XXL-TEST: Pioneer DV-989AVi-S - Pioneers "Abschiedsgeschenk"
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28.02.2006 (cr)
Einführung
Pioneer sagt der DVD-Ära mit einem Paukenschlag "auf
Wiedersehen": Bevor man auf BluRay-Player umrüstet, haben die japanischen
Entwickler noch einmal Vollgas gegeben und den DV-989AVi-S geschaffen, den
Pioneer als Hommage und als Abschiedsgeschenk an die bislang verwendete und
bestens bekannte Standard-DVD-Technik sieht. Dieser Universal-DVD-Spieler ist
mit einem Preis von 1.299 € noch nicht einmal übermäßig teuer - trotzdem
signalisiert bereits die elegante Anti-Slimline-Optik, dass hier eine massive
Verarbeitung und aufwändige Technik geboten werden. Selbstverständlich
offeriert Pioneer ein HDMI 1.1 Terminal (auch für DVD-Audio sowie DD/DTS-Bitstream
geeignet) und i.link-Interfaces. Mit Pioneers hauseigenem Video Quality Enhancer,
Version 9, einem sehr umfangreichen Video EQ sowie Bassmanagement und Time
Alignment für DVD-Audio und SACD ist der DV-989 absolut zeitgemäß
ausgerüstet. Wir sind gespannt - gibt es hier Highend-Quality zum
Discountpreis? Lesen Sie nun unseren ausführlichen XXL-Test.
Die Aufteilung unseres Testberichtes:
Verarbeitung
Die Verarbeitung des DV-989AVi-S hinterlässt einen
außerordentlich guten Eindruck. Wie sorgfältig dieser Player in Bezug auf sein
Finish konzipiert ist, verdeutlichen viele verschiedene Beispiele:

Hervorragende Verarbeitungsqualität auch unter dem
Geräteboden. Hervorzuheben sind auch die hochwertigen Kupferschrauben

Auch auf diesem Bild erkennt man gut, dass Pioneer mit teurem
Material nicht gespart hat. Alles wirkt sehr solide und langlebig, auch in
Ecken, wo niemand sofort hinschaut

Die Gehäuse-Rückseite fällt ebenfalls nicht ab in Bezug auf
die Detailqualität. Auch hier wird ein sehr hoher Standard geboten.

Aus dem Vollen geschöpft: Wahre Qualität zeigt sich im
Verborgenen. Hier haben wir den Gehäusedeckel geöffnet, um die
Gehäusequalität der Frontwand von Innen zu begutachten - der DV-989
demonstriert auch hier seine Stärke, gut zu erkennen das aufwändige Chassis
und die Materialdicke der Frontplatte

Auf diesem Bild sind die einzigen beiden kleinen Schwachpunkte
des Pioneer vereint zu sehen: Das Display ist o.k., aber nichts besonderes, und
die Laufwerkslade bietet nur eine durchschnittliche Qualität

Die Londoner Air Studios halfen bei der Abstimmung des
DV-989AVi-S - die Aufnahme- und Wiedergabeexperten waren bestimmt auch von der
edlen Optik des Pioneer-Spitzenmodells sehr angetan

Die Passung der Frontplatte ist exzellent. Überall sind die
Spaltmaße identisch, alles liegt dicht auf

Gut zu sehen auch auf diesem Bild - die Alu-Front ist sehr
sauber eingepasst

Die Gerätestandfüße sind aufwändig ausgeführt und können
effektiv Vibrationen eliminieren. In silberner Ausführung gehalten, sehen sie
sehr edel aus

Sehr appetitlich: Kaltgeräte-Netzkabelanschluss, eingefügt
mit 2 Kupferschrauben
Insgesamt überzeugt der DV-989AVi-S bei der Bewertung der
Verarbeitungsqualität. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger
DV-868AVi wirkt der 989 viel imposanter und solider, das Gehäuse
hinterlässt einen deutlich gediegeneren Eindruck, so dass das Niveau des
exzellent verarbeiteten, jedoch massiger und weniger elegant auftretenden Denon DVD-3910
erreicht wird.
Bewertung          
Technik/Aufbau
Der DV-989AVi-S überzeugt auch in Bezug auf seinen technischen
Aufbau. Wir hätten uns nur noch eine Kammerkonstruktion im Inneren gewünscht,
so dass z.B. das Netzteil in einer eigenen Kammer, bestens getrennt von den
anderen Baugruppen, hätte seiner Arbeit nachgehen können. Zu bemerken ist,
dass Pioneer einen eigenen Masterchip einsetzt, der sich um die
Videoaufbereitung kümmert: Video Quality Enhancer (VQE) 9 erledigt u.a. auch das De-Interlacing. Zu
sehen ist der Chip kaum auf den Bildern, weil er im übereinanderliegenden
Platinenlayout in der 2. Ebene arbeitet. Wer das Videosignal analog ausgibt,
kann sich über die qualitativ hochwertige Arbeit eines 108 MHz-/14-Bit Video-D/A-Wandlers
freuen. Dass die Ergebnisse stimmen, beweisen die Bildtestreihen, der DV-989
bietet über Komponente-Progressiv eine Bildqualität, die der 576p HDMI 1.1
Bildsignalausgabe kaum nachsteht. Wie sauber der Pioneer aufgebaut ist, beweisen
auch Details: So sind Farb-, Helligkeits- und Kontrastwerte bei Komponenten- und
HDMI-Ausgabe exakt gleich. Das ist keine Selbstverständlichkeit, auch Pioneer
hatte es bei der letzten Generation nicht so gut drauf: So war das Bild beim Pioneer DV-668AV
über Komponente etwas zu blass, während mittels HDMI die Farben ein wenig zu
kräftig wirkten. Audioseitig setzt Pioneer auf 192 kHz/24-Bit-Bauteile von Burr
Brown.

Der Pioneer DV-989AVi-S von Innen

Hier die Audioplatine, auf der die D(A-Wandlung mittels der
Burr Brown-192 kHz/24-Bit-Konverter durchgeführt wird

Hier sieht man gut den "zweigeschossigen"
Platinenaufbau des 989ers

Hier unten arbeiten der DSD/SACD-Chip sowie der Chip für die
VQE9 (Pioneer-Entwicklung)

Hochwertige Komponenten kommen bei der Netzteilsektion zum
Einsatz

Laufwerk mit guter Schirmung, links und rechts sind auch
noch zusätzliche Bleche angebracht
Auch hier kann der Pioneer DV-989AVi-S viele Punkte sammeln. Hochwertige
Baugruppen und ein sauberes Layout sorgen für sehr gute Voraussetzungen, um
eine tadellose Bild- und Tongüte sicherzustellen. Allerdings trifft der
989 auf harte Konkurrenz in Form des Denon DVD-3910,
der im Geräteinneren mit einem überragenden Aufbau zu überzeugen weiß.
Hier ein Bild des Denon DVD-3910 "inside". Dieser gefällt uns
nach wie vor in der Liga um 1.300 € am besten von Innen, weil Denon konsequent
eine Bauweise mit verschiedenen Kammern vorgesehen hat. Das bringt den Vorteil
mit sich, dass es praktisch keine Beeinflussungen der einzelnen Baugruppen gibt
- vorbildlich und nochmals besser als beim Pioneer DV-989AVi-S. Der Denon
überrundet den Pioneer auch in Bezug auf die verwendeten Baugruppen, denn er
trumpft gleich mit zwei Video-D/A-Konvertern auf, soll das Signal analog
ausgegeben werden. Einer der 216 MHz/12-Bit-Bauteile kümmert sich um die
Progressive- und der andere um die Interlaced-Signalausgabe. Der Pioneer
DV-989AVi-S kontert mit einem noch aufwändiger gemachten Netzteil.
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