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XXL-TEST: Pioneer DV-490V und DV-393 (3/4)

Die Vorbereitungen für die Testreihen laufen auf vollen Touren

Testequipment:

Bild

Merkmal

Geräte: Pioneer DV-490V/DV-393

Bildschärfe und Detailtreue

Beide Pioneer-Player können in Bezug auf die Bildschärfe punkten. Bereits über Analog-Komponente ist ein scharfes, klares Bild die angenehme Folge. Bei "Star Wars Episode III" konnte die Raumschlacht über Coruscant auf ansprechendem Level wiedergegeben werden - allerdings darf man nicht außer Acht lassen, dass beide für uns für die Bildtests verwendeten Bildwiedergabegeräte von Toshiba und Pioneer noch weitaus mehr können, als die beiden Pioneers zu liefern imstande sind. Dies ist in Anbetracht der günstigen Kaufpreise aber auch weder schlimm noch verwunderlich, auch bei viel teureren Modellen gibt es noch sichtbare Unterschiede, die die ausgezeichneten Flatscreens auch dokumentieren können: Ein deutlich sichtbarer Sprung in Bezug auf die Detaileinarbeitung tritt ein, wenn wir den Denon DVD-2910 heranziehen, er stellt gerade Einzelheiten an den Raumschiffen sehr viel klarer und deutlicher dar. Der Marantz DV-9600 macht dann fast vergessen, wie gut für sich betrachtet der DVD-2910 agiert, denn er bietet ein nochmals sichtbar plastischeres Bild. Beinahe perfekt schließlich dann tritt der Onkyo DV-SP1000 auf, mit dem beide Panels dann auch ausgereizt sind. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Es geht nie darum, die beiden preisgünstigen Pioneers schlecht zu machen, vielmehr muss angemerkt werden, dass - wie sich auch bei "Gladiator" und bei "Sahara" nachvollziehen lässt, fürs Geld außergewöhnlich viel geboten wird. Vor allem bieten beide Player einen guten Kompromiss aus Homogenität und Schärfe - das Bild wirkt also nie unangenehm überscharf, aber auch nie unpassend verwaschen. Nochmals geringfügig steigt die Detailtreue - weniger die Gesamtbildschärfe, sie ist nahezu identisch - an, wenn man den DV-490V mittels HDMI anschließt (bei nativer PAL-Auflösung). Gesamtnote: gut  - sehr gut (DV-393), sehr gut (DV-490V) 

Kontrast

Was den Kontrast angeht, sammeln die Pioneer-Player wiederum fleißig Punkte. So sind in der Anfangssequenz von "Gladiator" auch Einzelheiten in der Dunkelheit gut auszumachen, beim 2. Teil der "Mumie" wird das unterirdische Gewölbe zu Beginn prima wiedergegeben. Die beiden Player neigen auch nicht zu disharmonischen Überstrahlungseffekten, sondern geben kontrastierende Bildteile stimmig wieder. Gesamtnote: Sehr gut

Farbwiedergabe

Für so günstige DVD-Spieler kann die Farbwiedergabe rundherum überzeugen. Von oberflächlich-flauer oder aber bonbonartig-überbetonter Farbgebung sind unser Testkandidaten erfreulicherweise weit entfernt. Auch bei schwierigen Sequenzen - z.B. die Wiedergabe der vielfältigen Sand-Farbschattierungen bei der "Mumie! (Teil 1 und 2) sowie bei "Sahara" und Star Wars Ep. VI (als Jabba the Hutt endgültig erledigt wird) sind die visuellen Ergebnisse erfreulich gut. Gerade auch feine Farbeinzelheiten sind tadellose berücksichtigt.  Gesamtnote: Ausgezeichnet. 

Grundparameterabgleich Komponente-analog/HDMI Komponente Digital

Es geht doch  - während gerade bei preiswerten DVD-Spielern Komponente Analog-, RGB Scart- und HDMI -Ausgang deutliche Differenzen bei Farbwiedergabe, Bildhelligkeit und Kontrast zeigen, liefert der DV-490V überhaupt keinen Anlass zur Klage, die Bildausgabe ist nahezu von identischer Farb-/Kontrast- und Helligkeits-Qualität. Auch das bei älteren Pioneer HDMI-Playern auftretende Phänomen, dass das Bild über Komponente farblich weniger intensiv auftrat, ist "Schnee von Gestern": Der DV-490V sichert sich daher vollkommen zu Recht Top-Bewertungen, hier wird wirklich auch im Detail Qualität geboten. Gesamtnote (nur DV-490V!): Ausgezeichnet

De-Interlacing

Wer sagt denn, dass preiswerte DVD-Spieler schlecht de-interlacen? Beide Pioneers treten überzeugend den Gegenbeweis an, denn grobe Umsetzungsfehler sucht man vergeblich. Voll befriedigend werden diagonale Linien dargestellt - gerade in Anbetracht der Tatsache, dass der DV-393 nicht mal 90 und der DV-490V unter 130 € kostet, kann man mit dem Gebotenen voll zufrieden sein. Wie groß die Differenzen in Bezug auf das De-Interlacing dann aber doch in unterschiedlichen Preisklassen ausfallen, möchten wir mit einem "hausinternen Vergleich" belegen: Wenn der PDP-436XDE das De-Interlacing übernimmt, wirkt das Bild klarer, schärfer, Bewegungen laufen flüssiger ab. Selbst der bereits sehr gute De-Interlacer des Denon DVD-2910 beißt sich an Pioneers "Masterpiece"-Plasma die Zähne aus. Nochmals besser de-interlact nur der Onkyo DV-SP1000E, der mit vorbildlicher Bildruhe auftrumpfen kann und seinerseits nicht nur den PDP-436, sondern auch den Marantz DV-9600 klar hinter sich lässt. Für den minimalen finaziellen Einsatz jedoch begeistern beide Pioneers, zumal sie sich auch bei Videomaterial keine großen Blößen geben, außer ab und zu auftretenden leichten Nachzieheffekten waren praktisch keine Mängel ausfindig zu machen. Daher: Gesamtnote gut - sehr gut, sensationell für diese Niedrigpreis-Player!

Upscaling

Erinnern Sie sich noch an die Zeiten, als es begann, DVD-Player mit internen Scalern auszustatten? Nein? Schade eigentlich. Denn exakt das Niveau, dass die damals recht teuren Geräte aufbieten konnten, realisiert durch ein schnelles Voranschreiten bei der Güte elektronischer Baugruppen heute bereits der DV-490V! Mit der ausgezeichneten Skalierung krönt der DV-490V seine famose Leistung und legt sich frech auch mit weitaus teureren Konkurrenten an. Bestechend ist, dass kaum störende, für schlechtes Upscaling typische Rauschmuster auftreten! Natürlich, es geht noch viel mehr, man darf nicht den Fehler machen und mit dem fabelhaften Scaler des Marantz DV-9600 oder dem nahezu genialen Oplus-Bauteil des Onkyo DV-SP1000 vergleichen - aber in günstigeren Preisklassen brilliert der DV-490V, denn selbst, wenn wir die Scalingleistung des Denon DVD-1920 hier vergleichen, liegt der Pioneer nur knapp dahinter! Ein Spitzenergebnis, daher klar: Gesamtnote ausgezeichnet (nur DV-490V)

Video-Equalizer

Es ist lobenswert, dass beide Pioneers einen Video-EQ mitbringen. Dieser ist sogar ganz ordentlich ausgestattet und erbringt einen befriedigenden Nutzen, je nach Ausgangsmaterial kann das Bild wirklich minimal verbessert werden. Gesamtnote: Befriedigend. 

Umgang mit qualitativ schlechtem DVD-Material

Beide Pioneers sind wenig wählerisch und bieten auch bei visuell weniger überzeugenden DVDs ein gutes, homogenes Bild. Gesamtnote: Gut - sehr gut.

Konkurrenzanalyse:

Insgesamt beginnen wir aktuell erst mit den Tests der neuen 2006er DVD-Player in günstigen Preisgefilden. Daher können wir bislang nur eine Vorab-Einschätzung und einen Vergleich mit etwas älteren Modellen anbieten  - und beides endet sehr gut für die Pioneer-Player: Im Vergleich zum Pioneer DV-380 kann der DV-393 nun mit noch etwas neutralerer Farbwiedergabe und einem satteren, sehr rauscharmen Bild punkten. Der Denon DVD-1720, mit einem Listenpreis von knapp 170 € auch teurer, bietet ein besseres Bild via YUV - aber bei der Bildsignalausgabe über HDMI (beim Denon nicht möglich, rein analoges Gerät in Bezug auf die Videosignalausgabe) trumpft der DV-490V groß auf und kann, trotz des günstigeren Preises, sogar noch ein minimal homogeneres und saubereres Bild abliefern - sehr lobenswert. Der Yamaha DVD-S557, der ebenso wie sein Nachfolger DVD-S559 Videosignale rein analog ausgibt, muss sich ebenfalls dem DV-490V geschlagen geben. Der Toshiba SD-350 (ebenfalls mit HDMI-Interface und Scaler) kann zwar bei der Bildschärfe gut mithalten, der DV-490V aber verarbeitet Videomaterial besser (Ruckelbewegungen beim SD-350) und hat noch weniger Rauschen im Bild. Hier sind wir auf den neuen SD-360 gespannt, der sicherlich ein harter Konkurrent für den DV-490V wird. Auch werden wir Einstiegsplayer von Panasonic und Sony in unsere Testräume holen, die nach ersten kurzen Eindrücken sich aber mächtig anstrengen müssen, um gegen den DV-490V bestehen zu können. 

Fazit

Respekt, Pioneer: Der DV-490V liefert eine reife Leistung ab. Noch nie haben wir einen so preiswerten DVD-Spieler mit einem so gepflegten, klaren und angenehmen Bild bei uns im Test gehabt. Mit seinen Talenten spielt er sehr gut mit LCD-Displays und Plasmabildschirmen der Mittelklasse und oberen Mittelklasse bis ca. 2.000 € zusammen. Überzeugen konnte auch der interne Scaler. Der DV-393 ist eine bildstarke Alternative zu extrem niedrigpreisigen No-Name-Playern, dass er keinen HDMI-Ausgang mitbringt (den verschiedene Player auch unterhalb der 100 € mitbringen), ist in Anbetracht der sehr guten analogen Bildqualität nicht weiter tragisch - nur muss sich der Anwender darüber klar sein, dass ein etwaiges Upscaling dann von seinem Flatscreen durchgeführt werden muss, und hier sollte man vor dem Kauf sicherstellen, dass der Flatscreen-interne Scaler entsprechend gut arbeitet. Gesamtnoten: DV-490V ausgezeichnet, DV-393 sehr gut - ausgezeichnet

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