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XXL-TEST: Kann sich Onkyos DV-SP503E im Praxisbetrieb bewähren? (2/4)
Ausstattung

Das Übliche: Nichts besonderes findet sich im Menü "Systemeinstellungen"

Im Menü muss umgeschaltet werden, je nach dem, ob 2-Kanal analoge Audiosignalausgabe oder 5.1-kanalige analoge Audiosignalausgabe gewünscht wird

Hier die Video-Systemeinstellungen, auch hier finden sich keine Besonderheiten. 

Das Optionsmenü des DV-SP503E

Über das grafische Benutzermenü kann auch der Wiedergabe-Modus eingestellt werden

Die Ausstattung ist ordentlich, aber nicht überdurchschnittlich reichhaltig. Zu loben ist, dass für den DVD-A- und den SACD-Betrieb ein Bassmanagement mit an Bord ist. Für DVD-Audio gibt es sogar eine Laufzeitkorrektur. Für SACD ist diese nur eingeschränkt verfügbar (mehr Details dazu in der Klangwertung). Das Lautsprechersetup ist relativ einfach gehalten und ohne Pegelabgleich. Dies sollte bei einem 400 €-Player eigentlich nicht sein. Ein zusätzlicher Testtongenerator wäre hier wünschenswert. Der DV-SP503E verfügt über einen kleinen Video-EQ, der in der Bildwertung näher beschrieben wird. Eine wahlweise 2 x oder 4 x schaltbare Zoom-Funktion ist ebenfalls Bestandteil der Ausstattung des Universalplayers, der auch einen Dolby Digital- und DTS-Decoder mitbringt. 

Bewertung

Bemerkung: Die Ausstattung umfasst alles Wesentliche, zusätzlich hinzu kommen Video-EQ und Bassmanagement/Laufzeitkorrektur für DVD-A und SACD. 

Multimedia und Laufwerk

Was die multimedialen Qualitäten angeht, liefert der Onkyo saubere Arbeit. Sein klarer, kräftiger MP3-Sound ist zu loben, wenn die MP3-Disc in einem ordentlichen Zustand ist, kommt es auch nicht zu Aussetzern. Wer allerdings Medien mit stärkeren Gebrauchsspuren einlegt, muss sich auf deutlich hörbare Aussetzer gefasst machen. Erfreulich ist, dass auch DVD-Rs mit MP3-Dateien eingelesen werden. Auch für kombinierte Discs, auf denen neben MP3-Dateien auch Bilder im jpeg-Format gespeichert sind, nimmt der DV-SP503E entgegen. Der Player stellt die Bilder mit raschem Bildaufbau dar und spielt dazu die MP3-Musik. Die Bildwiedergabe ist im Detail verbesserungswürdig: Die Bilder wirken leicht rotstichig. Die Bildschärfe ist befriedigend. 

  • CR-Rs: Problemlos nimmt der DV-SP503E unterschiedliche Arten von Rohlingen entgegen.

  • MP3-CD Multisession: Auch Multisession-CD-Rs mit MP3-Dateien spielt der Onkyo ab, die Einlesezeit ist hier relativ lang. Die MP3-Menüs sind übersichtlich, wir vermissen aber eine Darstellungsmöglichkeit für ID3-Tags.

  • MP3/jpeg-Kombination auf CD-R: Sehr gut - zur Diashow spielen die MP3-Musikdateien als Untermalung. Rascher jpeg-Bildaufbau selbst bei großen Dateien, wie beim Vorgänger ordentliche, aber nicht überdurchschnittliche jpeg-Bildqualität. Zu starke Hervorhebung von Rot führt zu einem leicht unnatürlichen Bildeindruck. 

  • SVCD: Störungsfreie Wiedergabe

  • DVD-Rs: Ohne Schwierigkeiten und ohne Artefaktebildung spielt der Onkyo Filme, die auf DVD-Rs gebrannt sind, ab.

  • DVD-RW Video- und VR Mode: Beide DVD-RW-Formen werden anstandslos entgegengenommen und wiedergegeben. Bei DVD-RW im VR Mode längere Einlesezeit. 

  • DVD+R: Problemlose Wiedergabe

  • DVD-R mit MP3-Dateien: Problemlose Wiedergabe durch den DV-SP503E.

Schwachpunkt: Das Laufwerk ist zum einen zu laut und weist zum anderen keine überzeugende Fehlerkorrektur auf. Da hilft auch der kaum sichtbare Layerwechsel nicht weiter, zudem sind bei manchen Medien die Einlesezeiten arg lang.

Die Einlesegeschwindigkeit des Laufwerks kann noch verbessert werden. Insbesondere bei Multisession MP3-CDs oder bei im VR Mode erstellten DVD-RWs braucht der DV-SP503E zu lang, bis der Spielbetrieb beginnt. Auch ansonsten ist das Laufwerk kein Quell reiner Freude. Zwar ist der kaum sichtbare (Top Gun Code 2, zw. Kapitel 18 und 19) Layerwechsel ein Vorteil, das entschieden zu laute Laufgeräusch, ganz besonders beim Einlesen und beim Aufrufen der DVD-Menüs, sorgt aber für einen faden Beigeschmack. Ganz klar: In einen 400 €-Player gehört ein deutlich leiseres Laufwerk. Komischerweise schwächelte auch der Denon DVD-1920 in dieser Wertung, sein Laufwerk verkündet alle Arbeitsanstrengungen ebenfalls relativ ungeniert der Außenwelt. Der DVD-1920 glänzte allerdings mit einer erstklassigen Fehlerkorrektur, die der DV-SP503E nicht bieten kann: Bedauerlicherweise scheiterte der Onkyo bei den 30 Tracks unserer Fehlerkorrektur-DVD bereits nach kurzer Zeit. Die Fehler zum Check der Laufwerksfehlerkorrektur sind durch einen größer werden Keil auf unserer Test-DVD (Burosch Professional Test-DVD) simuliert. Bei Track 2 startet es mit 0 mm und endet bei Track 30 mit 4,5 mm (ungefähr 0,16 mm-Schritte). Schon bei Track 8 bekommt der DV-SP503E Probleme, und das Bild bleibt ab und zu stehen. Ab Track 11 bleibt das Bild dann praktisch ständig stehen - die Fehlerkorrektur kommt nicht mehr mit. Daher können wir dem DV-SP503E in Bezug auf die Laufwerksqualitäten kein gutes Zeugnis ausstellen - schade. 

Bewertung Multimedia
Bewertung Laufwerk
Anschlüsse

Konventionelle Anschlussbestückung ohne HDMI-Interface

Zunächst offenbart die Anschlusswertung einen elementaren Mangel des DV-SP503E: Es gibt kein HDMI-Interface. Wer dies auf die Preisklasse zurückführt, liegt daneben, denn selbst für 199 € (Marktpreis um 150 €) bringt der Toshiba SD-350 schon eine HDMI-Schnittstelle und sogar einen internen Scaler, der bis auf 1.080i skaliert, mit. Und der Konkurrent von Denon, der DVD-1920, kommt mit HDMI-Terminal und ist nochmals 50 € günstiger als der Onkyo.  Die Anschlussauswahl selber birgt keine Besonderheiten, es findet sich ein analoger 5.1-Ausgang für den SACD- und DVD-A-Betrieb sowie die Nutzung des internen DD/DTS-Decoders, des weiteren ein eigener 2-Kanal-Stereo-Ausgang, eine Scartbuchse mit RGB, ein Komponentenausgang (hier muss man, da es nur 1 Komponentenausgang gibt, im Menü zwischen Progressive und Interlaced umschalten), ein S-Video-Hosiden-Terminal sowie den inzwischen eigentlich überflüssigen FBAS-Ausgang. 

Bewertung
Bedienung

Tasten etwas klein, aber zentral positioniertes Navigationskreuz: Die Onkyo-typische Fernbedienung

Gut ablesbares Display, Navigationseinheit direkt auf der Gerätefront

Die Bedienstruktur des DV-SP503E wurde gegenüber der des Vorgängers DV-SP502E nicht verändert. Das Graphical User Interface (GUI) zeigt, dass der 503 wie auch der 502 auf Pioneer-Basistechnologie zurückgreift. Das ist alles andere als ein Fehler, denn die Pioneer-Menüs erfordern praktisch keine Eingewöhnungszeit, sofort findet man sich zurecht. 

Die Menüs zeigen auf, dass Pioneer die technische Basis für den DV-SP503E liefert

Gut zu handhabende Bedienelemente auf der Gerätefront

Immer noch suboptimal: Während bei Pioneer die Setup-Einstellungen unter dem Begriff "Home Menu" zusammengefasst sind, befindet sich auf der Onkyo-Fernbedienung nach wie vor eine "Setup"-Taste. Das ist zwar nur eine Kleinigkeit, sollte aber im Sinne einer perfekten Bedienbarkeit abgeändert werden. Ansonsten verliert der Universalplayer in dieser Wertung kaum Punkte. Die Fernbedienung ist sehr übersichtlich, die Tasten sind allerdings in Bezug auf ihre Größe Grenzgänger - noch kleiner dürften sie auf keinen Fall sein. Das Navigationskreuz auf der Fernbedienung ist zentral untergebracht. Das Kapitel springen funktioniert sehr gut, das gerade aktuelle Kapitel wird zudem auf dem Bildwiedergabegerät angezeigt. Weitere Punkte sammelt der Onkyo mit der zweiten Navigationseinheit auf der Gerätefront. So ist es dem Anwender möglich, auch am DV-SP503E selber alle Einstellungen auch aus dem Home/Setup-Menü vorzunehmen. Die weiteren Tasten auf der Gerätefront sind ebenfalls einfach in der Handhabung, besonders die großen Funktionselemente für Play, Pause, Stopp und das Herausfahren der DVD/CD-Lade überzeugen. Das Display des Onkyo ist gut ablesbar und weist einen ordentlichen Kontrast auf. 

Bewertung

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