RSS FORUM KONTAKT IMPRESSUM


 

Alle Teufel-Tests
Toshiba-Tests

 HARDWARE-TESTS

Test: Samsung LE-32R73BD (3/3)
Bild 
Merkmal Gerät: Samsung LE-32R73BD
Bildschärfe und Detailtreue Genial scharf: Das Bild des Samsung bietet einen neuen Bildschärfestandard in der 32 Zoll-Klasse - so gestochen und glasklar zeigt kein anderer den Bildinhalt. Dabei muss man dem koreanischen LCD auch noch zu gute halten, dass er diese extrem hoch liegende Gesamtbildschärfe nicht auf Kosten anderer Parameter erreicht, will heißen: Störende Doppelkonturen oder Flimmern in Folge zu scharfer Bilddarstellung leistet sich der LE-32R73BD nicht. Auf der AVEC Professional Test-DVD erzielte der Samsung bei der Darstellung des Früchtestilllebens ein hervorragendes Ergebnis, trotz aller Schärfe bleibt auch die Bildreinheit gewahrt. Das identische fabelhafte Resultat kann der Samsung bei den aufeinander liegenden Händen erzielen, plastisch und glasklar arbeitet der 32 Zoll-TV alle Konturen heraus.  Gesamtnote: Perfekt
Kontrast Die dynamische Kontrastangabe von 5.000:1 ist eher als theoretisch anzusehen. Der extrem hohe Wert wird  unter in der Praxis praktisch nicht vorkommenden Idealbedingungen erzeugt, daher sollte man solchen Werten keine besonders hohe Bedeutung schenken, sondern sich eher das Resultat in der Praxis ansehen. Und das ist  prima: Direkt hinter dem Toshiba 32WL58P kann sich der Samsung auf Platz 2 in der 32 Zoll-Liga einreihen. Nur in sehr dunklen Bildteilen wird mal ein kleines Detail verschluckt, in hellen Bildteilen hingegen entgeht dem Samsung praktisch nichts. Gesamtnote: Sehr gut  - Ausgezeichnet
Bildhelligkeit Der Samsung kann auch bei starkem externen Lichteinfall mit einer einwandfreien Erkennbarkeit des Bildinhalts punkten, die Ausleuchtung ist homogen. Gesamtnote: Ausgezeichnet - hervorragend
Farbwiedergabe Tadellos, was der Samsung hier bietet - er koloriert Braun/Rot-Töne zwar etwas zu kräftig, dies ist aber das einzige Manko, das man dem LCD-TV vorwerfen kann. Ansonsten liefert er eine authentische Farbgebung, sehr schön gelingt dem Samsung die Weißdarstellung, die frei von störenden Einflüssen anderer Farben ist. Gesamtnote: Ausgezeichnet
Schwarzwert Oha! Hier hat Samsung einen Riesenfortschritt gegenüber früheren Modellen gemacht! Keine Spur mehr von einer mittelgrauen, faden Bildwiedergabe. Tiefstes Schwarz kann man zwar nach wie vor nicht erwarten, aber der Samsung LE-32R73BD bleibt nur knapp unter den superben Leistungen des Toshiba 32WL58P. Gerade auch im Movie-Modus ist eine prima Wiedergabe dunkler Szenen gewährleistet. Gesamtnote: Gut
Reaktionszeit des Panels Hier bietet der Samsung hervorragende Leistungen: Keine Nachzieher, keine Unschärfen, das leidige Thema Reaktionszeit ist beim Samsung LE-32R73BD nicht mehr erwähnenswert. Saubere Leistung, Gesamtnote Hervorragend!
De-Interlacing Der geräteinterne De-Interlacer bietet voll befriedigende Leistungen. Unschöne Pixelbildungen kommen praktisch nie vor, leichte Nachzieheffekte und Ruckler bei schnellen Kameraschwenks zeigen jedoch die Grenzen auf. Daher besteht im Detail noch Optimierungsbedarf, wir sind uns aber in Anbetracht des gesamten Fortschritts, den Samsung realisieren konnte, bereits in der nächsten Generation der koreanischen LCD-TVs weitere Verbesserungen in Bezug auf den De-Interlacer zu beobachten sind. Gesamtnote: Befriedigend - gut. 
Up/Down-Scaling Das Herunterrechnen höher auflösender Signale auf die native Panelauflösung gelingt dem Samsung vortrefflich. Er stellt in absolut untadeliger, bestechend scharfer und plastischer Qualität 1.080i-Signale dar. Muss er hingegen 576er-Signale hochrechnen, wirkt das Bild etwas zu konturenarm und undefiniert. Gesamtnote wg. des praktisch perfekten Down-Scalings: Ausgezeichnet
Nutzen Video-EQ Der Video-EQ des Samsung bietet zu wenig Einflussmöglichkeiten und ist zu wenig feinfühlig bei den Einstellwerten. Ein individuelles Farbmanagement fehlt auch. Relativ praxisgerecht sind die fünf verschiedenen Einstellmöglichkeiten fürs Farbmanagement ausgelegt. Gesamtnote: Befriedigend - gut
Konkurrenzanalyse Samsung hat einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Bedenkt man die Qualität vorheriger LCD-Generationen, sind die aktuellen Modelle rundherum empfehlenswert und bieten ein hohes visuelles Vergnügen. Ein inzwischen allerdings älterer Panasonic TX-32LX500F kann in keiner Beziehung mehr mit dem Samsung mithalten. Die Bildschärfewerte beim koreanischen Konkurrenten liegen deutlich höher, zugleich aber - und das macht erst die Spitzenleistung aus - wirkt das Bild des Samsung auch echter, tiefer und angenehmer. Der Schwarzwert des Samsung LE-32R73BD ist ebenfalls deutlich besser als der des Panasonic. Auch Vergleiche auf der CeBit belegen, dass Samsung beim Thema Schwarzwert mächtig aufgeholt hat und dass bei Panasonic die erstklassigen Plasmas die besseren Flachbildschirme im Produktportfolio sind. Sehr gespannt sind wir auf demnächst folgende Philips LCD Paneltests. Während die Philips Plasmaschirme mit fadem, emotionslosem Bild nicht überzeugen können, machen die LCDs einen sehr guten Eindruck und begeistern vor allem mit hoher visueller Brillanz, welche durch die tiefe Farbwiedergabe verursacht wird. Was die Bildschärfe angeht, liegen die Philips Modelle, die wir gesehen haben, ebenfalls sehr hoch, aber die Rekordwerte des Samsungs dürften aktuell noch nicht ganz erreicht werden. Diese schafft auch der Xoro LCD-TV HTL 3212w nicht, der sich aber in Anbetracht der Tatsache, dass seine Konstruktion bereits älter ist, immer noch prima schlägt. Die Farbwiedergabe ist nach wie vor gut, hier kann sich der Samsung nicht entschieden absetzen. Besser gelingt dem Samsung das Downscaling von 1.080i Signalen. Hier läuft er sowieso zu großer Form auf, während sich der Xoro hier minimale Rauschmuster leistet. Komischerweise ist beim Hochrechnen von 576-er Material das Ergebnis umgekehrt: Hier arbeitet der Xoro sauberer, der Samsung hingegen produziert ein nicht ganz so ausgewogenes Bild. Ein Konkurrent jedoch zeigt sich noch von der Performance des Samsung unbeeindruckt und wehrt den Angriff auf seinen Thron souverän ab: Vor allem dank seines überragenden De-Interlacers bleibt der Toshiba 32WL58P vorn. Der De-Interlacer des Samsung arbeitet zwar voll befriedigend und erlaubt sich keine echten Ausrutscher, er zeigt aber deutlicher Treppenstufeneffekte und neigt stärker zu Ruckelbewegungen, die bei schnellen Bewegungen auftreten. Dass dies nicht mit der Panelreaktionszeit zu tun hat, sieht man deutlich, wenn man dem Samsung LE-32R73BD direkt ein Vollbildsignal zuführt: Dann gibt es dank der ultraschnellen Reaktionszeit nichts zu bemängeln. Was Schwarzwert und die Natürlichkeit des Bildes angehen, liegt der Toshiba ebenfalls nach wie vor in Front.
Fazit: Ein insgesamt gelungener Einstand für den Samsung LE-32R73BD in unserem Teststudio. Die überragende Gesamtbildschärfe setzt Maßstäbe, der Schwarzwert ist überraschend gut. Die prima Farbwiedergabe ist bereits auf  hohem Level, nur wenige Kontrahenten bieten noch mehr Ausgewogenheit. Der Overscan ist bei der Zuführung eines 1.280 x 720-Signals o.k. und liegt unter 5 %. Auch bei Zuführung von 1.920 x 1.080-Signalen sind die Ergebnisse in Ordnung, der Overscan ist nur geringfügig höher als bei der 720p-Signalzuführung.. Wenn 720 x 576-Signale dargestellt werden, ist der Overscan allerdings etwas hoch. Der interne Scaler arbeitet mit sehr guten Ergebnissen und sorgt für homogene, im Detail sehr scharfe Bilder - allerdings in erster Linie bei 720p (nur minimales Scaling nötig) und beim Herunterrechnen von 1.080i-Bildinhalten. Das Hochskalieren von PAL Signalen in 576i oder 576p gelingt nicht in identischer Qualität. Der De-Interlacer arbeitet voll zufriedenstellend, erzielt aber keine neuen Bestwerte. Prima: Auch bei analoger Zuspielung via Komponente sind Farb/Helligkeits- und Kontrastwerte mit denen des HDMI-Eingangs identisch. Insgesamt muss die Konkurrenz aufpassen, denn Samsung macht Riesenfortschritte, hat namhafte andere Hersteller bereits überflügelt. Noch nicht in Acht nehmen muss man sich nur bei Toshiba, deren LCDs sind aktuell die Benchmark. Gesamtnote: Sehr gut - ausgezeichnet
Ton
Akustisches Merkmal Gerät: Samsung LE-32R73BD
Verständlichkeit Dadurch, dass der Samsung klingt, als läge ein Vorhang über seinen Lautsprechern, ist auch die Verständlichkeit eingeschränkt. Gerade, wenn die Protagonisten leise oder z.B. im  Hintergrund sprechen, ist die Verständlichkeit nur durchschnittlich. Gesamtnote: Befriedigend
Homogenität Eigentlich gibt der Samsung nur Mitten wieder. Dass es an Bass fehlt, ist weder schlimm noch verwunderlich, bei den geringen Volumina fürs Lautsprechersystem ist ein spürbarer Bass konstruktiv bedingt nicht möglich. Aber der matte, emotionslose Hochtonbereich muss nicht sein - hier sollte Samsung nachbessern. Gesamtnote: Ausreichend. .
Pegelfestigkeit Die erzielbare maximale Lautstärke liegt nicht sonderlich hoch. Trotzdem neigt der Samsung dann zu Verzerrungen. Gesamtnote: Ausreichend
Räumlichkeit des Klangbilds Die erzielbare Räumlichkeit tendiert gegen Null, ganz gleich, ob nun TruSurround XT aktiv ist oder nicht. Nur in seltenen Fällen gibt es einen leichten Anflug räumlicher Wirkung.  Gesamtnote: Ausreichend
Fazit Die Akustik passt noch nicht. Vergleich man das Ergebnis mit dem Sound des Toshiba 32WL58P, fällt das Ergebnis ernüchternd aus. Die Lautsprecher sind akustisch genauso wie optisch beinahe nicht präsent. Gesamtnote: Ausreichend. 
Fazit

Der LE-32R73BD lässt den Test mit einem ausgezeichneten Testurteil sehr positiv enden

Samsung zeigt, wie es geht: Gleich der erste Test eines Samsung-LCD-TVs auf AREA DVD wird zu einem großen Erfolg. Den Grundstein für die hervorragende Gesamtbewertung legt der 32-Zoll-TV in der Bilddisziplin, wo er souverän eine neue Bildschärfe-Bestmarke vorlegt. So glasklar und messerscharf gezeichnet haben wir unser Quellmaterial nicht nicht gesehen - nur das Hochskalieren von 576er-Signalen sollte noch optimiert werden. Das Herunterrechnen von 1.920 x 1.080-Bildern und das Angleichen von 1.280 x 720-Bildmaterial gelingt dem Samsung hingegen vortrefflich. Auch prima ist die Farbwiedergabe, Kontrast und Bildhelligkeit bieten ebenfalls wenig Anlass zur Kritik. Voll befriedigende Zensuren verdient sich der interne De-Interlacer, während der Overscan bei 720 x 576 Quellmaterial geringer ausfallen dürfte. Da wir gerade bei den Kritikpunkten sind: Die eingebauten Lautsprecher sollten im Fokus der nächsten Modellpflege stehen, denn sie klingen sehr mittenbetont und wenig emotional. Sehr gut gefällt uns schon jetzt das Bedienkonzept, mit dem Samsung kommen auch Neueinsteiger oder insgesamt wenig versierte Anwender gut zurecht. Die Ausstattung inklusive Digitaltuner (für 100 € weniger gibt es den identischen TV auch mit nur analogem Tuner) ist ebenfalls überzeugend, nur würden wir uns einen umfangreicheren Video-EQ und ein zweites HDMI-Interface als zusätzliche Features wünschen. Bilanzierend stellt der LE-32R73BD nicht nur eine Alternative zu den führenden Modellen auf dem Markt dar - er steht selber mit in der Spitzengruppe. Fürs Referenzprädikat reicht es diesmal aufgrund der beschriebenen kleineren Mängel zwar nicht nicht, aber mit etwas Modellpflege dürfte der schicke Samsung auch zukünftig für Überraschungen gut sein. 

Der Samsung LE-32R73BD bietet mit seinem extrem scharfen Bild, der einfachen Bedienung und viel Hightech an Bord ein überdurchschnittliches Leistungsprofil

LCD-TVs obere Mittelklasse
Test 24. April 2006
Preis-/Leistungsverhältnis

+ Erstklassige Bildschärfe markiert Spitze bei 32 Zoll-Geräten
+ Tadellose Farbwiedergabe
+ Sehr guter Kontrast
+ Guter Schwarzwert
+ Exzellentes Downscaling von 1.080i-Signalen
+ Einfaches Setup und einfache Bedienung
+ Attraktive Optik

- Besseres Upscaling von 576i/p Bildsignalen wünschenswert
- Nur ausreichende akustische Eigenschaften
- Zweites HDMI-Interface wünschenswert

Test: Carsten Rampacher
24. April 2006

Zurück zu Seite 2

HOME > HARDWARE-TESTS > ZURÜCK <