XXL-TEST: Yamaha Digitalverstärker MX-D1/Controller YPC-1 (2/3)
Technik/AufbauEinsatzgebiete
des Digitalverstärkers In der heutigen "digitalen"
Welt werden die Endstufeneinheiten bei dem Großteil gerade der hochwertigen
Komponenten immer noch in analoger Form ausgeführt. Digitale Endstufen gibt es
zwar oft, aber dann meist in aktiven Subwoofern, wo eine extrem kraftvolle
Basswiedergabe gefragt ist, oder, aus Platzgründen, in DVD-Receivern. Diese
sollen im Slimline-Design Noblesse ausstrahlen, um die kompakte Bauform zu
ermöglichen, greifen die Konstrukteure auf digitale Endstufen zurück. Wenige
Hersteller trauten sich bislang, auch in hochwertigen AV-Verstärkern/-Receivern
digitale Endstufen anzubieten. Ein sehr gelungenes Projekt, dazu auch noch
bezahlbar, ist der Harman Kardon DPR-2005.
Er konnte mit tadellosen akustischen Eigenschaften positiv auffallen, erreichte
jedoch noch nicht die Performance ausgezeichneter analoger Modelle. Hauptunterschied
digitaler - analoger Verstärker Der Hauptunterschied liegt beim
digitalen im Vergleich zum analogen Verstärker darin, dass die
Leistungstransistoren bei Digitalverstärkern im Schaltbetrieb arbeiten. Mit "Schaltbetrieb"
ist gemeint, dass sie entweder an oder aus sind - beim analogen
Verstärker können die Leistungstransistoren hingegen beliebige
Zwischenzustände annehmen. Vorteil der digitalen Technologie ist, dass
innerhalb des Transistors nur wenig Verlustwärme aufkommt, was die bereits in
der Einleitung erwähnte hohe Effizienz ermöglicht. Bei einem analogen Verstärker wird das analoge Eingangssignal im Idealfall
(!) ohne Veränderung auf die zum Betrieb der angeschlossenen Lautsprecher
gebrauchte Leistung verstärkt. Beim digitalen Verstärker dagegen werden die Momentanwerte des analogen Eingangssignals
(wenn eine analoge Verbindung/2-Kanal Cinch besteht, wie es z.B. beim
MX-D1/YPC-1 der Fall ist, der passive Controller verfügt nur über analoge
Cincheingänge und nicht über digitale Schnittstellen) abgetastet und in ein digitales Pulssignal
konvertiert, welches wiederum mit Hilfe eines Tiefpassfilters zu einem Analogsignal zurückgewandelt wird. Bei einem analogen Signal ändert sich der Momentanwert
permanent zwischen Null und einem maximalen Wert. Das digitale Signal besteht
hingegen aus einer Reihe von Pulsen (0 oder 1) zeitlich unterschiedlicher Länge. Der
große Unterschied zwischen analogen und digitalen Verstärkern ist die Art der
Signalverstärkung.
Aufgabe des Leistungsverstärkers
Die Aufgabe des Leistungsverstärkers lautet stark
vereinfacht: Er muss die relativ kleine Ausgangsleistung des DVD- oder CD-Spielers im Milliwattbereich so "verstärken",
das die passiven Boxen gemäß ihrer Belastbarkeit angesteuert werden und eine
ansprechende Lautstärke, gepaart mit hoher Klangreinheit, die Ergebnisse
sind.
Die Energie zur Verstärkung des Signals entnimmt der Verstärker dem Netz mit 220 V Wechselstrom. Mit solch hohen Spannungen
fangen Lautsprecher aber nichts an: Sie benötigen hohe Ströme im Niedrigvoltbereich. Also muss die hohe Netzspannung in die für die Lautsprecher geeignete niedrigere Spannung umgewandelt, "transformiert" werden. Dies leistet ein Transformator im Netzteil des Verstärkers. Er besteht aus einem geschlossenen Eisenkern und zwei Spulen, die um seine Schenkel gewickelt sind. Auf der Netzseite sind es viele Windungen eines dünneren, auf der Niedervoltseite weit weniger Wicklungen eines dickeren Kupferdrahtes.
Der Verstärker arbeitet natürlich nicht dauernd unter Höchstlast.
Deshalb unterscheiden wir die Nennleistung von der Musikleistung. Die zweite ist
höher als die erste, der Verstärker kann also kurzzeitig mehr leisten. Er
schafft das, indem er kurzzeitig Strom in Kondensatoren zwischenspeichert.
Kondensatoren sind extreme Kurzzeitspeicher, Langzeitspeicher kennen wir bis
heute in der ganzen Elektrotechnik leider nicht. Je größer nun die
Kondensatoren sind, desto größere Strommengen können kurzzeitig
zwischengespeichert und dann auch kurzzeitig abgerufen werden, wenn z.B. sich
die Musik zu einem Fortissimo steigert.
In den Eingangsteil des vom Niedrigvoltteil des Transformators
bzw. kurzfristig zusätzlich von der in den Kondensatoren gespeicherten Energie gespeisten Verstärkers gelangen die Ausgangssignale
des DVD-Players. Diese Signale werden durch kleine Ströme und Spannungen dargestellt. Herzstück des Verstärkers bilden Transistorschaltungen. Sie machen aus kleineren Ströme größere, so wie
sie fürs Lautsprechersystem gebraucht werden. Transistoren selbst sind mikroelektronische Bauelemente und deshalb klein und leicht.
a) der analoge Verstärker
Bei einem analogen Verstärker wird das analoge Eingangssignal proportional in ein Ausgangssignal verstärkt –
dazu müssen die Endstufentransistoren
genau in der Stärke angesteuert werden, die aufgebracht werden muss, um das gewünschte Ausgangssignal zu erreichen.
Jeder beliebige Zwischenwert zwischen "geschaltet" oder "nicht
geschaltet" kann angenommen werden.
b) der digitale Verstärker
Bei einem digitalen Verstärker dagegen besteht das Signal
nur aus 2 definierten Zuständen – Entweder geschaltet oder nicht geschaltet – was sich in „Pulsen“
niederschlägt. Es sind keine Zwischenwerte
wie beim analogen Verstärker, der jeden beliebigen Zwischenwert darstellen
kann, möglich. Die Transistoren dienen als „Schalter“ bei einem Digitalverstärker
und sind entweder komplett durchgeschaltet (Puls) oder komplett ausgeschaltet (kein Puls).
Vorteil der digitalen Technologie ist, dass innerhalb des Transistors nur wenig
Verlustwärme aufkommt, was die bereits in der Einleitung erwähnte hohe
Effizienz ermöglicht.
Vorteile digitaler Verstärker Bei
einem analogen Verstärker variiert das Signal zwischen Null und einem Maximalwert.
Die Endstufentransistoren agieren als zu veränderte Widerstände, die stets in
einer Art und Weise angesteuert werden, dass auf der Ausgangsseite das Eingangssignal
möglichst nahe am Original abgebildet wird. Wenn die Transistoren nicht vollständig durchgeschaltet werden,
entsteht ein Verlust an nutzbarer Energie, der in Form von Wärme
(Verlustwärme) abfällt. Dies hat zwei Nachteile: Zum einen wird die Effizienz
(rund 50 % bei analoger Signalverstärkung) massiv eingeschränkt, und zum
anderen sorgt das hohe Maß an Verlustwärme auch für eine deutliche Erwärmung
des Verstärkers. Um diese Wärmeentwicklung in einem erträglichen Rahmen zu
halten, müssen bei analogen Verstärkereinheiten ausgeklügelte Maßnahmen zur
Kühlung getroffen werden. Man unterscheidet hier zwischen aktiver und passiver
Kühlung. Die aktive Kühlung umfasst einen Ventilator, welcher
temperaturgesteuert eingreift, um die Betriebstemperatur wieder in den normalen
Bereich zurückzuführen. Beherrschendes Element ist die passive Kühlung, die
bei billigen Verstärkern durch Blechkühlkörper und bei höherwertigen
Modellen durch extrudierte Aluminiumkühlkörper dargestellt ist. Der
Alu-Kühlkörper ist teurer, leitet die Wärme aber effektiver ab - ganz
besonders, wenn er zusätzlich schwarz lackiert ist. Damit die Kühlkörper
auch ihre Wirkung voll entfalten und grenzwertigen Temperaturen entgegenwirken
können, müssen sie relativ groß dimensioniert sein, gerade bei
leistungsfähigen Verstärkern. Dies wiederum hat zur Folge, dass das Gehäuse
des analogen Verstärkers recht ausladend sein muss.
Bei einem digitalen Verstärker dagegen ist das Signalniveau „0“ oder „1“ und die Leistungselemente schalten in 2 Betriebszustände (Ein/Aus).
Falls bei einem Digitalverstärker der Schaltzustand „1“ ist ( Strom fließt vom Netzteil zu den Lautsprechern), sind die Schaltelemente in der Endstufe komplett durchgeschaltet. Dies bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein sehr geringer Widerstand zwischen dem Netzteil und dem Verbraucher (Lautsprecher)
herrscht - so entsteht kaum Verlustleistung und somit auch kaum
Wärmeentwicklung, was zur Folge hat, dass man keine Überdimensionierung der Kühlkörpereinheiten vornehmen
muss. Dadurch kann das Gehäuse elegant und kompakt gehalten werden. Im Gegensatz
zum digitalen Prinzip besteht bei analogen Verstärkern
bauartbedingt immer ein gewisser Widerstand zwischen Netzteil und Verbraucher -
der Digitalverstärker mit einem typischen Wirkungsgrad von ca. 90% sticht sein
analoges Pendant (Wirkungsgrad ca. 50 %) locker aus. Unterschiedliche Grundprinzipien
digitaler Endstufen Bei Digitalverstärkern unterscheidet man zwei verschiedene
Arbeitsweisen: Die Pulsbreitenmodulation (PWM), bei der der analoge Momentanwert durch die Breite des Pulses (Zeitdauer) abgebildet wird, und Pulse Density Modulation (PDM), bei der der analoge Momentanwert durch die Anzahl der Pulse abgebildet wird.
Der MX-D1 arbeitet nach dem PWM-Prinzip, das folgende Vorteile bietet:
1) PWM hat ein deutlich kleineres Störspektrum im höheren
Frequenzbereich als PDM.
2) Die Antwortzeit des Systems - damit die Verzögerung vom Eintreffen eines Eingangssignals bis Ausgabe des Ausgangspegels
gemeint - ist bei PWM deutlich kleiner als bei PDM.
3) PDM ist in starkem Maße von der negativen Rückkopplung abhängig. Fast zu 100%. Zu viel
Negative Feedback (negative Rückkopplung) wirkt sich auch bei einem analogen Verstärker negativ auf den Klang aus. Der
Yamaha MX-D1
Yamaha hat einen
extremen Aufwand betrieben, um den MX-D1 in jeder Hinsicht auf Highend-Niveau zu
heben. Zunächst kennzeichnen zwei Merkmale den leistungsstarken
Digitalverstärker:

Doppel-Mono-Aufbau
-
Doppel-Mono-Aufbau: Für den linken und den rechten Kanal
hält der MX-D1, wie auch oben auf dem Bild zu erkennen,
unterschiedliche Kammern bereit. Eine eigene Kammer steht für den
Eingangssignal-Schaltkreis, für das Ausgangs-Terminal-Board und für das
Netzteil zur Verfügung, damit elektrische und elektromagnetische
Interferenzen auf ein Minimum beschränkt werden.
-
MOSFET-Leistungsendstufen (MOS ist die Abkürzung für Metal
Oxide Semiconductor, hierbei handelt es sich um sehr leistungsfähige
Transistoren). Ein Transistor ist ein Halbleiter-Bauelement und wird zum
Schalten und Verstärken von elektrischen Spannungen und Strömen
eingesetzt. Es gibt bipolare und unipolare Transistoren, in der HiFi- und
AV-Verstärkertechnik sind die unipolaren Versionen, auch FET
(Feldeffekt-Transistor) genannt, von Bedeutung. Als "unipolar"
werden sie bezeichnet, weil gegensätzlich zum bipolaren Pendant je nach Typ
entweder nur Defektelektronen (Löcher) oder Elektronen, nicht aber beides am Stromtransport beteiligt
sind. Der FET hat drei Anschlüsse, Source (Zufluss, Quelle), Gate (Tor)
sowie Drain (Abfluss). Bei der MOSFET Version, die hier im MX-D1 Verwendung
findet, ist ein weiterer Anschluss, Bulk (Substrat), vorhanden. Dieses
Terminal wird bei Einzeltransistoren bereits intern mit Source verbunden und nicht
separat hinausgeleitet. Die Funktionsweise: Durch ein elektrisches Feld, hervorgerufen durch eine Steuerspannung zwischen Gate und Source, wird die Leitfähigkeit des
Kanals Source-Drain gesteuert. Die große Differenz zum bipolaren Transistor besteht in der bei niedrigen Frequenzen
beinahe leistungslosen Ansteuerung des FET, nur eine Steuerspannung braucht
man. Vorteile des speziellen MOSFET Transistors sind die schnelle
Schaltzeit sowie stabile Verstärkungs- und Antwortzeiten.
Auch die technischen Basis-Daten lesen sich ungemein
interessant:
-
Ausgangsleistung: 2x500W/8Ohm RMS
2x1000W/8Ohm dynamisch
-
Übertragungsbereich: 1 Hz – 100000Hz +/- 3dB
-
Klirr: weniger als 0,003% bei 1 kHz
-
Geräuschspannungsabstand: größer 120dB. Ein gewichteter Wert des Rauschspannungsabstandes, d.h. bei der Messung des Geräuschspannungsabstandes wird berücksichtigt, dass das menschliche Ohr Töne mittlerer Frequenzen von 1.000 bis 5.000 Hz stärker wahrnimmt, als darüber und
darunter liegende Töne. Im Messgerät werden die Signale daher durch einen speziellen Filter geleitet, das bei der Messung die vom Ohr wahrgenommenen Frequenzen betont.
Der Rauschspannungsabstand oder Fremdspannungsabstand ist ein Wert
(Maßeinheit dB), der aussagt, wie hoch der Anteil unvermeidbarer (bauartbedingter) Störgeräusche (z.B. Störspannungen aus Brummen, Rauschen, Prasseln, Knacken etc.) im Signalweg ist. Je höher der Fremdspannungsabstand, desto geringer die Störgeräusche.
Ab ca. 80 dB ist der Rauschspannungsabstand bereits ok.
-
Kanaltrennung: größer 100dB. Der MX-D1 ist ein
Stereo-Verstärker, im Gegensatz zu AV-Receivern/-Verstärkern werden nur zwei Tonsignale
wiedergegeben (links und rechts). Die Kanaltrennung zeigt an, wie gut die
beiden beiden Signale voneinander getrennt sind. Bei unzureichender Kanaltrennung
kann man Teile des linken Tons im rechten Lautsprecher und umgekehrt hören.
So höher also die Kanaltrennung ist, umso exakter ist die Wiedergabe. Die
Maßeinheit: Dezibel (dB).
-
Dämpfungsfaktor: größer 200. Bei Verstärkern beschreibt Dämpfungsfaktor das Verhältnis des Wechselspannungswiderstandes (Impedanz) eines Lautsprechers zum Innenwiderstand eines Verstärkers
(Impedanz/Innenwiderstand) nach folgender Formel:
Dämpfungsfaktor =
Lautsprecherimpedanz
-----------------------------
dynamischen Innenwiderstand
-
Umso höher die Impedanz des Lautsprechers bzw. umso kleiner der Innenwiderstand des Verstärkers
ist, umso besser ist der Verstärker in der Lage, unerwünschte Membranschwingungen
zu vermeiden. (Nicht gewollte Membranschwingungen sind Folge eines jeden vom Verstärker auf die Schwingspule des Lautsprechers geschickten Impulses
als Ausschwingvorgang.) Ist der Dämpfungsfaktor also groß, kann der
Verstärker ein präzises Ein- und Ausschwingverhalten der
Lautsprechermembran bewirken, was zu einer präzisen Wiedergabe führt.
Bereits Dämpfungsfaktoren ab 50 sind ordentlich.
Im Vergleich zu anderen digitalen Leistungsverstärkern möchte
Yamaha durch technische Eigenentwicklungen gezielt die Klangqualität
optimieren. Hier verschiedene Beispiele:

Yamaha YDA-133 Modulator

Yamaha YDA134 Treiber mit MOSFETs

Hier die MOSFETs des MX-D1 im Detail
Weitere Merkmale des MX-D1:
-
Active Power Control-System
Dank einer permanenten Überwachung des Verstärkerausgangsstroms und der aktiven Steuerung der maximalen
Dauerleistung und der für Transienten erforderlichen Dynamikleistung ist die Leistung des MX-D1 bei beliebigen
Lastimpedanzen zwischen 2 und 8 Ω jederzeit perfekt.
-
Constant-Gain PLL-Modulationsschaltkreis
Bei konventionellen Digitalverstärkern wird das Ausgangssignal von Schwankungen der Netzspannung beeinträchtigt,
wenn sich der Stromverbrauch des Verstärkers ändert. Dieses Problem löst der MX-D1 höchst elegant dank eines
Modulationsschaltkreises mit PLL (Phase Locked Loop). Bei schwankender Netzspannung erzeugt der Constant-Gain PLL-Modulatorschaltkreis eine kompensierende
Pulsbreitenmodulation mit einer für das Eingangssignal geeigneten Geschwindigkeit. Somit wird die Linearität
beibehalten, während sich die Rückkopplung dank konstanter Pegelanhebung zu keiner Zeit ändert.
-
Rückkopplung
Digitale Ausgangsimpulse werden in eine geschlossene Rückkopplungsschaltung zurückgeführt. Das verbessert die
Leistung des Modulationsschaltkreises sowie die Linearität der Endstufe und sorgt somit für eine minimale Verzerrung
bei großen Dynamikumfang. Außerdem wird ein analoges Ausgangssignal, das hinter dem LC-Ausgangsfilter abgegriffen wird, erneut eingespeist,
um einen höheren Dämpfungsfaktor und einen großen Frequenzbereich zu gewährleisten, die nicht von der
Lastimpedanz beeinflusst werden.
-
Schutzsystem
Das Schutzsystem, das einen sicheren Betrieb garantiert, beinhaltet einen
extrem schnellen Stromerkennungsschaltkreis, der den Strom einzelner Impulse messen kann. Die
Betriebssicherheit wird zudem durch eine Gleichstromerkennung und einen Überlastungsschutz gewährleistet.
-
Beschaltete Stromversorgung
Für den rechten und linken Kanal werden unabhängige, hocheffiziente und rauscharme beschaltete Stromversorgungen
auf Schwingkreisbasis von Yamaha eingesetzt. Der Sekundär-Gleichrichterschaltkreis enthält zudem einen induktiv gekoppelten Gleichrichter, der die Probleme
konventioneller SEPP-Digitalverstärker (Single-Ended Push-Pull) umgeht. Somit wahrt der MX-D1 jederzeit eine
perfekte Symmetrie zwischen positivem und negativem Stromversorgungsstrang, ganz gleich, in welcher Richtung der
Ausgangsstrom fließt.
-
Ultraschneller Sicherungsschaltkreis
Sicherer Betrieb durch eine vollständige Absicherung aller kritischen Betriebszustände wie Kurzschluss oder das Auftreten von Gleichspannung.
Der Verstärker hat eine extrem schnelle Überstromerkennung (2µS, 2
billionstel Sekunden) im YDA134 LSI, die schon auf einen einzigen zu hohen digitalen
Stromimpulspuls reagiert. Im YDA133 Modulator-LSI gibt es zusätzlich eine Sicherungslogik, die die Kombination kritischer Betriebszustände erkennt.
-
Verschachtelte Gegenkopplung
Die digitalen Impulse werden über eine Digital/Analog übergreifende Gegenkopplung auf den Eingang des Verstärkers zurückgeführt:
Das hat eine Verbesserung der Linearität des Ausgangssignals und eine Verbesserung der
Linearität des Modulators zur Folge. Beides verringert die Verzerrungen und erhöht den Dynamikumfang.
Die Schaltung arbeitet mit hoher Gegenkopplung, ohne diese Art der Gegenkopplung würde der Verstärker durch seine
große Phasendrehung nicht stabil arbeiten.
-
Analoge Gegenkopplung
Diese stellt einen weiten Frequenzbereich bis 100kHz und einen hohen Dämpfungsfaktor sicher. Beides ist durch die Gegenkopplung unabhängig von der angeschlossenen Lautsprecherimpedanz.
Die Samplingfrequenz von 352.8kHz für die Erzeugung der analogen Signale wird durch ein besonders hochwertiges klirrarmes LC Filter am Ausgang abgetrennt. Eine Mitkopplung des Signals sorgt dann für die Erweiterung des Frequenzumfangs.
Einsatzmöglichkeiten

Eine
große Anschlussauswahl erwartet den Anwender auf der Rückseite des MX-D1
Leistungsverstärkers. Auch symmetrische XLR-Connections sind vorhanden.
XLR-Kabel werden z.B. in der Studiotechnik und für Bühnen-Aufbauten genutzt,
wenn professionelle Endstufen beispielsweise mit verschiedenen Peripheriegeräten
verbunden werden. Vorteile der XLR-Verbindung: Wenn man sich im Vergleich einen
Cinch-Stecker anschaut, so ist der XLR-Stecker deutlich fester in seinem
Terminal arretiert, was für eine optimale Kontaktsicherheit sorgt. Mittels
XLR-Kabeln lassen sich auch lange Verbindungen ohne großartigen Qualitätsverlust
überbrücken, ein für Profi-Aufbauten unerlässlicher Vorzug. Es gibt 3 bis
7-polige XLR-Stecker und entsprechende XLR- Kupplungen. Am gängigsten sind die
3-polig ausgeführten Anschlüsse, mit denen ein symmetrisches Signal gesendet
wird. Dieses symmetrische Signal (engl. sprachig: "balanced", daher
werden XLR-Ausgänge auch gern als Balanced Out" bezeichnet) besteht aus
dem normalen Signal und dem gleichen Signal mit negativen Vorzeichen (z.B. bei
Zeitpunkt +1V und -1V). Da lediglich die Differenz der beiden Signale
verarbeitet wird, haben Störungen wenig Chancen, da diese direkt von außen auf
beide Signale wirken und sich so, da es um die Differenz zw. den Signalen geht,
aufheben. Die Bezeichnung "XLR" kommt aus dem Amerikanischen und hält
die Abkürzungsbuchstaben für eine symmetrische Kabelführung: in seinem Kürzel:
"X"ternal, "L"ive, "R"eturn, dies entspricht in
Deutsch "Masse", "heiß", "kalt" bzw.
"Masse", "+", "-". Hierzulande ist es jedoch Gang
und Gäbe, die drei Leiter in der Reihenfolge "heiß",
"kalt", "Masse" aufzuzählen. Die
Einsatzmöglichkeiten des MX-D1 Leistungsverstärkers sind mannigfaltig. Wer das
edle Stück nicht simpel - wie wir im Test - zusammen mit dem YPC-1 in einer
Highend-Stereolösung nutzen möchte, kann auch eine andere Vorstufe verwenden
und, möchte man eine Surroundanlage aufbauen, z.B. für acht Kanäle (Vorn L/R,
Center/Subwoofer, Surround L/R, Surround Back L/R) eine Beschallungsanlage der
Superlative aufbauen. Eine weitere Variante wäre, den MX-D1 im Zusammenspiel
mit einem extrem hochwertigen AV-Verstärker zu betreiben und die MX-D1 dann
für den Stereobetrieb zu verwenden. Hierzu wird eine MX-D1 mittels entsprechend
hochwertiger Cinchleitungen an die L/R-Vorverstärkerausgänge des
AV-Verstärkers gehangen. Durch die verschiedenen
System-Integrationsmöglichkeiten ist der MX-D1 für vieles gerüstet. 

Schaltbare
Trigger-Anschlüsse, RS232C-Schnittstelle für Haussteuerungssysteme, Festlegen
der Verstärker-ID für Multichannel-Systeme: Der MX-D1 eröffnet flexible
Möglichkeiten 
Hier
ein Beispiel für eine Triggerschaltung für synchrones Power Switching. Das
Triggersignal wird immer zum nächsten Verstärker weitergeleitet ("Through"-Einstellung) 
Auch
in ein RS232c Controlling-System lässt sich der MX-D1 einbauen. An- und
Ausschaltvorgang, die Stummschaltung sowie Trigger Out High/Low lassen sich mit
einem entsprechenden Controller steuern Bewertung
Technik/Aufbau/Einsatzmöglichkeiten          
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