TEST: Panasonic Blu-ray Disc-Player DMP-BD10
29.06.2007 Autoren: Karsten Serck, Carsten Rampacher, Thomas Hermsen
Test-Equipment:

Der DMP-BD10A musste sich gegen harte Konkurrenz behaupten
Video-Equalizer
Der Panasonic DMP-BD10A verfügt über einen Video-Equalizer mit insgesamt
sieben verschiedenen Bildeinstellmöglichkeiten. Diese können direkt über
eigens zugewiesene Tasten aufgerufen werden, die sich ganz unten bei der
Fernbedienung befinden. Die zwei Möglichkeiten zur Rauschunterdrückung
sollte man im Blu-ray Disc-Betrieb mit etwas Vorsicht genießen. Bei
vielen, sehr gut gemasterten Blu-ray-Discs ist es besser, die Finger von der
3D-NR und der integrierten Rauschunterdrückung zu lassen, denn das Bild
verliert sichtbar an Schärfe und wirkt leicht schwammig - und wirkliches
Bildrauschen gibt es bei qualitativ guten Blu-rays sowieso nicht. Das Einzige,
was augenscheinlich wird, ist die Körnigkeit des Filmmaterials, aber diese
verstärkt nur den kino-mäßigen Bildeffekt und sollte nicht durch Rauschfilter
bekämpft werden, zumal dies sich ohnehin als sinnlos erweist. Bei manchen
Blu-rays mit älteren Mastern hingegen, die durchaus Bildrauschen verschiedener
Art produzieren, können die Rauschfilter ganz nützlich sein, sofern man sich
für eine eher "milde" Dosierung (3D-NR: Max. Stufe 2, Integrated NR:
Max. Stufe 1) entscheidet. Generell nützlich ist hingegen die
Schärfe-Einstellung, die eine Veränderung der Schärfe in jeweils sechs
Schritten nach oben und unten erlaubt. Wir loben und kritisieren: Sehr gut ist,
dass das Bild in Details wirklich schärfer und nochmals klarer wirkt, wenn man
Stufen von + 2 bis + 4 für die zusätzliche Bildschärfe verwendet. Weniger gut
ist, dass die Rasterung ein wenig zu grob ausfällt. 12 anstatt 6 Schritte in
beide Richtungen (je nach Bildwiedergabegerät kann es gut sein, dass die
Bildschärfe auch ein wenig herausgenommen werden muss, um Doppelkonturen oder
einen unnatürlichen Bildeindruck zu vermeiden) wären die bessere
Alternative.
Die Möglichkeiten zur Kontrasteinstellung können bezüglich ihrer gesamten
Wirksamkeit überzeugen, es sind wirkliche Optimierungen möglich, die, je nach
Helligkeitssituation beim Filme anschauen, auch von Nöten sein können. Die
Intensität der Farbwiedergabe kann mit der "Color"-Taste geregelt
werden, auch hier ist eine deutliche Wirkung zu spüren. In den meisten Fällen
bringen Veränderungen hier nur Disharmonie und keine Verbesserung. In 15
Schritten (von 0 bis + 15) lässt sich die Bildhelligkeit einstellen. Dies ist
ausreichend sensibel. Dies kann man von der ebenfalls vorhandenen Gammakorrektur
nicht ganz behaupten, hier sind fünf Schritte anwählbar, die auch einen
kleinen Effekt bringen - für eine wirklich präzise Anpassung aber sollte sich
die Gammakorrektur feiner dosieren lassen.
Bildqualität (Blu-ray Disc)
Steht das HDMI-Videoformat auf "automatisch",
kommuniziert der DMP-BD10 mit dem Bildwiedergabegerät, welche Auflösung (bis
maximal 1.080p/60) unterstützt wird
Der DMP-BD10A zeigt sich bei "Casino Royale" von seiner besten
Seite: Die angenehme Farbgebung gefällt sehr gut, Farben werden sehr satt,
mit ganz leicht warmem Einschlag, wiedergegeben. Auch nah beieinander liegende
Farbnuancen differenziert der DMP-BD10A sauber auseinander. Die nicht zu grelle,
gleichzeitig aber auch nicht zu düstere Wiedergabe von Weiß fügt sich nahtlos
in unsere Eindrücke ein. Gleich zu Beginn des Hauptfilms, in der ersten, auf
Madagaskar spielenden Sequenz, kann der DMP-BD10A seine Trümpfe ausspielen. Er
detailliert sehr fein, wie sich beispielsweise bei Kameraeinstellungen zeigt,
die den Sandboden fokussieren. Auch die Gesichter der Akteure erscheinen
vielschichtig und detailliert. Ob Hautporen, Narben oder Bartstoppeln, der
Panasonic-Player arbeitet nahezu alle Facetten klar heraus und kann damit auch
exzellente Displays praktisch voll ausnutzen. Im Vergleich zum Pioneer
BDP-LX70 erscheint das Bild des DMP-BD10A nicht ganz so messerscharf - wenn
man jedoch mittels des Video-EQs nachregelt, kann man beinahe die identische
Bildschärfe erreichen. Trumpfkarte des BDP-LX70
bleibt die 1.080p/24-Bildsignalausgabe. Mit den flüssigen Bewegungen auch bei
langsamen Kamerafahrten und Bewegungen wird ein nahezu idealer Bildeindruck
geboten. Diese Art der Signalausgabe beherrscht der DMP-BD10A nicht, das heißt,
bei langsamen Kameraschwenks entdeckt man die für 1.080p/60 typischen
Bildruckler.
Überbewerten sollte man dieses Phänomen jedoch nicht, mit seinem sehr
harmonischen und extrem rauscharmen Bild kann der Panasonic DMP-BD10 ohne Frage
ausgesprochen gut gefallen. Im direkten Vergleich mit dem Samsung
BD-P1000 stellten wir bei "Vertical Limit" und bei "Casino
Royale" fest, dass der sehr günstige BD-P1000
visuell stärker zurückhinkt, als uns dies noch beim ersten Test des
DMP-BD10 aufgefallen ist. Wir haben extra auf sehr vielen Displays und mit
sehr vielen anderen Zuspielern getestet, um die Unterschiede zwischen den
einzelnen Geräten noch präziser beziffern zu können. Im A/B-Vergleich mit 2 x
der identischen Blu-ray-Disc, identisches HDMI-Kabel, Wiedergabe synchron
gestartet, stellt der DMP-BD10A den
BD-P1000 hinsichtlich aller Bildparameter in den Schatten. Der Panasonic
zeigt praktisch kein Bildrauschen, während das Bild des BD-P1000
leicht verrauscht ist, zudem stellt der DMP-BD10A farbechter, schärfer und
plastischer dar. Der dreidimensionale Eindruck, den "Vertical Limit"
hinterlässt, zeigt sehr deutlich die Vorteile der neuen hoch auflösenden
Discformate auf und beweist, wie harmonisch, differenziert und ausdrucksstark
der DMP-BD10A darstellen kann.
Als extrem leistungsstarker Gegner erweist sich einmal mehr die Sony PS 3 und Firmware 1.80.
Die Playstation hat exakt ausbalancierte Farben ohne jegliche Tendenz ins Warme
oder Kalte. Der minimal warme Einschlag des DMP-BD10A fehlt hier. Welche
Farbgebung jeweils besser gefällt, ist Geschmackssache. Schon seit den ersten
DVD-Player-Generationen Ende der 90er Jahre des letzten Jahrtausends gehörte
die sehr angenehme, harmonische, minimal warme Farbauslegung zu den Merkmalen
von Panasonic DVD-Spielern. Daher kann man hier durchaus von einem
firmenphilosophischen Ansatz sprechen. Einen anderen Ansatz verfolgt die PS 3,
hier steht die maximal authentische Darstellung des Ausgangsmaterials im Fokus.
Zurück zum Vergleich DMP-BD10A vs. PS 3.
Die Sony-Konsole hat einen minimal höheren Bildhelligkeitspegel (in
Werkseinstellung), was zu einem sehr brillanten Bild führt. Im direkten
Vergleich wirkt die Bildwiedergabe des Panasonic mehr "Kino-like". Bei
allen Vergleichen kann sich der DMP-BP10A in einer Disziplin einsam und allein
an die Spitze setzen - die enorm tiefe Schwarzwiedergabe ist als
beispielhaft zu bezeichnen.
Schwierig ist es, HD DVD-Player und Blu-ray-Disc-Player mit HD-Material
miteinander zu vergleichen. Zwar ist es kein Problem, Filmtitel aufzutreiben,
die es sowohl auf Blu-ray als auch auf HD DVD gibt, aber man kann nie genau
wissen, in welchen Faktoren etwaige Bildqualitätsunterschiede ihre Begründung
haben. Wir haben es trotzdem gewagt und haben uns alle drei Mission
Impossible-Teile als Blu-ray auf dem DMP-BD10 und als HD DVD auf dem Toshiba HD-EP10
und dem Toshiba HD-XE1 angeschaut. Beide
Toshibas, insbesondere der HD-XE1,
erzielen ein nochmals schärferes Bild - in Bezug auf die maximale
Gesamtbildschärfe. Auch die Farben wirken bei bei beiden Toshiba-Playern sehr
neutral, ohne erkennbare Einschläge. Mit noch mehr Brillanz und Dynamik
schlägt der HD-XE1 hier den HD-EP10
in der internen Konkurrenz. Der DMP-BD10A allerdings gibt sich nicht geschlagen
und kontert massiv: Mit dem besseren Kontrast und der tieferen
Schwarzdarstellung erzielt er eine erstklassige Durchzeichnung, was der
Panasonic alles auf den dunklen Bildbereichen an Strukturen herausholt, ist
nahezu optimal und liegt sogar über dem Level des HD-XE1.
Feine Details bei normalen Kontrastverhältnissen schält hingegen der HD-XE1
noch schärfer heraus. Bilanz: Das Gerät mit der "kino-mäßigeren"
Wiedergabe ist der DMP-BD10, den größten HD-"Aha"-Effekt erzielt
nach wie vor der HD-XE1 durch die
meisterhafte Bildschärfe und Detailtreue. Überraschend ist, mit welch geringem
Abstand der HD-EP10 folgt - von anderen
Anwendern beobachtete Schwächen wie massive Kämme und Flimmern bei der
1.080p-Signalausgabe konnten wir beim HD-EP10
nichts erkennen - was selbstverständlich nicht heißen soll, dass wir die von
anerkannten Experten beobachteten Schwächen nicht ernst nehmen. Vielmehr werden
wir den HD-EP10 nochmals in Verbindung
mit weiteren Bildwiedergabegeräten genau testen.
Über den Komponentenausgang lassen sich Bildsignale bis
1.080i darstellen
Bildqualität (DVD)
Als Wiedergabegerät für herkömmliche DVDs bleibt der DMP-BD10 der
Bildphilosophie treu, die dafür sorgte, dass Panasonic DVD-Spieler stets sehr
beliebt waren: Im Mittelpunkt steht bei "Star Wars Episode III" stets
eine hohe Gesamtharmonie. Der Panasonic versteht sich nicht als
"Scharfmacher", der zugunsten einer maximalen Gesamtbildschärfe auf
fließende Übergänge und ein augenfreundliches Bild verzichtet.
Sehr lobenswert arbeitet der interne De-Interlacer - bei allen Star
Wars-Teilen sieht man dies gleich schon zu Beginn, als die schon legendäre
Schriftrolle sehr ruhig und klar ihre Bahn durch Universum zieht. Die Jagd zu
Beginn von Episode IV, als der imperiale Sternzerstörer mit Darth Vader an Bord
Prinzessin Leias Konsulatsschiff verfolgt, erscheint praktisch ruckelfrei und
ohne Nachzieheffekte auf dem Bildwiedergabegerät, wenn wir als
Ausgabe-Einstellung "1.080p" gewählt haben. Der souveräne, stabile
Gesamteindruck ist schon beinahe mustergültig zu nennen - ein so ruhiges Bild
bietet der Pioneer BDP-LX70 im
DVD-Betrieb nicht. Überhaupt kann sich der Panasonic - nach dem Plus an
Bildqualiät, welche der BDP-LX70
durch die 1.080p/24-Bildsignalausgabe und die perfekte Farbdarstellung im
Blu-ray-Betrieb noch verbuchen konnte - bei der Wiedergabe normaler DVDs vor dem
BDP-LX70 platzieren. Das Bild wirkt
tiefer, dynamischer und bietet dadurch den emotionaleren, intensiveren
Gesamteindruck. Es gibt DVD-Player, die holen aus allen Star Wars-Episoden noch
mehr heraus - zu nennen wäre hier insbesondere der superbe Denon DVD-3930
- aber der DVD-3930 ist dafür
kein Blu-ray-Player, und deutlich teurer als der mittlerweile fair kalkulierte
DMP-BD10A ist er auch. Für eine Kombination aus Blu-ray- und DVD-Player agiert
der Panasonic auch im DVD-Modus tadellos, er schlägt den Samsung
BD-P1000 genauso wie den BDP-LX70.
Seinen Meister bezüglich eines HD-Players, der auch noch DVDs abspielt, findet
der DMP-BD10 bezüglich der Qualität bei der Wiedergabe normale DVDs im Toshiba
HD-XE1, der mit seiner erstklassigen Plastizität und der exzellenten
Gesamtbildschärfe sogar dem Denon DVD-3930
massiv Konkurrenz macht.
Übrigens: Bei der 720p-Signalausgabe erzielt der DMP-BD10A ebenfalls sehr
gute Ergebnisse, das Bild wirkt sogar minimal ruhiger als im 1.080p-Modus.
Dafür büßt man minimal, aber sichtbar an Detaillierung und Durchzeichnung
ein. Der De-Interlacer gibt sich auch im 720p-Betrieb keine Blöße und
liefert ein sauberes Bild mit flüssiger Bewegungswiedergabe.
Fazit Bildqualität
Der DMP-BD10A begeistert mit seinem angenehmen Bild, das authentisches
Kino-Flair ins Wohnzimmer transportiert. Stundenlangen Film-Sessions steht somit
nichts im Wege. Die Schwarzwiedergabe des Panasonic ist perfekt, der Kontrast
ist erstklassig. Bis auf die fehlende 1.080p/24-Unterstützung kann man dem
Player nichts vorwerfen. Als normaler DVD-Spieler werden sehr gute Ergebnisse
erzielt. Gesamtnote (in Relation zum Preis):
Ausgezeichnet - hervorragend
Tonqualität
Noch nicht möglich ist es, Dolby TrueHD und DTS-HD als
Bitstream über die HDMI-Schnittstelle auszugeben
Akustisch begeistert der DMP-BD10A nahezu restlos - hier unsere Eindrücke:
DTS-HD Master Audio: Obwohl er noch kein DTS-HD Master Audio decodieren kann,
ertönen auf DTS 5.1 herunter gerechnete DTS-HD Master Audio-Tonspuren enorm
dynamisch, druckvoll und detailreich. Die wilde Verfolgungsjagd Rakete-Jet bei
"Im Fadenkreuz" wird sehr authentisch und nachdrücklich übertragen.
Auch "Die Liga der außergewöhnlichen Gentleman" erklingt sehr
vielschichtig und realistisch. Gleich zu Beginn, als die Panzer durch die Wand
in die Bank eindringen, überzeugt der präzise Bassbereich, der gleichzeitig
kraftvoll und räumlich auftritt. Bei "Königreich der Himmel" vermag
sich der DMP-BD10A mit seiner sehr feinfühligen Einarbeitung kleiner
akustischer Einzelheiten erneut hervorragend in Szene zu setzen. Ob es das
Schmieden von Schwertern oder die charismatische Stimmwiedergabe ist - der
Panasonic-Player lässt das klangliche Gewand des Soundtracks in nahezu allen
Nuancen lebendig werden. Bei verschiedenen Musikstücken der Pat Metheny Group (Blu-ray
"The Way Up - Live") begeistert die filigrane Wiedergabe des Hi-Hat
und der grandios auflösende Klang in seiner Gesamtheit. Alles wirkt wie aus
einem Guss, trotzdem wird jedes Instrument individuell ausgezeichnet
präsentiert.
Dolby TrueHD: Bei "Legends of Jazz" (Blu-ray mit Dolby
TrueHD-Tonspur) vermittelt der DMP-BD10A eine sehr authentische Live-Kulisse.
Der gesamte musikalische Vortrag wirkt in sich geschlossen und stimmig, mit
feingliedrigen Übergängen, die Details ans Tageslicht holen, die man ansonsten
auf dem Weg zu einer kompletten Gesamtwiedergabe vermisst hatte. Gerade feine
klangliche Eigenheiten von Instrumenten und vokale Einzelheiten werden klar und
prägnant herausgearbeitet. Die Fähigkeit des DMP-BD10A, dynamisch,
nachdrücklich und präzise zu agieren, wird auch bei dieser Blu-ray deutlich.
DTS/Dolby Digital: Auch bei herkömmlichen DTS- und Dolby Digital-Tonspuren
vermittelt der DMP-BD10A viel klangliches Flair. Besonders beeindruckt wieder
die gelungene Synthese aus grob- und feindynamischer Qualität. Ganz gleich, ob
massive Effektkombinationen oder sehr stimmbetonte Sequenzen - bei der Star Wars
Episode III erzielt der Panasonic-Player Leistungen, die bezüglich der
Decoding-Qualität mancher 1.000 EUR AV-Receiver nicht erreicht. Dabei bleibt
der gesamte Klang immer angenehm und differenziert, auch bei hoher Lautstärke
wirkt der DMP-BD10A nie aufdringlich oder aggressiv.
DVD-Audio: Wer denkt, dass die Wiedergabe von DVD-Audio-Discs nur ein kleines
Bonus-Feature darstellt, der irrt gründlich. Bei Eric Claptons DVD-A
"Reptile" gefällt die natürlich-authentische Art, die der DMP-BD10A
an den Tag legt. Er spielt für ein solches Gerät (das nicht als
High-End-DVD-A-Player konzipiert ist) erstaunlich flüssig und nuanciert, so
dass man durchaus eine hochwertige Audio-Wiedergabekette in Verbindung mit dem
DMP-BD10A einsetzen kann. Er liefert eine sehr ausgewogene Front-/Surroundbalance,
was für ein harmonisches, homogenes Klangbild sorgt. Die Trennung von Stimmen
und Instrumenten gelingt exzellent.
Audio-CDs analog: Auch bei der Wiedergabe von Audi-CDs über den analogen
2-Kanal-Ausgang setzt sich der DMP-BD10A sehr gut in Szene. Sein natürlicher,
nie fade-emotionsloser Sound, die klare Stimmwiedergabe und die guten
Fähigkeiten bei der Einarbeitung von instrumentalen Details beweisen, dass sich
der Panasonic-Player als die Audio-Maschine unter den Blu-ray-Playern versteht.
Er kann mit einem guten Mittelklasse-CD-Player akustisch daher konkurrieren,
auch der straffe, gut gestaffelte Bassbereich, dem es trotzdem nicht an
Nachdruck fehlt, ist sehr zu loben.
Digitalklang optischer/koaxialer Ausgang: Es sind keine klanglichen
Unterschiede auszumachen, ganz gleich, ob man den optischen oder den koaxialen
Digitalausgang anwählt. Das akustische Ergebnis ist immer von allerhöchster
Güte: Fein auflösend, sauber und brillant sorgt der DMP-BD10 für eine große
Überraschung. Nie wird irgendein klanglicher Anteil überrepräsentiert, immer
handelt der DMP-BD10A im Sinne einer optimalen akustischen Gesamtbalance. Der
Hochtonbereich stellt mit hoher Strahlkraft dar und wirkt sehr dynamisch und
lebendig.
Digitalklang/HDMI: Klanglich ist die Auslegung praktisch identisch zu der,
die wir bei Verwendung des optischen oder koaxialen Digitalausgangs gehört
haben. Mit hoher klanglicher Tiefe, enormer Präzision und sehr guter Dynamik
erzielt der DMP-BD10A auch hier erstklassige Ergebnisse.
Gesamtnote Klang in Relation zum Preis-/Leistungsverhältnis:
Hervorragend.
Fazit

Der Panasonic DMP-BD10A ist attraktiver denn je - nicht nur wegen der
brandaktuellen erneuten Senkung des UVPs auf 999 EUR (Marktpreis ca. 100 EUR
darunter), sondern auch wegen der Möglichkeit, über den internen Decoder
DTS-HD High Resolution Audio und Dolby TrueHD wiederzugeben. Somit können nun beinahe alle Vorteile
der Blu-ray Disc aus audiovisueller Sicht genossen werden - nur die 1:1
Decodierung von DTS-HD Master Audio fehlt noch, ebenso eine
1.080p/24-Bildsignalausgabe. Allerdings: Der Pioneer BDP-LX70,
der als Standalone-Player-Konkurrent die 1.80p/24-Bildsignalausgabe beherrscht, bietet nicht die selben
umfangreichen akustischen Eigenschaften wie der DMP-BD10A - dies wird sich
allerdings wohl in Kürze teilweise durch ein gerade von Pioneer angekündigtes
Update ändern. Alle aktuellen Beobachtungen zeigen es uns:
Den "perfekten" Blu-ray-Player gibt es derzeit nicht, zieht man aber
die exzellenten klanglichen Leistungen und das sehr harmonische, angenehme,
Kino-artige Bild mit ins Kalkül, kommt der preislich auf einem absolut fairen
Level operierende DMP-BD10A dem Ideal schon sehr nahe. Auch als Wiedergabegerät
für herkömmliche DVDs ist der Panasonic sehr gut geeignet. Er kommt zwar nicht
ganz an Denons Top-Player und an den Toshiba
HD-XE1 bezüglich der Bildgüte bei normalen DVDs heran, aber das Gebotene
ist für eine sehr ansprechende visuelle Wiedergabe normaler DVDs mehr als
ausreichend. Aus klanglicher Sicht hält der Panasonic alle HD DVD- und
Blu-ray-Konkurrenten auf Distanz, denn was er hier leistet, verdient höchsten
Respekt. Der eingebaute Decoder agiert schon im normalen DTS/DD-Betrieb frisch,
kräftig und zugleich sensibel, und mit seiner Möglichkeit, auch Dolby TrueHD zu decodieren, wird eine nochmals höhere akustische Performance
geboten, die sich in exzellenter Dynamik und höchster Präzision
niederschlägt. Die Ausstattung des DMP-BD10A ist reichhaltig, das Setup
enthält alle aus audiovisueller Sicht relevanten Parameter. Die zu langsamen
Lade- und Zugriffszeiten hingegen wären noch zu verbessern, zuverlässig
arbeitet das Laufwerk jetzt schon. Insgesamt verhindern die kleinen Mängel
nicht, dass der DMP-BD10A gerade in Anbetracht der Preissituation eine klare
Empfehlung der Redaktion ausgesprochen bekommt - denn wenn man alles zusammen
fasst und man eine möglichst hochwertige Mischung aus klanglicher
Leistungsfähigkeit, visueller Güte und reichhaltiger Ausstattung sucht, führt
aktuell kein Weg am DMP-BD10A vorbei.
Fasst man die audiovisuelle Leistungsfähigkeit, den
Ausstattungsumfang und das Preis-/Leistungsverhältnis zusammen, bietet der
DMP-BD10A derzeit ein unschlagbares Gesamtpaket

Blu-ray/HD DVD-Player Oberklasse
Preis-/Leistungsverhältnis          
Pro:
- Im Blu-ray-Betrieb höchst angenehmes und zugleich klares Bild
- Sehr gutes Bild bei der Wiedergabe herkömmlicher DVDs
- Ausgezeichneter interner De-Interlacer und Scaler
- Nützlicher Video-EQ auch für den Blu-ray-Betrieb
- Exzellenter interner Decoder, der auch DTS-HD High Resolution Audio und Dolby TrueHD beherrscht
- Interessantes Preisniveau
Contra:
- Kein 1:1 Decoding von DTS-HD Master Audio
- Keine 1080p/24-Wiedergabe
Technische Daten des Panasonic Blu-ray-Spielers DMP-BD10A
| ABSPIELFORMATE |
|
| Blu-ray Disc |
• |
| BD-Video / DVD-Video / DVD-Audio |
•/•/•(7.1) |
| DVD-RAM / DVD-R / -R[DL]/ -RW / +R / +R[DL] / +RW |
•/•/•/•/•/•/• |
| SVCD / Video-CD / Audio-CD / HDCD |
•/•/•/• |
| MP3 von CD-R / -RW |
• |
| JPEG von CD-R / DVD-RAM |
•/• |
| VIDEO-FEATURES |
|
| Video D/A-Wandler(MHz) |
297/14bit |
| P4HD (Precision Progressive Processing für HD) |
• |
| Progressive Scan: PAL/NTSC |
•/• |
| Digital Noise Reduction für das Bild |
• |
| Bildeinstellungen (u.a. Gamma Korrektur) |
• |
| Normal/Cinema1+2/Animation/Dynamik |
•/•/•/• |
| NTSC-Wiedergabe |
• |
| AUDIO-FEATURES |
|
| 192kHz/24 bit Audio D/A-Wandler |
• |
| Multi Digital Remaster |
• |
| dts/DolbyDigital /DD Plus/Dolby TrueHD/dts-HD Dekoder |
•/•/•/•/• |
| Advanced Surround |
• |
| PCM-Audio / MPEG 2 Ton |
•/• |
| Dialog-Lautstärke-Modus |
• |
| Dynamik Kompression |
• |
| Highspeed-Scan |
200x |
| BEDIENFREUNDLICHKEIT |
|
| Menüführung (GUI) / Kapitelrückschau |
•/• |
| Navigations-Menü (MP3/JPEG) |
• |
| Progress Indicator |
• |
| Fernbedienung |
• |
| ANSCHLÜSSE |
|
| HDMI / HDAVI-Control |
•/• |
| optisch/coaxial |
•/• |
| Scart (RGB, S-Video, Video) |
• |
| Componenten Ausgang (YUV) |
• |
| S-Video Ausgang Hosiden / Video-Ausgang |
•/• |
| Audio-Ausgang 7.1 / 5.1 / 2.0 |
•/•/• |
| ALLGEMEINE DATEN |
|
| Abmessungen (B x H x T) |
43,0 x 8,5 x 33,1 cm |
| Gewicht in kg |
4,7 kg |
| Farbe |
schwarz |
| Unverbindliche Preisempfehlung inkl. MwSt. |
999 Euro |
Test: Karsten Serck, Carsten Rampacher, Thomas
Hermsen
Datum: 27. Juni 2007
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