TEST: Smartphone Nokia N93i - finnisches Multimedia-Ass ?
12.09.2007 (cr)

Einführung
Nokias N-Serie stellt überragende Multimedia-Tugenden in den Vordergrund,
der mobile Anwender, der großen Wert auf gute Kameraaufnahmen, eine gepflegte
Musikunterhaltung und eine ordentliche Videowiedergabe legt, soll hier bedient
werden. Besonders trifft dies auf das N93i zu, welches zusammen mit dem neueren
N95 die technologische Speerspitze des finnischen Konzerns markiert. Apropos
Finnland: Das N93i wird noch dort gefertigt. Das Preisniveau für den Nachfolger
des N93 liegt nach wie vor hoch: Die Nokia-UVP (ohne Vertrag) liegt bei 559 EUR.
Besonderheit des N93i ist neben der Carl-Zeiss-Optik mit 3-fachem optischen Zoom
auch der variable Klappmechanismus (siehe Bild oben), der verschiedene
Positionen des Handybildschirms ermöglicht. Für das Anschauen z.B. von
Präsentationen oder auch fürs Abrufen von E-Mails kann man das Smartphone auch
wie ein Mini-Notebook vor sich aufstellen. Wir haben im folgenden Praxistest
überprüft, was das Multitalent tatsächlich leistet.
So kann man sich bequem Videos und Präsentationen anschauen
oder E-Mails abrufen
Klassische Klapphandy-Konfiguration
Überblick über Eigenschaften und Ausstattung
Das Nokia N93i geizt nicht mit hochwertigen
Ausstattungsmerkmalen. Zu nennen wäre zunächst das Display mit 16,7 Millionen
darstellbaren Farben, ein technisches Hauptunterscheidungsmerkmale zum N93, dem
Vorgänger. Das zweite kleine Display auf der Gerätefrontseite in zugeklapptem
Zustand ist ein OLED-Display 128 x 36 Pixeln. Eingebaut ins N93i ist eine 3,2
MP-Kamera mit Optik von Carl Zeiss, dies lässt eine passable Bildqualität für
Fotos und Videos erwarten. Besonderheit ist der 3-fache optische Zoom, dies
erklärt auch die nicht besonders kompakte Bauweise des N93i. Normalerweise wird
bei Kamerahandys nur ein in der Praxis unbrauchbarer Digitalzoom mitgeliefert.
Der Videodreh wird als in "DVD-ähnlicher Qualität" möglich
beschrieben - Fakt ist, dass maximal VGA-Auflösung (640 x 480 Pixel) mit bis zu
30 Frames pro Sekunde realisiert werden kann. Die Fotos weisen im 3,2 MP-Modus
eine Größe vpn 2.048 x 1.536 Pixeln auf. Dank eines speziellen TV-Ausgangs
können Videos und Fotos auch auf einem TV wiedergegeben werden. Im Lieferumfang
enthalten ist die Premiere Elements 3.0 Software von Adobe, die eine
Video-Bearbeitung ermöglicht. Neben einem Musicplayer fürs Abspielen z.B. von
MP3-Dateien ist auch in UKW-Radio eingebaut. Für die Video-Wiedergabe ist die
Portable-Version des beliebten Real-Players auf dem N93i installiert.
Integrierte 3,2 Megapixel-Kamera mit 3-fachen optischen Zoom
Hinter einer ordentlich passenden Abdeckung an der
Geräteseite steckt ein Schacht für die Speichererweiterung mittels
MiniSD-Karte - Nokia liefert ein entsprechendes Speichermedium mit 1 GB
Fassungsvermögen gleich mit
Natürlich ist, wie bei Handys meist üblich, der interne
Speicher mit 50 MB (!) viel zu klein, daher besteht die Möglichkeit, eine
Speichererweiterung mittels MiniSD-Karten durchzuführen. Diese sind selbst in 2
GB-Ausführung zu relativ günstigen Marktpreisen zu haben. Nett übrigens ist,
dass Nokia noch eine 1 GB MiniSD-Karte ins Zubehör packt, andere Anbieter sind
selbst bei Premium-Handys weniger großzügig. Mit einem Gewicht von 163 Gramm
und Abmessungen von 108 x 58 x 25 mm ist das N93i relativ groß und schwer -
für ultramobile Anwender, die ein Handy suchen, das auch in die Hosentasche der
schmal geschnittenen Ed Hardy-Jeans passt, ist dieses Handy definitiv nicht
geeignet. Eher der solide Cargohosenträger fühlt sich hier angesprochen, oder
der Business- und Multimedia-Anwender mit stabiler Sakkotasche. Optisch macht
das Handy einiges her, im Vergleich zur etwas hausbackenen Erscheinung des N93
steht hier eine erstaunlich geschliffene Eleganz im Vordergrund, wobei die
verspiegelte Oberseite sich als empfindlich gegenüber Staub und
Fingerabdrücken zeigt - allerdings ist als sehr erfreulicher Aspekt anzumerken,
dass eine überraschende Widerstandsfähigkeit gegenüber Kratzern
besteht.
Kommen wir zurück zu wichtigen technischen Eigenschaften -
schließlich ist das N93i nicht nur, wie Nokia sagt, Multimedia-Computer,
sondern auch Handy. Natürlich wird UMTS supportet, des Weiteren kann man das
N93i auch in WLAN-Netze (IEEE802.11 g/b) einbinden. Dies funktioniert auch
ordentlich, nur sollte man nicht den Fehler machen und von der Empfangs- und
Sendeleistung des eingebauten Moduls viel erwarten. Nokias Topmodell besitzt
auch die Unterstützung für die UpnP-Technik (Universal Plug & Play). Das
Smartphone ist ein Triband-Handy (GSM 900/1800/2100) und verfügt über
Bluetooth (2.0) und eine Infrarot-Schnittstelle zur Kommunikation mit älteren
Handys und PDAs. Kabel-Verbindung mit dem PC nimmt das N93i über Nokias
spezielle System-Schnittstelle auf, ein Datenkabel ist ebenso wie die Synchronisations-Software im Lieferumfang enthalten.
Adobe Acrobat Reader und eine Lesemöglichkeit für
Word-Dokumente gehören zum Software-Umfang des N93i
Die Office-Funktionen umfassen unter anderem eine Pocket-Version
des Acrobat Readers sowie eine Lesemöglichkeit z.B. für Word-Dokumente.
Natürlich gibt es eine Kalender-Funktion, eine Eingabe- und
Darstellungs-Möglichkeit für Notizen, einen Sprachrecorder und sogar einen
Barcodescanner.
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