RSS FORUM KONTAKT IMPRESSUM


 

Alle Teufel-Tests
Toshiba-Tests

 HARDWARE-TESTS

MEGATEST: Yamaha RX-V459 und RX-V659 (5/7)
Ausstattung Decoder/Einmesssystem/DSPs/Weitere Ausstattungsmerkmale

Nur der RX-V659 bringt ein automatisches Einmesssystem mit Mikrophon mit

Auf der Frontblende des 659 befindet sich, wie üblich, die Buchse zum Anschließen des Mikrophons

Der RX-V659 demonstrierte sein großes Können bei der Videonormwandlung und zauberte aus einem FBAS-Signal ein nahezu lupenreines Komponentensignal mit hoher Bildschärfe und tadelloser visueller Harmonie

Leistung 6 x 140 Watt 7 x 150 Watt
Decoder
Dolby Digital 5.1/DTS 5.1 ja/ja ja/ja
Dolby Digital 5.1 EX/DTS ES Matrix/Discrete 6.1 ja/ja ja/ja
Dolby Pro Logic IIx/DTS Neo:6/SRS Circle Surround/Logic 7 ja/ja/nein/nein ja/ja/nein/nein
DTS 96/24 ja ja
THX Select II/THX Ultra II -/- -/-
THX Surround EX - -
HDCD - -
WMA9 - -
MP3 - -
DSP-Betriebsarten Yamaha Silent Cinema für das Hören von Surround-Programmen mit normalem Stereokopfhörer, Yamaha Music Enhancer für MP3/AAC-Quellen, 14 Yamaha DSP-Programme (Näheres siehe unten) Yamaha Silent Cinema für das Hören von Surround-Programmen mit normalem Stereokopfhörer, Yamaha Music Enhancer für MP3/AAC-Quellen, 14 Yamaha DSP-Programme (Näheres siehe unten)
Einstellmöglichkeiten manuelles Lautsprecher-Setup LS-Größe/Entfernung vom Hörplatz (0,3 bis 24,0 m, regelbar in 0,10 m-Schritten/sehr präzise), /Pegel mit Testtongenerator (- 10 dB bis + 10 dB in 1 dB-Schritten regelbar), manueller GEQ für die Tonbalance des Centers, Übernahmefrequenzen Bassmanagement 60/80/90/100/110/120/160/200 Hz (sehr gut gestaffelt), umschaltbare Subwoofer-Phase (Normal/Revers), LFE-Pegel einstellbar (- 20 dB bis 0 dB), Bassausgabe Front/Subwoofer/Both (Front plus Subwoofer) LS-Größe/Entfernung vom Hörplatz (0,3 bis 24,0 m, regelbar in 0,10 m-Schritten/sehr präzise), /Pegel mit Testtongenerator (- 10 dB bis + 10 dB in 1 dB-Schritten regelbar), manueller GEQ für die Tonbalance des Centers, Übernahmefrequenzen Bassmanagement 60/80/90/100/110/120/160/200 Hz (sehr gut gestaffelt), umschaltbare Subwoofer-Phase (Normal/Revers), LFE-Pegel einstellbar (- 20 dB bis 0 dB), Bassausgabe Front/Subwoofer/Both (Front plus Subwoofer)
Automatisches Lautsprecher-Einmesssystem nein  ja (YPAO). Der RX-V659 kann sich hier eine überragende Bewertung sichern, da sein automatische Einmesssystem praktisch in allen Belangen restlos überzeugen kann. Es arbeitet schnell, nach knapp 4 Minuten sind die Resultate ermittelt, und ausgesprochen präzise. Die getroffenen EQ-Einstellungen sind stimmig und - sehr selten - nicht nur für die Filmtonwiedergabe, sondern auch für die Wiedergabe von Musik geeignet: Die gesamte Akustik ist sehr homogen und gut abgestuft. Ein weiterer Pluspunkt von YPAO in der neueste Ausgabe ist die außerordentlich hohe Zuverlässigkeit. 
Videosektion: Scaler/De-Interlacer/Normwandler/AV Delay nein/nein/nein/ja (0 bis 160 ms) nein/nein/ja/ja (0 bis 160 ms)
Videosektion: Video-EQ/HD-fähige Komponentenanschlüsse nein/ja nein/ja
Weitere Ausstattungsmerkmale 192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandler, Regelbarer Dynamikbereich, Stummschaltung, Ton-Bypass (Umgehung der Bass/Treble-Schaltungen), wählbarer Eingangsmodus (Auto/Last, bei Last wird der letzte verwendete Eingangsmodus wieder hergestellt), Neubenennung der Eingänge möglich,  Display-Dimmer regelbar in "1"-Schritten von - 4 bis 0, Multi Zone-Einstellung, "Straight"-Modus zur Umgehung der DSP-Nachbearbeitung 192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandler, Regelbarer Dynamikbereich, Stummschaltung, Ton-Bypass (Umgehung der Bass/Treble-Schaltungen), wählbarer Eingangsmodus (Auto/Last, bei Last wird der letzte verwendete Eingangsmodus wieder hergestellt), Neubenennung der Eingänge möglich,  Display-Dimmer regelbar in "1"-Schritten von - 4 bis 0, Multi Zone-Einstellung, "Straight"-Modus zur Umgehung der DSP-Nachbearbeitung, Pure Direct-Betriebsart
Fazit Eine reichhaltige Ausstattung sorgt für eine tadellose Bewertung des RX-V459. Leider fehlen ein automatisches Einmesssystem und eine siebte Endstufe, hier hätte Yamaha spendabler sein können. Gesamtnote sehr gut. Es fehlt an nichts beim RX-V659. Ein hervorragendes Lautsprecher-Einmesssystem inklusive parametrischem Auto-EQ ist genauso an Bord wie ein Videonormwandler, der selbst aus einem FBAS-Signal ein beinahe lupenreines (!) YUV-Signal zaubert  und somit erstklassige Arbeit leistet. Einen so guten Videokonverter haben viele teurere Konkurrenten nicht mit an Bord! Daher verdient sich der RX-V659 völlig zu Recht die Gesamtnote "hervorragend"! 

Die DSP-Sektion von RX-V459 und RX-V659

Beide neuen Modelle  bringt wiederum verschiedene HiFi- und Cinema-DSP-Programme mit, die zudem beim 757 auch eine individuelle Nachbearbeitung seitens des Anwenders ermöglichen - hier die Übersicht: 

Musik-DSPs:

  • Hall in Vienna: Klassische, hufeisenförmige Konzerthalle mit ca. 1.700 Sitzen. Säulen und Ornamente generieren sehr komplexe Reflexionen, die zu einem vollen, reichhaltigen Klang führen. In der Praxis gehört dieses Programm zu den besten Musik-DSPs, da gerade des Flair großer Konzerte, welches durch Temperament, aber auch durch akustische Wärme zu spüren ist, sehr gut in den Hörraum transportiert wird. Aufpassen sollte man nur, dass die Aufnahme in einer baulich zumindest ähnlichen Konzerthalle aufgezeichnet wurde.

  • The Bottom Line: Jazzclub in New York, 300 Sitzplätze. Eine echte "Live-Atmosphäre" soll hier im Mittelpunkt stehen. Für manche Jazz-Aufnahme ordentlich geeignetes Programm. Wahre Jazz-Liebhaber hören jedoch meist am liebsten unbearbeiteten Sound. Und dann noch am besten in Stereo, eher Kandidaten für die "Pure Direct"-Schaltung des 659ers.  

  • The Roxy Theatre: Laut Yamaha sehr gut für lebendige, dynamische Rock-Musik geeignet. Akustische Basis ist ein Rock-Club aus Los Angeles, Sitz des Zuhörer ist in der Mitte von der Halle. Das Ergebnis: Ein klarer, ehrlicher und dynamischer Sound. Gutes DSP. 

  • Entertainment Disco: Nach wie vor eines der besonders guten Yamaha-DSPs. Frühere Modellreihen produzierten hier einen halligen, dumpfen und bassschwachen Sound, seit der letzten Generation (Yamaha RX-V557 und RX-V757) wird hier nun aus dem vollen geschöpft, denn der Auftrag, die Klangatmosphäre einer Disco nachzubilden, gelingt diesem DSP nun mit kraftvollem Bass und breiter Effektkulisse ausgezeichnet. 

DSPs für Film- oder Videoquellen:

  • Pop/Rock: Für Pop- oder Rockkonzerte, die im TV übertragen werden

  • TV Sports: Besonders für Sportprogramme, aber auch für Fernsehshows geeignet

  • Mono Movie: Erweitert den Nachhall und somit den Raumeindruck bei Monoquellen

  • Game: Sounds von Video- und PC-Spielen sollen durch das Hinzufügen von Tiefe und Räumlichkeit intensiver wirken

  • MOVIE THEATER-Programme:
    • MOVIE THEATER: Spectacle. CINEMA DSP Verarbeitung. Dieses Programm erstellt ein extrem weites Soundfeld eines 70-mm Filmtheaters. Es reproduziert genau den Quellensound in allen Einzelheiten, so dass das Soundfeld unglaublich realistisch erscheinen. Dieses Programm ist ideal für jede Art von Videoquelle geeignet, die mit Dolby Surround, Dolby Digital oder DTS codiert ist (besonders groß angelegte Filmproduktionen) - was in der Yamaha-Bedienungsanleitung sehr blumig klingt, entpuppt sich als DSP-Programm, das gewisse Parameter - Basskraft bei der Effektdarstellung, Dynamik der Surround- und Back Surround-Klangkulisse - mit beachtlichem Erfolg nachbearbeitet, indem die Wirkung intensiviert wird. Bei Filmen wie "Twister", "Der Sturm" oder "Jurassic Park" ist dieses Programm in seinem Element. 

    • MOVIE THEATER: Sci-Fi. CINEMA DSP Verarbeitung. Laut Yamaha durch eine räumlich sehr weite Darstellung besonders gut für Science Fiction-Filme geeignet. Die unendlichen Weiten des Weltraums, ferne Galaxien, die Ruhe im weiten Raum - dies soll dargestellt werden. Bei "Galaxy Quest" oder "Lost in Space" schlägt sich dieses Programm gar nicht schlecht. Effekte werden mit hoher Klarheit wiedergegeben, aber mit etwas weniger Nachdruck als bei "Spectacle". Nicht bei allen Sci-Fi-Filmen klingt dieses DSP besser als andere Modi: Bei "Independence Day" nehmen wir z.B. lieber "Spectacle"

    • MOVIE THEATER: Adventure. CINEMA DSP Verarbeitung. Sehr gelungenes DSP-Programm, das besonders den Music Score sehr facettenreich und mit weitem Raumgefühl umsetzt. Szenen, in denen einsame Reiter durch die Prärie ziehen oder James Bond ("Der Spion, der mich liebte") mit Barbara Bach durch die Wüste irrt, Sequenzen, in denen Unglaubliches geschieht (Mumie Teil 2: Skorpionkönig geht mächtiges Bündnis ein, Oase entsteht inmitten der unwirtlichen Wüste) - hier entfaltete dieses Programm sein volles Aroma. Trotz der Yamaha-Beschreibung (für eine präzise Reproduktion des Sounddesigns der neuesten 70-mm Filme) kann man dieses Programm auch problemlos für etwas ältere Produktionen verwenden. Sehr gute, räumlich effektive Effektwiedergabe. 

    • MOVIE THEATER: General. CINEMA DSP Verarbeitung. Hier kann man auch gleich in der Ursprungsform in Dolby Digital oder DTS hören  - dieses DSP bringt praktisch gar keinen Effekt und ist unserer Ansicht nach relativ überflüssig.

Nachbearbeitungsmöglichkeiten RX-V459/RX-V659 (je nach Programm nicht alles regelbar):

  • DSP-Pegel: Dieser Parameter stellt die Pegel aller DSP-Effektklänge innerhalb eines engen Bereiches ein. In Abhängigkeit von der Hörraumgröße und der Akustik des Hörraums kann man die Intensität des DSP-Effekts maßvoll anpassen. Regelbereich -6 dB bis +3 dB.
  • INIT.DLY (Initial Delay = Anfängliche Verzögerung): Mit dieser Funktion kann der wahrgenommene Abstand vom Quellensound verändert werden: Die Verzögerung zwischen dem direkten Klangbild und der ersten wahrgenommenen Reflektion kann hier in einem Steuerungsbereich von 1 bis 99 Millisekunden eingestellt werden. Je kleiner der Wert ist, umso näher scheint der Quellenklang akustisch am Hörer zu liegen, bei einem großen Wert entfernt sich der Quellenklang akustisch weiter. Ein kleiner Wert ist für einen kleinen Hörraum, ein großer für einen großen Hörraum zu empfehlen. P.INIT.DELAY - Einstellung für das Presence-Surroundfeld
  • ROOM SIZE/P.ROOM SIZE: Dieser Parameter stellt die wahrnehmbare Größe des Surround-/Presence-Soundfeldes ein. Je größer der Wert, umso größer wird das Surround-Soundfeld. Einstellbereich: 0,1 bis 2,0. Da der Klang wiederholt in einem Raum reflektiert wird, kommt es mit zunehmender Größe der Halle dazu, dass die Zeit zwischen dem ursprünglich reflektierten Sound und den nachfolgenden Reflexionen zunimmt. Durch die Möglichkeit der Steuerung der Zeit zwischen den reflektierten Sounds kann man die wahrnehmbare Größe des virtuellen Saales ändern. Wenn der Parameter von 1 auf zwei verdoppelt wird, verdoppelt sich die wahrzunehmende Länge des Raumes
  • LIVENESS (Lebendigkeit): Dieses Tool stellt das Reflexionsvermögen der virtuellen Wände in der Halle ein, indem die Abklingrate der frühzeitigen Reflexionen geändert wird. Einstellbereich 0 bis 10. Einsatzbereich dieser Funktion: Da die frühzeitigen Reflexionen einer Klangquelle in einem Raum mit hoher Akustikabsorbation viel schneller abklingen als in einem Raum mit stark reflektierenden Wänden, kann mit dem LIVENESS-Parameter die Abklingrate der frühzeitigen Reflexionen von  einem "toten" Raum (Raum mit hoher Absorbationsrate) zu einem "lebendigen Raum (Raum mit stark reflektierenden Wänden) verändert werden
  • S.INIT.DELAY: Anfängliche Surround-Verzögerung, Regelbereich 1 - 49 ms. Einstellung der Verzögerung zwischen dem direkten Klang und der ersten Reflexion auf der Surround-Seite des Klangfeldes
  • S. ROOM SIZE (Surround-Raumgröße). Funktion: Dieser Parameter stellt die anscheinende Größe des Surround-Soundfeldes ein. Regelbereich: 0,1 – 2,0
  • S.LIVENESS (Surround-Lebendigkeit): Einstellmöglichkeit von 0 bis 10 für das wahrnehmbare Reflexionsvermögen der virtuellen Wände im Surround-Soundfeld. Je größer der Wert, umso reflektierender werden die Wände des Surround-Soundfeldes
  • SB.INIT.DELAY: Anfängliche Back Surround-Verzögerung, Regelbereich 1 - 49 ms. Einstellung der Verzögerung zwischen dem direkten Klang und der ersten Reflexion auf der Back Surround-Seite des Klangfeldes
  • SB ROOM SIZE: Dieser Parameter stellt die wahrgenommene Größe des Back Surround-Soundfeldes ein (Regelbereich 0,1 - 2,0)
  • SB.LIVENESS: (Back Surround-Lebendigkeit): Einstellmöglichkeit von 0 bis 10 für das wahrnehmbare Reflexionsvermögen der virtuellen Wände im Back Surround-Soundfeld. Je größer der Wert, umso reflektierender werden die Wände des Back Surround-Soundfeldes
  • REV.TIME (Reverbation Time = Widerhallzeit):  Stellt die Zeitspanne ein, die für das Abklingen des dichten, nachfolgenden Widerhall-Sounds um 60dB (bei 1 kHz) benötigt wird. Folge: Die wahrnehmbare Größe des akustischen Umfeldes wird über einen sehr weiten Bereich geändert. Einstellbereich: 1,0 bis 5,0 Sekunden. Empfehlung: Bei "toten" Signalquellen und/oder Hörräumen längere Widerhallzeit, bei "lebendigen" Signalfelder und/oder Hörräumen eine kürzere, denn zuviel Widerhall sorgt genauso für eine unnatürliche Klangkulisse wie zuviel. Hier sollte man zunächst genauere Untersuchungen über die akustischen Eigenschaften des Hörraums anstellen. (Material der Wände? Wenig/viele Möbel? Teppichboden oder Parkett? usw.)
  • REV.DELAY (Reverbation Delay = Widerhallverzögerung): Einstellmöglichkeit von 0 bis 250 Millisekunden für die Zeitdifferenz zwischen dem Beginn des direkten Klangs und dem Beginn des Widerhalls. Je größer der Wert, umso später beginnt der Widerhall. Ein späterer Beginn des Widerhalls erzeugt ein Klangfeld, das den Eindruck vermittelt, in einem größeren akustischen Umfeld zu sein. Vorsicht bei der Einstellung: Wer es zu gut meint, erreicht nur einen unnatürlichen Klangeindruck, der weder zum Hörraum noch zum wiedergegebenen Material passt.
  • REV.LEVEL (Reverbation Level = Widerhallpegel): Stellt die Lautstärke des Widerhalls ein (0 bis 100 %), je höher der Wert, umso lauter der Widerhall
  • Bei 8-Kanal-Stereo Möglichkeit für Pegeleinstellung für jeden einzelnen Lautsprecher
  • DIALG.LIFT: Dieser Parameter stellt die Höhen der Sounds der Front- und Centerkanäle ein, indem einige Elemente der Front- und Center-Kanäle den Presence-Lautsprechern (= vorderen Lautsprechern) zugeordnet werden. Je größer der Wert (Wahlmöglichkeiten 0/1/2/3/4/5, anfängliche Einstellung ist "3") ist, umso höher ist die Position des Klanges der Front- und Centerkanäle.

Über Yamaha Silent Cinema

  • Mittels diesem Ausstattungsmerkmal kann der Anwender mit jedem normalen Stereokopfhörer die Surround-Programme des RX-V459 und des RX-V659 genießen. Die Klangqualität ist ausgesprochen überzeugend, es wird ein richtiges Raumgefühl erzeugt, zugleich aber erscheint der Klang nicht im Hochtonbereich matt und glanzlos, sondern klar und dynamisch. Wir testeten mit einem AKG Acoustics K-701 Kopfhörer, also einem sehr hochwertigen Modell, der die sehr gute akustische Staffelung, die Silent Cinema möglich macht, perfekt umsetzen konnte.

Über den Yamaha Music Enhancer

  • Der sogenannte "Yamaha Music Enhancer" analysiert den Frequenzgang und fügt die der Datenkompression bei MP3 zum Opfer gefallenen akustischen Anteile wieder hinzu. Yamaha geht sogar noch einen bedeutenden Schritt weiter. Denn anstatt dieses neue "Music Enhancer" System nur für eine Spezialschnittstelle für den iPod anzubieten, funktioniert Yamahas Klangverbesserer, der sich besonders dem oberen Teil des Frequenzspektrums annimmt (hier sind die meisten Klangeinbußen bei den komprimierten Formaten zu beklagen) normal über den Cinch-Analogeingang, so dass jeder handelsübliche MP3-Player mit einem 3,5 mm Klinke auf 2-Kanal-Cinch-Stecker mit den neuen RX-Vx59 Receivern verbunden werden kann. Der Erfolg in der Praxis: Der ehemals platte, undynamische Klang, den viele MP3-Dateien im oberen Frequenzbereich mitbringen, ist verschwunden. Zwar kann auch der Music Enhancer nicht zaubern, das heißt, ein außerordentlich detaillierter und differenzierter Hochtonbereich ist immer noch nicht herauszuhören, aber für audiophile Ohren sind MP3 und co. eben auch nach umfangreicher Aufbereitung noch nicht geeignet. Aber: Der gesamte Klang ist lebendiger, dynamischer und frischer, wirkt nicht mehr so fade und belegt. Von daher kann man sagen: Operation gelungen. 

Das OSD des RX-V659

Leider hat der 659 nicht das identische, grafisch sehr hochwertige Menü des RX-V2600, die Bedienung ist aber ausgesprochen einfach. Hier einige Screenshots:

Das Set-Menü des RX-V659 - von hier aus kommt man in die einzelnen Sub-Menüs, das automatische Setup, das manuelle Setup und die erweiterten Einstellmöglichkeiten (Option Menü)

Wer - was ein Großteil der Kunden in der Praxis machen wird - dem automatischen Einmesssystem die Kalibrierung des 659 überlassen möchte, ist hier im "Auto Menu" richtig

Damit alle Einstellungen auch präzise vorgenommen werden können, überprüft YPAO unter anderem, ob die Lautsprecher korrekt angeschlossen sind und keine Phasenfehler vorliegen

Nachdem die Messungen - der 659 braucht unter 4 Minuten - beendet sind, hat man die Möglichkeit, sich die ermittelten Werte per OSD anzuschauen

Wer lieber manuell alle erforderlichen Lautsprecher-Setup-Einstellungen trifft, ist im "Manual Setup" richtig aufgehoben

Übersichtlich: Die Einstellung für die Lautsprecher-Größe, im obigen Beispiel für die Frontlautsprecher

In diesem Menü wird der Pegel jedes einzelnen Lautsprechers festgelegt, damit jede Box am Hörplatz gleich laut spielt

Damit der Ton auf allen Lautsprechern vom Hörplatz aus gesehen zur gleichen Zeit ankommt, ist ein korrektes Time Alignment erforderlich. Yamaha offeriert 0,10 Meter-Schritte für jeden Lautsprecher

Die Zuweisung der koaxialen Digitaleingänge zur entsprechenden gewünschten Quelle

 

Zurück zu Seite 4/Vor auf Seite 6

HOME > HARDWARE-TESTS > ZURÜCK <