Sub-Vergleich: Heco Celan Sub 38A, SVS PB12-Plus/2 und Teufel M11000 (3/3)
Klang
Test-AV-Receiver Onkyo TX-SR803E, Systemlautstärke
auf - 10 dB eingestellt, Subwoofer mittels speziellem Testsignal eingepegelt,
Subwoofer bei 100 Hz getrennt, Betriebsart Stereo, Entfernung Hörplatz -
Subwoofer exakt 2,5 Meter. Aus Gründen der Praxisnähe haben wir ein normales
Standard-SPL-Meter verwendet.
ACHTUNG: DIESE ANGABEN SIND AUS DER PRAXIS IN UNSEREM ABHÖRRAUM UND NICHT
UNTER LABORBEDINGUNGEN ERMITTELT WORDEN! WIR ERHEBEN WEDER FÜR DIESE ERGEBNISSE
NOCH FÜR DIE HÖREINDRÜCKE DEN STATUS DER ALLGEMEINGÜLTIGKEIT! WIR EMPFEHLEN
JEDEM LESER, DIE ERREICHBAREN PEGEL IN ABHÄNGIGKEIT DER FREQUENZ MITTELS EINES
SPL-METERS UND EINER GEEIGNETEN CD MIT TESTTÖNEN IN DEN EIGENEN VIER WÄNDEN
DURCHZUFÜHREN; EBENSO WIE EIGENE KLANGTESTS, DA GERADE IM TIEFFREQUENTEN
BEREICH DIE KLANGCHARAKTERISTIK DES SUBWOOFERS AUCH STARK VON DER BESCHAFFENHEIT
DES ABHÖRRAUMS ABHÄNGT!
Kommen wir als erstes zu den eher "theoretischen" Aspekten. Wir
widmen uns den gemessenen dB-Werten bei verschiedenen selektierten Frequenzen
zwischen 100 und 20 Hz, absteigend ermittelt. Über alle Maße beeindruckte der
SVS PB12-Plus/2. Selbst bei 20 Hz erreichte er bei vorschriftsmäßiger
Einpegelung bei der System-Referenzlautstärke noch - 0,5 dB. Hinzufügen muss
man, dass für die Messungen beim SVS der paramterische Equalizer deaktiviert
war (um die Vergleichbarkeit mit den beiden anderen Subwoofern zu garantieren).
Besonders zu erwähnen: Der Subsonic-Filter war auf der 25 Hz-Einstellung (hier
könnte man noch 16 oder 20 Hz wählen, bei 16 Hz kommen 2 Stopfen in die
Bassreflexöffnungen, bei 20 Hz ein Stopfen), und in den drei
Bassreflexrohren befand sich kein einziger Stopfen - trotzdem war der Tiefgang
bei 20 Hz so imposant. Bei 21 Hz kam der SVS auf -
1 dB, bei 22 Hz wiederum auf 0,5 dB. Zwischen 30 und 38 Hz erreichte der
SVS einen Frequenzpeak, interessanterweise zeigten die Messpunkte 30, 35 und 38
Hz ein praktisch identisch hohes Niveau, also ein kleines "Plateau".
Typisch für unseren Abhörraum erreicht die Antwort des Subwoofers im Bereich
um 48 bis 50Hz seinen Tiefpunkt mit - 6,5 dB bei 49 Hz. Der zweite Peak im
Frequenzgang befindet sich, auch wieder typisch für unseren Hörraum, bei 70
bis 77 Hz, hier genau bei 71 Hz. Auch im oberen Bassfrequenzbereich ist der SVS
noch gut bei der Musik (100 Hz: - 5 dB, 80 Hz: - 0,5 dB). Wenden wir uns nun dem
Teufel M11000 zu, der diese enorme Performance des SVS im subsonischen Bereich
nicht mitgehen kann. Bei 20 Hz messen wir einen dB-Wert von 6,5, bei 21 Hz
liegen wir bei - 6 dB und bei 22 Hz zeigt unser Meßgerät - 5 dB an. Bei exakt
35 Hz gibt es im insgesamt zurückhaltenderen Frequenzdiagramm des Teufel einen
einzelnen Peak (- 1,5 dB), der Tiefstwert in der Range zwischen 30 und 60 Hz
liegt beim M11000 bei 46 Hz, wieder raumtypisch, siehe SVS. Der Teufel hat ein
hoch liegendes Plateau oberhalb der 0 dB zwischen 66 und 72 Hz, bei 100 Hz
steigt er mit - 5,5 dB ein, bei 80 Hz messen wir - 0,5 dB. Insgesamt zeigt
der Teufel einen sehr ausgeglichenen Frequenzgang. Kommen wir nun zum Heco Celan
W38A, der mit mit - 10,5 dB bei 20 Hz nicht mit Teufel und vor allem mit SVS
mitgehen kann. Bei 21 Hz sind es noch - 8,5 dB, zwischen 22 und 26 Hz dann
erfolgt ein steiler Anstieg von - 6,5 auf - 1,5 dB. Der erste Peak kommt
zwischen 32 und 39 dB mit einem höchsten Wert bei ca. 36,5 Hz, exakt bei 49 Hz
wird ein - 7 dB-Tiefpunkt erreicht. Nicht imposant tritt der Celan bei
100 Hz auf, wo er auf - 10 dB kommt. Massiv ist dann sein Anstieg
zwischen 90 Hz (- 8 dB) und 80 Hz (- 2 dB), zwischen 72 und 66 Hz hat er
ein Hochplateau ( (- 1,5 dB). Interessanterweise spiegelt dies auch die gesamten
Höreindrücke wieder, der SVS ist der Meister des Tiefgangs, der Teufel ist der
Meister der Ausgewogenheit, und der Heco bietet für sein deutlich niedrigeres
Preisniveau ein beachtliches Leistungsprofil, ohne es aber mit den beiden
anderen höherpreisigen Modellen aufnehmen zu können.

Sorgt für Ehrfurcht: 2 x 30 cm Bässe, Downfire mit massiver
Bodenplatte - der SVS lässt es so heftig krachen, dass manche entsetzt
aufspringen dürften
Nun schildern wir unsere akustische Eindrücken aus der Praxis mit Musik- und
Filmtonmaterial. Und der SVS PB12-Plus/2 zeigt seine tieffrequenten Talente
höchst überzeugend, so z.B. beim "Chronos"-Trailer auf der 7. DTS
Demo-DVD: So wuchtig, so massiv und so kraftvoll haben wir diesen Trailer noch
nie gehört. Der PB12-Plus/2 trumpft ganz groß auf und bietet viel Nachdruck
auch bei stattlichem Pegel. Hier ist eine Bassgewalt am Werk, die sich in jeder
Demo-Vorführung bei einem entsprechend begeisterungsfähigen Publikum glänzend
macht. Wer alles wissen möchte und den Pegelregler noch weiter aufdreht,
erlebt, wieso der M11000 später sein "Masterpiece"-Prädikat
abstaubt: Kein aktiver Subwoofer geht mit enormen, weit überdurchschnittlichen
Lautstärken so souverän, so gelassen um wie der Teufel, der sogar beinahe das
Niveau seines großen Bruders M12000 erreicht.
Nur in sehr großen Hörräumen setzt der M12000 noch mehr Volumen frei, aber
der M11000 wird selbst extremen Pegeltreibern in 90 % der Fälle locker
ausreichen. Und für 80 % dieser Klientel reicht auch der PB12-Plus/2 prima aus.
So mancher Leser, der noch nicht oft mit sehr leistungsstarken aktiven
Subwoofern in Berührung kam, wird uns für verrückt erklären, dass noch mehr
Pegel möglich sind als mit dem PB12-Plus/2, der bereits alle bekannten
Dimensionen für die meisten Hörer hinter sich gelassen hat. Aber wir müssen
das Performance-Profil im ganzen hinterleuchten, und da stellten wir eindeutig
fest, dass auf bereits sehr hohem Grundniveau der Teufel im hochpegeligen
Bereich nochmals besser geht. In "gewöhnlichere" Bereiche dringen wir
nun mit unserer Beschreibung des Heco Celan vor, was absolut nicht herablassend
oder arrogant gemeint ist, denn mit den rund 900 €, die der Celan kostet, ist
er immer noch ein teures technisches Gerät, objektiv betrachtet. Und für
seinen Kaufpreis schlägt er sich ausgezeichnet. Beim Chronos-Trailer merkt man
zwar schon, dass der extrem massive SVS und der sehr ausgewogene und äußerst
pegelfeste Teufel in einer anderen Liga spielen - doch die meisten
Kontrahenten aus vergleichbaren preislichen Gefilden dürften genau das über
den Heco denken. Er stellt den Chronos-Trailer auf einem bereits sehr
lobenswerten Niveau dar, und zwar mit nur minimalen Gehäusegeräuschen und fast
ohne Verzerrungen - für Anwender mit gehobenen Ansprüchen, die für einen
vertretbaren Betrag einen hervorragenden aktiven Subwoofer suchen, ist der Heco
genau das, worauf sie gewartet haben. Vor allem auch deshalb, weil der Celan nicht nur gut klingt, sondern auch sehr hochwertig und nobel aussieht.

Auch der Celan Sub 38A lieferte tief beeindruckende
Testergebnisse ab
Weiter geht es mit dem Ausschnitt aus "Behind Enemy Lines" auf der
7. DTS Demo-DVD. Hier schlägt der PB12-Plus/2 bei den aufeinander folgenden
Explosionen herausragend: Man hört den Bass nicht nur, sondern fühlt mit
unerbittlicher Wucht bis in die Magengrube - auch Verdienst der
Schallausbreitung eines Downfire-Subwoofers. Richtig Sinn macht Downfiring nur
mit ordentlich Endstufen-Power, und davon hat der SVS ja mehr als genug. Dieses
Ziehen, das man deutlich verspürt, erzeugt nur der PB12-Plus/2. Der Tribut, den
man bezahlt: So detailliert und vielschichtig wie der M11000 modelliert der SVS
das tieffrequente Geschehen nicht heraus. Der Teufel wirkt hier sehr
authentisch, ohne es an Nachdruck missen zu lassen. Dies beweist wiederum seine
flexible Auslegung, die es vielen Hörern Recht machen dürfte. Untermauert wird
dieser Eindruck vom herausragenden Einbindungsvermögen des Berliner Subwoofers.
Er erzeugt, Voraussetzung ist selbstverständlich eine korrekte Einpegelung,
zusammen mit den Frontboxen einen homogenen, in sich schlüssigen Klangeindruck.
Er spielt sich nicht so in den Vordergrund wie der SVS, sondern integriert sich
beinahe nahtlos und lässt seinen Wiedergabepart mit größtmöglicher
Gelassenheit ins Geschehen einfließen. Er erzeugt das genau richtige Mittelmaß
aus Kraft, Zurückhaltung, Volumen und Detaillierung, in keiner Disziplin
können wir etwas anderes als Spitzennoten ins Teufel-Zeugnis schreiben. Und der
Heco? Wiederum beweist er, wie gut ein Subwoofer seiner Preisklasse sein kann:
Er sorgt für viel Volumen, sein mächtiges 38er Chassis baut eine
dreidimensionale und kräftige Basskulisse auf. Ganz jedoch kann der Heco nicht
verleugnen, dass die beiden 30er Chassis vor allem beim direktabstrahlenden
Teufel M11000 noch schneller auf den Punkt kommen. Der SVS ist aufgrund der
Tatsache, dass er als Downfire ausgelegt ist, nicht ganz so behände wie der
Teufel, der wie der Blitz durchs Bassspektrum wirbelt. Doch auch diese Hörprobe
beweist, wie gut der Celan für seine Preisklasse aufspielt.

Bei "Gladiator" begeisterte der M11000 ganz
besonders
Bei "Gladiator" war es der M11000, der über alle Maßen
begeisterte, denn er bot die hörbar beste Struktur. Ausgezeichnet arbeitete der
Teufel auch unter schwierigen Bedingungen alle tieffrequenten Einzelheiten
hervor. Die mit deutlichem Abstand beste Leistung erzielte er bei der Einbindung
des Music Scores. So mitreißend, so präzise und so direkt ertönte er bei
keinem der beiden Konkurrenten. Die absolut saubere, verzerrungsfreie
Wiedergabe, dieser pure, kraftvolle, aber nicht effekthascherische Bass -
das ist Subwoofer-Technik vom Allerfeinsten. Hier unterfüttert der M11000 den
Anspruch auf sein Masterpiece-Prädikat, das es anno 2002 noch nicht gab, das
Wesen des Woofers aber treffend umschreibt: Hier kommt nicht einfach nur ein
hervorragender aktiver Subwoofer, sondern einer der besten
Consumer-Basslautsprecher, die der gesamte Markt bereithält - und das zu einem
100 % fairen Preis. Manche Leser werden uns nun wieder vorhalten, wir hätten
die rosa Teufel-Brille auf - doch, glauben Sie uns, auch uns kommt es unheimlich
vor, dass Teufel von Sieg zu Sieg eilt, wir haben extra im Testraum Überstunden
gemacht, den Teufel gepiesackt, getreten, gefordert, um endlich auf eine
Schwäche zu stoßen, die ihm den Testsieg doch noch nehmen kann - aber der
M11000 wuchs über sich hinaus und deklassierte beim Techno-Track "Icarus (the
Flight)" von Flutlicht beide hochkarätigen Konkurrenten so lässig, dass
wir beinahe fassungslos daneben standen. Kein Wummern, keine
Gehäuse-Geräusche, kein Zeichen von Anstrengung: Kraft, Präzision und
Kontrolle reichern das Punktekonto des M11000 weiter an. Die Konkurrenz geriet
hier ins Straucheln: Der Heco ist nicht eben ein Experte der Bässe zwischen 90
und 100 Hz, und der SVS hat hier leichte Probleme, damit, seine massive Kraft in
eine klare, deutliche Vorstellung umzusetzen. Bei einem Auto würde man sagen:
Das Fahrzeug hat Probleme, seine Kraft auf den Boden zu bringen, irgendwie
wollte sich so keine rechte Dynamik und Klarheit entfalten. Auch bei
"Celebrate" von Zhi-Vago setzte sich der M11000 vom Konkurrenzfeld ab,
er spielt direkt, souverän und nachdrücklich, ohne jeden Kompromiss.
Bei "Juggalo Homies", einem US-amerikanischen Hip-Hop-Song von der
7. DTS Demo-DVD, meldet sich der SVS dafür mit Vehemenz zurück an der Spitze,
denn er baut Bässe auf, die einen förmlich in den Sitz drücken. Die
Präzision ist für einen Dowfire-Subwoofer tadellos. Der Heco schlägt sich
ebenfalls ausgezeichnet und punktet mit einem tollen Raumeindruck. Und der
M11000? Wiederum keine Schwäche. Nicht die wuchtige, massive SVS-Darstellung,
sondern eine Mischung aus Nachdrücklichkeit und kompletter Kontrolle über das
Geschehen. Er ist nicht nur der "Fun-ist-alles"-Subwoofer, sondern er
macht sich mit dem identischen großen Erfolg daran, den seriösen, den
anspruchsvollen Hörer anzusprechen, dem es um die Tiefe und nicht um die ersten
Eindrücke geht. Das beweist er auch bei anderen musikalischen Beispielen
wie der Star Wars Ep. III Filmmusik, der M11000 präsentiert immer tiefgründig,
überlegt und homogen. Dem Heco merkt man da die günstigere Preisklasse an, er
spielt nicht so unmittelbar und nicht so komplett, der SVS trägt etwas dick
auf, aber sein kraftvolles Agieren reizt natürlich Bass-Liebhaber enorm.
Vergleiche mit weiteren Konkurrenten
Was diese drei aktiven Subwoofer können, verdient Respekt - dies zeigen auch
die Ergebnisse, wenn man Vergleiche mit weiteren Kontrahenten anberaumt. Fangen
wir mit dem Heco Celan Sub 38A an. Dieser hat keinerlei Schwierigkeiten, den JBL Subwoofer L8400
in die Schranken zu verweisen. Gerade in Bezug auf den Tiefgang merkt man
das deutlich größere Gehäuse und das 38er Chassis des Heco deutlich. Aber
auch die exzellente Verarbeitung und die nochmals bessere Pegelfestigkeit, die
sich vor allem in mehr Souveränität bei hohen Lautstärken niederschlägt,
sichern dem Heco einen komfortablen Vorsprung, der mit rund 200 bis 250 €
Mehrpreis (bezogen auf die Marktpreise beider Modelle) in unseren Augen moderat
ausfällt. Auch mit dem Nubert nuWave
AW-75 legt sich der Heco an - und trifft auf einen sehr harten Gegner, der
sich sogar mit minimal besserer Präzision in Szene setzen kann. Die
Verarbeitung des nuWave-Woofers ist äußerst robust, die Ausstattung
reichhaltig, der Tiefgang für sein kompakteres Gehäuse enorm. Doch der Heco
kontert: Zwar ist er größer und somit schwerer zu verstauen, dafür aber
liebevoller verarbeitet - jedes Detail ist stimmig, das Finish ist vom Feinsten.
Hinzu kommt der merklich bessere Tiefgang und die höheren Reserven seiner
Endstufe - die allerdings nur enorme Pegelfanatiker interessieren dürften.
Fazit: Wie gut der nuWave AW-75 nach wie vor ist, stellt er auch hier wieder
unter Beweis, er ist einer der wenigen Subwoofer dieser Preisgefilde, der dem Celan
Paroli bieten kann. Weiter geht es mit dem Konzertbruder, dem Heco Phalanx 12A,
der zwar viel Kraft hat und sehr günstig zu haben ist, aber hörbar
unkultivierter ist, einen geringeren Tiefgang bietet und sich zudem deutlich
einfacher verarbeitet präsentiert. Also auch keine richtige Konkurrenz für die
Celan. Der Quadral Power Cube Sub 500
liegt in Bezug auf den Marktpreis unter dem Heco Celan, und er ist sehr
kompakt sowie leistungsstark dank der maximal 750 Watt, die die eingebaute
Digitalendstufe kurzzeitig stemmen kann. Bei hohem Pegel liefert sie immer noch
Kraft, aber das Gehäuse ist dann am Ende - der Celan marschiert noch munter
weiter. Auch für den Heco spricht die hochwertigere Verarbeitung.
M11000 und PB12-Plus/2 stoßen ebenfalls auf unangenehme Konkurrenten -
besonders viel Gegenwehr leistet der Nubert nuLine AW-1500,
der durch seine saubere Abstimmung und sein tadelloses Integrationsvermögen
gefällt. Er spielt ebenfalls sehr dynamisch und lebendig. Der teurere Teufel
muss sich anstrengen, um den günstigeren Nubert abzuschütteln, schafft dies
aber mit noch mehr Nachdruck gerade im harten Home Theatre-Einsatz und mit
nochmals mehr Volumen sowie Tiefgang. Der nuLine AW-1500 aber ist dafür über
250 € günstiger und eignet sich auch noch für die Aufstellung im Wohnzimmer,
während der Teufel in den Heimkinoraum gehört - in diesem Entfaltungsgebiet
schlägt er dann den AW-1500, wie sich in vielen Testreihen herausstellte. Für
seinen geringen Preis ist der AW-1500 nach wie vor eine besonders
empfehlenswerte Offerte. Der SVS überrollt den AW-1500 mit seinem
unnachahmlichen Tiefgang und seiner wuchtigen, massiven Darstellung. Der Nubert
kontert mit höherer Musikalität insbesondere bei differenzierten Musikstücken
(Klassik, Jazz), auch vermag er sich, unauffälliger zu integrieren, hier kommt
es aber auch auf den Geschmack des Hörers an. Besonders musikalisch ist der Quadral Aurum
Sub 10, der auch sehr fein Einzelheiten im Bassbereich herausmodellieren
kann. So heftig hinlangen wie Teufel und SVS kann er jedoch nicht, er tritt eher
als noch etwas feinerer, sensiblerer Kontrahent des nuLine AW-1500 in
Erscheinung. Hier finden sich sicherlich für beide Modelle viele interessierte
Käufer. Der Monitor Audio Fast Bass 212
ist ebenfalls ein nicht zu unterschätzender Konkurrent. Großer Vorteil des
Edel-Subs für über 2.000 € sind die sehr geringen Gehäusegeräusche, der
Fast Bass arbeitet ungeheuer sauber. Auch bei großen Pegeln sind kaum
Verzerrungen zu spüren. Bei sehr hoher Lautstärke, die wirklich nur in echten
Home Theatre-Räumen im Keller Realität sein dürfte, schlägt dann der M11000
unerbittlich zu und weist den Fast Bass in die Schranken. Der M11000 wird auch
noch unmittelbarer, direkter, dafür ist der Fast Bass sehr diskret. Was die
Präzision angeht, sieht man wieder, wie universell der Teufel in der Lage ist,
zu punkten: Auch hier kann der Fast Bass keinen Bonuspunkt herausholen, sondern
nur praktisch das identische hohe Niveau des Teufel erreichen. Und wie schlägt
sich der Fast Bass gegen unseren talentierten "Showman" aus den USA?
Die Antwort: Unterschiedlicher können aktive Subwoofer kaum sein. Da der
diskrete Fast Bass, der seine Kraft eher im Hintergrund hält, bei Bedarf aber
rasch zur Verfügung stellt, und hier der massiv auftretende SVS mit dem
unglaublichen Tiefgang und dem exorbitanten Volumen. Hier müssen wir gleich
noch eine interessante Feststellung mit einbauen: Der PB12-Plus/2 weist weitaus
mehr klangliche Unterschiede zum SVS PB12-Plus
auf, als man spontan denken und aufgrund der ähnlichen Konzeption annehmen
könnte. Während der PB12-Plus zwar sehr kräftig und voluminös auftritt,
wirkt der PB12-Plus/2 weitaus extrovertierter, er präsentiert seine Kraft sehr
eindrucksvoll - im Vergleich wirkt der PB12-Plus direkt "handzahm",
während sich die Leistungskraft des PB12-Plus/2 kaum bändigen lässt - ist man
ihr erst verfallen, kann sie süchtig machen. Auch, wenn der PEQ zur Hilfe
genommen wird: Der PB12-Plus/2 spielt immer noch die Rolle des im wahrsten Sinne
des Wortens aktiven Subwoofers, er beeinflusst durch seine nachdrückliche
Tätigkeit das Klangbild deutlich - was auch sehr faszinierend ist. Nicht
raten können wir dazu, mittels des PEQ eine sehr zurückhaltende Einstellung
vorzunehmen, dann verhält es sich wie mit der 250 km/h-Begrenzung von
waschechten Sportwagen - es geht viel Freude verloren.
Was uns noch auffiel: Folgerungen aus den Ergebnissen der Testreihen
Die Testreihen haben zahlreiche Erkenntnisse zu Tage gefördert, die wir alle
entsprechend kommentiert festhalten möchten:
- Mit etwas Feinschliff wird der SVS PB12-Plus/2 dem Teufel so gefährlich,
dass er in der Endabrechnung vorbeiziehen könnte
- Neuer Star in der 1.000 €-Liga: Heco ist schwer im Kommen und hat mit
dem Celan eine tolle Mischung aus Performance, Optik und Preiswürdigkeit
geschaffen
- Integrationstalent: Der Teufel M11000 verdankt seinen schwer erkämpften
Status als "Masterpiece"-Subwoofer auch seinem harmonischen
Zusammenspiel mit vielen Lautsprechersystemen
- Subwoofer für "ganze Kerle": Alle drei Subwoofer zeigen massiv
und deutlich auf, in welchem Umfang ein leistungsfähiger aktiver
Basslautsprecher die Performance einer Mehrkanal- oder auch Stereoanlage
steigern kann - und wie ärmlich so mancher kompakte, kleine Basswürfel im
direkten Vergleich klingt. Ganz klar: Das eine sind Salonlöwen ohne Mumm,
das andere tieffrequente Kraftpakete, die aber nicht nur sinnlos mit ihren
Pfunden wuchern, sondern auch durch Kontrolle und Präzision gefallen.
- Top-Performance muss kein Vermögen kosten: Der Celan zeigt, was für eine
bestechende Form schon ein 1.000 €-Subwoofer haben kann, und SVS sowie
Teufel stellen unter Beweis, dass die Luft für sündhaft teure
Edel-Subwoofer > 3.000 € sehr dünn ist.
Fazit:

Hier gibt es eigentlich keinen Verlierer: Drei
Ausnahme-Subwoofer, die der Konkurrenz das Fürchten lehren
Wir haben alles versucht, um ihn vom Thron zu stürzen, aber letztendlich verteidigt der Teufel
M1100 seine Vorherrschaft in der Preisliga bis 2.000 € durch seine
vorbildliche Ausgewogenheit, die herausragende Dynamik und überragende
Pegelfestigkeit. Aus akustischer Perspektive mit besonderer Fokussierung auf die
universelle Eignung für alle klanglichen Aufgaben führt also nach wie vor kein
Weg am Berliner Subwoofer vorbei. Daher holen wir nach, was wir in Ermangelung
einer entsprechenden Auszeichnung Ende 2002 versäumt haben: Der M11000 erhält
völlig verdient sein Masterpiece und wir werden uns noch mehr M11000 für alle
Hörstudios in Berlin bestellen. Als Kritikpunkte sind klar der nur gute, aber
nicht überdurchschnittliche optische Gesamteindruck, die knappe Farbauswahl und
das Fehlen eines parametrischen Equalizers zu nennen. Auch ein exzellentes
Produkt erwirbt man, wenn man zum SVS greift, der mit seiner ernormen Bassgewalt, seinem
erstklassigen Tiefgang und der ausgezeichneten Ausstattung ebenso fleißig
Punkte sammelt wie mit seiner vorbildlichen Verarbeitung. Die Defizite: Der
PB12-Plus/2 ist nicht ganz so schnell wie der M11000 und bietet nicht die selbe
hochdetaillierte Bassstruktur. Zudem knöpft Teufels
Pegel-Ass dem SVS einige Punkte im extrem hochpegeligen Bereich ab, wo der
PB12-Plus/2 zwar immer noch gut geht, die souveräne Gelassenheit des Teufel
aber nicht ganz bieten kann. Diese Bereiche wird der normale Anwender kaum, der
absolute Home Theatre-Fan jedoch schon ab und zu ansteuern. Insgesamt ist der
M11000 einfach noch ausgewogener als der SVS, der aber mit einem ungeheuren Faszinationspotential
aufwarten kann - und auch das Preis-/Leistungsverhältnis
des US-Bassgiganten stimmt absolut. Daher: Referenz in der Highendklasse! Der
Heco Celan Sub 38A geht in Anbetracht dieser beiden Bass-Giganten fast unter, was
er nicht verdient hat: Bezieht man mit ein,
wie preiswert er ist, liefert er absolute Bestleistungen ab, die höchsten
Respekt verdienen. Zudem sieht er attraktiv aus und ist blendend verarbeitet. Er
distanziert gerade in der Liga bis 1.000 € - durch den günstigen Marktpreis
ist der imposante Heco schon für rund 900 € zu haben - alle Konkurrenten und
wird dafür mit dem Referenz-Prädikat in der oberen Mittelklasse belohnt.

Masterpiece Kategorie Aktive Subwoofer
Der M11000 möchte seinen Thron nicht hergeben: Auch noch nach 3,5 Jahren ist er
unter Berücksichtigung des Preis-/Leistungsverhältnisses der beste Home
Theatre-Subwoofer, den wir kennen
Preis-/Leistungsverhältnis          

Highend-Klasse
Mit sensationellem Tiefgang und überragendem Finish kann sich der SVS
PB12-Plus/2 in der Spitzenliga der aktiven Subwoofer souverän etablieren
Preis-/Leistungsverhältnis          

Obere Mittelklasse
Mit der hochwertigen, edlen Optik und dem kraftvollen Antritt zum kleinen Preis
ist der Celan Sub 38A ein klarer Geheimtipp für Preis-/Leistungsbewusste
Preis-/Leistungsverhältnis          
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Testteam: Thomas Hermsen, Carsten Rampacher
Text: Carsten Rampacher
12. April 2006
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