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VERGLEICH VOR-/ENDSTUFENSETS: NAD C162/C-272 vs. Rotel RC1090/RB1090 (2/3)
Verarbeitung/Aufbau innen 

Völlig konträr zur Bewertung der Geräteoptik steht das Ergebnis des NASD-Duos in Bezug auf den inneren Aufbau. NAD bietet für den günstigen Kaufpreis ein enorm hochwertiges Innenleben, welches besser ist als der vieler AV-Boliden höchster Preisklassen. Die NAD Endstufe mit großzügigem Ringkerntrafo und vier kapazitätsstarken Elkos kann praktisch restlos überzeugen. Auch das Platinenlayout ist ausgesprochen sauber, die Verkabelung leistet sich ebenfalls keinen Durchhänger. Die Kühlkörper sind extra schwarz lackiert, um die Wärmeabfuhr noch effizienter zu gestalten. Aber nicht nur die Endstufe, auch die Vorstufe aus dem Hause NAD kassiert Spitzennoten. Auch in dieser lediglich 650 € kostenden Gerätschaft sitzt zur Bereitstellung einer optimalen Stromzufuhr ein Ringkerntrafo, der von hochwertigen Elkos flankiert wird. Das vorzügliche Platinenlayout wird von der übersichtlich-makellosen Verkablung optimal unterstützt. Bilanzierend vergeben wir mit der Gesamtnote hervorragend für beide NAD Komponenten eine weit überdurchschnittliche Zensur - gerade auch unter Berücksichtigung des Preis-/Leistungsverhältnisses eine großartige Leistung!

Kommen wir zur Rotel-Kombination - und hier beginnen wir mit der Endstufe, die uns tief beeindruckt. Beste Baugruppen, eine durchdachte, extrem großzügige Kühlung, ein riesiger Ringkerntrafo und enormst leistungsstarke Elkos bilden die Basis für eine Bewertung der Extraklasse. Liebe Leser, wir haben ein Novum: Die Rotel RB1090 sichert sich die absolute Traumnote "Perfekt" hinsichtlich ihres Aufbaus! Selbst teurere Kontrahenten bieten oftmals nicht diesen exorbitant hohen Level. Genauso wie die RB1090 sieht eine Traum-Endstufe aus.  Nicht ganz diesen Top-Level halten kann die Vorstufe, die allerdings auch deutlich preisgünstiger als der "Tower of Power" ist. Die Baugruppen sind auch hier hochwertig - als Beispiele dienen wieder einmal die Elkos und der Trafo -, aber die Verkabelung ist etwas weniger durchdacht als bei der NAD C162. Insgesamt vergeben wir jedoch für die RC1090 ein stimmiges "ausgezeichnet".

Übersicht Benotungen:

  • NAD C162: Hervorragend
  • NAD C272: Hervorragend
  • Rotel RC1090: Ausgezeichnet
  • Rotel RB1090: Perfekt

Wie aus dem Lehrbuch: Hervorragender Aufbau der NAD C272. Einen so dicken Ringkerntrafo und so kapazitätsstarke Elkos hätten wir bei der lediglich 790 € kostenden Stereoendstufe nicht erwartet. Nur die Kühlelemente sind zwar, zur besseren Wärmeabfuhr, schwarz lackiert, aber nicht extrem üppig dimensioniert

Sehr hochwertige Elkos garantieren bei der C272 eine immense Stromlieferfähigkeit, wenn kurzzeitig z.B. ein sehr kraftvoller Bass viel Energie benötigt

Hier nochmals ein Blick auf die Kühlkörper der C272 Endstufe

Für schmale 650 € erfreut der Aufbau der Vorstufe auch im Detail ohne jegliche Abstriche. Hervorragend!

NAD weiß, worauf es ankommt: Um eine möglichst reine Signalqualität zu garantieren, sitzt auch in der C162 Vorstufe ein hochwertiger Ringkerntrafo

Mit extrem großen, sehr hochwertigen und zudem zur optimalen Wärmeabfuhr schwarz lackierten Kühlkörpern sammelt die RB1090 viele Punkte. Im Inneren trumpft sie mit zwei getrennten Netzteilen auf, zu denen jeweils zwei Elkos mit 22.000 Microfarad gehören - das garantiert auch an komplexen Lasten und unter schweren Verhältnissen Leistung satt

Sehr durchdachtes, hochwertiges Layout bei der Rotel-Endstufe auch im Detail

In der 2.499 € kostenden Rotel-Endstufe, die sogar mit einem THX Ultra Zertifikat auftrumpft, kommen nur beste Baugruppen zum Einsatz. Sie bricht in Bezug auf ihre Bewertung alle hausinternen Rekorde bei AREA DVD

Die Rotel Vorstufe wirkt innen weniger aufgeräumt als die viel preiswertere NAD Vorstufe, die sich nahezu optimale Bewertungen sichert

Dicker Trafo und Hochleistungs-Elkos für bestmögliche Stromlieferfähigkeit und Signalreinheit in der Rotel Vorstufe 

Ausstattungs- und Anschlussmerkmale, Bedienung

Die NAD-Fernbedienung ist in Bezug auf die Bedienung sehr praktisch

Die NAD C162 verfügt nicht über XLR-Terminals

1. NAD Stereo Preamplifier C162: Die Anschlussbestückung der NAD Vorstufe umfasst 6 Line-Eingänge (CD, Video, AUX, Tuner, 2 x Tape) und zweimal Tape Line Out sowie 1 x Phono-In mit zwei paar Buchsen, umschaltbar auf der Rückseite zwischen MM und MC. Ferner vorhanden sind zwei Pre-Outs,  davon ist einer an der Rückseite über en Drehpoti regelbar - ideal für Bi-Amping, denn wenn man zwei Endstufen anschließt, um insgesamt vier Kanäle für Front Bi-Amping zu haben, und die Endstufen haben nicht den identischen Eingangspegel - was bei unterschiedlichen Modellen durchaus vorkommen kann - dann kann man den einen Pre-Out individuell einpegeln. Der Bass- und Höhenregler ist ganz klassisch per "Tone Defeat"-Schalter zu umgehen. ein 12 Volt Trigger-Ausgang gehört ebenso zum Ausstattungsumfang der C162 - leider allerdings kein Display, hier gibt es NAD absolut spartanisch. Ebenfalls gibt es einen einzigen On/Off-Schalter und keinen Standby- und getrennten Netzschalter. Die Bedienung der NAD Kombination gestaltet sich ausgesprochen einfach, was auch auf Kosten der übersichtlichen und ergonomisch guten Fernbedienung geht.  Gesamtnote: Sehr gut

2. NAD Stereo-Endstufe C272: Hier ist der Eingangspegel des einen Cinch-Eingangs (insgesamt gibt es zwei) per Drehpoti regelbar. Der Eingang, der verwendet werden soll, wird per Schiebeschalter angewählt. Es sind zwei Paar LS-Schraubverschlüsse vorhanden, so dass ohne weitere Konfiguration Bi-Wiring möglich ist. Ebenfalls findet sich ein Schieberegler, um die C272 auf Wunsch für den Mono-Betrieb brücken zu können. Ein Softclipping-Schalter sorgt für den Schutz der Hochtöner der angeschlossenen Lautsprecher. Auf der Rückseite der Endstufe ist auch der Netzschalter, was nicht unbedingt extrem praktisch ist. Interessant ist der Sense-Defeat / Sleep-Wake Schalter: in Stellung Sleep-Wake schaltet sich die Endstufe bei anliegendem Eingangssignal automatisch ein. Mit einer Leistung von 2 x 150 Watt an 4 und an 8 Ohm sind die Leistungswerte für die Preisklasse sehr gut, die kurzfristig abrufbare Spitzenleistung liegt bei 8 Ohm bei 225, bei 4 Ohm bei satten 340 Watt. Später in den Hörtestreihen wird sich auch zeigen, dass die NAD-Endstufe kein Papiertiger ist, sondern wirklich enorme Leistungswerte stemmen kann. Gesamtnote: Ausgezeichnet wg. praxisgerechten Justage- und Konfigurationsmöglichkeiten

Die Rotel Fernbedienung verfügt über eine ausziehbare Klappe, unter der sich weniger oft benötigte Bedienelemente befinden, und über ein LC-Display

Die RC1090 weist auch XLR-Anschlüsse auf

3. Rotel Vorstufe RC1090: Die mit 1.499 € mehr als doppelt so teure Rotel Vorstufe hat der NAD Vorstufe einen Line-Eingang voraus, hier sind es sieben anstatt sechs Eingänge. Ein Phonoeingang, per Drucktaster zwischen MM und MC umschaltbar, ist auch im Angebot. Im Gegensatz zur NAD C162 bietet die Rotel Vorstufe die symmetrischen XLR-Ausgänge als weitere Option neben dem weniger kontaktsicheren Cinch an, um Vor- und Endstufe miteinander zu verbinden. Ein Schiebeschalter regelt, ob XLR- oder Cinchanschluss verwendet wird. Sogar ein XLR-Eingang für einen CD-Player ist vorhanden. Weitere Ausstattungsmerkmale: Jeder Quelle ist separat per Taster auf Front für Listening und Recording anwählbar, das heißt, es können komfortabel unterschiedliche Quellen zum Anhören und zum Aufnehmen verwendet werden. Es gibt eine Tape1 zu Tape2 Recording-Schleife, welche ohne Einfluß aufs Abhören funktioniert
Die Recording-Ausgänge lassen sich per OFF-Schalter komplett stilllegen, um Störeinflüsse zu vermeiden. In Bezug auf den Bedienkomfort bietet die Rotel RC1090 einiges, sogar eine lernfähige Fernbedienung mit LC-Display. Allerdings sind die Tasten teilweise etwas klein. Das Display der RC1090 lässt sich sehr gut ablesen, sogar editierbare Eingangsnamen bietet Rotel an. Gesamtnote: Ausgezeichnet

4. Rotel Endstufe RB1090: Bei der Ausstattung der Endstufe muss festgehalten werden, dass Features praktisch Fehlanzeige sind - alles wird einer extrem aufwändigen Technik untergeordnet, was auch kein wirkliches Problem darstellt. Das THX Ultra-Zertifikat garantiert höchste Leistungsfähigkeit auch bei kritischen Lastverhältnissen. Natürlich gibt es Cinch- und XLR-Eingänge, aber unverständlicherweise keine Triggereingänge. Eine pfiffige Idee ist, dass die massiven Kühlrippen in der Front als massive Tragegriffe gestaltet sind. Auch gibt es vier massive Gummifüße auf der Rückseite der Endstufe, um diese beim Transport auch hochkant aufstellen zu können. Die Leistungsdaten sind mit 380 Watt Leistung an 8 Ohm und 700 Watt an 4 Ohm gigantisch. Gesamtnote wg. immenser Leistung: Ausgezeichnet

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