohnt, auf einem sehr hohen Niveau.
Dies belegt die sauber eingepasste Aluminiumfront ebenso wie das hochauflösende
Display. Die hochwertige Klappe auf der Front verdeckt weniger oft verwendete
Bedienelemente. Sie wird von Hand betätigt und gleitet praktisch lautlos nach
unten. Die Gerätestandfüße passen ebenfalls ins Bild. Nicht unsere Zustimmung
finden die Lautsprecherkabel-Schraubverschlüsse auf der Geräterückseite. Sie
sind etwas wacklig eingepasst, zudem ist die Materialqualität nicht sonderlich
hoch. Die restlichen Anschlussbuchsen sind relativ akkurat befestigt und
garantieren sicheren Halt bei Anschluss entsprechender Kabel.Die mitgelieferte
Fernbedienung ist von früheren Onkyo-Modellen her bekannt und von guter
Qualität. Der innere Aufbau des
TX-SR805 kann nahezu ohne Abstriche überzeugen. Der große
Aluminiumkühlkörper, das akkurate Endstufenlayout und der gute Platinenaufbau
sprechen hier für den AV-Receiver. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse:
Ausgezeichnet - hervorragend.

Sauberer, durchdachter innerer Aufbau

Blick aufs Endstufenlayout

Der Platinenaufbau

Stabiles Chassis, großer Trafo, Alu-Kühlkörper

Auf diesem Bild ist erneut gut zu erkennen, dass der 805 einen
sehr soliden Aufbau aufweist

Blick auf die Elkos und die Tunerbox

Detailaufnahme eines Elkos
Ausstattung/Anschlüss
Hier der Überblick über die Haupt-Ausstattungsmerkmale:
Enorm preisgünstiges THX Ultra 2-Gerät

Mit 1.200 EUR der preisgünstigste uns bekannte THX Ultra II
AV-Receiver
Bislang kosteten AV-Receiver mit der prestigeträchtigen THX Ultra 2-Lizenz
ausgesprochen viel Geld. Preise ab ca. 3.500 € waren und sind keine
Seltenheit. Der Onkyo TX-SR805E ist mit THX Ultra 2 ausgestattet, obwohl er
preislich absolut im Rahmen bleibt. Dies zeigt, dass es bei entsprechend
sorgfältiger Kalkulation auch für deutlich weniger finanziellen Aufwand
seitens des Käufers möglich ist, eine hohe akustische Leistungsfähigkeit zu
garantieren. THX Ultra 2 AV-Receiver verfügen über außerordentlich leistungsfähige Endstufen und können so auch in extensiven Hörräumen eingesetzt werden – dies verlangen die strengen Vorschriften von THX. Zudem stehen mit THX Ultra 2 Cinema, THX Ultra 2 Music und THX Ultra 2 Game drei verschiedene Modi zur Verfügung, so dass eine
Anpassung an das verwendete Quellmaterial möglich ist. Durch THX-eigene Technologien wie die Boundary Gain Compension oder das Advanced Speaker Array (ASA) konnten Maßstäbe bezüglich der Klangqualität von 7.1-Setups erzielt werden. Ein klarer, kraftvoller Bass ohne störendes Dröhnen, eine perfekte Integration der Back Surround Lautsprecher und eine authentische Wiedergabe von Filmton sind nur einige Vorteile von THX Ultra 2, welches in einem umfangreichen Post Processing das Signal bearbeitet, nachdem es vom eigentlichen DTS-/Dolby-Decoderchip decodiert wurde. In
einem eigenen THX Audio-Submenü kann der Anwender den für ASA wichtigen
Abstand zwischen den beiden Surround Back Lautsprecher eingeben und die Boundary
Gain Compension aktivieren.
Bildsignalverarbeitung mit 1.080p-Processing und HDMI 1.3a-Interfaces,
umfangreiche Anschlussbestückung

Der TX-SR805E von hinten

Drei HDMI 1.3a-Eingänge, 1 HDMI 1.3a-Ausgang. Die identische
Bestückung findet sich auch bei den (HD-geeigneten) Komponentenanschlüssen

Front AV-Eingang mit optischem Digitalanschluss
Der TX-SR805E ist gerüstet, um die Signale gleich mehrerer HDMI-Zuspieler zu
verarbeiten:
Es stehen drei HDMI-Eingänge, alle der modernsten Spezifikation 1.3a entsprechend,
bereit. Mittels HDMI 1.3a können auch die Datenströme der HD-Tonformate DTS-HD Master Audio, DTS-HD High Resolution Audio, Dolby Digital Plus und Dolby True HD in vollem Umfang entgegen genommen werden.
Problemfall ist aktuell noch die Zuspieler-Situation, es steht kein Blu-ray-
oder HD DVD-Player bereit, der die neuen Tonformate als Datenstrom über HDMI
ausgeben kann. Nach der IFA wird aller Voraussicht nach endlich Besserung
eintreten.

Zuweisung der HDMI-Eingänge mittels OSD
Übrigens: Auch visuell repräsentiert HDMI 1.3a den neuesten Standard: Eine erweiterte Bandbreite für Video-Signale öffnet schon heute Tür und Tor für nochmals höher auflösende Videosignale der Zukunft. Und mittels der 36-bit Deep Color-Farbwiedergabe sowie der Möglichkeit, hohe Bildwechselfrequenzen realisieren zu können, präsentiert sich HDMI 1.3a als flexible HD-Schnittstelle
auch für die Zukunft. Mit drei Komponenteneingängen und einem
Komponentenausgang (alle HD-tauglich) werden auch analog ein- oder ausgehende
Videosignale auf qualitativ gutem Level verarbeitet. Hinten stehen drei koaxiale
und zwei optische Digitaleingänge zur Verfügung. Zudem findet sich ein
optischer digitaler Ausgang. Der TX-SR805E verfügt über einen 7.1
Externeingang und über 7.1 Vorverstärkerausgänge. Plattenfreunde werden sich
über den Phono-Eingang freuen.
HDMI und Komponentenvideo-Signalwandlung, Faroudja De-Interlacer
Natürlich können die HDMI-Eingänge des TX-SR805E von jedem Zuspieler mit HDMI-Ausgang Bildsignale entgegen nehmen und an ein entsprechendes Bildwiedergabegerät
weiterleiten (HDMI-Switching). Genauso ist es aber möglich, beispielsweise ein analoges Komponenten-Videosignal zu digitalisieren und über den HDMI-Ausgang des TX-SR805E weiterzuleiten.
Sollte man noch über kein Bildwiedergabegerät mit HDMI- oder DVI-Eingängen verfügen, so kann
der Anwender auf die analogen Komponentenein- und –ausgänge mit HD-tauglicher Bandbreite (100 MHz) zurückgreifen, die der TX-SR805E ebenfalls mitbringt.
Wer einen DVD-Player oder einen DVD-Recorder nutzt, der keinen oder nur einen unzureichend arbeitenden De-Interlacer mit an Bord hat, dann
hält der Onkyo-Receiver eine geeignete Alternative bereit: Denn im TX-SR805E ist ein
Faroudja De-Interlacer mit DCDi Edge (Directional Correlational Deinterlacing) integriert, so dass
man dem 7.1-Receiver einfach analoge Interlaced-Signale zuführt – alles Weitere übernimmt der TX-SR805E.
Audyssey MultEQ XT mit bis zu acht Einmesspunkten

Korrekt wurden die angeschlossenen Lautsprecher ermittelt
Mit Audyssey MultEQ XT, bekannt aus verschiedenen Denon AV-Verstärkern (z.B.
Denon AVC-A1XVA) bringt der Onkyo ein leistungsfähiges Lautsprechereinmess- und Raum-EQ-System
mit. An bis zu 8 Hörpositionen misst dieses System ein, um auch für mehrere Personen ein
homogenes, räumlich akkurates Klangbild zu ermöglichen. Die Basisdaten (Lautsprecher-Größe, Entfernung jedes einzelnen Lautsprechers vom Hörplatz, Lautsprecher-Pegelangleich) werden gemessen, ebenfalls erfolgt eine Frequenzgang-orientierte Abstimmung sowie eine zeitliche akustische Anpassung mittels hochmodernen
Equalizing-Prozeduren.

Der TX-SR805 stellt auch einen manuellen EQ zur Verfügung
Der TX-SR805 stellt darüber hinaus auch ein manuelles EQ-Setup
(Front/Center/Surround/S.Back/Subwoofer) zur Verfügung. Die anwählbaren
Bänder sind für Front/Center/Surround/Surround Back identisch: 63, 160, 400,
1000, 2500, 6300 und 16000 Hz. Für den Subwoofer stehen 25, 40, 63, 100 oder
160 Hz zur Verfügung. Die Frequenzbänder können im Bereich - 6 dB bis + 6 dB
in 1 dB-Schritten angehoben oder abgesenkt werden. Im manuellen EQ-Menü kann
der Anwender ein seinen eigenen Vorstellungen entsprechendes Setup anlegen.
Leider ist es nicht möglich, ein automatisch von Audyssey ermitteltes Setup in
den manuellen EQ zum Feintuning zu kopieren. Dies wäre eine Anregung für die
Zukunft, dies zu ändern und dem Anwender auch die Möglichkeit zu geben, eine
von Audyssey gemessene Kurve nach dem eigenen Gusto zu optimieren. Ebenfalls
würden wir uns freuen, wenn es verschiedene Speicherplätze für User-Justagen
geben würde.
Moderne Verstärkertechnik für tadellosen Klang
Das Endstufenlayout des TX-SR805E basiert auf der Gegentaktverstärkung. Die Transistoren des Verstärkers „drücken“ und „ziehen“ den Strom gleichzeitig. Eine Ausgangsstufe (d.h. ein Transistor) verstärkt die positive Hälfte der Wellenform, während eine andere Ausgangsstufe sich um die Verstärkung der anderen, negativen Hälfte der Wellenform kümmert. Die Gegentaktverstärkung hat den Vorteil, dass sie sehr effizient arbeitet, gleichzeitig aber besteht die Möglichkeit, dass sich unschöne Verzerrungen in den Verstärkungsprozess einbringen. Um diese zu eliminieren, haben die Onkyo-Ingenieure einen dreistufigen invertierten Darlington-Schaltkreis integriert, der auftretende Verzerrungen auf ein Minimum reduziert.
Wiedergabemöglichkeit für drei unterschiedliche AV-Quellen in bis zu drei Hörzonen
Ausgänge für eine zweite und eine dritte Hörzone ermöglichen es dem TX-SR805E, in bis zu drei Räumen unabhängige AV-Quellen übertragen zu können. So ist es beispielsweise möglich, im Haupt-Hörraum einen Film in Surround-Sound zu genießen, während in der zweiten Hörzone Musik in Stereo gehört wird. Es werden nur Lautsprecher und eine Verstärkereinheit in den anderen Hörzonen benötigt. Lautstärke und Balance können in der zweiten und dritten Hörzone eingestellt werden, während eine Bass- und Höhenreglung für die zweite Hörzone zur Verfügung steht.
Bi-Amping-Option bei Einsatz hochwertiger Frontlautsprecher
Die beiden Endstufen des TX-SR805E, die für die Surround Back-Beschallung vorgesehen sind, können alternativ auch für das Bi-Amping der Frontkanäle verwendet werden. Dies ist dann nützlich, wenn sehr leistungsstarke Front L/R-Lautsprecher verwendet werden. Mittels der Bi-Amping-Option werden dann Hoch-/Mitteltöner und Tieftöner der Frontlautsprecher von getrennten Endstufeneinheiten angesteuert.
Je nach Lautsprecher-Setup und Hörgeschmack kann durchs Bi-Amping ein besonders
nachdrücklicher und souveräner Klang erzeugt werden - es ist allerdings nicht
selbstverständlich, dass, je nach Anwenderprofil und eingesetztem
Lautsprechertyp, durch Bi-Amping tatsächlich bessere akustische Ergebnisse
erzielt werden können. Das hängt auch davon ab, von welcher Qualität die im
Lautsprecher sitzende Frequenzweiche ist. Sie kann ihre Qualitäten beim
Single-Amping-Anschluss ausspielen und so für eine spezielle klangliche
Auslegung des Schallwandlers sorgen - die Frequenzweiche beeinflusst das
akustische Verhalten der Box enorm.
Qualitativ hochwertige Burr Brown 192 kHz/24-Bit DACs und Texas Instruments DSP-Chips
Hochwertige Burr Brown Digital-/Analog-Wandler (DACs) nutzen eine von Texas Instruments
entwickelte DAC-Architektur (PCM1796) für das Erreichen einer exzellenten Dynamik und für die Minimierung von Jitter, der seine Ursache ein Zeitlaufunterschieden innerhalb des digitalen Signals hat. Für eingehende Audiosignale ermöglichen diese Digital-/Analaog-Konverter eine
perfekte Zusammenarbeit mit Audio-DSPs und Decoder-Chips, was einem präzisen
und natürlichen Klangbild zuträglich ist. Der TX-SR805E nutzt gleich drei hochwertige, moderne DSP-Chips im Audio-Signalverarbeitungsweg.
Neural-THX Surround-Decoder für Fernsehsendungen und Videospiele
Die Neural-THX Surround-Technologie macht es möglich, Sendeinhalte in 5.1 zu encodieren. Diese Sendeinhalten werden dann im Zweikanal-Format zum Empfänger nach Hause transportiert, und dort ist der im TX-SR805E integrierte Decoder in der Lage, daraus ein Signal bis zu 7.1 zu decodieren. Neural-THX-Surround realisiert ferner die Unterstützung von bis zu 7.1-Kanälen für Videospiele, mit einer intensiven 360 Grad-Surround-Klangkulisse wird das Spielen so zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Der Knopf zur Aktivierung des "Pure Audio"-Modus
direkt am Gerät
Weitere Ausstattungsmerkmale
Zu den bereits aufgezählten Merkmalen kommt noch ein sehr gutes
manuelles Lautsprecher-Setup (Time Alignment-Einstellschritte: 0,15
Meter-Schritte, Gesamtregelbereich 0,15 m bis 9 m) mit präzise gestaffelten Cross-Over-Frequenzen
(Full Band, 40/50/60/70/80/90/100/120/150/200 Hz, getrennt für Front/Center/Surround/Surround
Back). Es ist über die "Double Bass"-Funktion möglich, den Bass
über die Frontlautsprecher und über den aktiven Subwoofer auszugeben. Für
einen möglichst kurzen Signalweg ohne störende zusätzliche Schaltkreise steht
eine schaltbare "Pure Audio" Funktion zur Verfügung (nur Stereo).
Onkyos "IntelliVolume" Funktion sorgt für stets gleichen Pegel bei
Quellwechsel. Der TX-SR805E verfügt zudem über einige DSP-Programme.
"Orchestra" ist mit der homogenen Klangverteilung und der klaren
Wiedergabecharakteristik, genauso wie es in der Beschreibung steht, sehr gut
für klassische Musik oder Opern geeignet und nach wie vor eines der besten uns
bekannten DSP-Programme. "Studio-Mox" steht für Rock- oder Pop-Musik
zur Verfügung. "Unplugged" ist für akustische Instrumente, Gesang
(z.B. Gospelsongs oder a Capella-Musik) und Jazz ausgelegt. Onkyos DSPs
fußen übrigens auf dem DTS Neo:6- bzw. Dolby PLIIx-Decoding. Natürlich bringt
der 805 auch einen All Channel Stereo-Modus mit. Ebenfalls gibt es eine
LipSync-Funktion, die einen Einstellbereich von 0 bis 250 ms aufweist
(Einstellschritte: 5 ms). Ein sehr umfangreiches Lautstärkesetup ermöglicht
eine präzise Lautstärkejustage für alle Hörzonen und Betriebszustände. Für
jeden Eingang können außerdem über "Listening Mode Preset" eigene
Präferenzeinstellung bezüglich der Tonformate eingegeben werden (über OSD)

Umfangreiches Volume Setup für alle Betriebsarten
Die OSDs sind, wie bereits vom TX-SR605er her bekannt, optisch überarbeitet
worden und sehen nun deutlich besser aus. Gesamtnote Ausstattung/Anschlüsse in Relation zum
Kaufpreis: Hervorragend.
Bedienung

Typische Onkyo-Fernbedienung

Übersichtliche Menüs mit ordentlicher grafischer Darstellung
Die Fernbedienung des TX-SR805 ist bestens bekannt und ermöglicht eine
einfache, zielgerichtete Bedienung. Schon nach sehr kurzer Zeit können auch
Neueinsteiger mit dem IR-Controller sehr gut umgehen. Der Lautstärkedrehregler
liegt sehr gut in der Hand und hat einen relativ ruhigen Lauf. Das
Punktmatrix-Gerätedisplay gefällt mit ausgezeichneter Ablesbarkeit und einer
augenfreundlichen Farbgebung (bernsteinfarben beim silbernen Modell). Die
Bedienelemente am Gerät selber stellen den Anwender ebenfalls nicht vor
Handling-Probleme. Natürlich verfügt der TX-SR805 über ein umfangreiches On
Screen-Menü, welches sich als optisch gut in Form und als logisch gegliedert
präsentiert. Daher ist es keine Schwierigkeit, die Grundeinstellungen mittels
des OSDs schnell zu treffen. Audyssey MultEQ XT ist ein enorm aufwändiges
Lautsprechereinmess- und Equalizing-System, welches außergewöhnlich hohe
Datenmengen verarbeiten muss. Dies resultiert aus der Tatsache, dass an bis zu
acht Hörpositionen eingemessen wird.

Optisch schöner, griffgünstiger Lautstärkeregler
Aus diesem Grunde ist es auch kaum verwunderlich, dass der gesamte Einmess-
und Equalizingvorgang einiges an Zeit benötigt. Nach ca. 18 Minuten ist
alles mit der maximal möglichen Anzahl von 8 Hörpositionen fertig eingemessen.
Anschließend folgt die finale Berechnung, die ebenfalls einiges an Zeit in
Anspruch nimmt. Insgesamt braucht der TX-SR805 ca. 23 Minuten, dann muss die
ermittelte Justage noch gespeichert werden. Natürlich hat der Anwender die
Möglichkeit, alle vom Auto Setup getroffenen Einstellungen nochmals per OSD zu
überprüfen. Fehlermeldungen traten keine auf. Alle Lautsprecher wurden
erkannt und auch keine (in der Praxis nicht vorhandenen) Phasenfehler angezeigt.
Das Einmesssystem neigt dazu, auch kleinere LS als Full Range zu erkennen und
einzustufen - hier wäre es besser, einen Limiter bei 70 oder 80 Hz zu
setzen.
Gesamtnote Bedienung: Ausgezeichnet.
Testequipment

Eine sehr hohe Audioqualität konnte der TX-SR805 im
Zusammenspiel mit dem Denon DVD-3930
erzielen
Klang
Schon der TX-SR605 konnte mit
überragenden klanglichen Tugenden aufwarten. Der klare, ausdrucksvolle Sound,
verbunden mit enormer Leistungsfähigkeit beweist, dass Onkyo ohne Zweifel zur
Weltelite gehört, was den Bau von AV-Receivern anbelangt.

Kultivierte Kraftmaschine: Der TX-SR805 begeistert mit großer
Souveränität auch bei hohem Pegel
Und der TX-SR805 führt diese Erkenntnis in einer höheren Preisklasse
weiter. Selbst ein hervorragender Yamaha RX-V2700
muss sich hier im Vergleich beugen: So knallhart und präzise, wie der Onkyo
alle Arten von Bassanteilen auch bei sehr hohem Pegel präsentiert - das ist
Boliden-Level. Da kann nicht nur der eben erwähnte Yamaha, sondern auch der
Marantz SR8001 nicht mit. Bei "Krieg der Welten" und bei
"Star Wars Episode 3" präsentiert sich der Onkyo auch dann, wenn kein
aktiver Subwoofer verwendet wurde, als extrem leistungsfähig. Nie entglitt ihm
der Bass, sondern mit einer festen, kontrollierten, zupackenden Art ließ der
TX-SR805 den Hörraum in seinen Grundfesten erbeben. Eine so gelungene, präzise
und gleichzeitig kraftvolle Bassdarstellung ist nicht mehr und nicht weniger als
Boliden-Niveau, und das zum günstigen Kaufpreis des TX-SR805. Auch in großen
Hörräumen bis an die 50 Quadratmeter-Grenze kann man den TX-SR805E daher ohne
Schwierigkeiten einsetzen - selbst, wenn man dann effektgewaltige Actioner
anhört, zeichnet sich das Klangbild des TX-SR805E durch eine großen
Souveränität aus.
Als weiteres Beispiel ziehen wir hier "Casino
Royale" (Blu-ray) heran: Die actiongeladene Sequenz auf Madagaskar arbeitet
der Onkyo überragend heraus - besonders die Explosion auf dem
Botschaftsgelände der fiktiven Bananenrepublik zeigt das Potential des
TX-SR805E bestens auf: Klar strukturiert, im Bassbereich enorm kräftig,
raumfüllend und Druck machend. Auch bei "xXx" begeistert der Onkyo
durch seine gekonnte Mischung aus natürlicher Klangbalance und massiver
Nachdrücklichkeit: So bei dem Konzert der Dark Metal-Band, welches aggressiv
und mit der nötigen Härte zum Auditorium gebracht wird. Der Onkyo scheint bei
allen Aktionen immer über dem Geschehen zu stehen, so locker verwaltet er auch
immense Dynamiksprünge und Bass-Eskapaden.

Der Lüfter des TX-SR805
Der TX-SR805 verfügt über einen Lüfter, der allerdings weder permanent
läuft noch sich durch überhastetes, verfrühtes Anspringen Feinde macht. Nur
in Extremsituationen greift er ein. Dies hat allerdings zur Folge, dass der
Onkyo sich sehr gut spürbar erwärmt - so heiß, dass man es als kritisch
bezeichnen könnte, wird der THX Ultra 2-Receiver nicht ganz, und hörbare
störende Folgen hat die Erwärmung nicht: Auch nach
mehr als vierstündiger Hatz mit hohem Pegel (vom maximalen Ausschlag des
LS-Reglers ca. 80 bis 85 Prozent) bot der Onkyo noch einen massiven, harten und
exakten Bass, einen dynamischen, klaren Hochtonbereich und einen sehr sauber
akzentuierten Mitteltonbereich. Von Dynamikeinbußen oder von einem störenden
"Aufweichen" des Klangbildes war nichts zu bemerken.

Ganz gleich, ob man den Lautstärkedrehregler mehr oder
weniger stark aufdreht: Der Onkyo liefert immer ein grob- wie auch feindynamisch
überzeugendes Klangbild
Natürlich besteht das akustische Leben nicht nur aus Bässen und großen
Effektsalven, sondern aus
vielen weiteren Nuancen und Frequenzanteilen. Und auch hier kann sich der
TX-SR805E blendend in Szene setzen. Zunächst einmal ist sehr positiv
hervorzuheben, wie "smooth" die Übergänge zwischen Bass/Mitten und
Mitten/Höhen vonstatten gehen. Keinerlei "Ecken und Kanten" bringen
hier Unruhe ins Klangbild, sondern die weichen, fließenden Linien sind
kennzeichnendes Merkmal des TX-SR805. Dies ist natürlich auch bei der
Filmtonwiedergabe vorteilhaft, ganz besonders aber merkt man es bei der
Darstellung von Musikmaterial. Gerade Jazz oder klassische Musik kommt so ein
einem erwachsenen, kompletten Charakter zur Geltung. Sehr feinfühlig
unterscheidet der TX-SR805 zwischen verschiedenen Musikinstrumenten, typisch
für Onkyo AV-Receiver schafft es das Gerät, Detailtreue mit einem homogenen
Gesamtauftritt zu verbinden. Sehr gut gelingt dem Onkyo die Umsetzung der
komplexen Klangstrukturen bei "Jarre in China": Differenziert und
detailversiert, aber stets auch mit Blick auf eine homogene Gesamtwiedergabe.
Die typischen chinesischen Instrumente, zusätzlich zu Jarres
Synthesizer-Klängen beigesteuert von chinesischen Künstlern beim Konzert in
der Verbotenen Stadt, stellt der TX-SR805E charismatisch und präzise auf den
Punkt gebracht vor: Kein Verschwimmen im Klangbild stört, kein unerwünschtes
Nachschwingen. Jeder Ton sitzt akkurat wie ein ausgezeichnet geschneiderter
Anzug am Herrn von Welt. Bei Ludwig van Beethovens "Pastorale" (DTS
5.1) begeistert die Gesamtdynamik, die der Onkyo bei den orchestralen Einsätzen
präsentiert. Lebensfreude, Esprit und Enthusiasmus werden im 1. Satz so nahezu
ungefiltert zum Publikum transportiert.
Was alle Beispiele zeigen: Großer klanglicher Vorteil des TX-SR805 ist auch seine Fähigkeit, sowohl
grob- als auch feindynamisch generell zu begeistern. Mit großartigem Schub
werden so Explosionen im "Krieg der Welten" oder in "Triple
X" gemeistert, gleichzeitig aber verbreitet der AV-Receiver auch bei der
sensiblen Darstellung kleiner Effektgeflechte und vokaler Einzelheiten ein hohes
Maß an Feindynamik, so dass sich der Eindruck klarer, strahlender Brillanz beim
Auditorium manifestiert. Die Art, wie der Onkyo mit hohen Frequenzen umgeht,
verdient sowieso allerhöchsten Beifall. So frisch, lebendig und mitreißend
haben wir den Hochtonbereich ansonsten nur bei mehr als doppelt so teuren
Alternativen gehört.
Weiterer Pluspunkt des TX-SR805E ist die exzellente Wiedergabe von Stimmen -
zum Beispiel in "Star Wars Episode III" wird Patmes schöne Stimme
ebenso präzise herausgearbeitet wie die sehr facettenreiche, von
gespielt-freundlich bis abgrundtief-böse reichende Stimme des Kanzlers und
späteren Imperators. Sehr gut bettet der Onkyo das vokale Geschehen in die
akustischen Gesamtereignisse ein: Er schafft es, keine vokale Komponente
untergehen zu lassen, gleichzeitig vermeidet er es aber geschickt, die Stimmen
zu sehr in den Vordergrund zu stellen, was zur Folge hätte, dass kleinere
Effektanteile im Hintergrund nicht mehr ausreichend eingearbeitet werden
könnten.
Die beiden Surround-Aufpolierer DTS Neo:6 und Dolby Pro Logic IIx sind sehr
gut integriert, klanglich jedoch bemerken wir hörbare Vorteile beim
Dolby-System: Das Klangbild wirkt bei der Musik- und Filmtonwiedergabe klarer,
strukturierter und somit kompletter. Im Filmbetrieb gefällt die reichhaltige,
voluminöse Surroundkulisse bei PLIIx Movie sehr gut. DTS Neo:6 wirkt im
direkten Hörvergleich etwas schmalbrüstig, zudem fehlt es den Effekten etwas
an glaubhafter Durchschlagskraft. Die Stimmwiedergabe bei PLIIx ist kräftiger
und gleichzeitig differenzierter. Stimmen ertönen bei Neo:6 ein wenig spitzer
und gleichzeitig mehr zurückversetzt. Insgesamt ist die Klangbalance hörbar
weniger ausgewogen. Komplexe instrumentale Strukturen ertönen bei PLIIx Music
sehr rund, harmonisch und schlüssig. Neo:6 detailliert zwar auch gut, agiert
aber nicht mit so homogenen Übergängen, das Klangbild wirkt daher weniger
ausgeglichen. Gerade, wenn man über einen längeren Zeitraum hört, stellt sich
heraus, dass PLIIx der angenehmere Begleiter ist.
Onkyo AV-Receiver zeichnen sich auch beinahe immer durch eine sehr gute
Klangqualität im Stereobetrieb aus. Der TX-SR805 führt diese Tradition
erfolgreich fort. Besonders beeindruckend ist bei Tschaikowskys "1812
Ouvertüre" der gelungene Bühnenaufbau, sowohl was die Breite, als auch,
was die Tiefe angeht. Der Onkyo präsentiert kein akustisch
"geschrumpftes" Klangbild, sondern baut eine weitläufige, solide
Bühne vor dem Auditorium auf. Dies beweist er auch bei "Musica é"
der italienischen Schmuseppo-Ikone Eros Ramazzotti. Die Trennung von Stimmen und
Instrumenten ist hervorragend, so dass auch einzelne vokale Charakteristika der
Aufmerksamkeit des TX-SR805E nicht entgehen. Bei kraftvoller Trance-Musik zeigt
sich der Onkyo ebenfalls von seiner besten Seite, er bietet immer genug
Kraftreserven und platziert alle musikalischen Effekte treffsicher und dynamisch
im Hörraum.

Für die Wiedergabe von Filmton stellt die Einmessung mittels
Audyssey eine sinnvolle Option dar
Wenden wir uns nun den akustischen Ergebnissen zu, wenn wir das Audyssey
Einmesssystem oder aber den manuellen EQ bzw. die EQ Off-Einstellung verwenden.
Als musikalische Beispiele dienten uns CDs, die wir im sehr guten PLIIx
Music-Modus abspielten. Beim Trance-Stück von Luke Terry "When it falls
apart" und bei "Orient Express" von Nitrous Oxide /beide Stücke
auf Techno Club, Volume 23, Talla 2XLC meets Alex M.O.R.P.H. und Woody van Eyden
waren die Ergebnisse frappierend: Relativ ausdruckslos und fade bei Audyssey,
sehr frisch, dynamisch und nachdrücklich bei Erstellung eines eigenen Setups
(minimale "Badewanne", Höhen und Bässe etwas betont, Mitten leicht
zurückgenommen), und natürlich sowie ausgewogen in der Equalizer
Off-Einstellung. Hier also kommt die Audyssey-Einstellung mit Abstand am
schlechtesten weg und ist nicht brauchbar. Bei "Was soll das" von
Herbert Grönemeyer das identische Bild: Mit leichtem Bass- und Höhen-Plus in
der eigenen EQ-Einstellung sehr dynamisch, bei der EQ Off-Einstellung enorm
homogen und klar, aber wenn wir Audyssey aktivieren, wird die Stimme zu deutlich
zurückversetzt und büßt an Struktur ein. Der Klang wirkt im Hochtonbereich zu
matt, es fehlt an Ausdruckskraft. Sehr gut gefiel uns Audyssey bei der
Wiedergabe von Filmton (Beispiel: "Stealth"): Ein sehr guter
Raumeindruck, eine tadellose Stimmwiedergabe und eine reichhaltige Effektkulisse
sind hier die Pluspunkte. Alle Lautsprecher scheinen hervorragend aufeinander
abgestimmt zu sein, so dass eine nahtlose Übergabe von 360 Grad-Effekten von
einer Box auf die andere gewährleistet ist.
Ordnen wir den TX-SR805 ins Konkurrenzumfeld ein. Im Vergleich zum Marantz
SR8001 präsentiert sich der Onkyo als ausgewogener, verbindlicher und
harmonischer. Der SR8001 agiert
giftiger, im Hochtonbereich gerade bei hoher Lautstärke hörbar spitzer. Fürs
Langhören ist der 805 die bessere Alternative. Yamahas
RX-V2700 ist ein harter Konkurrent, der dem TX-SR805 das Leben schwer macht:
Gerade mit seinen umfangreichen DSP-Features präsentiert sich der Yamaha als
flexible Audiomaschine. Ganz gleich allerdings, wie der Yamaha auch eingestellt
ist: Ganz die fein- und grobdynamische Klasse des Onkyo erreicht er nicht. Der
Onkyo stellt noch greifbarer und plastischer dar, in Extremsituationen liefert
er zudem noch unmittelbarer Kraft. Der vor der Ablösung stehende Denon AVR-4306
kann sich nicht gegen den TX-SR805 behaupten. Er klingt nicht so spritzig,
detailliert nicht so gut und liefert bei extremen Dynamiksprüngen nicht so viel
Nachdruck. Die überragende Stimmdarstellung des 805 kann er ebenfalls nicht
bieten. Auf der IFA präsentiert Denon die beiden Modelle AVR-4308 und AVR-3808,
dann werden die Karten neu gemischt.
Insgesamt beweist der TX-SR805E wie kaum ein zweiter derzeit in diesen
Preisgefilden platzierter AV-Receiver, wie komplett bereits relativ
preisgünstige Modelle mittlerweile klingen. Der Onkyo ist enorm leistungsstark,
gleichzeitig aber zu einer sehr charismatischen, tiefgehenden Darstellung aller
akustischen Ereignisse befähigt. Er ist kein "Rüpel", der zwar vor
Kraft strotzt, sich aber vor der Feinarbeit drückt, vielmehr ist er der
durchtrainierte, kultivierte Gentleman, sozusagen der "James Bond"
unter den AV-Receivern: Ideenreich, jeder Situation gewachsen, clever und
athletisch. Wer diese Eigenschaften bislang suchte, musste sich in deutlich
höheren Preisregionen umschauen.
Gesamtnote Klang in Relation zum Kaufpreis: Hervorragend.
Videosignalverarbeitung
Die interne Videosignalverarbeitung schafft es hervorragend, z.B. ein
eingehendes FBAS-Signal umzuwandeln, zu de-interlacen und mittels
analog-digitaler Wandlung über den HDMI-Ausgang weiterzureichen. Beeindruckend
ist die hohe Stabilität bei "Star Wars Episode 3" und bei "Krieg
der Welten": Das Bild erscheint sehr ruhig und erstaunlich klar, wenn man
berücksichtigt, dass ursprünglich ein qualitativ unzureichendes FBAS-Signal
vorlag. Die farblich neutrale, rauscharme und überraschend scharfe Darstellung,
die der TX-SR805 ermöglicht, beweist eindrucksvoll, wie visuell leistungsstark
der Onkyo ist. HDMI-Signale werden ferner ohne Probleme und ohne
Qualitätsverlust (auch 1.080p) durchgeschliffen. Gesamtnote: Ausgezeichnet
Fazit

Onkyo hat es mit dem TX-SR805E erneut geschafft, ein ausgesprochen
eindrucksvolles Produkt zu präsentieren, das ein neues Kapitel hinsichtlich der
Leistungsfähigkeit in der Preisliga bis 2.000 € aufschlägt. Sehr kurz und
prägnant formuliert könnte man sagen, dass beste audiovisuelle Qualität nie
so preiswert zu haben war. Der 805 klopft frech an die Tür zur Bolidenliga,
doch es bleibt nicht beim Klopfen: Sein außergewöhnlich klarer,
facettenreicher und zugleich sehr fundiert-kräftiger Klang sind bestens dazu
angetan, auch "standesgemäßen" Boliden starke Konkurrenz zu machen.
Leistungseinbrüche sind dem Onkyo auch bei sehr hohen Pegeln fremd. Seine
unaufgeregt-souveräne Art der Wiedergabe dürfte sehr viele potentielle Käufer
begeistern. Die zukunftssichere, reichhaltige Ausstattung, die sehr gute
Aufbereitung analoger Videosignale und die saubere Verarbeitung tun ihr
Übriges, um die Ausnahmeposition des TX-SR805E eindrucksvoll zu belegen.
Onkyo weist die Konkurrenz in die Schranken: Hervorragender
Klang, eine praxisgerechte Ausstattung und eine hochsolide Verarbeitung
verdichten sich zu einem momentan unschlagbaren Gesamtpaket

AV-Receiver obere Mittelklasse
Test 27. August 2007
+ Hervorragende Pegelfestigkeit
+ Sowohl grob- als auch feindynamisch überzeugend
+ Exzellente Stimmwiedergabe
+ Ausgezeichnete Klangqualität im Stereobtrieb
+ Hochwertiges Raumeinmess- und Equalizingsystem
+ Sehr gute Verarbeitung
+ Reichhaltige und praxisgerechte Ausstattung
- Nicht überzeugende Lautsprecherkabel-Anschlussterminals
- Deutliche Erwärmung des Geräts
Features im Überblick
Ausstattungs-Highlights
• THX™ Ultra2™ zertifiziert (mit THX Post-Processing)
• Eingebaute Dekoder für DTS®-HD Master Audio™, DTS®-HD High-Resolution
Audio™, Dolby® True HD™, Dolby® Digital Plus™
• HDMI-Schnittstellen (Version 1.3a) mit Audio- und Videosignalverarbeitung
• HDTV-fähige HDMI-Schnittstellen (3 Eingänge, 1 Ausgang), sowie
Komponenten-Video Eingänge mit 100 MHz Bandbreite (3 Eingänge, 1 Ausgang)
• HDMI- und Komponenten-Signalumwandlung (Upconversion)
• 192 kHz/24-Bit Burr Brown D/A-Konverter in allen Kanälen
• Drei Texas Instruments 32-Bit DSP-Chips für komplexe Signalverarbeitung
• Bi-Amping-Betriebsart bietet best mögliche Klangqualität in Verbindung mit
Bi-Wiring fähigen Lautsprechern
• Audyssey® MultiEQ XT™ Raumakustik-Korrektursystem bietet effektive
Lautsprecherkalibrierung und perfekte Raumakustik-Korrektur
• Lautsprecherausgänge für 2. Hörzone, sowie Vorverstärkerausgänge für
2. und 3. Hörzone mit Steuerungsmöglichkeit für Lautstärke, Balance, Bässe/Höhen
(nur 2. Hörzone)
• Neural-THX® Surround-Technologie für Videospiele, Filme, Rundfunk, etc.
• ONKYO RIHD-Fernbedienungssystem ermöglicht Steuerung kompatibler Geräte über
den HDMI-Anschluss
• Kompatibel mit der ONKYO RI-Dockingstation DS-A1/A2 für den iPod
Audio-Ausstattungsmerkmale
• Ausgangsleistung 180 W/Kanal an 6 Ohm, 1 kHz, IEC (1 Kanal ausgesteuert)
• DTS®-ES™ Discrete/Matrix, DTS® Neo:6, DTS® 96/24, Dolby® Digital EX™,
Dolby® Pro Logic IIx
• H.C.P.S (High Current Power Supply) Trafo, großzügig dimensionierter
Hochleistungstransformator im Netzteil
• WRAT (Wide Range Amplifier Technology) besonders breitbandige (100 kHz)
Verstärkertechnologie mit geringer Gegenkopplung
• 6 Digitaleingänge (3 optische /3 koaxiale), 1 optischer Ausgang
• A-Form Listening Mode Memory
• Linear Optimum Gain Volume Circuitry
• Non-Scaling-Configuration
• Einstellmöglichkeit für Bass und Höhen (alle Kanäle)
• Farblich markierte 7.1-Mehrkanaleingänge und Vorverstärkerausgänge
• Unabhängiges Bassmanagement für F/C/S/SB
(40/50/60/70/80/90/100/120/150/200 Hz)
• Möglichkeit zur parallelen Basswiedergabe von Subwoofer und
Frontlautsprechern ("Double Bass"-Funktion)
Video-Ausstattungsmerkmale
• 6 S-Video-Eingänge und 2 Ausgänge
• 6 Composite-Video-Eingänge und 2 Ausgänge
• AV-Eingang an der Gerätefront (z.B. für Camcorder und Spielekonsolen)
Weitere Ausstattungsmerkmale
• Farblich markierte, für Bananenstecker geeignete
Lautsprecherkabel-Schraubanschlüsse
• De-Interlacer mit Faroudja DCDi-Edge™ (Directional Correlational
Deinterlacing) Technologie
• “Pure Audio” Betriebsart
• AV-Synchronisation (Lip Sync) mit bis zu 250 ms Verzögerung (5 ms Schritte)
• 40 UKW/MW Senderspeicher
• RDS mit PS/RT/PTY/TP
• Bildschirm Menue (OSD)
• RS232-Schnittstelle zur Integration in Steuerungsanlagen
• IR-Eingang und Ausgang
• 12V Trigger
• 6 AV-Eingänge und 1 Ausgang
• 2 Audio-Eingänge und 1 Ausgang
• Phonoeingang
• “Direct” Betriebsart
• „IntelliVolume“ zum Pegelangleich unterschiedlich lauter Quellen
• „Late Night“ Betriebsart (Hoch/Niedrig/Aus)
• Kopfhörerausgang
• Frontblende aus gebürstetem Aluminium
• Vorprogrammierte, lernfähige RI (Remote Interactive) Fernbedienung mit
Makro-Programmierung und LEDs zur Anzeige des Betriebsmodus
Test: Carsten Rampacher
27. August 2007
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