XXL-TEST: Pioneer DV-989AVi-S (4/4)
Klang
Der DV-989AVi-S bietet umfangreiche Möglichkeiten fürs
Lautsprecher-Setup, die wir kurz vorstellen möchten:

Übersichtliche Einstellmenüs für die Lautsprecher-Größe.
Die getroffenen Einstellungen - auch im Falle, dass die Lautsprecher klein, also
"small" sind, gelten auch für den DVD-A- und SACD-Betrieb, wo der
Pioneer somit ein vollständiges Bassmanagement bietet

Der Pegel kann für jeden Lautsprecher und für den aktiven
Subwoofer einzeln eingegeben und mittels Testtongenerator angeglichen werden. Zu
beachten ist unbedingt, dass man zuvor im Menu "Systemeinstellungen"
die Lautsprecher-Pegeleinstellungen von "fix" auf "variabel"
setzt

Das Time Alignment des DV-989, welches auch für DVD-A und
SACD übernommen wird

Im "Home Menü" findet sich auch gleich das Submenü
"Klangeinstellungen". Hier kann man zum einen verschiedene
Klangverfeinerungs-Optionen (Legato Pro, Hi-Bit) aktivieren, zum anderen aber
findet sich hier eine zweite Möglichkeit, alle Justagen des Lautsprechersetups
zu beeinflussen. Legato PRO stellt verschiedene, die Oberwellenwiedergabe
betreffende Klangfelder bereit und erhöht die Samplingfreqeunz. Hi-Bit
erweitert den Dynamikbereich der Frontkanäle (L/R) auf 24 Bit. Das erhöht z.B.
den Detailreichtum bei niedrigeren Lautstärken.

Im 2. Teil der Klangeinstellungen kann man den Kanalpegel
abändern

Im dritten Teil hat man die Möglichkeit, das Time Alignment
anzupassen
In unseren akustischen Testreihen konnte der DV-989AVi-S
rundherum begeistern. Wir
haben selbstverständlich verschiedene Arten der Wiedergabe überprüft. Zunächst konnte er
sich bei der Digitaltonwiedergabe über i.link an unserem Onkyo TX-NR5000E
positiv hervortun. Übrigens haben sich beide Komponenten auf Anhieb erkannt,
der Wiedergabebetrieb verlief problemlos. Die Qualität des Digitaltons ist beim
Pioneer über alle Maßen überzeugend - sowohl über i.link (noch eine Idee
klarer), als auch über den koaxialen Ausgang. Klar und brillant kommen bereits
normale DVD-Video-Discs zum Ausdruck. Vergleichen wir hier mit dem Vorgänger
Pioneer DV-868AVi, dann klingt der 989 freier, frischer und authentischer -
um solche Testreihen durchzuführen, benötigt man allerdings einiges an Zeit.
Unterschiede werden auch im Vergleich zu guten Mittelklasseplayern wie dem Onkyo DV-SP503E
deutlich. Wie gut jedoch der 503er in Bezug auf die Digitaltonwiedergabe
mittels Koax-Ausgang ist, verdeutlicht die Tatsache, dass er bei CDs und
DVD-Videos praktisch nicht schlechter klingt als der DV-868AVi
über den Koax-Out. Über i.link klingt der 868 dann etwas besser als der Onkyo
503. Der DV-989 aber spielt definitiv eine Liga höher, er schlägt auch dann
den 868, wenn dieser mittels i.link und der 989 mittels Koaxkabel am AV-Receiver
angeschlossen ist. Schließt man den DV-989 mittels i.link an, kann ihn erst
unser "Großmeister" Onkyo DV-SP1000E
stoppen, der mit seiner extrem peniblen Detaillierung und überragender Dynamik
nach wie vor absolut überzeugt. Mit seinen exzellenten Leistungen liegt der
Pioneer gleichauf mit dem Denon DVD-3910,
der digital angeschlossen immer noch sehr sauber und detailliert klingt.
Während der Pioneer sich als der bestre Dynamiker profilieren kann, legt der
Denon dafür die höchste Detailtreue an den Tag.
Bezüglich dieser Ton-Teildisziplin entsteht häufiger
ein heftiger Streit zwischen den Fachleuten, ob man hier überhaupt einen
Unterschied hören kann zwischen einem Basisgerät und einem Player höherer
Preiskategorien: Schließlich, so argumentiert die eine Seite, würde das Signal
digital, d.h. in binären Zahlenkombinationen, übertragen, somit könne es
keine Tonbeeinflussungen wie zum Beispiel bei einer D/A-Wandlung geben. Diese
Argumentation leuchtet sicherlich ein, schließlich, so sagen diese Kritiker
dieses Testteils, dass die Klangqualität höchstens dann in Form von
Klangaussetzern negativ beeinflusst werden könne - wenn nämlich das
betreffende Signal nicht korrekt von Seiten des Players übertragen werden würde
und die im Signal enthaltende Fehlerkorrektur aufgrund des Umfangs des
Bitfehlers nicht mehr greifen könnte.
Trotzdem stellen wir im Testbetrieb fest, dass es
Unterschiede gibt, die sich vor allem in einem transparenteren, luftigeren
Klangbild zeigen. Die Unterschiede sind zugegebenermaßen minimal und fallen
sicherlich bei einem Großteil der Software nicht auf, aber bei einem sehr guten
Lautsprechersystem (muss noch nicht einmal preislich auf Highend-Level sein)
hört man einfach eine noch höhere klangliche Harmonie, herrührend von der
hohen Qualität der verwandten Baugruppen (Stichwort: Selektierte Bauteile) und
dem streng getrennten Aufbau der Audio-/Videoschaltkreise. Auch eine hochwertige
Netzteilsektion tut ihr Übriges, um durch das Ausbleiben von Störungen die
akustische Qualität bei digitaler Signalübertragung weiter zu steigern. Wir
können nur raten, dies selber in eigenen Testreihen mit hochwertigem
AV-Receiver/-Verstärker und entsprechendem Lautsprecher-Equipment zu
überprüfen.
Natürlich haben wir den DV-989AVi-S auch mit einem hochwertigen
5.1 Kabel analog an den TX-NR5000E
angeschlossen und haben uns hier vor allem der Wiedergabe mehrkanaliger
DVD-Audio-Discs und SACDs gewidmet. Die Ergebnisse sprechen für sich, denn der Pioneer entpuppte sich als Meister der
kontrollierten Dynamik. Sein lebendiges, gleichzeitig von großer Souveränität
gekennzeichnetes Klangbild begeistert auch anspruchsvolle Musikliebhaber.
Bereits der DV-868AVi konnte sich als
Dynamiker profilieren, aber der 989 distanziert ihn hörbar, wenn es um eine
feine räumliche Ausbreitung des Klangs geht. Die Detaillierung akustischer
Einzelheiten gelingt dem DV-989AVi-S ebenfalls besser. Sehr gut klang der
Pioneer auch, als wir einige inzwischen rar gewordene Stücke im
DVD-Audio-Format 2-Kanal 192 kHz/24-Bit anhörten.
Als Lautsprecher haben wir für diese Testreihen die sehr brillant aufspielende Quadral Aurum 970
verwendet, die im Zusammenspiel mit dem 989 ein vielschichtiges, realistisches
akustisches Gesamterlebnis vermitteln konnte. Übrigens: Auch bei der Wiedergabe
normaler CDs konnte dieses "Team" begeistern: Der dynamische, aber nie
zu aggressive Klang, der angenehme, sauber detaillierte Mitteltonbereich, der
straffe, nachdrückliche Bass und die lebendige, frische Hochtonwiedergabe sorgt
für einen gleichermaßen tiefgehenden wie kompletten Klangeindruck.
Bei Incognitos "Deep Waters" (Technics DVD-A Edition
1, Jazz Festival Hamburg 1999) konnte sich der Pioneer herausragend in Szene
setzen. Besonders überzeugte uns das gebotene Charisma. Die Auslegung ist
gänzlich anders als beim Denon DVD-3910 -
der Denon ist seriöser, detailverliebter, er arbeitet extrem sorgfältig. Der
989 übernimmt dafür die Rolle des "Spaßmachers". Nicht ganz so
detailreich, dafür sehr frisch, dynamisch, nach vorn strebend. Wem welcher
Player besser gefällt, ist reine Geschmackssache. Auch wenn es mancher lieber
anders lesen würden: Nicht immer gibt es "besser" oder
"schlechter", sondern "anders". Im Mittelpunkt stehen die
unterschiedlichen Prioritäten des Anwenders, und auch dessen Hörgewohnheiten.
Vertus "North Africa" hörten wir ebenfalls auf dem DV-989AVi-S an,
der mit seinem straffen, kräftigen, aber nie überbetonten Bass punkten konnte.
Die Basswiedergabe des Pioneers ist, wie wir auch anhand anderer Beispiele
überprüften, überdurchschnittlich gut. Staffelung, Dosierung und Volumen
gehen eine harmonisch Verbindung miteinander ein. Gerade bei diesem Stück von
Vertu merkt man gut, wie passend und wie überdurchschnittlich integrativ die
Basswiedergabe des Pioneer ist.
Das kann selbst der Denon DVD-3910
nicht ganz so gut, dessen Bass wirkt etwas weniger tief gehend. Dafür stellt
der 3910 den Hochtonbereich noch eine Idee plastischer dar. Der DV-868AVi
hat im direkten Hörvergleich wenig Chancen gegen seinen Nachfolger, er agiert
zwar auch dynamisch, aber nicht so souverän und mit so viel Frische und
gekonnter räumlicher Verteilung wie der 989. Extrem nahe an diese weitaus
teureren Player kommt nach kurzen Hörtestreihen der Yamaha DVD-S2500
heran, der nach wie vor jeden Cent seines Kaufpreises Wert ist. Wer allerdings
sehr genau hineinhört, findet beim Klangbild des Yamaha weniger Struktur und
weniger feine Zwischentöne, die besonders der Denon brillant betont. Diese
Lebendigkeit und mitreißende Dynamik des DV-989AVi-S bietet der Yamaha DVD-S2500
auch nicht ganz auf - aber wir erinnern uns: Mit einer UVP von ca. 800 € ist
er weitaus preiswerter und hält seinerseits den
Denon DVD-2910 akustisch in Schach. Das schwungvolle Stück "All the
Things You are" von Pat Metheny lässt wiederum das Dynamikvermögen des
Pioneer aufblitzen. Er sorgt für nachdrücklichen Schwung, dabei ist der DV-989
aber stets darauf bedacht, die Klangbalance Front-/Surround sehr ausgewogen zu
gestalten - so kann man beim Hören zum einen richtig gut entspannen, zum
anderen jedoch kommt keine Langeweile auf.
Dass es auch mit Celine Dion richtig vorangeht, unterstreicht
der Pioneer bei "That's the Way it is" auf der SACD-"Ultimate
Collection" von Sony. Hier erzeugt der 1.299 €-Universalplayer einen
klaren, vielschichtigen Raumeindruck, der nie übertrieben wirkt, sondern die
Surroundkanäle sehr treffend für den Aufbau einer tief gehenden, weitläufigen
Klangkulisse nutzt. Die Stimmwiedergabe ist präzise und auch bei hohen Pegeln
frei von schrillen Einflüssen. Beeindruckend, wie locker und souverän der
Player wirkt, nie erscheint das Klangbild angestrengt oder flach.
Nun stellt sich die Frage, ob sich der Pioneer beim Betrieb als
CD-Player-Ersatz sich mittels der internen Nachbearbeitungsmöglichkeiten zu
Spitzen-Leistungen aufschwingen kann. Wir machten die Probe aufs Exempel und
legten unsere 007-CD "The Essential James Bond" ein und überprüften
die Wirkung der Legato PRO-Effekte (bitte beachten: Nur auf linken/rechten
Front-LS wirksam!). Bei "You only life twice" war das Ergebnis
zunächst ernüchternd und wenig überzeugend: Als wir Legato PRO von
"Aus" auf "Standard" änderten, erhöhte sich keinesfalls,
wie in der Bedienungsanleitung geschrieben, die "klangliche Präsenz",
im Gegenteil: Das Klangbild wirkte ein wenig flach und zu zurückhaltend. Echte
Faszination wollte sich keine einstellen. Als wir wieder die Einstellung
"Aus" wählten, klang der 989 frischer und freier.
Auch bei der Betriebsart 1 "hell und lebhaft" hielt
sich unsere Begeisterung in Grenzen - hier war kein Effekt im Vergleich zur
normalen Einstellung "Aus" herauszuhören. Nun allerdings folgte die
Überraschung: Wir wählten den Modus 2, entsprechend "weich und
weiträumig", und nachdem wir das Stück zum 2. Mal gehört haben, konnten
wir die Eindrücke genau darlegen: Sanfte, schön modellierte Übergänge, viel
räumliche Weite im Klangbild - nun stellte sich wahre Begeisterung ein,
die sich noch steigerte, als wir in diesem Modus die sehr emotionale
instrumentale Darstellung von "A View to a Kill" anhörten: Exzellente
Übergänge, homogenes, in sich schlüssiges Klangbild - genau so stellen wir
uns einen herausragenden CD-Player-Ersatz vor. Bei diesen Stücken von der
Bond-Disc schlägt der Pioneer alle Konkurrenten - auch der Denon DVD-3910
kommt hier nicht mit, dieses absolut passende, feinfühlige Klangbild mit der
feinen, sauberen räumlichen Verteilung kann er auch dann nicht bieten, wenn man
das Denon AL 24 Processing aktiviert hat. In der normalen Betriebsart -
Werkseinstellung gegen Werkseinstellung - packt der Denon hingegen den Pioneer
knapp: Er klingt nochmals präziser und offeriert mehr Detailreichtum. Hier
reicht es für den 989 also nur zum 2. Platz.
Dass der 989 insgesamt aber doch neue Maßstäbe setzen kann,
verdankt der der Legato PRO-Schaltung, die in weiteren Testreihen nun auch im
Modus 1 "hell und lebhaft" gefallen konnte: Bei "Dancing with
Tears in my Eyes" von Ultravox legte der Pioneer mit so viel Schwung und
Lebendigkeit los, dass man nur erstaunt sein konnte. Wieder überhaupt nichts
brachte hingegen die "Standard"-Betriebsart, hier war von verstärkter
Präsenz nichts herauszuhören. Die "lebhafte" Betriebsart war dafür
bei "I don't wanna be a Hero" von Johnny hates Jazz sowie bei "In
Private" von Dusty Springfield wieder voll in ihrem Element - so dynamisch,
wie der Pioneer agierte, möchte man sich gleich zusammen mit der Partnerin zum
Disco-Fox im heimischen Wohnzimmer aufschwingen. Die Stimmwiedergabe war sehr
mitreißend, die Trennung Stimmen/Instrumente ausgezeichnet. Die gesamte
Wiedergabecharakteristik war von Mühelosigkeit geprägt.
Insgesamt ist es also falsch, die Legato PRO Betriebsarten als
"Voodoo-Adventure" abzutun. Natürlich, mit irgendeinem 300 € Sub/Sat-System
sind keinerlei Unterschiede auszumachen, und selbst mit einem Boxensystem für
insgesamt 1.000 € ist es nicht möglich. Aber mit unseren beiden jeweils 1.250
€ kostenden Aurum 970
- auch keine Unsummen - kann man sehr gut die verschiedenen Profile
heraushören. Auch die pro Stück 965 € kostende Nubert nuWave
125 kann für solche Aktionen verwendet werden. Nichts zu hören war beim
Jamo D4 - hier klang alles identisch, obwohl die Jamos eigentlich vom
Frequenzbereich weit hinaufreichen. Aber hier zu sagen, man könnte Differenzen
ausmachen, wäre Selbstbetrug. Es müssen jedoch keine Standboxen sein - sehr
edle "Groß-Satelliten" wie die des Teufel Theater 8
sind auch sehr gut geeignet, die Pioneer-Betriebsmodi differenziert
darzustellen. Hochinteressant war, dass bei keiner Box und keiner Software der
"Standard"-Modus etwas brachte, im Gegenteil. Die Modi 1 bis 3 jedoch
konnten, abhängig von Software und Geschmack des Anwenders, die von Pioneer
beschriebenen Effekte tatsächlich umsetzen. Natürlich gibt es CDs, bei denen
der Effekt gegen Null tendiert, wenn die Legato PRO Modi jedoch greifen,
offeriert der 989 ein exzellentes Klangbild. Wir haben herausgefunden, dass bei
Stücken mit großen Dynamiksprüngen und/oder vielfältiger Instrumentierung
die Betriebsarten 1 und 2 besonders gut funktionieren.
Der interne Decoder ist ebenfalls zu exzellenten Leistungen
befähigt. Um diesen akustisch unter die Lupe zu nehmen, haben wir uns die
Jean-Michel Jarre-DVD "Jarre in China" ausgewählt. Die Stücke "Equinoxe
4" und "Journey to Beijing" sind sehr gut dazu geeignet, das
Können des Pioneer zu dokumentieren. Gerade das schwungvolle "Equinoxe
4" zeigt erneut auf, dass der Pioneer sich solchen Stücken mit viel
Lebendigkeit und Esprit widmet. Er arbeitet in die Surround-Klangkulisse mit
spielerischer Leichtigkeit alle Effektkombinationen ein, und genau dies macht
den Reiz des 989ers aus: Es scheint keine Hürden zu geben, alles läuft wie von
selbst. Jeder Anflug von Schwermütigkeit oder angestrengter Suche nach dem
richtigen musikalischen Weg fehlen hier erfreulicherweise. Man hat beinahe den
Eindruck, zu spüren, welchen Spaß dem Pioneer die Aufbereitung der Stücke von
Jarre macht. Auch, wenn man Film-DVDs einlegt, profiliert sich der DV-989: Bei
"Star Wars Episode III" stellt der Player die Raumschlacht oberhalb
von Coruscant gleich zu Beginn so nachdrücklich dar, dass er getrost auf dem
Level guter Mittelklasse-AV-Receiver liegt. Keine Spur von laschem Bass oder
fehlender räumlicher Wirkung - der Pioneer punktet auch bei der Bewertung
seines internen Decoders mit der sehr guten, dichten räumlichen
Wiedergabe.
Bewertung SACD/DVD-Audio-Wiedergabe         
Bemerkung: Mit seiner räumlich weitläufigen, dynamischen und
exakt ausbalancierten Klangcharakteristik brilliert der DV-989AVi-S. Der Lohn:
Exzellente neun Sterne!
Bewertung interner Dolby Digital/DTS-Decoder         
Bemerkung: Der Decoder agiert ohne Abstriche gekonnt. Dafür
vergeben wir 9,5 Sterne!
Bewertung Klang CD analog          
Greifen die Legato PRO Modi, ist kein Kraut gegen den
DV-989AVi-S gewachsen. Souverän steht der Univeralplayer dann an der
Klassenspitze. Geht es um den Sound in Werkseinstellung, also ohne "Helferlein",
heißt der Meister der 1.300 € Liga nach wie vor Denon DVD-3910
.
Bewertung Digitalton          
Bemerkung: Transparent, feinfühlig und räumlich auf
Referenzlevel. Der Lohn: Neun Sterne.
Fazit

Der Pioneer DV-989AVi-S kann bislang praktisch restlos
begeistern
Der Pioneer DV-989AVi-S brilliert mit vielen Tugenden: Sein Bild
ist über Komponente und HDMI von exzellenter Güte, die enorme Bildschärfe und
der hochwirksame Video-EQ sind beispielhaft. Die Leistungsfähigkeit des DV-989,
verbunden mit dem fairen Kaufpreis, empfiehlt den Player für visuelle Gourmets,
die kein Vermögen investieren und trotzdem einen DVD-Player der Spitzenklasse
erwerben möchten. Nur die arg einfache Gammakorrektur
ist hier nicht auf dem sonstigen überragenden Niveau - dafür aber punktet der
DV-989AVi-S mit der doppelten Möglichkeit zur Schärferegelung (mittlerer/hoher
Bildfrequenzbereich). Akustisch zeigt sich der
989 ebenfalls praktisch nur von der Sonnenseite: Im DVD-A- und SACD-Betrieb stechen die
ausgezeichnete räumliche Klangverteilung und die erstklassige Dynamik besonders
heraus. Der interne DD/DTS-Decoder leistet sich überhaupt keine Durchhänger,
sondern konkurriert problemlos mit Top-AV-Receivern der Mittelklasse. Der
straffe, nachdrückliche Bass und die hohe Präzision bei der Effektwiedergabe
sind hervorzuheben. Als CD-Player-Ersatz punktet der DV-989AVi-S dann im
Besonderen, wenn seine Legato PRO-Modi greifen, dann lässt er der Konkurrenz
keine Chance. Mit dem sehr klaren Digitalklang beendet der Universalplayer sein
Feuerwerk in der Tonwertung mit einer weiteren erstklassigen Leistung. Das
Laufwerk begeistert mit einer praktisch perfekten Fehlerkorrektur, büßt aber
durch den sichtbaren Layerwechsel Punkte ein. Wiederum als Pro-Punkt können wir
das leise Laufgeräusch auch während des Einlesevorgangs werten. Die nur
ausreichende Leistung in der Multimedia-Wertung zeigt, dass Pioneer einen
Referenz-Player nicht als "Allesfresser" für sämtliche Disc-Typen
sieht. Wir können das nachvollziehen und somit hält sich der Punktverlust in
engen Grenzen - schließlich soll ein solches Produkt hochwertige DVDs, SACDs,
DVD-As und CDs wiedergeben, was dem 989 auch erstklassig gelingt. Das
Bedienkonzept überzeugt mit optisch gelungenen Menüs, auch die Bedienung am
Player selber ist einfach. Die Fernbedienung birgt Potential für Verbesserung,
hier stören die etwas behäbigen Reaktionen und das Shuttle-Rad aus billigem
Hartplastik. Die Verarbeitungsqualität des Hauptgerätes ist sehr gut, die
Frontplatte bestach bei unserem Sample mit ihrer makellosen Passung, Details wie
die hochwertigen Standfüße, die teilweise verwendeten Kupferschrauben oder die
sorgfältige Verarbeitung der Rückseite für Freude beim Betrachter.
Kritikpunkte hier sind die einfache Lagerung der Laufwerkslade und das
ordentliche, aber eben nicht übertrieben brillante Display.
Abschied nach Maß: Der DV-989AVi-S als Pioneers
letzter herkömmlicher DVD-Spieler ist einer der besten Universalplayer auf dem
gesamten Markt

DVD-Player Oberklasse
Test: 28. Februar 2006
Preis-/Leistungsverhältnis          
+ Extrem scharfes, detailreiches und farbechtes Bild
+ Sowohl über Digital-HDMI als auch über Analog-Komponente Bild auf
Referenzniveau
+ Hervorragender Video-Equalizer
+ Dynamische, frische DVD-Audio- und SACD-Wiedergabe
+ Erstklassiger interner Decoder
+ Glasklarer Digitalton
+ Gerade bei Verwendung der Legato PRO Betriebsarten exzellenter
CD-Player-Ersatz
+ Elegante Optik und ausgezeichnete Verarbeitung von Außen
+ Sorgfältiger innerer Aufbau mit hochwertigem Netzteil
+ Exzellente Fehlerkorrektur und leises Betriebsgeräusch des Laufwerks
- Schwächen in der Multimedia-Wertung
- Sichtbarer Layerwechsel
- Zu einfache Laufwerkslade
- Fernbedienung birgt Verbesserungspotential
24. Februar 2006
Test: Carsten Rampacher Alle Daten
-
Hauptmerkmale DV-989AVi-S
HDMI-Schnittstelle; Ver. 1.1
-
i.LINK-Schnittstelle;
S400
-
108 MHz/14-Bit Video D/A-Wandler mit VQE9-Technologie
-
Two-Dimensional Resolution Expander Video Scaler
-
VQE9 Video Quality Enhancer
-
Weiterentwickeltes dreilagiges Chassis
-
vielfältige Video-Einstellungsmöglichkeiten
-
Technische Merkmale DV-989AVi-S
Abspielbare Discformate DVD/SVCD/VCD/CD/CD-R/CD-RW/DVD-R/DVD-RW/DVD-AUDIO/SACD/SACD MULTICHANNEL
Wiedergabe von im VR-Modus aufgezeichneten DVD-RW (CPRM)
Wiedergabe von im Video-Modus aufgezeichneten DVD-R/DVD-RW
MP3
Duales System (PAL/NTSC) (Videoausgang)
-
Audiomerkmale DV-989AVi-S
Wiedergabe von DVD-Audio
Integrierter SACD-Dekoder
192 kHz/24 Bit-D/A-Wandler
Integrierter Dolby Digital Dekoder (5.1-Kanal)
Integrierter DTS-Dekoder
Integrierter MPEG-Dekoder
SACD-Mehrkanaldecoder
Legato-Link-Wandlung PRO
Komprimierung des Dynamikumfangs (schaltbar bei Dolby Digital)
Bass Management
Verzögerungsanpassung
SACD-Formatumschaltung;
Stereo/Mehrkanal
-
Videomerkmale DV-989AVi-S
PureCinema Progressive Scan: PAL/NTSC
Digitale Videoverarbeitung mit vollen 10-Bit
Super Fine Focus Digital Filter (540 Zeilen)
DNR PRO (VQE9 10-bit)
Video-D/A-Wandler 108MHz/14-Bit
-
Bedienungsmerkmale DV-989AVi-S
Weiterspielfunktion (Resume)
Wiederholbetriebsarten
(alle, Titel/Kapitel, A-B)
Programmierte Wiedergabe
Standbild-/Einzelbild-Wiedergabe (vorwärts/rückwärts, nur DVD Video)
Zeitlupe (nur DVD Video)
Zufallswiedergabe
Direktsuche und -wiedergabe mit 10-er Tastatur (Kapitel/Titel)
Titel-/Zeitsuchlauf
manuelle Seitensuche (DVD Audio)
Fernbedienung Jog & Joystick, mit Beleuchtung
-
Anschlüsse DV-989AVi-S
SCART 1 (Ein/Aus), 1 (Aus)
RGB-Videoausgang (auf SCART)
HDMI-Schnittstelle 1; Ver.1.1
i.LINK-Schnittstelle (IEEE1394)
Komponenten-Video (Y'Pb'Pr') 1
S-Videoausgang 2
Composite-Videoausgang 2
5.1-Kanal-Audioausgang 1
Audioausgang 1
Koaxialer Digitalausgang 1
Optischer Digitalausgang 1
Kontrollanschlüsse DV-989AVi-S
Pioneer SR-Anschluss ja (Ein/Aus)
-
Videomerkmale DV-989AVi-S
Horizontale Auflösung (Zeilen) (DVD) über 500
-
Digitale Audiomerkmale DV-989AVi-S
Klirrfaktor 0,0009 %
Frequenzgang 48 kHz 4 – 22.000 Hz
Frequenzgang 96 kHz 4 – 44.000 Hz
Frequenzgang 192 kHz 4 – 88.000 Hz
Signal/Rausch-Abstand 118 dB
Dynamikumfang 108 dB
-
Sonstige Daten DV-989AVi-S
Stromversorgung 220 – 240 V/ 50/60 Hz
Stromaufnahme max. 20 Watt
Abmessungen (B x H x T) 420 x 119 x 337,5 mm
Gewicht 9,0 kg
-
Unverbindl. Preisempfehlung (Euro) 1299,00
Test: Carsten Rampacher
28. Februar 2006
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