TEST: Yamaha AV-Receiver RX-V3800
Bedienung
Die
große Hauptfernbedienung eignet sich sowohl zur Steuerung der
Verstärker-Funktionen als auch der Geräte-Funktionen, die einprogrammiert
werden können. Zum Umschalten dient ein Schalter auf der rechten Seite, der mit
dem Daumen gut erreicht werden kann. Trotz der vielen Tasten ist die Aufteilung
der Funktionen recht gelungen und man findet sich schnell mit den einzelnen
Tasten zurecht. Traditionell gibt es eigene Tasten zum Aufruf der verschiedenen
DSP-Programme, was einen schnellen Wechsel der Programme erlaubt. Während
Yamaha in der Zeit, als die On Screen-Menüs noch nicht eine ganz so hohe
Bedeutung hatte, die Receiver immer so gestaltet hat, dass auch ohne On
Screen-Menü alle Einstellungen auch über das Display des Receivers gemacht
werden könnten, wird dem On Screen-Display inzwischen die Hauptfunktion für
die Bedienung
beigemessen. Die sehr dunklen, aber optisch recht gelungenen Menüs erlauben zwar eine sehr gute
Bedienung, wenn ein angeschlossener Fernseher eingeschaltet ist, aber eben auch
nur dann. Ansonsten beschränken sich die Einstellmöglichkeiten vornehmlich auf
die Auswahl der Signalquellen, die Änderung der Lautsärke oder die Auswahl der
DSPs. Für genauere Einstellungen oder die Nutzung der umfangreichen
Netzwerkfunktionen muss man immer den Fernseher einschalten. Denn das Dotmatrix-Display des
Receivers gibt nach Druck auf die Menü-Taste keine Info darüber, in welchem Menü man gerade steckt.
Hingegen bietet der mit einem weniger aufwendigen Menü ausgestattete
"kleine Bruder" RX-V1800 eine Anzeige der jeweils ausgewählten
Funktion im Geräte-Display und lässt sich daher auch weitgehend ohne
eingeschalteten Fernseher einstellen.
Die menüorientierte Benutzerführung des RX-V3800 sorgt dafür, dass eine Bedienung der USB, iPod, Netzwerk- und
Netradio-Funktionen ohne eingeschalteten Fernseher kaum möglich ist. Lediglich
beim Netradio kann man sich durch das Belegen von Programmspeichertasten
weiterhelfen und den iPod zumindest so nutzen, dass die Anzeige der
Menü-Navigation in dessen eigenen, aber kleinen Display, erfolgt.
Klang
Wie sein Vorgänger ist auch der RX-V3800 ein sehr pegelfester Receiver, der selbst bei höheren Lautstärken seinen präzisen Klang nicht verliert.
Bereits "Out of the Box" liefert der Receiver einen sehr satten und
lebendigen Sound. Selbst wenn man erst einmal von sämtlichen Einstellungen des Receivers die
Finger lässt, bietet der Yamaha schon nach dem ersten Anschluss der
Lautsprecher einen voluminösen Klang. Die YPAO-Einmessung bringt in das Ganze
etwas mehr Ordnung herein und erspart das insbesondere bei 7.1-Konfigurationen
recht aufwendige Einstellen der unterschiedlichen Lautsprecherabstände.
Im Stereo-Betrieb gibt der Yamaha Katie Meluas klanglich hervorragend abgemischtes "Pictures"-Album
so lebendig wieder, dass man meinen könnte, mit im Studio dabei
zu sein. Stimmen klingen sehr lebendig, der Bassbereich voluminös und in den
Höhen gibt der Receiver auch Nuancen noch sauber wieder, ohne dabei scharf zu
klingen.
Sowohl im Höhenbereich als auch in den Bässen leistet der Yamaha eine exzellente Arbeit, ohne dabei zu übertreiben, selbst wenn man den Equalizer intensiv in Anspruch
nimmt, der im Übrigen durch seine sehr praxisgerechten Einstellschritte
überzeugen kann.
Lautsprecher mit genügend eigenem Bassvolumen vorausgesetzt, klingt der Receiver auch ohne Subwoofer sehr voluminös und benötigt vielfach den Subwoofer nur noch zur letzten Abrundung nach
unten ab ca. 40 Hz.
Feine Details bringt der Receiver wunderbar zum Vorschein, was z.B.
auch eindrucksvoll in Bryan Adams Unplugged-Aufnahme von "Summer of
"69" zu hören ist. Ob Falcos dekadent vorgetragener
"Kommissar", Blues-Klänge von Robert Cray, basslastige Trance-Hymnen
von Armin van Buuren oder Nigel Kennedys etwas eigenwillige Interpretation von
Antonio Vivaldis "Vier Jahreszeiten": In allen Musikrichtungen ist der
Yamaha mit viel Nachdruck und Präzision dabei, ohne dabei aber jemals
aufdringlich zu klingen. Auf den Einsatz von "Pro Logic IIx" ist der
Yamaha nicht zwingend angewiesen, denn auch im reinen Stereo-Betrieb klingt der
Receiver bereits sehr räumlich und produziert eine wunderbare Stereo-Weite. Ihm
gelingt es, selbst aus liebloser abgemischten Aufnahmen klanglich noch etwas
mehr an Performance heraus zu bringen, so dass es praktisch keine Musik gibt,
die mit dem Receiver schlecht klingt. Gleichzeitig lässt er aber auch sehr
beeindruckend das Qualitätsniveau verschiedener Aufnahmen bildhaft erkennen.
Erstellt man einen Querschnitt durch seine Musiksammlung, so klingt jede Aufnahme anders und lässt
alle ihre Stärken und Schwächen erkennen. MP3-Dateien mit niedriger Bitrate
fallen auch direkt durch weniger Auflösung auf, lassen sich aber im Einzelfall
durch den "Enhancer"-Modus klanglich noch ein klein wenig optimieren.
Auch bei der Surround-Wiedergabe macht sich die exzellente Vermischung von
hoher Dynamik und gleichzeitiger Präzision bezahlt. So gibt der Yamaha den
mörderisch abgemischten klassischen DTS-Trailer, der noch auf einigen der
ersten DVDs mit DTS-Sound zu finden ist, selbst bei hohem Pegel noch sehr
differenziert wieder, ohne dabei zu aggressiv zu klingen. Die Surround-Effekte
im Action-Klassiker "The Rock" werden sehr agil und weiträumig
wiedergegeben. Die leisen „Lightsaber“-Geräusche in Star Wars-Episode 3 werden immer deutlich wiedergegeben und zersplitterndes Glas klingt kristallklar aus den hinteren Kanälen. Die Stimmwiedergabe ist klar und sehr natürlich und lässt bei männlichen Stimmen genügend Timbre erklingen.
Selbst leisere Nuancen lassen sich deutlich heraushören, so z.B. dezente Surroundeffekte,
die selbst bei leiserer Lautstärke auf den Surround-Kanälen noch gut zu
vernehmen sind.
Die DSP-Programme sorgen für eine klangliche Vertiefung der räumlichen
Wiedergabe. So erzeugt "Sci-Fi" aus der Cinema
DSP-Sektion ein räumlich besonders tiefgehendes Klangbild, die Weitläufigkeit
wird gegenüber der normalen Betriebsart ohne DSP-Programm gesteigert. Gerade
Weltraumschlachten wirken so besonders authentisch. "Adventure" ist
bestens geeignet z.B. für Western-Filme, hier wird der Music Score
ausgesprochen stimmig übertragen, ferner sind Effekt- wie auch Stimmwiedergabe
etwas intensiver gehalten als im normalen DSP-losen Betrieb. Auch hier ist die
räumliche Wirkung sehr gut. Das "Spectacle"-DSP ist ganz besonders
bei aktuellen Blockbustern wie "MI III" oder "Transporter - the
Mission" ausgesprochen empfehlenswert.
Den Dolby True HD-Sound der Blu-ray Disc "Legends of Jazz" gibt der
Receiver extrem präzise wieder und lässt dabei auch leise Feinheiten nicht
aus, die die räumliche Wiedergabe gerade im Hochtonbereich noch einmal
gegenüber "normalem" Dolby Digital-Sound aufwertet. Die Unterschiede
sind ebenso bei der Wiedergabe von DTS HD Master Audio-Film-Soundtracks auch
ohne besonders konzentriertes Hinhören bemerkbar. Da der Receiver aber bereits
aus den herkömmlichen Mehrkanal-Signalen von Dolby und DTS einen sehr
vollendeten Mehrkanal-Sound generiert, machen sich die Unterschiede im
Direktvergleich nicht so
drastisch bemerkbar. Die HD-Tonspuren der verwendeten Blu-ray-Test-Discs boten
meist etwas mehr Klarheit und Dynamik, die für audiophile Hörer entscheidend
sein dürfte, manchen Zuhörer aber auch enttäuschen könnte, der sich noch
etwas mehr erwartet hätte.
Im Pro Logic IIx-Betrieb verändert sich die Klangqualität im Vergleich zum
Stereo-Betrieb kaum. Die Surroundkanäle sorgen für mehr Räumlichkeit, deren genaue Wirkung durch die sehr detaillierten Einstellmöglichkeiten optimiert werden kann. DTS Neo 6 klingt im Direktvergleich ein wenig monotoner und bietet im Vergleich zu Pro Logic IIx auch weniger Einstellmöglichkeiten. Dadurch klingt DTS Neo 6 auf den Surround-Kanälen häufiger etwas zu prägnant.
Die Verwendung eines 7.1-Setups macht sich zwar im Filmbetrieb im Vergleich zum
normalen 5.1-Betrieb nur dann wirklich bemerkbar, wenn man auch entsprechendes
Filmmaterial hat, welches vom "Extended Surround"-Betrieb Gebrauch
macht. Bei der Musikwiedergabe hingegen macht sich 7.1 im Pro Logic IIx-Betrieb
richtig bezahlt. Wer die Räumlichkeit von Pro Logic II im 5.1-Betrieb als etwas
zu gekünstelt empfindet und daher den normalen Stereo-Betrieb für die
Musik-Wiedergabe vorzieht, der wird bei der Musikwiedergabe im 7.1-Modus
deutlich mehr auf seine Kosten, da dieser durch die zwei zusätzlichen Kanäle
für eine deutlich bessere räumliche Aufteilung sorgt und normaler Stereo-Musik
einen wunderbaren Live-Charakter vermittelt.
Gesamtnote Klang in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.
Qualität der Videosektion
N-TV-Mitschnitt in 5776i
Der Yamaha RX-V 3800 verfügt auch über eine umfangreich ausgestattete
Videosektion. Spielen wir einen N-TV-Mitschnitt in 576i zu und lassen den
RX-V3800 eine Ausgabe in 1.080p über HDMI daraus anfertigen, so fällt das sehr
ruhige, stabile De-Interlacing positiv auf. Es ist nur eine geringe Neigung zur
Bildung störender Treppenstufen feststellbar. Die Skalierung auf 1.920 x 1.080
Pixel erledigt der Yamaha souverän, er produziert kaum Skalierungsartefakte.
Vergleichen wir mit der exzellenten De-Interlacing- und Scaling-Einheit des
Denon DVD-3930, so produziert der edle Denon-Player noch etwas weniger Rauschen,
das Bild wirkt minimal schärfer - dafür sind die Farben weniger ausgewogen und
wirken kräftiger als beim RX-V3800 - hier entscheidet letztendlich aber auch
der Geschmack des jeweiligen Anwenders.
Spielen wir dem RX-V3800 ein S-Video-Signal zu und führen das identische
Procedere mit Upscaling und De-Interlacing auf 1.080p durch, so wirken die
Farben sauberer durchstrukturiert und differenzierter, was an der besseren
Quellsignalqualität liegt. Auch haben wir den Eindruck, dass die Farbgebung
satter und kräftiger ausfällt. Das De-Interlacing und auch das Upscaling
wissen nach wie vor absolut zu überzeugen - selbst anerkannte Referenzgeräte
wie der DVD-3930 liegen nur minimal vorn, geht es um die pure De-Interlacing-
und Upscalingqualität.
Speisen wir ein Komponenten (YUV) - Signal in den RX-V3800 ein (immer noch
mit dem Quellsignal N-TV Mitschnitt in 576i) und lassen wir dieses auf 1.080
skalieren sowie de-interlacen, macht der AV-Receiver sogar das angenehmere Bild
als der Denon DVD-3930. Das Bild hinterlässt einen ruhigeren, rauschärmeren
Eindruck, es sind weniger Nachzieheffekte zu beobachten und die Farben
erscheinen noch etwas ausgewogener.
Um den RX-V3800 einmal vor eine einfachere Aufgabe zu stellen, haben wir ein YUV
576i-Signal durchgeschliffen. Die Ergebnisse: Das Bild zittert leicht und wirkt unruhig.
Die Skalierung wirkt nicht ganz so sauber. Da hier unser Pioneer PDP-5080XA die
Skalierung übernimmt, spricht dies für die Signalwandlung und Aufbereitung des
RX-V3800. Spielt man hier wieder mit HDMI1080p zu, wirkt das Bild feiner, ruhiger,
harmonischer und die Farben sind stabiler. Somit sind die Leistungen der
bordinternen Videoelektronik, die der Yamaha mitbringt, als exzellent
einzustufen.
Nehmen wir uns nochmals der älteren analogen Videonormen an. Die Wandlung von FBAS und SVHS nach YUV 576i funktioniert
hervorragend, hier agiert der Yamaha klar besser als der Durchschnitt. Bei
S-Video erkennt man nur marginale Unterschiede, bei FBAS sind die Unterschiede zum direkten YUV-Signal geringer als erwartet.
Der Yamaha eignet sich mit diesen hervorragenden Qualitäten tatsächlich zur
effektiven Verwaltung älterer, analoger Bildquellen. Selbst die
Laufbänder des N-TV-Mitschnitts erscheinen sehr ruhig und Farben erstaunlich kräftig.
DVD-Zuspielung vom Denon DVD-3930
StarWars Ep III
Beim Durchschleifen keine negativen oder verändernden Einflüsse des Yami auf das HDMI-Signal -
dies ist durchaus erwähnenswert, da dies längst nicht bei allen
AV-Receivern so ist. 576i via HDMI versteht der Pioneer PDP-5080XA nicht. Daher
können wir nicht beurteilen, ob der Yamaha damit etwas anfangen kann. 576p via HDMI wird nur
weitergereicht - über HDMI entgegen genommene Bildsignale skaliert der RX-V3800
nicht. Um nun die Güte der Videosektion bezüglich Bildsignal-Skalierung und
De-Interlacing weiter zu untersuchen, schickten wir ein Komponenten-576i-Signal
vom DVD-3930 in den RX-V3800. Der RX-V3800 machte aus diesem Signal ein
1.080p-Signal, welches er über den HDMI Monitor-Ausgang zum Pioneer PDP-5080XA
schickte. Alterativ schlossen wir den Denon DVD-3930 über HDMI direkt am
Pioneer PDP-5080XA an und wählten wir eine 576p-Signalausgabe beim Denon - also
musste der Pioneer das Scaling auf die native Panelauflösung von 1.365 x 768
Pixel übernehmen. Die Ergebnisse: Noch schärfer, detailreicher und vom
Kontrastverhältnis ausgeglichener geht der Pioneer PDP-5080XA ans Werk, was
erneut zeigt, dass Pioneer eine überragende interne Signalverarbeitungsmimik
einsetzt. Der Yamaha beeindruckt dafür mit sehr sauberer Farbwiedergabe und
einem akkuraten De-Interlacing mit sehr klarer Bewegungswiedergabe. Das Bild
wirkt stabil, die Skalierung erzeugt kaum Artefakte.
Als nächstes überlassen wir dem Denon das De-Interlacing auch bei
Verbindung mit dem RX-V3800 - wir schicken also ein 576p-Signal zum Yamaha und
vergleichen dieses erneut mit der 576p-Übertragung vom Denon DVD-3930 zum
Pioneer PDP-5080XA. Die Ergebnisse sind überraschend - der Yamaha RX-V3800
ermöglicht ein besseres De-Interlacing als der DVD-3930. Was die Skalierung
angeht, so überlässt man diese am besten dem PDP-5080XA - ist der Denon direkt
mit dem Pioneer Kuro-Display verbunden, sind deutlich mehr Details zu sehen, die
Gesamtbildschärfe liegt zudem höher. Kontrast und Durchzeichnung in dunklen
sowie hellen Bildbereichen sind bei beiden Varianten hingegen beinahe identisch.
Lassen wir den RX-V3800 anstatt eines 1.080p- nun ein 720p-Signal ausgeben,
erscheint das Bild des Yamaha nach wie vor etwas weicher und zeigt weniger
Details sowie Schärfe als die Kombi Denon mit 576p-Signal direkt mit PDP-5080XA
verbunden - Bewegungen erscheinen dafür im Vergleich zur Denon-Pioneer-Kette
ruhiger. Somit bestätigen sich die bereits mit der 1.080p-Signalausgabe
gemachten Erfahrungen. Das De-Interlacing des RX-V3800 kann auch hier wieder
überzeugen.
Lassen wir nun den RX-V3800 ein 720p HDMI-Signal zum Pioneer weiterleiten
(Anlieferung Komponente analog 576p) und alternativ den Denon DVD-3930 ein 720p
HDMI-Signal direkt an den PDP-5080XA schicken. Das Bild des Yamaha wirkt
wiederum ein wenig weicher, zeigt weniger Details und Schärfe. Bewegungen
allerdings erscheinen erneut ruhiger. Die Ruhe überzeugt bei Skalierung und
beim De-Interlacing des RX-V3800. Farben wirken beim Yamaha etwas natürlicher,
dazu schmiert das Bild in der Horizontalen weniger. In dunklen Bildbereichen
durchzeichnet der RX-V3800 sogar sauberer als der DVD-3930. Der Denon-Player
kontert mit der höheren Bildschärfe.
Übrigens: 1.080p/24 Hz-Signale vom Samsung BD-P1400 reicht der Yamaha
RX-V3800 problemlos und ohne merkliche Beeinträchtigung des Bildes
weiter.
Bilanz: Top-De-Interlacing und saubere, ruhige Skalierung sprechen zusammen
mit den natürlichen Farben und der gelungenen visuellen Durchzeichnung für den
Yamaha. Mit Details geht er im Vergleich zu Top-Komponenten aber ein wenig
nachlässig um. Im Vergleich mit anderen AV-Receivern jedoch sind seine
Leistungen durch die Bank überdurchschnittlich. Dies zeigt sich auch in der
präzisen Wandlung analoger Videonormen untereinander und von der analogen auf
die digitale Ebene sowie im gelungenen Umgang mit TV-Material. Gesamtnote in
Anbetracht des Kaufpreises: Ausgezeichnet - hervorragend.
Gesamt-Fazit
Mit dem RX-V3800 untermauert Yamaha erneut eindrucksvoll, dass man zur
absoluten Weltspitze im Bau von AV-Receivern gehört. Wie schon viele andere
Yamaha-Modelle zuvor beweist auch der RX-V3800 wieder, dass der Weg zum Erfolg
nur über eine ausgeprägte Ausgewogenheit auf hohem Niveau führt: Die
gediegene Verarbeitung, die enorm umfangreiche und hochwertige Ausstattung, der
mitreißende Klang und die leistungsfähige Videosektion verdichten sich zu
einem Gesamtpaket, wie es selbst in deutlich höheren Preisklassen nur
schwerlich ein zweites Mal zu finden sein dürfte. Schwächen leistet sich der
Yamaha praktisch keine - nur, dass viele Funktionen erst nach aufwändigem
Aufrufen des sehr schönen OSDs zu steuern sind, stört ein wenig. Zweite
Mini-Schwäche ist das leicht weich gezeichnete Bild, welches die interne
De-Interlacing- und Scalingeinheit zur Verfügung stellt. Hier wäre ein
leichtes "Nachschärfen" angesagt. Das war es aber auch schon mit
wirklicher Kritik - ansonsten überzeugt der RX-V3800 als überlegene, flexible
AV-Schaltzentrale, die nicht nur fürs neue HD-Zeitalter bestens geeignet ist,
sondern sich auch für das effektive Management älterer Quellgeräte
hervorragend eignet.
Mit dem enorm leistungsstarken, hochsoliden RX-V3800 ist den
Yamaha-Entwicklern erneut ein großer Wurf gelungen

AV-Receiver Obere Mittelklasse
Test 06. November 2007
Preis-/Leistungsverhältnis          
+ Sehr hohe Pegelfestigkeit
+ Ausgesprochen lebendiger und dynamischer Mehrkanal-Klang
+ Überzeugende Stereo-Klangqualität
+ Hervorragende PLIIX-Integration
+ Wirksame DSP-Sektion
+ Umfangreiche und ansprechend integrierte Videofunktionen
+ Sehr solide Verarbeitung
+ In Anbetracht des gesamten Qualitätsniveaus sehr fairer Kaufpreis
- zu viele Funktionen nur über Menü ansteuerbar
Technische Daten und Features
Dolby Pro-Logic
Dolby Pro-Logic II
Dolby Pro-Logic IIx
Dolby Digital
Dolby Digital EX
Dolby Digital Plus
Dolby Digital TrueHD
DTS Neo:6
DTS Digital Surround
DTS-ES
DTS-ES Discrete
DTS 96/24
DTS-HD High Resolution Audio
DTS-HD Master Audio
Yamaha Parametric Room Acoustic Optimizer (YPAO) inkl. Messmikrophon
SILENT CINEMA
Virtual CINEMA DSP
Quad-Field CINEMA DSP
DSP-Programme: 22¨
192 kHz/24-Bit-D/A-Wandler
Audio Delay
Multi Room Funktion: Zone 2 + Zone 3
Night Listening Enhancer
Bi-Amping Konfiguration
Pure-Direct-Schalter
Aufnahmewahlschalter
Compressed Music Enhancer
Audio Mute
Center GEQ
iPod Dock
Audio/Video (in-/outputs): 6 / 2
Analog audio (in-/outputs): 4 / 2
Koaxialer digital (ein-/ausgänge): 3/-
Optischer digital (ein-/ausgänge): 5/2
Composite video (ein-/ausgänge): 6 / 2
S-video (ein-/ausgänge): 6 / 2
Komponenten Video Anschluss (ein-/ausgänge): 3 / 1
HDMI (in/out): 4/1
Video Skalierer: Nur HDMI: 720p, 1080i oder 1080p
De-Interlacer
Subwoofer-Ausgang
Pre Out: All 7.1 channels
6-Kanal-Eingang für externe Decoder
8-Kanal Eingang für externen Dekoder
Phono Eingang
Eingangsanschluss Vorderseite: 1x audio, 1x optische eingang, 1x composite video, 1x S-video
USB
Netzwerk Anschluss
Bildschirmmenü
RS-232 Schnittstelle
GUI - Graphical User Interface
Video-Umwandlung: Composite video <-> S-video <-> Componentvideo -> HDMI
Automatischer Senderspeicher
DIN-Ausgangsleistung (4Ohm, 1kHz, 0,7%THD): 7 x 200W
Ausgangsleistung RMS (8ohm, 20-20.000Hz): 7 x 140W
Lineare Dämpfung
Dämpfungsfaktor (8 Ohm,20-20.000 Hz): 150
Frequenzgang: 10Hz - 100.000Hz +0dB/-3dB
Geräuschspannungsabstand (CD): 100dB
Klirranteil: 0,04%
Trennfrequenz: 40, 60, 80, 90, 100, 110, 120, 160 oder 200Hz
Aufnahmeleistung: 500 W
Aufnahmeleistung: Standby: <0,33W
RDS (Radio-Daten-System)
Senderspeicher: 40
UKW-Geräuschspannungsabstand: 70dB
UKW-nutzbare Empfindlichkeit: 1,0µV
Fernbedienung: Vorprogrammiert, lernfähig und macro + Zonenfernbedienung
Lieferbare Farben: Titan oder schwarz
Zubehör: Fernbedienung, Multiroomfernbedienung, Batterien, AM antenna, FM antenna
Abmessungen (B x H x T): 435 x 171 x 439 mm
Gewicht: 17,4 kg
Testbericht: Carsten Rampacher und Karsten Serck
Video-Quality-Check: Thomas Hermsen
06. November 2007
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