AREA DVD-TEST: DVD-Recorder Panasonic DMR-EX80S mit Sat-Tuner & HDMI
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Features
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Satelliten-Auswahl und DiSEqC-Unterstützung: Panasonic hat den DMR-EX80S für
den typischen deutschen Satellitenhaushalt konzipiert, der seine Programme über
Astra empfängt und vorwiegend die deutschen TV-Sender sieht. Für diese
Haushalte ist der Panasonic auch wirklich ideal, denn sofern bereits eine
Satellitenantenne vorhanden ist, braucht man sich um keine Einstellungen
kümmern. Der Receiver überprüft selbständig die Anlage, stellt alles
automatisch ein und führt anschließend einen Astra-Suchlauf durch. Im
"Quick Setup" verkürzt sich die Wartezeit des etwas behäbigen
Sendersuchlauf, indem der Tuner einfach nur nach Astra 19.2° sucht und eine
Senderliste lädt, was insgesamt gerade einmal rund 25 Sekunden dauert. Um die Sender in eine
gewünschte individuelle Reihenfolge zu bekommen, muss man eine neue
Favoritenliste anlegen, in die man dann die gewünschten Programme einsortieren
kann.
Für Sat-DXer, die neben Astra noch möglichst viele andere Satelliten mit
Sendern aus fremden Ländern empfangen möchten, ist der Recorder nur bedingt
geeignet, da zugunsten der Einfachheit die Funktionalität auf sehr wenige
Einstellungen reduziert wurde. Der Panasonic-Recorder
unterstützt DiSEqC 1.0 was die Ansteuerung von vier verschiedenen
Satellitenpositionen ermöglicht. Eine Rotor-Steuerung ist nicht vorhanden. Die
DiSEqC 1.0-Einstellungen für die verschiedenen Sat-Positionen erledigt der
Recorder beim Suchlauf automatisch, indem er die DiSEqC-Positionen abfragt und über diese empfangenen Satelliten erkennt. Dies klappte bei den an der
Test-Anlage verwendeten vier Positionen (19.2° Ost, 28.2° Ost, 13° Ost und
1° West) auch einwandfrei. Der anschließende Suchlauf zieht sich über mehr
als eine halbe Stunde hin.
Die für den reinen Astra-Empfang wirklich komfortable Automatik zeigt beim
Empfang mehrerer Satelliten einige Handicaps. Denn es fehlen Einstellmöglichkeiten, um die Suche
auf frei empfangbare Sender, TV/Radio oder einzelne Frequenzen einzuschränken.
So findet der Receiver auch unzählige verschlüsselte Programmen aus
verschiedenen Ländern, die die Programmliste anschwellen lassen. Diese ist
zudem auf 3999 Programme beschränkt, so dass bei einem Suchlauf über mehrere
Satelliten mit großem Programmangebot die Liste aufgrund der nicht vorhandenen Möglichkeiten
zur Einschränkung des Suchlaufs schnell voll und unübersichtlich wird, zumal
in der Liste Sender sogar mehrfach auftauchen. Immerhin bietet
der Receiver nach einem Suchlauf die Möglichkeit, Satellitenfrequenzen und die
darauf abgespeicherten Sender im Nachhinein zu löschen. So kann man z.B. die
Frequenzen, auf denen ohnehin nur ausländisches Pay TV gesendet wird, einfach
wieder herausnehmen, um Platz für neue Sender zu machen. Ebenso ist das Hinzufügen von neuen Frequenzen
oder einzelnen Sendern durch Eingabe der PID-Daten möglich, die man z.B. bei www.lyngsat.com
findet. Der Receiver führt nach der Eingabe sofort einen Suchlauf dem
Transponder durch. Möchte man die Suche wiederholen, ist erneut die Eingabe des
Transponders erforderlich, da man keine Möglichkeit hat, abgespeicherte
Transponder einzeln für einen Suchlauf auszuwählen.
Allerdings setzt der Receiver bei der Durchführung eines neuen Sendersuchlaufs
diese individuellen Einstellungen wieder zurück und sucht erneut auf
sämtlichen in der Werkseinstellung vorhandenen Frequenzen. Außerdem löscht der
Receiver bei jeglicher Suchlaufaktivität die individuelle Programmliste. Da beim Satellitenempfang häufig neue Sender hinzukommen oder
sich wie z.B. kürzlich bei der ProSiebenSat.1-Gruppe die Frequenz ändern kann,
ist dieses Verfahren höchst unkomfortabel, weil nach jedem Suchlauf die
Sendersortierung neu vorgenommen werden muss.
Nach einigem Ausprobieren konnten wir für Sat-Installationen, die mehr
Satelliten als nur Astra 19.2° Ost umfassen, einen "Workaround"
herausfinden, der es zwar nicht erspart, die Senderliste nach einem späteren
Suchlauf neu zu generieren, aber zumindest hilft, die beim Suchlauf angelegte
Senderliste klein zu halten. Hierzu wählt man zunächst für den ersten
Suchlauf das "Quick Setup", wodurch zunächst nur Astra 19.2° Ost
für DiSEqC-Position 1 angelegt wird. Anschließend erweitert man die Anzahl der
DiSEqC-Positionen auf "2". Der automatische Suchlauf, den der Receiver
jetzt automatisch startet, bricht man ab, damit keine neuen Sender in der Liste
auftauchen. Diesen Schritt wiederholt man für jeden weiteren Satelliten. Mit
Hilfe einer Frequenzliste z.B. von www.lyngsat.com
fügt man anschließend die Transponder, auf denen interessante Programme
ausgestrahlt werden, manuell hinzu und erhält die gewünschten Programme in der
Gesamt-Programmliste, die anschließend in einem persönlichen Profil beliebig
sortiert werden können. Da auf den exotischeren Sat-Positionen meist doch nur
eine Handvoll interessanter Programme zu finden ist, die man häufiger sieht,
ist dieses Verfahren schneller als ein kompletter Suchlauf mit anschließender
Sendersortierung in einer deutlich unübersichtlicheren Programmliste.
Nichtsdestotrotz:
Da der Receiver Software-Updates via Satellit unterstützt, die auf Wunsch auch
automatisiert zu einer vorgegebenen Uhrzeit durchgeführt werden können, sollte
Panasonic hier mit einem der ersten Updates einige Verbesserungen durchführen, um
komfortablere Einstellmöglichkeiten für Sat-Installationen mit mehr als nur
einem Satelliten zu
geben, wie sie bei praktisch jedem anderen Sat-Receiver üblich sind, zumal vom
Löschen der persönlich angelegten Programmlisten im Anschluss an einen
Suchlauf auf Sat-Haushalte betroffen sind, die ausschließlich Astra 19.2° Ost
empfangen.
- Aufnahme-Verwaltung: Im "Direct Navigator" werden neben einem
Vorschaubild von jeder Aufnahme noch der Titel der Sendung, der Sender sowie das Datum und die
Uhrzeit der Aufnahme angezeigt. Die Informationen werden etwas gekürzt
dargestellt. Alternativ gibt es noch eine Tabellenanzeige ohne Vorschaubild,
welches die Daten etwas leserlicher darstellt. EPG-Informationen mit genauen
Infos zur Sendung gehen bei der Aufnahme verloren.
- Time-Shift und Editier-Funktionen: Per Zugriff auf das Aufnahme-Archiv
über die "Direct Navigator"-Taste auf der Fernbedienung lassen
sich auch während einer laufenden Aufnahme bereits Aufzeichnungen ansehen,
wobei es egal ist, ob dies die aktuell noch laufende Aufnahme oder eine
Aufzeichnung aus dem Archiv ist. Im laufenden Programm kann man beliebig
pausieren und vor- und zurückspulen.
Für die Nachbearbeitung gibt es gleich zwei Funktionen. Zum einen lässt
sich eine Aufnahme in zwei einzelne Teile splitten, was z.B. bei Aufnahmen
in Überlänge Sinn macht, die nicht auf eine DVD passen. Außerdem gibt es
noch eine Schnittfunktion, mit der sich einzelne Teile aus einer Aufnahme
herausschneiden lassen. Nach Druck auf die Pause-Taste kann man sich praktisch
framegenau an die gewünschten Start- und Zielmarken herantasten, wodurch im
Idealfall die Schnitt im Endergebnis gar nicht auffallen.
- EPG: Während die meisten Sat-Receiver ihren elektronischen
Programmführer ausschließlich aus den via Satellit mitgesendeten
DVB-SI-Daten generieren und dafür auch meist kurze Ladezeiten auftreten,
bietet Panasonic einen erweiterten EPG an, der seine Daten über einen
speziellen Astra-Satellitenkanal in einem Rutsch erhält und damit sofort
zur Verfügung steht. Die Daten holt sich der Receiver in der Nacht (oder
einer anderen ausgesuchten Uhrzeit) in einem Rutsch vom Satelliten und
umfassen einen Zeitraum von rund zwei Wochen. Zum Vergleich: Der EPG anderer
Receiver aus den DVB-SI-Daten erlaubt maximal eine Vorschau von einer Woche.
Gerade viele Privatsender senden die Daten aber auch nur drei bis vier Tage
aus. Der Panasonic-EPG umfasst rund 50 überwiegend frei empfangbare
deutsche TV-Sender, daneben aber auch z.B. ORF 1 & 2, BBC World und eine
Auswahl von Premiere-Kanälen. Die EPG-Übersicht ermöglicht eine Anzeige
mehrerer Programme auf einer Zeitachse oder alternativ die Auflistung des
Tagesprogramms eines einzigen Senders. Das Programmieren einer Aufnahme aus
dem EPG heraus ist mit einem Knopfdruck und einer weiteren Bestätigung
möglich. Für den Otto-Normal-Zuschauer bietet der EPG einen sehr hohen
Komfort, denn der Programmführer ist die Schwachstelle vieler
Digitalreceiver, die häufig lange Ladezeiten und eine nur unübersichtliche
Programmanzeige bieten.
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Bei exotischeren Programmen, die nicht Bestandteil des Recorder-eigenen EPGs sind,
gestaltet sich die Programmierung komplizierter, weil die Aufnahme komplett
per Hand programmiert werden muss, wie man es vom alten Videorecorder kennt. Denn diese
Sender können gar
nicht im EPG angezeigt werden, selbst wenn DVB-SI-Daten ausgestrahlt werden,
da der Panasonic diese nur eingeschränkt auswertet.
Beim Programmwechsel können höchstens Informationen zum laufenden und dem
folgenden Programm über die Info-Taste aufgerufen werden. Dies führt nicht
nur dazu, dass Programminformationen zu vielen ausländischen Programmen
nicht verfügbar sind, die vielleicht nur von wenigen Zuschauern in
Deutschland gesehen werden, sondern z.B. auch die umfangreichen Programminfos,
die zu den ARD-Hörfunkwellen mitgesendet werden, auf dem Panasonic-Receiver
nicht dargestellt werden können. Der Recorder verfügt zudem über
keinen Videotext-Decoder und auch über die Video-Ausgänge wird kein
Videotext-Signal übertragen, so dass in diesem Fall auch eine Alternative
zum EPG fehlt.
Bedienung
Das Bedienungskonzept des Panasonic-Recorders ist sehr schell zu verstehen und die
Fernbedienung wurde trotz vieler Knöpfe so übersichtlich gestaltet, dass alle
Funktionen einfach erreichbar sind. Durch die farbliche Markierung und gut
lesbare Schriftzüge sind alle den Tasten zugeordneten Funktionen nach Lesen der
Bedienungsanleitung auch gut wiederzufinden. Die On Screen-Menüs sind im
typischen Panasonic-Stil sehr schlicht gestaltet, aber recht übersichtlich und
auch auf kleineren Bildschirmen lassen sich die Schriften gut ablesen. Die
Menü-Navigation ist sehr einfach, auch wenn der Menü-Aufbau mitunter leicht
träge wirkt.
Das Geräte-Display ist ähnlich wie das bei anderen DVD-Recordern von
Panasonic verwendete Display. Die bei immer mehr Sat-Festplattenrecordern zu
beobachtende Tendenz zu Displays mit Klartextanzeige, die auch eine Anzeige des
Sendernamens erlauben, ging an dem Panasonic leider noch vorbei, so dass man
sich bei der Verwendung des Recorders als Radio-Receiver leider die Kanalnummern
genau merken sollte.
Zum Booten benötigt der Panasonic-Receiver rund 80 Sekunden. Da sind im
Vergleich selbst die neuen Blu-ray Disc und HD DVD-Player schneller. Für den
Standby-Betrieb gibt es eine Option, den Receiver schneller zu starten: Im
"Schnellstart"-Modus ist der Receiver bereits nach rund zwei Sekunden
nach dem Einschalten betriebsbereit, da hier das System nur zum Teil wieder
heruntergefahren wird, was allerdings auch einen höheren Stromverbrauch zur
Folge hat. Im Energiesparmodus mit länger Boot-Zeit wird der Recorder hingegen
komplett heruntergefahren.
Die Umschaltzeit zwischen zwei Programmen liegt mit rund 2.5 Sekunden im
Mittelfeld. Der integrierte Lüfter des DMR-EX80S läuft zwar im Betrieb
ständig mit. Er ist aber selbst bei heruntergedrehter Fernseh-Lautstärke
kaum zu hören.
Aufnahme und DVD-Kopier-Funktionen
Das Aufnahmen von Digital-TV und Kopieren auf DVD ist eine scheinbar sehr
einfache Sache. Denn beide digitale Formate sind sich sehr ähnlich und
verwenden MPEG2 zur Video-Kompression. Allerdings wird beim Digitalfernsehen
nicht immer in der vollen PAL-Auflösung von 720 x 576 Pixeln gesendet, sondern
vielfach mit deutlich niedrigeren Auflösungen, die gemäß DVD-Standard aber
nicht erlaubt sind. Um dem DVD-Standard entsprechende Aufnahmen zu erstellen,
schreibt der Panasonic-Recorder daher nicht einfach 1:1 den Datenstrom auf die
Disc sondern führt ein erneutes Encoding durch, für das vier Qualitätsstufen
zur Verfügung stehen. Zusätzlich gibt es noch den "FR"-Mous, den der
Recorder für Timer-Aufnahmen verwendet und die Qualitätsstufe in Abhängigkeit
von der noch verfügbaren Festplattenkapazität anpasst.
Der Ton wird in Dolby Digital 2.0 mit einer Bitrate von 384 kbps
mitgeschnitten. Vor der Aufnahme lässt sich eine Tonspur auswählen, allerdings
ist es nicht möglich, Dolby Digital 5.1-Tonspuren wiederzugeben und
aufzuzeichnen. Für Aufnahmen
im XP-Modus lässt sich alternativ auch PCM-Ton verwenden, was in erster Linie
für Aufnahmen über die externen AV-Eingänge Sinn macht, da der DVB-Ton
ohnehin bereits komprimiert ist.
Die Bildqualität der Aufnahmen ist im XP- und SP-Modus sehr gut. Artefakte
lassen sich bei den meisten Aufzeichnungen kaum beobachten. Sofern im Bild
nicht besonders viel Bewegung stattfindet, sind die Aufzeichnungen mit dem
Recorder der Qualität der meisten Kauf-DVDs deutlich überlegen. Bei Aufnahmen
mit viel Bewegungsdynamik wie z.B. Sport sind im SP-Modus bei genauem Hinsehen
doch häufiger kleine Artefakte zu sehen. Qualitativ bewegen sich solche
Aufzeichnungen dann auf dem Niveau von Kauf-DVDs. Der LP-Modus für Filme mit
Überlänge ist trotz auch in ruhigen Szenen zu sehenden kleinen Artefakten
immer noch brauchbar, stellt qualitativ aber bereits einen Kompromiss dar. Hier
fehlen leider feinere Abstufungen zwischen den einzelnen
Qualitätseinstellungen, die eine bessere Optimierung der Bildqualität
ermöglichen. Nur im äußersten Notfall zu gebrauchen ist der EP-Modus, in dem
die Auflösung reduziert wird und zusätzlich zu deutlichen Artefakten auch die
Bildschärfe sehr gering ist.
Im Idealfall bietet es sich an, Aufzeichnungen zunächst auf der Festplatte
zu speichern, diese dann zu schneiden und anschließend auf DVD zu kopieren. Für schnelle Kopien von der integrierten Festplatte gibt es einen speziellen
"Highspeed"-Modus, in dem der Recorder wie ein PC-Brenner die
Aufnahmen mit mehrfacher Geschwindigkeit kopiert. Dabei sind Kopien mit bis zu
16x bei Verwendung von DVD-R möglich. Ist das Kopieren von Festplatte auf DVD
nicht im Highspeed-Modus möglich, so kopiert der Recorder die Aufnahme in
Echtzeit, der Kopiervorgang nimmt dann genau so viel Zeit in Anspruch wie die
ursprüngliche Aufnahme.
Sat-Empfang und Bildqualität
Der Sat-Tuner des Panasonic-Recorders verfügt über einen ausreichend
empfangsstarken Tuner, der auch mit einer kleinen 40 cm-Antenne noch alle
Astra-Programme einwandfrei empfangen konnte. Auch der Empfang der nur im
Westen Deutschlands noch mit starkem Signal einstrahlenden britischen
BBC-Programme auf Astra 28.2° Ost bereitete mit dem Panasonic DMR-EX80S keine
Probleme.
Beim Sat-Empfang bietet der Panasonic-Recorder über seine HDMI-Schnittstelle
eine Bildqualität auf Referenz-Niveau. Keiner der von uns
getesteten Sat-Receiver bot bislang über HDMI bei der TV-Wiedergabe ein so scharfes Bild der über
Astra ausgestrahlten PAL-Programme. Selbst die bereits erhältlichen
HDTV-Sat-Receiver konnten bei der PAL-Wiedergabe nicht mit dem Panasonic
mithalten, denn auch wenn diese sehr gute HDTV-Bilder zeigen, so lässt die
Skalierungsqualität für normale PAL-Programme doch häufiger zu wünschen
übrig. Nicht so der Panasonic DMR-EX80S. Das Scaling auf 720p oder 1080i führt zu einem deutlichen
Qualitätssprung in der Bildwiedergabe. Konturen und Details werden extrem
scharf gezeichnet. Selbst die Senderlogos werden haarscharf und ohne
Weichzeichnungen dargestellt. Richtig gutes Bildmaterial vorausgesetzt, befindet
sich die Bildqualität des Panasonic schon fast auf dem Niveau von richtigen
HDTV-Bildern. Auch beim De-Interlacing schlug sich der Panasonic
recht wacker und stellte z.B. die Laufbänder von Nachrichtensendern ohne
Ruckeln oder Verzerrungen dar. Ganz perfekt ist der Panasonic aber auch nicht, denn ab und zu
sieht man zumindest auf einem 50 Zoll-Plasma bei einzelnen Szenen leichte Treppenmuster im Bild.
Natürlich macht sich die hohe Bildqualität des Scalers auch beim Abspielen
von Kauf-DVDs bezahlt. Hier fällt bei
bekanntem Filmmaterial wie z.B. der Star Wars-Trilogie noch deutlicher die
Bildverbesserung durch das Upscaling auf 720p oder 1080i auf. Der Recorder
bietet über HDMI eine exzellente Bildschärfe und stellt auch feine Details
prägnant dar. Wer noch einen kleinen Tick mehr wünscht, kann die
Bildwiedergabe über den Video-Parameter "Bildschärfe" noch etwas
verbessern. Bei Progressive-Wiedergabe von meistert der Panasonic auch das
De-Interlacing recht gut und zeigt in problematischen Szenen nur höchst selten Störungen.
Fazit
Panasonic bietet mit seinem DMR-EX80S endlich auch TV-Haushalten mit
digitalem Satellitenempfang eine Möglichkeit, Sendungen nicht nur auf
Festplatte aufzuzeichnen, sondern auch DVD-Kopien anzufertigen. Was eigentlich
so naheliegend ist, haben viele Hersteller lange verschlafen, obwohl so ziemlich
jede bekannte Marke heutzutage bereits DVD-Recorder für das technisch verwandte,
qualitativ aber vielfach schlechtere DVB-T anbietet.
Über die HDMI-Schnittstelle kommt die hohe Bildqualität, die die
Öffentlich-Rechtlichen TV-Sender heutzutage via DVB-S bieten, richtig zur
Geltung und dank HDMI-Upscaling auf 720p und 1080i sieht dieses Bild nicht
einfach nur gut, sondern selbst auf einem 50 Zoll-Plasma schlichtweg exzellent
aus. Zwar liegt die Zukunft in HDTV, doch der Panasonic macht die Wartezeit bis
zum anvisierten HDTV-Start von ARD und ZDF 2009/2010 auf jeden Fall angenehmer.
Trotz erneuter Komprimierung des MPEG2-Datenstroms via Satellit bieten die
Aufnahmen im XP- und SP-Modus eine Qualität, die sich vom Original kaum
unterscheidet und so ganz nebenbei steckt im DMR-EX80S auch noch ein sehr guter
DVD-Player. Auch das Bedienkonzept erscheint sehr durchdacht und ermöglicht eine sehr
unkomplizierte Steuerung. Der EPG, Schwachpunkt vieler Digital-Receiver, bietet
mit einer 14 Tage-Vorschau eine deutlich längere Programmübersicht und ist gut
lesbar gestaltet.
Da der DMR-EX80S vorerst nur in Deutschland und Österreich auf den Markt
kommt, ist er auch voll und ganz auf den deutschen TV-Markt zugeschnitten. Dies
hat zur Folge, dass TV-Haushalte, die mehr als nur die allgemein bekannten
Programme auf Astra 19.2° Ost empfangen wollen, leider einige Abstriche beim
Komfort machen müssen. Mit ein wenig Geschick kommt man aber dennoch an die
gewünschte Programmauswahl. Zumindest das Löschen der Programm- und
Favoritenlisten beim Suchlauf sowie den fehlenden EPG für Sender ohne 14
Tage-Update via Satellit sollte Panasonic allerdings mit einer
Software-Aktualisierung verbessern.

Preis-/Leistung:          
Pro:
- HDMI-Upscaling bis 1080i
- TV-Bildqualität auf Referenz-Niveau
- Sehr gute DVD-Wiedergabe
- Automatische Satellitenerkennung
- Komfortabler EPG mit 14 Tage-Vorschau
- Komfortable Kopierfunktionen zur schnellen Überspielung auf DVD
- Gelungene und einfach zu bedienbare Schnittfunktionen
- Gute Fernbedienung
- Lüfter praktisch unhörbar
Contra:
- Senderliste wird beim automatischen Suchlauf gelöscht
- Kein Empfang von Dolby Digital 5.1-TV-Sendungen
- Kein vollständige Auswertung von DVB-SI-Daten für EPG
- Lange Boot-Zeiten im Stromspar-Modus
- Keine Sendernamenanzeige im Geräte-Display
Technische Daten des Panasonic DIGA DMR-EX80S
| AUFNAHMEFORMATE |
MPEG2 |
Super Multiformate:
DVD-RAM/DVD-RW/-R(DL)/+RW/+R(DL) |
•/•/•/•/• |
| Festplatte (HDD) |
160 GB |
MPEG2/Dolby Digital 2.0/LPCM 2.0
(XP Modus) |
•/•/• |
| AUFNAHME-ZEITEN/-QUALITÄTEN |
|
| auf Festplatte: |
XP-Modus:
SP-Modus:
LP-Modus:
EP-Modus: |
36 Stunden
70 Stunden
138 Stunden
2121 / 284 Stunden |
| auf 4,7-GB-DVD2: |
XP-Modus:
SP-Modus:
LP-Modus:
EP-Modus: |
1 Stunde
2 Stunden
4 Stunden
61 / 8 Stunden |
auf 8,5-GB-
DVD-R[DL]/+R[DL]2 |
XP-Modus:
SP-Modus:
LP-Modus:
EP-Modus: |
1 Stunde 45 Minuten
3 Stunden 35 Minuten
7 Stunden 10 Minuten
10 Stunden 45 Minuten1 / 14 Stunden 20 Minuten
(nur bei DVD-R[DL]) |
500 Linien Horizontalauflösung bei LP
(üblich 250 Linien) |
• |
| ABSPIELFORMATE |
|
| DVD-Video/DVD-Audio |
•/— |
| DVD-RAM/-RW/-R(DL)/+RW/+R(DL) |
•/•/•/•/• |
| Audio-CD/CD-R/-RW/Video-CD/SVCD |
•/•/•/•/• |
| MP3/DivX®3 von DVD-R/-R(DL)/CD-R/-RW |
•/—/•/• |
| JPEG von DVD-R/-R(DL)/CD-R/-RW |
•/—/•/• |
| D/A-WANDLER |
|
| Video D/A-Wandler |
108MHz/12Bit |
| Audio D/A-Wandler |
192kHz/24Bit |
| Progressiv-Wiedergabe für PAL/NTSC |
• |
| BEDIENERFREUNDLICHKEIT |
|
| Advanced Super-Drive-System |
• |
| Quick Start (aufnahmebereit in 1 Sekunde) |
• |
| EPG/Timeraufnahme über EPG |
• |
| Time Slip (gleichzeitige Aufnahme/Wiedergabe) |
• (Festplatte/DVD-RAM) |
| Q-Link/External Link/VIERA Link |
•/•/•(HDAVI Control 2) |
| Timer-Programme |
32/Monat |
| TUNER |
|
| Tuner-System |
DVB-S / DiSEqC 1.0 für den Empfang von vier Satellitensignalen |
| Sender-Abdeckung |
950 MHz – 2150 MHz |
| EPG (Electronic Programme Guide) |
DVB-S mit 14-Tage-Vorschau |
| ANSCHLÜSSE/EINSCHÜBE |
|
| HDMI-Ausgang (HDMI Ver.1.2a) |
• |
| DV-Eingang |
• |
| Komponentenausgang (YUV) |
• |
| Scart-Anschluss |
2 |
| Front-AV |
S-Video/Video/Audio-IN |
| SD-Karteneingang |
• |
| Common Interface (CI) für CA-Module |
• |
| Video Ausgang/S-Video Ausgang/Audio Ausgang |
•/•/• |
Optischer Digitalausgang
(PCM, Dolby Digital, DTS, MPEG) |
• |
| SD-KARTENEINGANG |
|
| Kompatible Medien |
SD Speicherkarte einschließlich miniSD™ Speicherkarten (Einsatz
eines Adapters erforderlich), MultiMedia-Card |
| Format |
FAT12, FAT16 |
| Einzelbilder |
Format |
JPEG gemäß DCF, TIFF (unkomprimierte
RGB-Rohdaten) / DPOF kompatible |
|
Auflösung |
34 x 34 Pixel bis 6.144 x 4.096 Pixel |
| SD Video |
Kodierung |
MPEG2 |
|
Format |
SD-Video-Format-konform4 |
| ALLGEMEINES |
|
| Abmessungen (B x H x T) |
43,0 x 5,8 x 32,9 cm |
| Gewicht |
4,4 kg |
| Leistungsaufnahme |
Betrieb: 46 W
Energiespar-Modus: 2 W |
| Farbe |
silber |
| Unverbindliche Preisempfehlung inkl. MwSt. |
499,- Euro |
Verantwortlich für den Test:
Karsten Serck, 30.08.2007
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