RSS FORUM KONTAKT IMPRESSUM


 

Alle Teufel-Tests
Toshiba-Tests

 HARDWARE-TESTS

TEST: DVD-Player Onyko DV-SP404E (2/2)
Bedienung

Übersichtliche Menüs geben keine Rätsel auf

Gut ablesbares Display

Die Bedienelemente auf der Fernbedienung sind etwas klein

Die Bedienelemente auf der Frontseite

Die Menüs wurden komplett von Pioneer übernommen - die Fernbedienung jedoch nicht. Da diese ein "Onkyo-Eigengewächs" ist, findet sich auf ihr nur die Taste "Setup", nicht aber die Bezeichnung "Home Menu" wie bei Pioneer bereits seit Generationen das Setup genannt wird. Hier sollte Onkyo zwecks Verständnis-Vereinfachung endlich auch die entsprechende Taste "Home Menu" auf der Fernbedienung einführen. Da wir gerade bei den Kritikpunkten sind: Die Fernbedienung mit ihren zu kleinen Tasten überzeugt nicht und gehört durch ein modernes Exemplar ersetzt. Ansonsten geht die Bedienung leicht von der Hand, das Display ist gut ablesbar. Gesamtnote: Gut - sehr gut.

Bild

Der Onkyo musste sich wiederum in verschiedenen Test-Setups behaupten

Als harter Konkurrent war auch der Denon DVD-1730 vertreten

Der Onkyo DV-SP1000E, der Onkyo TX-SR803E und der Harman Kardon AVR-340 gehörten ebenfalls zum Testequipment

Visuell kann der Onkyo überzeugen. Die neutrale Farbwiedergabe ist sogar besser als beim Denon DVD-1730, der nicht ganz so ausgewogen auftritt. Die Gesamtbildschärfe ist ebenfalls auf beachtlichem Level. Nur schafft es der 200 € kostende Onkyo nicht, sich vom sehr bauähnlichen, mit 129 € aber deutlich günstigeren Pioneer DV-490V abzusetzen. Dieser gefällt ebenfalls mit sehr guter Farbdarstellung und prima Gesamtbildschärfe. Der Kontrast und die Schwarzwiedergabe des Onkyo geben wenig Anlass zur Kritik. Bei "Star Wars Ep. III" und bei "Gladiator" sowie bei "Behind Enemy Lines" holt der 404 erstaunlich viele Details auch aus dunklen Bildbereichen. Das günstige Rauschverhalten ist gleichfalls als Vorteil anzuführen. Auch zu loben ist, dass über HDMI, Scart-RGB und Komponente Bildhelligkeit, Kontrast und Farbwiedergabe praktisch identisch sind. Dass der Denon DVD-1730 in der Bildwertung bilanzierend trotzdem am Onkyo vorbeizieht und in der Preisliga unsere Referenz bleibt, liegt am De-Interlacer und am Scaler. Kleine Details stellt der Denon gerade bei der 1.920 x 1.080i Signalausgabe noch sauberer dar als der 404. Bei 1280 x 720p ist der Unterschied geringer. Dass der Denon insgesamt mehr Zuspruch erhält, liegt des weiteren an seinem De-Interlacer, der für diese Preisklasse absolut hervorragend agiert. Während beim Onkyo zwar bilanzierend unspektakuläre, aber für Anwender  mit etwas gehobenem Anspruch doch wahrnehmbare Ruckelbewegungen, insbesondere bei der Wiedergabe von Videomaterial, zu verzeichnen sind, agiert der Denon nahezu ruckelfrei und souverän bei allem Material. Dies ist auch Verdienst seiner verschiedenen De-Interlacing-Programme. Der Video-EQ des Denon ist ebenfalls noch den entscheidenden Tick besser, so dass dem 404 in dieser Disziplin ein guter zweiter Platz bleibt. Gesamtnote Bild: Sehr gut - ausgezeichnet.

Ton

Hier nun schlägt des Onkyos große Stunde. Trotz einfacher 96 kHz/24-Bit D/A-Wandler setzt er sich eindeutig an die Klassenspitze in der Ein- und Aufsteigerregion. Klar und erstaunlich satt ertönte Ludwig van Beethovens "Pastorale", die Differenzierung und die räumliche Darstellung sind ebenfalls sehr zu loben. Mehr Klangqualität über den analogen Ausgang kann man von einem 200 € Player nicht mehr erwarten. Selbst der bereits überzeugende Denon DVD-1730 muss sich hier hinten anstellen. Der Digitalklang des Onkyo ist sehr lebendig und frisch, der Denon DVD-1730 klingt im direkten Vergleich zurückhaltender, differenziert dafür aber noch eine Idee besser.  Gesamtnote für den DDV-SP404E: Analoger Klang gut bis sehr gut, Digitalton ausgezeichnet. 

Fazit:

Der Onkyo DV-SP404E liefert eine absolut solide Leistung ab. Die Verarbeitung ist tadellos, das Bild ohne wirkliche Schwächen. Die Akustik überzeugt bei analoger und digitaler Signalausgabe gleichermaßen. Es gibt aber auch Kritik: Die Ausstattung ist nicht allzu reichhaltig, und die Fernbedienung ist zwar qualitativ in Ordnung, könnte aber komfortabler im Handling sein. Diese Schwachpunkte werden durch das Laufwerk mit exzellenter Fehlerkorrektur aber wieder zu einem beträchtlichen Teil ausgemerzt.

Gelungener DVD-Video-Player mit sehr ausgewogenem Gesamtprofil

Einsteigerklasse
Test 12. September 2006
Preis-/Leistungsverhältnis

+ Sehr gute Farbwiedergabe
+ Tadellose Gesamtbildschärfe
+ Ausgezeichnete klangliche Eigenschaften für diese Preisklasse
+ Laufwerkseigenschaften rundherum überzeugend

- Nur durchschnittliche Ausstattung
- Teilweise etwas unpraktische Fernbedienung

Technische Daten:

Audio und Video Features
• Digitalausgang für DTS und Dolby Digital
• Spielt DVD Video, Video CD, MP3, WMA, CD-R/RW, DVD±R/DVD±RW, DivX, JPEG, und Audio CD*
• HDMI Digitalausgang
• Component, SCART und Composite-Video Ausgänge
• 96 kHz/24-bit Audio D/A Wandler
• 108 MHz/12-bit Video D/A Wandler
• PAL/NTSC Progressive Scan Videoausgang
• Koaxialer Digitalausgang
• „Last play“ Speicher (DVD/CD) und „Resume“ Function
• „Programm memory“ und „Playback memory“ Funktion
• "Disc Navigator" erleichtert das Suchen von Videosequenzen und Dateninhalten auf der Disk
• Schneller Suchlauf vor/zurück bei DVD und Audio- CD (4-fach)
• Zeitlupenfunktion bei DVD-Wiedergabe (1/2, 1/4, 1/8 oder 1/16)
• Repeat Funktion (Titel, Kapitel)
• Zufallswiedergabe bei Video- und Audiowiedergabe(Titel, Kapitel)
• Auswahlmöglichkeit für Untertitel und Sprache 
• Zoom Funktion (2x, 4x)
• Bildformatumschaltung (16:9, 4:3)
• Multi-Kamera Modus
• Bildschirmschoner
*Discs, die nicht ordnungsgemäß finalisiert wurden, können nur teilweise oder überhaupt nicht abspielbar sein.

Andere Features
• Hochauflösendes Onscreen Display (Englisch, Spanisch, Französisch, Deutsch, Italienisch)
• Schaltbarer Dynamikbegrenzer für Audio
• "Virtual Surround" Betriebsart
• 7 Equalizer Einstellmöglichkeiten
• Steuerkreuz auf der Frontblende
• Mitgelieferte A/V und S-Video Verbindungskabel 
• Fernbedienung für alle Funktionen

Test: Thomas Hermsen, Carsten Rampacher
12. September 2006

Zurück zu Seite 1

HOME > HARDWARE-TESTS > ZURÜCK <