Der große AREA DVD High End Report Teil 3
19.05.2007 (th/cr)
Auch in diesem dritten Teil unseres Reports möchten wir Ihnen unsere
Impressionen von verschiedenen Messeauftritten bekannter Anbieter auf der High
End schildern. Dieses Jahr kann man sich im M,O,C, nicht über mangelndes
Interesse seitens der Besucher beschweren: Sowohl am Freitag als auch am Samstag
präsentieren sich alle Messehallen als stets gut mit Publikum gefüllt.
Audio Analog
65 kg pure Verstärker-Kraft: Der Maestro Duecento
Die Front ist sehr schlicht gehalten
Technisches Design, aber mit optischen Reizen
Dieser Name bürgt für hochklassige Klangkultur
Hochwertige Verarbeitung auch im Detail
Im Mittelpunkt beim italienischen Edel-Anbieter steht der neue
Spitzen-Vollverstärker Maestro Duecento. Mit einer maximalen Leistungsaufnahme
von 2.600 Watt, einem Gewicht von 65 kg und einer Leistung von 200 Watt an 8
Ohm, 400 Watt an 4 Ohm und 800 Watt an 2 Ohm werden beeindruckende Reserven
geboten. Der Kostenpunkt: 7.500 €. Dafür bekommt der Kunde nicht nur Leistung
satt, sondern auch eine Optik, die auf zeitlose Eleganz und wohltuende
Schlichtheit setzt. Die verwendeten Materialien wirken Audio Analogue-typisch
hochwertig und sorgfältig ausgewählt. Ein Test des Duecento bei AREA DVD ist
bereits beschlossene Sache. Sobald Testgeräte verfügbar sind (momentan steht
dem deutschen Vertrieb nur das eine auf der High End gezeigte Exemplar zur
Verfügung), werden wir mit einem umfangreichen Bericht dienen können.
Der Enigma CD-Receiver
Schon früher könnte ein Testbericht der Audio Analog Enigma erscheinen.
Während die legendäre "Enigma" Codes entschlüsselte, soll diese
"Enigma" als integrierter CD-Player-/Stereoreceiver den Zugang zu
hochwertiger Musikwiedergabe ermöglichen. Das 2 x 50 Watt leistende, mit einer
Röhreneingangsstufe ausgestattete System kommt auf 1.200 €.
Primo Cento VT und Primo CD VT
Als wir damals den Verstärker
und den CD-Player der
"Primo" Serie testeten, stand nur der "normale"
CD-Player Primo CD zur Disposition. Dieses 690 € kostende Gerät konnte zwar
durchaus überzeugen, reizte allerdings die immensen Möglichkeiten des 990 €
kostenden Primo Cento VT, einem Hybriden mit Röhrenvorstufe, nicht komplett
aus. Nun steht auch der Primo CD VT mit Röhre für 990 € zur Verfügung, den
wir ebenfalls einem Test unterziehen werden.
Puccini-Komponenten aus der "Composer"-Serie
Verdi und Rossini - zwei Aushängeschilder italienischer
Musikkultur. Audio Analogue hat die Namen der weltberühmten Komponisten in
hochwertigen Stereo-Komponenten verewigt
Die weitere Produktpalette von Audio Analogue wurde natürlich ebenfalls
gezeigt. darunter der "Puccini Settanta", aus der "Composer
Serie", ein optisch flach und schlicht gehaltener Vollverstärker mit 2 x
70 Watt und Phono-Direktanschlussmöglichkeit. Für 1.600 € wechselt diese
interessante italienische Interpretation akustischer und optischer Noblesse den
Besitzer. Ebenfalls für 1.600 € kann man mit dem "Paganini 192/24"
CD-Player den passenden Zuspieler dazu einkaufen. Der Rossini VT für 1.200 €
ist ein Vollverstärker mit Röhreneingangsstufe und gehört ebenfalls zur
Composer-Serie. Sein Leistungsangebot liegt bei 2 x 70 Watt. Hierzu passend
befindet sich der Rossini CD VT, ebenfalls mit Röhre ausgestattet, für 1.190
€ im Produktportfolio.
Geneva
Geneva Model XL
Geneva Model L
Geneva Model M
Ebenso wie Opera und Audio Analogue im Vertrieb von TAD Audio befindet sich
die Marke Geneva. Deren "All is one"-Konzept umfasst drei
Stereo-Anlagen, bei denen iPod-Integration/CD-Player/Tuner sowie der
Lautsprecher komplett in einem Gehäuse untergebracht sind. In drei Farben und
in drei Größen ist dieses innovative Konzept lieferbar. Durch das patentierte
"Embracing Sound" Verfahren, das auch von Aufnahmestudios in der
Filmindustrie verwendet wird. Optional lieferbar für das mittlere Model L und
das große Model XL ist ein Standfuß für 199 €. Das kleinste Model M mit 100
Watt Gesamtleistung kommt auf 699 €, das Model L ebenfalls mit 100 Watt
Gesamtleistung liegt bei 999 € und das mit kraftvollen 600 Watt antretende
Model XL, imposante 38 kg schwer, kostet 1.899 €. Gerade dieses Modell konnte
bei der Hörvorführung mit erstaunlich nachdrücklicher und raumfüllender
Wiedergabe punkten.
Opera
Gruppenbild: Opera Primo, Grande Mezza, Seconda, Quinta und
Tebaldi
Vor kurzem sorgte die Opera Settanta in unserem Standlautsprecher-Mastertest
für Aufsehen, als sie mit erstaunlicher Souveränität den ersten Platz
belegte. Für uns Grund genug, sich mit dem Anbieter Opera näher auseinander zu
setzen. Daher werden Tests anderer Opera-Lautsprecher rasch folgen. Den Anfang
wird die größere Quinta machen. Diese pro Stück 34 kg wiegende Box ist als
2,5-Wege-Lautsprecher ausgelegt und weist einen Frequenzgang von 30 bis 20.000
Hz auf. Die Nominalimpedanz beträgt 6 Ohm. Als Spielpartner werden Verstärker
mit einer RMS-Leistung von 10 bis 210 Watt angesehen. Die Empfindlichkeit (1 w @
1 m) liegt bei 89 dB. Preislich liegt die Quinta bei 3.200 € pro Paar. Das
schwarze Klavierlack-Finish kostet 300 € Aufpreis, was dann summa summarum
3.500 € bedeutet.
Als potenter Regallautsprecher bietet sich die Prima an, die 10,5 kg wiegt
und eine klassische 2-Wege-Konstruktion ist. Von 10 bis 70 Watt (nach RMS)
sollte hier das Leistungspotential des angeschlossenen Verstärkers liegen. Der
Frequenzgang reicht hier von 40 bis 20.000 Hz. Die Empfindlichkeit wird auch bei
dieser Box mit 89 dB (1 w @ 1 m) angegeben. Ein Paar Primo kostet den neuen
Besitzer 1.300 €, der Aufpreis für die Klavierlack-Version beträgt 200 €.
Die Vorderseite der Tebaldi
Die seitlich montierten Bässe
Abschaltbare Hochtöner auf der Rückseite
Vergoldete Anschlussterminals
Sehr hoher Materialaufwand
Individuelle Formensprache
Richtig "zur Sache" geht es mit der Tebaldi aus der "Callas"-Serie.
Hier liegt der Paarpreis bei 16.000 €, und auch hier werden wir einen
Testbericht anfertigen. Integriert sind 4 Tieftöner ( aktiv, 2 passiv) und
abschaltbare Zusatzhochtöner hinten. Die Belastbarkeit liegt bei 300
Watt.
Piega
Der ausgesprochen wohl klingende Piega-Aufbau auf der High End
Piega pflegt sowohl eine eigene Formensprache als auch einen
eigenen akustischen Stil
Die Schweizer Premium-Lautsprechermanufaktur ist ebenfalls auf der High End
vertreten und führt dort an Cyrus Elektronik vor. Akustisch festigt sich auch
bei den Vorführungen auf der High End der schon in unseren vielen Einzeltests
und Vergleichstests (z.B. Piega TC-50, Piega
Twen) entstandene Eindruck, dass Piege mit brillantem und gleichzeitig
samtig-angenehmen Klang einen hochinteressanten Weg zur gefälligen akustischen
Reproduktion eingeschlagen hat. Es gab zwar keine Neuheiten auf der High End,
dafür wurde eine intensive Zusammenarbeit zwischen Piega und AREA DVD
vereinbart.
Yamaha
Soavo-Subwoofer 900-SW mit kraftvoller 600 Watt-Endstufe
Schnitt durch die Soavo 1
Auf der High End 2007 ist auch Yamaha mit einem Stand vertreten.
Im Mittelpunkt stehen die hochwertigen Lautsprecher aus der "Soavo"
Serie.
Der Standlautsprecher SOAVO-1 zeichnet sich durch eine elegante
Optik und beste Verarbeitung aus. Für die äußere Gestalt der schlanken, 105
Zentimeter hohen Standbox zeichnet Toshiyuki Kita verantwortlich, Innenarchitekt
und Designer aus Osaka, dessen Wink-Chair und andere preisgekrönte Entwürfe für
den Möbelhersteller Cassina inzwischen Weltruf erlangten. Kitas Formkonzept fügt
sich elegant in modernes Wohnambiente ein. Sein Gehäusedesign ist in vier
verschiedenen Holztönen (Schwarz, Dunkel Braun, Braun, Birke) lieferbar und
besitzt eine ganze Reihe konstruktiver Vorteile. So ruht die
3-Wege-Bassreflexbox auf massiven Alufüßen, die den Lautsprecher akustisch vom
Boden entkoppeln und dröhnenden Bässen entgegenwirken. Abgeschrägte, nicht
parallele Wände reduzieren Schallreflektionen innerhalb und außerhalb des Gehäuses.
Horizontale und vertikale Versteifungen in den dreifach gegehrten Korpusteilen
sorgen zudem für bombenfeste Verleimung – und ein aus Massivholz gefräster
Bassport ersetzt die übliche Kunststoff-Manschette an der Bassreflexöffnung.
Niemals zuvor wurde bei einem Yamaha-Lautsprecher solch ein konstruktiver
Aufwand betrieben.

Auch beim Thema hochwertige Lautsprecher möchte Yamaha wieder
an vorderster Front agieren
Dabei kann die SOAVO auf ein traditionsreiches Erbe zurückblicken:
Sie verbindet die Tugenden des legendären Studio-Monitors NS-1000 aus den
1970er Jahren – hohe Musikalität und Neutralität – mit außergewöhnlicher
Natürlichkeit und Verfärbungsarmut. Für den „Natural Sound“, sorgen in
der SOAVO-1 hochwertigste Bauteile. So schickt eine Frequenzweiche mit schnellen
SOLEN-Kondensatoren den Lautsprecherchassis penibel aufbereitete Signale zu. Die
beiden Tieftöner und der Mitteltöner besitzen Membranen aus Advanced PMD,
einem Polymer-Glimmer-Gemisch, das im Spritzgussverfahren hergestellt wird.
Seine hohe innere Dämpfung beugt Resonanzen vor und reduziert damit klangliche
Verfärbungen. Stabile Körbe aus Aluminium-Druckguss schließlich schalten auch
die letzten unerwünschten Vibrationen aus. Den Hochtonbereich strahlt eine
3-cm-Aluminiumkalotte ab. Ihr integrierter Schwingspulenträger und der kräftige
Neodym-Magnet ermöglichen einen hohen Wirkungsgrad und einen
Wiedergabefrequenzgang bis 50 Kilohertz.

Regallautsprecher Soavo 2
Mit diesen Eigenschaften steht die SOAVO-1 nicht nur in bester
Yamaha-Tradition, sie führt auch erfolgreich das klangliche Erbe fort – und
ist nicht allein: Denn die Soavo 2 als hochwertige Regalbox steht ihr zur Seite.

RX-V861 und DVD-S661

Yamaha-typisch ist das große bernsteinfarbene
Punktmatrixdisplay
Nun zu einem ganz anderen Themenbereich - zu den hochwertigen
AV-Receivern der gehobenen Mittelklasse. Hier ist mit dem RX-V861 auch ein
Beitrag von Yamaha auf der High End ausgestellt. Mit Upscaling bis auf 1.080i,
integriertem De-Interlacer und zwei HDMI 1.2a Eingängen sowie einem HDMI 1.2a
Ausgang präsentiert sich der 7 x 155 Watt starke Heimkino-Receiver dem
Publikum. Selbstverständlich sind auch 17 Yamaha DSP-Programme mit an Bord.
Text: Carsten Rampacher, Thomas Hermsen
19. Mai 2007
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