XXL-TEST: LCD-TV Toshiba 42WL58P(2/4)
Anschlussmöglichkeiten
Der Toshiba 42WL58P bietet zwei HDMI-Interfaces, was den Vorteil
hat, dass man beispielsweise sowohl einen HDTV SAT-Receiver als auch einen
DVD-Spieler an den LCD-Fernseher anschließen kann. Aber auch ansonsten gibt es keinen Anlass
zur Klage, der 42WL58 bietet auch ein breites Angebot an herkömmlichen analogen
Videoeingängen und an Audio-Anschlussmöglichkeiten.

Zwei HDMI-Eingänge sorgen für hohe Zukunftssicherheit

Gleich drei Scartbuchsen, darunter finden sich ein
Komponenteneingang und der dazugehörige Toneingang

Auch ein FBAS/Cinch-Stereo-AV-Eingang mit S-Video-Beschaltung
ist vorhanden

Zum Support der eingebauten Lautsprecher kann man noch über
Cinch einen externen aktiven Subwoofer anschließen
Gleich drei Scartbuchsen sorgen dafür, dass auch ältere
Geräte problemlos und zahlreich Verbindung zum Hightech-LCD aufnehmen können.
Für den Anschluss z.B. eines analogen Camcorders bietet der 42WL58P auch eine
S-Video-Hosiden-Buchse. Wer seinen PC analog anschließen möchte, findet einen
entsprechenden D-Sub analog RGB-Anschluss. Natürlich ist auch ein Terminal für
die hochwertigste analoge Anschlussart vorhanden: Allerdings wie üblich am
Markt gibt es nur einen Komponenten-Eingang. Gut: Wer für Unterstützung im
Bassbereich einen aktiven Subwoofer anschließen möchte, kann dies ebenfalls
tun, es befindet sich eine extra "Woofer"-Cinchbuchse als Pre-Out.
Die Abschlüsse in der Übersicht:
| Anschluss |
Gerät: Toshiba 42WL58P |
| HDMI |
ja, 2 x |
| DVI |
nein |
| SDI |
nein |
| Komponente-Cinch inklusive 2-Kanal Stereo für
Tonübertragung |
ja |
| Komponente-BNC |
nein |
| Scart |
ja, 3 x |
| PC-Eingang (analog, D-Sub) |
ja |
| S-Video-Hosidenbuchse |
ja |
| FBAS inklusive 2-Kanal-Stereo für die
Tonübertragung |
ja |
| Optischer Digitalausgang/koaxialer
Digitalausgang |
nein/nein |
| 2-Kanal Stereo Audioausgang |
ja |
| Kopfhörerausgang |
ja |
| Subwoofer-Vorverstärkerausgang |
ja |
| Fazit |
Alle gebräuchlichen Anschlüsse sind vorhanden.
Sehr zu loben sind die zwei HDMI-Interfaces sowie die drei
Scartanschlüsse für ältere Geräte. Tipp für die nächste Generation:
3 x HDMI, 2 x Komponente, 1 x Scart. Gesamtnote: Ausgezeichnet |
Menüführung und Einstellmöglichkeiten, Bedienung
In dieser Disziplin möchten wir Ihnen zeigen, welche
Konfigurationsmöglichkeiten der 42WL58P bietet.
Der 42WL58P verfügt, wie die meisten TV-Geräte heutzutage,
über eine
Auto Setup-Funktion, die sich beim erstmaligen Einschalten aktiviert. Bei Toshiba nennt sich das "Quick Setup".

Nach der Wahl der Sprache drückt man "OK" auf der
Fernbedienung, dann startet die automatische Sendersuche:

Hier ist die automatische Sendersuche gerade bei der Arbeit

Unter " Einstellungen" kann man alle für die
Sendersuche relevanten Funktionen unter Kontrolle halten und individuell
konfigurieren. Hinter "AV-Anschluss" ist folgendes Submenü zu finden:

-
HDMI 1 Ton: Wenn der Zuspieler keinen digitalen Ton über
HDMI supportet (das ist z.B. dann der Fall, wenn eine DVD-Player, der
lediglich über einen rein visuellen DVI-Ausgang verfügt, mit dem Toshiba
mittels eines DVI/HDMI-Adapterkabels verbunden wird), dann kann man den Ton
über HDMI ausschalten, was dann die Möglichkeit eröffnet, ein
zusätzliches separates Audiokabel am TV anzuschließen.
-
HDMI Ton 2: Dasselbe für die 2. HDMI-Buchse
-
EXT3-Eingang: Hiermit wird die Art des Signals bestimmt, das an
SCART 3 (EXT3) an der Rückseite des Fernsehgerätes geleitet wird.
-
EXT3-Ausgang: Hiermit kann man die an SCART 3 angeschlossene
Ausgabequelle auswählen. Um beispielsweise Sendungen in Stereo aufzunehmen,
muss die betreffende Quelle, z.B. einen Satellitenreceiver, an SCART 1 und
den DVD-Recorder an SCART 3 anschließen. Man wählt dann dann EXT1 als EXT3-Ausgang aus. Das über
SCART 1 empfangene Signal wird dann direkt über SCART 3 ausgegeben.
Optionen bei EXT3 Ausgang:
Monitor = das auf dem Bildschirm
angezeigte Bild.
EXT1 = das Bild des an SCART 1
angeschlossenen Gerätes.
EXT2 = das Bild des an SCART 2
angeschlossenen Gerätes.
EXT5 = das Bild des über die Eingangsbuchsen
angeschlossenen Gerätes.
TV = die letzte Programmauswahl am
Fernsehgerät.
-
Bass: Externe oder interne Basswiedergabe (extern bei
Anschluss eines aktiven Subwoofers)
-
Audioausgang: Zuweisung des Audioausgangs
Zurück zur Sendereinstellung. Ist man mit der automatischen
Sender-Anordnung nicht einverstanden (bei jedem uns bekannten Gerät kann es
manchmal zu Ungereimtheiten kommen, wie dass das ZDF auf dem 1. Programmplatz
ist, wo man gewohnheitsmäßig die ARD sucht), kann man mittels der Funktion
"Programme ordnen" Umstrukturierungen vornehmen:

Selbstverständlich ist wahlweise auch eine komplett manuelle
Sendersuche möglich, die sich unserer Meinung nach aufgrund des erhöhten
Zeitbedarfs aber nicht lohnt. Sehr praktisch: Durch Drücken der Taste OK kann auf dem
Bildschirm jederzeit eine Liste mit allen gespeicherten Programmen und extern angeschlossenen Geräten
angezeigt werden. Zum Markieren drückt man auf der Fernbedienung die Tasten P
und Q und zur Auswahl die Taste OK.

Kommen wir als nächstes zum Klang-Menü:

Hier finden sich zusätzlich zu den elementaren Parametern Bass,
Höhen und Balance noch erweiterte Einstellmöglichkeiten. Hinter 2-Kanalton
verbirgt sich die obligatorische Möglichkeit, bei einem in 2 Sprachen
vorgetragenen Film (z.B. Mono Deutsch Tonspur 1/Mono Englisch Tonspur 2)
zwischen den Tonspuren hin- und herzuschalten. Mit der Funktion "Aut. Lautstärkeanpassung" werden hohe
Lautstärkepegel begrenzt und extreme Lautstärkeschwankungen verhindert, die beim Umschalten
des Kanals oder beim Einblenden eines Werbeblocks während einer Sendung auftreten können.
Hinter "WOW" verbergen sich verschiedene schaltbare Effekte.

Mit WOW™ kann ein Stereosignal in virtuellen Raumklang umgewandelt und über die
Lautsprecher des Fernsehers ausgegeben werden. Mit der Option SRS 3D kann die
Klangharmonie verbessert werden. Mit der Option FOCUS wird eine besonders klar
ortbare Stimmwiedergabe erreicht. Mit TruBass kann der Anwender die
Basswiedergabe anpassen. Was fehlt, ist ein kompletter Equalizer für
eigene Klangjustagen. Einen solchen hat beispielsweise der Xoro
HTL 3712w im Lieferumfang.
Nun kommen wir zu einem wichtigen Punkt - den verschiedenen
Bildanzeigeformaten:

Insgesamt erweist sich die Auswahl, die Toshiba anbietet, als
praxisgerecht und gelungen. Alle Modi erfüllen gut ihren Zweck, auch
"Super Live" und "Kino", in letzterem Modus können auch
2,35:1 Filme bildschirmfüllend angezeigt werden.
Als nächstes widmen wir uns dem Bildmenü:

Im Grund-Bildmenü kann man verschiedene Funktionen deaktivieren
oder aktivieren. Der "Kino Modus" hat zur Aufgabe, eine optimale
Wiedergabequalität bei Filmmaterial zu garantieren. Aktiviert man die Option
"Farbmanagement", stehen erweiterte Farb-Einstellmöglichkeiten (siehe
Erklärungen weiter unten) zur Verfügung. Hinter
"Bildeinstellung" verbirgt sich folgendes Submenü:

Alle Standardparameter finden sich hier.
"Panelhelligkeit" regelt die Stärke der Hintergrundbeleuchtung,
während sich "Helligkeit" um die Gesamt-Helligkeit des gezeigten
Bildes kümmert. Des weiteren gibt es mit "Tag, Abend und Nach" drei voreingestellte Optionen.
Unter "eigene Einstellung" kann der Anwender seine eigenen
Einstellungen speichern. Wenn man im Bildmenü nach der Option
"Schärfe" weiter nach unten scrollt, kommt der 2. Teil der
einstellbaren Bildparameter:

Eine Schwarzwert-Erweiterung verbirgt sich hinter dem Punkt
"Schwarzanp.", dunkle Bildanteile werden hier noch ein wenig
effektvoller wiedergegeben als in "Aus"-Position. Ebenfalls findet
sich eine Rauschunterdrückungsfunktion (MPEG Rauschreduz.), die überraschend
gut arbeitet: Das Bild erscheint sichtbar sauberer. Neben der MPEG
Rauschreduzierung gibt es noch einen weiteren Rauschfilter (DNR, Digital Noise
Reduction). Diese zeichnet das Bild weicher, reduziert gleichzeitig aber
unschönes grobkörniges Rauschen (z.B. bei manchen TV-Sendungen von qualitativ
schlechteren Sendern von Vorteil). Die Farbtemperatur ist in drei Stufen
einstellbar (kalt, normal, warm), was dem üblichen Standard entspricht.
Darüber hinaus jedoch verfügt der 32WL598 noch über ein spezielles
Farbmanagement. Die Einstellungen hier sollten einem erfahrenen Anwender
vorbehalten bleiben, der mit Geduld und Geschick noch wirkungsvolle
Optimierungen, je nach angeschlossener Quelle, vornehmen kann.

Das Menü für die individuellen Farbeinstellungen

Die Detaileinstellungen am Beispiel der Farbe Rot
Der 32WL58P verfügt noch über weitere Menüs - z.B. das Menü
"Funktion.

Hier kann der Anwender Einstellungen zum Videotext vornehmen
oder, z.B. wenn Kinder im Haushalt sind, das Bedienfeld am TV sperren. Wählt
man die Option "Auto-Format", wird die Sendung unabhängig von der aktuellen Bildformateinstellung des Fernsehers automatisch
im Breitbildformat angezeigt. "Grauer Bildschirm" zeigt bei fehlendem
Eingangssignal einen grauen Bildschirm und schaltet den Ton aus. Mit der
Funktion "Zoom Balken" kann man die im Format 4:3 oder 14:9 jeweils an den Bildschirmrändern sichtbaren Streifen heller oder dunkler
einstellen. Dadurch wird ein Nachleuchten des Streifenbildes vermieden und ein entspannteres und angenehmeres Fernseherlebnis
ermöglicht, da man das das Bild an helle oder dunkle Lichtbedingungen anpassen kann.
Des Weiteren gibt es einen internen Timer, dessen Menü folgendermaßen
aussieht:

Ein- und Ausschaltzeit sowie das gewünschte Einschaltprogramm
können hier eingegeben werden. Für den PC-Betrieb - wir erinnern uns, der
32WL58P hat eine analoge D-SUB-PC-Buchse - ist auch ein Menü vorgesehen:

Hier kann die Bildlage korrigiert und angepasst werden, und zwar
horizontal (Lage/Breite), vertikal (Lage), die Bildhöhe, die Funktion Clock phase
gleicht das PC-Signal an das LC-Display an. Durch die Einstellung dieser Funktion
ist es möglich, störende waagerechte Streifen und
Unschärfen im Bild zu beseitigen. Mit der Funktion Sampling clock kann die Anzahl der
Impulse pro Bildabtastung eingestellt werden. Dadurch können ggf. im Bild störende senkrechte Streifen
beseitigt werden.

Die Fernbedienung überzeugt mit griffgünstig untergebrachtem
Navigationskreuz und hoher Übersichtlichkeit
Die Bedienung des 42WL58P ist auch für Neueinsteiger problemlos
Nach
kurzem Studium der Bedienungsanleitung kann man einen Großteil der Menüs
verstehen. Für die Zukunft wünschen wir uns jedoch in Bezug auf die
Bedienungsanleitung mehr Präzision und mehr Treffsicherheit bei der Erklärung
der Funktionen - weniger versierte Anwender können sonst nicht richtig über die
Funktionsvielfalt des 42WL58 aufgeklärt werden. Die Fernbedienung ermöglicht
ein schnelles und komfortables Handling, denn sie ist nicht mit Tasten überfrachtet und hat ein
griffgünstig untergebrachtes Navigationskreuz in stimmiger Größe. Noch etwas
zum Thema Komfort: Eine übermäßige Geräuschentwicklung, bei LCD-TVs meist
ein gut vernehmliches Brummen, konnten wir bei unserem Testmodell nicht
ausfindig machen. Hier befand sich die Betriebslautstärke auf absolut normalem
Level.
Übersicht
| Bedienmerkmal |
Gerät: Toshiba 42WL58P |
| Fernbedienung |
|
| Tastendruckpunkt |
befriedigend |
| Beschriftung |
sehr gut |
| Positionierung des Navigationskreuzes |
Perfekt |
| Gruppierung der Tasten |
sehr übersichtlich |
| LC-Display |
nein |
| Beleuchtung der Tasten |
nein |
| Handling in der alltäglichen Praxis insgesamt |
hervorragend |
| Grafische Benutzeroberfläche |
|
| Grafische Qualität |
ausgezeichnet - hervorragend |
| Umfang |
groß |
| Bedienbarkeit der grafischen Benutzeroberfläche |
ausgezeichnet |
| Weitergehende Funktionserläuterungen mittels OSD |
nein |
| Ersteinrichtung inklusive Sendersuchlauf etc. |
einfach |
| Anwahl der verschiedenen Signalquellen |
sehr einfach |
| Bedienung am Gerät selber |
gut |
| Bedienungsanleitung |
ausreichend |
| Betriebslautstärke |
unauffällig |
| Fazit |
Der Toshiba 42WL58P ist einfach zu handhaben - die
Fernbedienung gibt keine Rätsel auf, die On Screen Displays sind grafisch
attraktiv und leicht zu bedienen. Gesamtnote: Ausgezeichnet -
hervorragend. |
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