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AREA DVD-TEST: DVD-Recorder Panasonic DMR-EX80S mit Sat-Tuner & HDMI (2/2)
Features

  • Satelliten-Auswahl und DiSEqC-Unterstützung: Panasonic hat den DMR-EX80S für den typischen deutschen Satellitenhaushalt konzipiert, der seine Programme über Astra empfängt und vorwiegend die deutschen TV-Sender sieht. Für diese Haushalte ist der Panasonic auch wirklich ideal, denn sofern bereits eine Satellitenantenne vorhanden ist, braucht man sich um keine Einstellungen kümmern. Der Receiver überprüft selbständig die Anlage, stellt alles automatisch ein und führt anschließend einen Astra-Suchlauf durch. Im "Quick Setup" verkürzt sich die Wartezeit des etwas behäbigen Sendersuchlauf, indem der Tuner einfach nur nach Astra 19.2° sucht und eine Senderliste lädt, was insgesamt gerade einmal rund 25 Sekunden dauert. Um die Sender in eine gewünschte individuelle Reihenfolge zu bekommen, muss man eine neue Favoritenliste anlegen, in die man dann die gewünschten Programme einsortieren kann.

    Für Sat-DXer, die neben Astra noch möglichst viele andere Satelliten mit Sendern aus fremden Ländern empfangen möchten, ist der Recorder nur bedingt geeignet, da zugunsten der Einfachheit die Funktionalität auf sehr wenige Einstellungen reduziert wurde. Der Panasonic-Recorder unterstützt DiSEqC 1.0 was die Ansteuerung von vier verschiedenen Satellitenpositionen ermöglicht. Eine Rotor-Steuerung ist nicht vorhanden. Die DiSEqC 1.0-Einstellungen für die verschiedenen Sat-Positionen erledigt der Recorder beim Suchlauf automatisch, indem er die DiSEqC-Positionen abfragt und über diese empfangenen Satelliten erkennt. Dies klappte bei den an der Test-Anlage verwendeten vier Positionen (19.2° Ost, 28.2° Ost, 13° Ost und 1° West) auch einwandfrei. Der anschließende Suchlauf zieht sich über mehr als eine halbe Stunde hin.

    Die für den reinen Astra-Empfang wirklich komfortable Automatik zeigt beim Empfang mehrerer Satelliten einige Handicaps. Denn es fehlen Einstellmöglichkeiten, um die Suche auf frei empfangbare Sender, TV/Radio oder einzelne Frequenzen einzuschränken. So findet der Receiver auch unzählige verschlüsselte Programmen aus verschiedenen Ländern, die die Programmliste anschwellen lassen. Diese ist zudem auf 3999 Programme beschränkt, so dass bei einem Suchlauf über mehrere Satelliten mit großem Programmangebot die Liste aufgrund der nicht vorhandenen Möglichkeiten zur Einschränkung des Suchlaufs schnell voll und unübersichtlich wird, zumal in der Liste Sender sogar mehrfach auftauchen. Immerhin bietet der Receiver nach einem Suchlauf die Möglichkeit, Satellitenfrequenzen und die darauf abgespeicherten Sender im Nachhinein zu löschen. So kann man z.B. die Frequenzen, auf denen ohnehin nur ausländisches Pay TV gesendet wird, einfach wieder herausnehmen, um Platz für neue Sender zu machen. Ebenso ist das Hinzufügen von neuen Frequenzen oder einzelnen Sendern durch Eingabe der PID-Daten möglich, die man z.B. bei www.lyngsat.com findet. Der Receiver führt nach der Eingabe sofort einen Suchlauf dem Transponder durch. Möchte man die Suche wiederholen, ist erneut die Eingabe des Transponders erforderlich, da man keine Möglichkeit hat, abgespeicherte Transponder einzeln für einen Suchlauf auszuwählen.

    Allerdings setzt der Receiver bei der Durchführung eines neuen Sendersuchlaufs diese individuellen Einstellungen wieder zurück und sucht erneut auf sämtlichen in der Werkseinstellung vorhandenen Frequenzen. Außerdem löscht der Receiver bei jeglicher Suchlaufaktivität die individuelle Programmliste. Da beim Satellitenempfang häufig neue Sender hinzukommen oder sich wie z.B. kürzlich bei der ProSiebenSat.1-Gruppe die Frequenz ändern kann, ist dieses Verfahren höchst unkomfortabel, weil nach jedem Suchlauf die Sendersortierung neu vorgenommen werden muss.

    Nach einigem Ausprobieren konnten wir für Sat-Installationen, die mehr Satelliten als nur Astra 19.2° Ost umfassen, einen "Workaround" herausfinden, der es zwar nicht erspart, die Senderliste nach einem späteren Suchlauf neu zu generieren, aber zumindest hilft, die beim Suchlauf angelegte Senderliste klein zu halten. Hierzu wählt man zunächst für den ersten Suchlauf das "Quick Setup", wodurch zunächst nur Astra 19.2° Ost für DiSEqC-Position 1 angelegt wird. Anschließend erweitert man die Anzahl der DiSEqC-Positionen auf "2". Der automatische Suchlauf, den der Receiver jetzt automatisch startet, bricht man ab, damit keine neuen Sender in der Liste auftauchen. Diesen Schritt wiederholt man für jeden weiteren Satelliten. Mit Hilfe einer Frequenzliste z.B. von www.lyngsat.com fügt man anschließend die Transponder, auf denen interessante Programme ausgestrahlt werden, manuell hinzu und erhält die gewünschten Programme in der Gesamt-Programmliste, die anschließend in einem persönlichen Profil beliebig sortiert werden können. Da auf den exotischeren Sat-Positionen meist doch nur eine Handvoll interessanter Programme zu finden ist, die man häufiger sieht, ist dieses Verfahren schneller als ein kompletter Suchlauf mit anschließender Sendersortierung in einer deutlich unübersichtlicheren Programmliste.

    Nichtsdestotrotz: Da der Receiver Software-Updates via Satellit unterstützt, die auf Wunsch auch automatisiert zu einer vorgegebenen Uhrzeit durchgeführt werden können, sollte Panasonic hier mit einem der ersten Updates einige Verbesserungen durchführen, um komfortablere Einstellmöglichkeiten für Sat-Installationen mit mehr als nur einem Satelliten zu geben, wie sie bei praktisch jedem anderen Sat-Receiver üblich sind, zumal vom Löschen der persönlich angelegten Programmlisten im Anschluss an einen Suchlauf auf Sat-Haushalte betroffen sind, die ausschließlich Astra 19.2° Ost empfangen.


  • Aufnahme-Verwaltung: Im "Direct Navigator" werden neben einem Vorschaubild von jeder Aufnahme noch der Titel der Sendung, der Sender sowie das Datum und die Uhrzeit der Aufnahme angezeigt. Die Informationen werden etwas gekürzt dargestellt. Alternativ gibt es noch eine Tabellenanzeige ohne Vorschaubild, welches die Daten etwas leserlicher darstellt. EPG-Informationen mit genauen Infos zur Sendung gehen bei der Aufnahme verloren.


  • Time-Shift und Editier-Funktionen: Per Zugriff auf das Aufnahme-Archiv über die "Direct Navigator"-Taste auf der Fernbedienung lassen sich auch während einer laufenden Aufnahme bereits Aufzeichnungen ansehen, wobei es egal ist, ob dies die aktuell noch laufende Aufnahme oder eine Aufzeichnung aus dem Archiv ist. Im laufenden Programm kann man beliebig pausieren und vor- und zurückspulen.

    Für die Nachbearbeitung gibt es gleich zwei Funktionen. Zum einen lässt sich eine Aufnahme in zwei einzelne Teile splitten, was z.B. bei Aufnahmen in Überlänge Sinn macht, die nicht auf eine DVD passen. Außerdem gibt es noch eine Schnittfunktion, mit der sich einzelne Teile aus einer Aufnahme herausschneiden lassen. Nach Druck auf die Pause-Taste kann man sich praktisch framegenau an die gewünschten Start- und Zielmarken herantasten, wodurch im Idealfall die Schnitt im Endergebnis gar nicht auffallen.

  • EPG: Während die meisten Sat-Receiver ihren elektronischen Programmführer ausschließlich aus den via Satellit mitgesendeten DVB-SI-Daten generieren und dafür auch meist kurze Ladezeiten auftreten, bietet Panasonic einen erweiterten EPG an, der seine Daten über einen speziellen Astra-Satellitenkanal in einem Rutsch erhält und damit sofort zur Verfügung steht. Die Daten holt sich der Receiver in der Nacht (oder einer anderen ausgesuchten Uhrzeit) in einem Rutsch vom Satelliten und umfassen einen Zeitraum von rund zwei Wochen. Zum Vergleich: Der EPG anderer Receiver aus den DVB-SI-Daten erlaubt maximal eine Vorschau von einer Woche. Gerade viele Privatsender senden die Daten aber auch nur drei bis vier Tage aus. Der Panasonic-EPG umfasst rund 50 überwiegend frei empfangbare deutsche TV-Sender, daneben aber auch z.B. ORF 1 & 2, BBC World und eine Auswahl von Premiere-Kanälen. Die EPG-Übersicht ermöglicht eine Anzeige mehrerer Programme auf einer Zeitachse oder alternativ die Auflistung des Tagesprogramms eines einzigen Senders. Das Programmieren einer Aufnahme aus dem EPG heraus ist mit einem Knopfdruck und einer weiteren Bestätigung möglich. Für den Otto-Normal-Zuschauer bietet der EPG einen sehr hohen Komfort, denn der Programmführer ist die Schwachstelle vieler Digitalreceiver, die häufig lange Ladezeiten und eine nur unübersichtliche Programmanzeige bieten.

  • Bei exotischeren Programmen, die nicht Bestandteil des Recorder-eigenen EPGs sind, gestaltet sich die Programmierung komplizierter, weil die Aufnahme komplett per Hand programmiert werden muss, wie man es vom alten Videorecorder kennt. Denn diese Sender können gar nicht im EPG angezeigt werden, selbst wenn DVB-SI-Daten ausgestrahlt werden, da der Panasonic diese nur eingeschränkt auswertet. Beim Programmwechsel können höchstens Informationen zum laufenden und dem folgenden Programm über die Info-Taste aufgerufen werden. Dies führt nicht nur dazu, dass Programminformationen zu vielen ausländischen Programmen nicht verfügbar sind, die vielleicht nur von wenigen Zuschauern in Deutschland gesehen werden, sondern z.B. auch die umfangreichen Programminfos, die zu den ARD-Hörfunkwellen mitgesendet werden, auf dem Panasonic-Receiver nicht dargestellt werden können. Der Recorder verfügt zudem über keinen Videotext-Decoder und auch über die Video-Ausgänge wird kein Videotext-Signal übertragen, so dass in diesem Fall auch eine Alternative zum EPG fehlt.

Bedienung

Das Bedienungskonzept des Panasonic-Recorders ist sehr schell zu verstehen und die Fernbedienung wurde trotz vieler Knöpfe so übersichtlich gestaltet, dass alle Funktionen einfach erreichbar sind. Durch die farbliche Markierung und gut lesbare Schriftzüge sind alle den Tasten zugeordneten Funktionen nach Lesen der Bedienungsanleitung auch gut wiederzufinden. Die On Screen-Menüs sind im typischen Panasonic-Stil sehr schlicht gestaltet, aber recht übersichtlich und auch auf kleineren Bildschirmen lassen sich die Schriften gut ablesen. Die Menü-Navigation ist sehr einfach, auch wenn der Menü-Aufbau mitunter leicht träge wirkt.

Das Geräte-Display ist ähnlich wie das bei anderen DVD-Recordern von Panasonic verwendete Display. Die bei immer mehr Sat-Festplattenrecordern zu beobachtende Tendenz zu Displays mit Klartextanzeige, die auch eine Anzeige des Sendernamens erlauben, ging an dem Panasonic leider noch vorbei, so dass man sich bei der Verwendung des Recorders als Radio-Receiver leider die Kanalnummern genau merken sollte.

Zum Booten benötigt der Panasonic-Receiver rund 80 Sekunden. Da sind im Vergleich selbst die neuen Blu-ray Disc und HD DVD-Player schneller. Für den Standby-Betrieb gibt es eine Option, den Receiver schneller zu starten: Im "Schnellstart"-Modus ist der Receiver bereits nach rund zwei Sekunden nach dem Einschalten betriebsbereit, da hier das System nur zum Teil wieder heruntergefahren wird, was allerdings auch einen höheren Stromverbrauch zur Folge hat. Im Energiesparmodus mit länger Boot-Zeit wird der Recorder hingegen komplett heruntergefahren. 

Die Umschaltzeit zwischen zwei Programmen liegt mit rund 2.5 Sekunden im Mittelfeld. Der integrierte Lüfter des DMR-EX80S läuft zwar im Betrieb ständig mit. Er ist aber selbst bei heruntergedrehter Fernseh-Lautstärke kaum zu hören.

Aufnahme und DVD-Kopier-Funktionen

Das Aufnahmen von Digital-TV und Kopieren auf DVD ist eine scheinbar sehr einfache Sache. Denn beide digitale Formate sind sich sehr ähnlich und verwenden MPEG2 zur Video-Kompression. Allerdings wird beim Digitalfernsehen nicht immer in der vollen PAL-Auflösung von 720 x 576 Pixeln gesendet, sondern vielfach mit deutlich niedrigeren Auflösungen, die gemäß DVD-Standard aber nicht erlaubt sind. Um dem DVD-Standard entsprechende Aufnahmen zu erstellen, schreibt der Panasonic-Recorder daher nicht einfach 1:1 den Datenstrom auf die Disc sondern führt ein erneutes Encoding durch, für das vier Qualitätsstufen zur Verfügung stehen. Zusätzlich gibt es noch den "FR"-Mous, den der Recorder für Timer-Aufnahmen verwendet und die Qualitätsstufe in Abhängigkeit von der noch verfügbaren Festplattenkapazität anpasst. 

Der Ton wird in Dolby Digital 2.0 mit einer Bitrate von 384 kbps mitgeschnitten. Vor der Aufnahme lässt sich eine Tonspur auswählen, allerdings ist es nicht möglich, Dolby Digital 5.1-Tonspuren wiederzugeben und aufzuzeichnen. Für Aufnahmen im XP-Modus lässt sich alternativ auch PCM-Ton verwenden, was in erster Linie für Aufnahmen über die externen AV-Eingänge Sinn macht, da der DVB-Ton ohnehin bereits komprimiert ist.

Die Bildqualität der Aufnahmen ist im XP- und SP-Modus sehr gut. Artefakte lassen sich bei den meisten Aufzeichnungen kaum beobachten. Sofern im Bild nicht besonders viel Bewegung stattfindet, sind die Aufzeichnungen mit dem Recorder der Qualität der meisten Kauf-DVDs deutlich überlegen. Bei Aufnahmen mit viel Bewegungsdynamik wie z.B. Sport sind im SP-Modus bei genauem Hinsehen doch häufiger kleine Artefakte zu sehen. Qualitativ bewegen sich solche Aufzeichnungen dann auf dem Niveau von Kauf-DVDs. Der LP-Modus für Filme mit Überlänge ist trotz auch in ruhigen Szenen zu sehenden kleinen Artefakten immer noch brauchbar, stellt qualitativ aber bereits einen Kompromiss dar. Hier fehlen leider feinere Abstufungen zwischen den einzelnen Qualitätseinstellungen, die eine bessere Optimierung der Bildqualität ermöglichen. Nur im äußersten Notfall zu gebrauchen ist der EP-Modus, in dem die Auflösung reduziert wird und zusätzlich zu deutlichen Artefakten auch die Bildschärfe sehr gering ist.

Im Idealfall bietet es sich an, Aufzeichnungen zunächst auf der Festplatte zu speichern, diese dann zu schneiden und anschließend auf DVD zu kopieren. Für schnelle Kopien von der integrierten Festplatte gibt es einen speziellen "Highspeed"-Modus, in dem der Recorder wie ein PC-Brenner die Aufnahmen mit mehrfacher Geschwindigkeit kopiert. Dabei sind Kopien mit bis zu 16x bei Verwendung von DVD-R möglich. Ist das Kopieren von Festplatte auf DVD nicht im Highspeed-Modus möglich, so kopiert der Recorder die Aufnahme in Echtzeit, der Kopiervorgang nimmt dann genau so viel Zeit in Anspruch wie die ursprüngliche Aufnahme.

Sat-Empfang und Bildqualität

Der Sat-Tuner des Panasonic-Recorders verfügt über einen ausreichend empfangsstarken Tuner, der auch mit einer kleinen 40 cm-Antenne noch alle Astra-Programme einwandfrei empfangen konnte. Auch der Empfang der nur im Westen Deutschlands noch mit starkem Signal einstrahlenden britischen BBC-Programme auf Astra 28.2° Ost bereitete mit dem Panasonic DMR-EX80S keine Probleme.

Beim Sat-Empfang bietet der Panasonic-Recorder über seine HDMI-Schnittstelle eine Bildqualität auf Referenz-Niveau. Keiner der von uns getesteten Sat-Receiver bot bislang über HDMI bei der TV-Wiedergabe ein so scharfes Bild der über Astra ausgestrahlten PAL-Programme. Selbst die bereits erhältlichen HDTV-Sat-Receiver konnten bei der PAL-Wiedergabe nicht mit dem Panasonic mithalten, denn auch wenn diese sehr gute HDTV-Bilder zeigen, so lässt die Skalierungsqualität für normale PAL-Programme doch häufiger zu wünschen übrig. Nicht so der Panasonic DMR-EX80S. Das Scaling auf 720p oder 1080i führt zu einem deutlichen Qualitätssprung in der Bildwiedergabe. Konturen und Details werden extrem scharf gezeichnet. Selbst die Senderlogos werden haarscharf und ohne Weichzeichnungen dargestellt. Richtig gutes Bildmaterial vorausgesetzt, befindet sich die Bildqualität des Panasonic schon fast auf dem Niveau von richtigen HDTV-Bildern. Auch beim De-Interlacing schlug sich der Panasonic recht wacker und stellte z.B. die Laufbänder von Nachrichtensendern ohne Ruckeln oder Verzerrungen dar. Ganz perfekt ist der Panasonic aber auch nicht, denn ab und zu sieht man zumindest auf einem 50 Zoll-Plasma bei einzelnen Szenen leichte Treppenmuster im Bild.

Natürlich macht sich die hohe Bildqualität des Scalers auch beim Abspielen von Kauf-DVDs bezahlt. Hier fällt bei bekanntem Filmmaterial wie z.B. der Star Wars-Trilogie noch deutlicher die Bildverbesserung durch das Upscaling auf 720p oder 1080i auf. Der Recorder bietet über HDMI eine exzellente Bildschärfe und stellt auch feine Details prägnant dar. Wer noch einen kleinen Tick mehr wünscht, kann die Bildwiedergabe über den Video-Parameter "Bildschärfe" noch etwas verbessern. Bei Progressive-Wiedergabe von meistert der Panasonic auch das De-Interlacing recht gut und zeigt in problematischen Szenen nur höchst selten Störungen.

Fazit

Panasonic bietet mit seinem DMR-EX80S endlich auch TV-Haushalten mit digitalem Satellitenempfang eine Möglichkeit, Sendungen nicht nur auf Festplatte aufzuzeichnen, sondern auch DVD-Kopien anzufertigen. Was eigentlich so naheliegend ist, haben viele Hersteller lange verschlafen, obwohl so ziemlich jede bekannte Marke heutzutage bereits DVD-Recorder für das technisch verwandte, qualitativ aber vielfach schlechtere DVB-T anbietet.

Über die HDMI-Schnittstelle kommt die hohe Bildqualität, die die Öffentlich-Rechtlichen TV-Sender heutzutage via DVB-S bieten, richtig zur Geltung und dank HDMI-Upscaling auf 720p und 1080i sieht dieses Bild nicht einfach nur gut, sondern selbst auf einem 50 Zoll-Plasma schlichtweg exzellent aus. Zwar liegt die Zukunft in HDTV, doch der Panasonic macht die Wartezeit bis zum anvisierten HDTV-Start von ARD und ZDF 2009/2010 auf jeden Fall angenehmer.

Trotz erneuter Komprimierung des MPEG2-Datenstroms via Satellit bieten die Aufnahmen im XP- und SP-Modus eine Qualität, die sich vom Original kaum unterscheidet und so ganz nebenbei steckt im DMR-EX80S auch noch ein sehr guter DVD-Player. Auch das Bedienkonzept erscheint sehr durchdacht und ermöglicht eine sehr unkomplizierte Steuerung. Der EPG, Schwachpunkt vieler Digital-Receiver, bietet mit einer 14 Tage-Vorschau eine deutlich längere Programmübersicht und ist gut lesbar gestaltet.

Da der DMR-EX80S vorerst nur in Deutschland und Österreich auf den Markt kommt, ist er auch voll und ganz auf den deutschen TV-Markt zugeschnitten. Dies hat zur Folge, dass TV-Haushalte, die mehr als nur die allgemein bekannten Programme auf Astra 19.2° Ost empfangen wollen, leider einige Abstriche beim Komfort machen müssen. Mit ein wenig Geschick kommt man aber dennoch an die gewünschte Programmauswahl. Zumindest das Löschen der Programm- und Favoritenlisten beim Suchlauf sowie den fehlenden EPG für Sender ohne 14 Tage-Update via Satellit sollte Panasonic allerdings mit einer Software-Aktualisierung verbessern.

Preis-/Leistung:
Pro:
  • HDMI-Upscaling bis 1080i
  • TV-Bildqualität auf Referenz-Niveau
  • Sehr gute DVD-Wiedergabe
  • Automatische Satellitenerkennung
  • Komfortabler EPG mit 14 Tage-Vorschau
  • Komfortable Kopierfunktionen zur schnellen Überspielung auf DVD
  • Gelungene und einfach zu bedienbare Schnittfunktionen
  • Gute Fernbedienung
  • Lüfter praktisch unhörbar
Contra:
  • Senderliste wird beim automatischen Suchlauf gelöscht
  • Kein Empfang von Dolby Digital 5.1-TV-Sendungen
  • Kein vollständige Auswertung von DVB-SI-Daten für EPG
  • Lange Boot-Zeiten im Stromspar-Modus
  • Keine Sendernamenanzeige im Geräte-Display

Technische Daten des Panasonic DIGA DMR-EX80S

AUFNAHMEFORMATE MPEG2
Super Multiformate:
DVD-RAM/DVD-RW/-R(DL)/+RW/+R(DL)
•/•/•/•/•
Festplatte (HDD) 160 GB
MPEG2/Dolby Digital 2.0/LPCM 2.0
(XP Modus)
•/•/•
AUFNAHME-ZEITEN/-QUALITÄTEN
auf Festplatte: XP-Modus:
SP-Modus:
LP-Modus:
EP-Modus:
36 Stunden
70 Stunden
138 Stunden
2121 / 284 Stunden
auf 4,7-GB-DVD2: XP-Modus:
SP-Modus:
LP-Modus:
EP-Modus:
1 Stunde
2 Stunden
4 Stunden
61 / 8 Stunden
auf 8,5-GB-
DVD-R[DL]/+R[DL]2
XP-Modus:
SP-Modus:
LP-Modus:
EP-Modus:
1 Stunde 45 Minuten
3 Stunden 35 Minuten
7 Stunden 10 Minuten
10 Stunden 45 Minuten1 / 14 Stunden 20 Minuten
(nur bei DVD-R[DL])
500 Linien Horizontalauflösung bei LP
(üblich 250 Linien)
ABSPIELFORMATE
DVD-Video/DVD-Audio •/—
DVD-RAM/-RW/-R(DL)/+RW/+R(DL) •/•/•/•/•
Audio-CD/CD-R/-RW/Video-CD/SVCD •/•/•/•/•
MP3/DivX®3 von DVD-R/-R(DL)/CD-R/-RW •/—/•/•
JPEG von DVD-R/-R(DL)/CD-R/-RW •/—/•/•
D/A-WANDLER
Video D/A-Wandler 108MHz/12Bit
Audio D/A-Wandler 192kHz/24Bit
Progressiv-Wiedergabe für PAL/NTSC
BEDIENERFREUNDLICHKEIT
Advanced Super-Drive-System
Quick Start (aufnahmebereit in 1 Sekunde)
EPG/Timeraufnahme über EPG
Time Slip (gleichzeitige Aufnahme/Wiedergabe) • (Festplatte/DVD-RAM)
Q-Link/External Link/VIERA Link •/•/•(HDAVI Control 2)
Timer-Programme 32/Monat
TUNER
Tuner-System DVB-S / DiSEqC 1.0 für den Empfang von vier Satellitensignalen
Sender-Abdeckung 950 MHz – 2150 MHz
EPG (Electronic Programme Guide) DVB-S mit 14-Tage-Vorschau
ANSCHLÜSSE/EINSCHÜBE
HDMI-Ausgang (HDMI Ver.1.2a)
DV-Eingang
Komponentenausgang (YUV)
Scart-Anschluss 2
Front-AV S-Video/Video/Audio-IN
SD-Karteneingang
Common Interface (CI) für CA-Module
Video Ausgang/S-Video Ausgang/Audio Ausgang •/•/•
Optischer Digitalausgang
(PCM, Dolby Digital, DTS, MPEG)
SD-KARTENEINGANG
Kompatible Medien SD Speicherkarte einschließlich miniSD™ Speicherkarten (Einsatz eines Adapters erforderlich), MultiMedia-Card
Format FAT12, FAT16
Einzelbilder Format JPEG gemäß DCF, TIFF (unkomprimierte
RGB-Rohdaten) / DPOF kompatible
Auflösung 34 x 34 Pixel bis 6.144 x 4.096 Pixel
SD Video Kodierung MPEG2
Format SD-Video-Format-konform4
ALLGEMEINES
Abmessungen (B x H x T) 43,0 x 5,8 x 32,9 cm
Gewicht 4,4 kg
Leistungsaufnahme Betrieb: 46 W
Energiespar-Modus: 2 W
Farbe silber
Unverbindliche Preisempfehlung inkl. MwSt. 499,- Euro

Verantwortlich für den Test:

Karsten Serck, 30.08.2007

 

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