TEST: AV-Receiver Marantz SR8001 (2/2)
Bedienung

Übersichtlich: Nicht zu viele Bedienelemente befinden sich
hinter der soliden Frontklappe. Im Zentrum liegt eine praktisch zu handhabende
Navigationseinheit

Das Punktmatrixdisplay des 8001 ist nur einzeilig. Kontrast,
Informationsgehalt und Ablesbarkeit sind gut

Griffgünstiger Drehregler für die Eingangswahl

Die Menüs, hier das Basismenü für die Eingangszuweisung,
sind übersichtlich und nicht überfrachtet

Hervorragend gelöst ist die tabellarische Übersicht zur
Eingangszuweisung

Gut strukturiertes Hauptmenü, wohltuend schlicht und einfach
verständlich

Im Untermenü "Preference" finden sich erweiterte
Justagemöglichkeiten, beispielsweise zum Multi Room Setup und zur Installation
der Trigger-Anschlüsse

Übersichtlich und praxisgerecht präsentiert sich das
LC-Display der Fernbedienung

Eine Beleuchtungsmöglichkeit ist ebenfalls integriert

Die Navigationseinheit, flankiert von Kanalwechsel- und
Lautstärke-Tasten
Die Fernbedienung des Marantz ist sehr talentiert - jedoch nicht auf
Anhieb komplett zu beherrschen. Hat man sich erst einmal eine Weile mit ihr
auseinander gesetzt, laufen die Bedienprozesse problemlos ab. Gut zu gebrauchen
ist das große LC-Display mit praktischer Funktionsübersicht. Natürlich ist
die Fernbedienung auch mit einer Beleuchtungsmöglichkeit versehen. Die On
Screen Menüs sind akkurat strukturiert und optisch zumindest erträglich. Das
ist bereits in großes Lob, denn die Commodore 64-Schriftoptik der meisten
Konkurrenten ist nicht geeignet, um in Verbindung mit einem Hightech-Gerät wie
einem modernen AV-Receiver zusammen gekonnt aufzutreten. Sehr gut zu bedienen
sind ferner die großen Drehregler für Lautstärke und Eingangswahl. Insgesamt
vergeben wir ein achtbares "gut - sehr gut" in der
Bedienungswertung.
Testequipment
Klang
Akustisch waren wir von den Leistungen des SR7001 in unserem großen
AV-Receiver-Mastertest ein wenig enttäuscht. Zwar waren Auflösungs- und
Differenzierungsvermögen auf ausgesprochen hohem Niveau, Gesamtdynamik,
Antrittskraft sowie das gesamte Volumen der Darbietung zeigten aber deutlichen
Spielraum für Verbesserungen auf. Mit diesem Wissen im Hinterkopf, nahmen wir
nun den SR8001 in Betrieb – und waren zutiefst erstaunt: Vom etwas
lethargischen, zu trockenen Wesen des SR7001 war nichts zu spüren. Der SR8001
präsentiert sich gleich zu Beginn bei der Bewertung der Pegelfestigkeit als
vollkommen anderes Kaliber: Knallhart, souverän, nachdrücklich. Keine Spur von
einer Endstufeneinheit, die sich mit allen Mitteln versucht, gegen hohe Pegel zu
wehren, sondern kraftvolles Zupacken beinahe ohne Ansatz – so, wie wir es
eigentlich beispielsweise von Harman Kardon-AVRs oder aktuellen Yamaha-Modellen
wie dem famosen RX-V1700 her kennen.
Über Stunden haben wir ausgesprochen laut
mit dem SR8001 gehört – und mit jeder weiteren Testsession wuchs unsere
Begeisterung für die massive, raumfüllende Energie, die der
Siebenkanal-Receiver bereit stellt. Bei „Star Wars Episode III“ managt der
Marantz die von uns immer wieder gern herangezogene, weil spektakuläre Eröffnungsschlacht
so leicht und locker, dass selbst mancher Bolide neidisch werden könnte.
Dynamiksprünge, die bei den plötzlich auftretenden Explosionen vorkommen,
werden voll zur Geltung gebracht. Hier schien dem SR7001 die Möglichkeit zu
fehlen, gerade bei spontan auftretenden Stromspitzen genügend Kraft zur Verfügung
zu stellen. Durch die extrem hochwertige Stromversorgung mit groß
dimensioniertem Ringkerntransformator, die wir bereits bei der Bewertung des
inneren Aufbaus ausdrücklich gelobt haben, scheint es um die Stromlieferfähigkeit
des SR8001 blendend bestellt zu sein.

Hohe Leistungsstabilität dank groß
dimensioniertem Ringkern-Trafo
Da der Trafo extrem leistungsfähig ist, reicht dessen Stromlieferfähigkeit für
viele Zwecke aus, und die ebenfalls großzügig dimensionierten Elkos stellen
dann bei außerordentlichen, kurzzeitigen Lasten ihre Kapazität zur Verfügung.
Auch „Stealth – unter dem Radar“ ist ein Film voller elementarer
Effektgewalten, und hier lässt der 8001 ebenfalls erfolgreich seine Muskeln
spielen und wirkt auch bei hohem Pegel nicht gequält oder gar überfordert. Mit
seiner gezeigten Leistungsfähigkeit ist jedoch anzuraten, den SR8001 nicht
in Verbindung mit kleiner dimensionierten Subwoofer-/Satellitensystem zu
betreiben. Wir können beispielsweise die Kombination mit einem Teufel Theater
6/8 (für höchste Effektgewalt und maximalen Heimkinospaß) oder einem Canton
Karat Set (für höchste Ausgewogenheit bei der Wiedergabe jedes Materials)
empfehlen. Durch die hohen Reserven ist der SR8001 ohne Schwierigkeiten in Hörräumen
bis an die 50 Quadratmeter-Grenze einzusetzen – hervorragend.
Wie kann man die Pegelfestigkeit im Vergleich mit den Konkurrenten
bewerten? Schließlich bringt auch ein etwas teurerer Denon AVR-4306 hohe
Pegel ohne Probleme. Doch mit dem Dampfhammer von Marantz kann er nicht ganz
mithalten. Besonders im großen Hörraum liefert der SR8001 noch mehr Druck,
gerade in akustisch anspruchsvollen Filmsequenzen, die viel Leistungsfähigkeit
erfordern. Der Yamaha RX-V1700 beweist im direkten Vergleich seine Klasse und
powert sich ganz nahe an den Marantz heran. Einmal mehr beweist der Yamaha, dass
er für lediglich 1.099 € ein sensationelles Angebot ist. Im Bereich extremer
Pegel über einen großen Zeitraum aber schlägt der aufwändig aufgebaute
Marantz dann allerdings zu und weist den Yamaha in seine Grenzen. Durch seine Fähigkeit,
hohe Pegel über lange Zeit ohne jegliche Dynamikkompression aufrecht zu
erhalten, legt sich der Marantz selbst mit Koryphäen wie dem Harman Kardon
AVR-7300 an – auch anspruchsvolle Home Theatre-Anwender werden das durchaus
vorhandene Maß an nochmals mehr Kraft, welches der 7300 bietet, nicht jeden Tag
benötigen. Wer es aber sehr ernst meint mit dem Begriff „Home
Theatre“ und auch über entsprechend hochleistungsfähige Schallwandler verfügt,
wird nach wie vor in der Liga bis 2.500 € mit dem leider ausgelaufenen
AVR-7300 am glücklichsten. Doch die Rettung für Pegel-Fanatiker naht bereits,
ein AVR-745 wird sich in Bälde auf den Weg in unseren Redaktionstestraum
machen.

Das interne Audyssey-System misst an bis zu
6 Hörpositionen ein
Bevor wir uns nun weitergehenden Bewertungen der Mehrkanal-Musikwiedergabe, der
Filmtonwiedergabe, der Surround-Aufpolierer und den Stereoqualitäten widmen, müssen
wir auf die klanglichen Auswirkungen des Audyssey-Einmesssystems, den Stärken,
Schwächen und Grenzen, eingehen.
Bereits bei der Untersuchung des SR7001 konnten wir verschiedene Erkenntnisse
bezüglich der Qualität des verbauten Einmesssystems sammeln, allerdings nicht
allzu viele positive. Das Einmesssystem arbeiten mit zu geringer
Betriebssicherheit (Totalabsturz) und sehr träge. Selbst, wenn man gar nicht an
allen sechs, sondern nur an drei Punkten einmaß, war die final benötigte
Rechenzeit entschieden zu lang. Akustisch wurde der Charakter des 7001 beim
Einsatz der Audyssey-Kurve (alternativ werden beim Einmessvorgang gleichzeitig
auch die Kurven „Front“, mit Abstimmung auf die Frontlautsprecher, und „Flat“
ermittelt) weiter betont. Das Ergebnis konnte aber nicht auf ganzer Linie
begeistern, denn der zu filigrane, leicht spitze Charakter des 7001 wurde noch
verstärkt, was dazu führt, dass es zwar gewiss Anwender geben mag, die diese
tonale Auslegung schätzen, der akustisch eher an normalen Maßstäben einer
gesunden, vollen Darbietung jedoch wird unter Umständen ein wenig enttäuscht
sein.
Was lässt sich von den bereits getätigten Feststellungen auf den SR8001 übertragen?
Zweifel bezüglich der Betriebssicherheit räumt der größere Marantz
AV-Receiver erfolgreich aus: Es gab keine Funktionsausfälle zu beklagen. Da der
8001 keinerlei Zwischenergebnisse beim Einmessen mehrerer Hörpositionen
abzuspeichern scheint, ist die Rechenzeit am Schluss insgesamt genauso
langwierig, was definitiv zu verbessern wäre.

Kein direkter Einblick bei der Kontrolle des
Auto-Setups in die gewählte Lautsprechergröße

Wirksamer manueller EQ - nur leider kann man
keine automatisch ermittelte Kurve in den manuellen Equalizer kopieren
Und noch etwas ist ausgesprochen
unglücklich arrangiert: Der Anwender hat zwar die Möglichkeit, nach Abschluss
des Einmess- und Rechenvorgangs Einblick in die ermittelten Resultate zu
erhalten, allerdings nur in begrenztem Umfang. Gerade die Punkte
„Lautsprechergröße“ und „Übernahmefrequenz“ sind von elementarer
Wichtigkeit, da viele Einmesssysteme sich gründlich vergreifen und selbst
kompakte Rearlautsprecher als „large“ einstufen. Und auch die ermittelten Übernahmefrequenzen,
die nochmals detaillierter das Wiedergabespektrum der einzelnen Lautsprecher
beleuchten, sind sehr wichtig. Der SR8001 aber lässt keinen direkten
Einblick in die gewählten Werte zu, anstatt LS-Größe oder Übernahmefrequenz
anzugeben, findet sich nur der Schriftzug „auto“. Wer wissen möchte, was
nun ausgewählt wurde, muss ins manuelle Setup wechseln und dort die
entsprechenden Menüs aufrufen, das auf diese Art und Weise unüblich mit dem
automatischen Setup gekoppelt ist. Bei vielen anderen AV-Receivern laufen beide
Setups unabhängig voneinander, und der Anwender hat gleich Einblick in alle vom
automatischen Einmesssystem getroffenen Justagen.
Nun kommen wir zu einem weiteren Kritikpunkt. In der Preisklasse, in der sich
der SR8001 bewegt, sollte es eigentlich möglich sein, die automatisch
ermittelte Equalizing-Kurve zum Feintuning nach Anwenderwunsch in den sonst
problemlos zu handhabenden, effektiv und sinnvoll strukturierten manuellen EQ zu
kopieren. Genau dies jedoch ist, wie auch beispielsweise bei den weitaus günstigeren
Onkyo-AV-Receivern TX-SR604E und TX-SR674E, nicht möglich. Gerade im
speziellen Fall des SR8001 wäre eine solche Funktion, die beispielsweise Denon
und Pioneer bei selektierten Modellen offerieren, sehr wünschenswert.
Das dem so ist, hängt mit der speziellen Auslegung der vom SR8001 ermittelten
Audyssey-Kurve zusammen. Hier müssen wir zum besseren Verständnis wieder etwas
ausholen. Die meisten der uns bekannten automatischen Equalizingsysteme fahren
eine bilanzierend eher zurückhaltende Kennlinie beim Anpassen der Lautsprecher.
Der aktive Subwoofer wird nicht selten sogar zu zurückhaltend eingemessen, und
bei der Hochtonwiedergabe der Lautsprecher wird mehr auf eine allgemein gute Hörverträglichkeit
auch bei hohem Pegel als auch das letzte Bisschen Brillanz geachtet. Manchmal
leidet der gesamte Facettenreichtum, was man z.B. bei der Stimmwiedergabe gut
nachvollziehen kann. Einige andere uns bekannte Einmesssysteme agieren etwas
anders (z.B. Audyssey MultEQ XT bei verschiedenen größeren Denon AV-Receivern)
und fügen dem Bassbereich ein gewichtiges Volumen hinzu, was zur Folge hat,
dass sich die ermittelten Setups für effektgewaltige Filmtonspuren sehr gut
eignen. Den Höhen wird allerdings nicht nur (lobenswerterweise) Schärfe,
sondern auch Differenzierungsvermögen genommen, was wiederum den Schluss zulässt,
dass diese Auslegung für hohe Lautstärken prima geeignet ist, aber kein
Optimum an Transparenz und Feindynamik ermöglicht.
Beim Audyssey-System des SR8001 wird insgesamt grenzwertig gearbeitet, was
gleichermaßen beeindruckend wie unter gewissen Bedingungen gefährlich ist. Das
angeschlossene Lautsprechersystem wird unter voller Berücksichtigung aller Möglichkeiten
eingemessen – besonders im Bereich zwischen oberstem Mitteltonbereich und
absolutem Hochtonbereich und im Bassbereich. Der sonstige Mitteltonbereich wird
normal behandelt, was dazu führt, dass er minimal unterrepräsentiert im
Gesamtklangbild ist. Die größte Überhöhung ist beim Übergang vom Mittel-
in den Hochtonbereich festzustellen. Zu welchen akustischen Folgen führt
ein derartiges Setup?
Prinzipiell ist eine derartige Auslegung durchaus zu befürworten, denn anstatt
ein etwas glattes, fades Klangbild ohne „Pfeffer“ zu präsentieren, legt der
SR8001 eine lebendige, mitreißende Charakteristik an den Tag. Allerdings kann
diese bei erhöhtem Pegel sowohl die Lautsprecher als auch die Nerven des Hörers
überfordern. Das Gesamtergebnis wird vom drückenden Bass und von den sehr prägnanten
Höhen getragen, und dazwischen schummelt sich die Überhöhung beim Wechsel vom
Mittel- in den Hochtonbereich. Insgesamt
ist also festzuhalten, dass das Audyssey-System erfolgreich alles aus den
Lautsprechern herausholt – und mit leichten Optimierungen wäre das Ergebnis
wirklich nahezu optimal. Mit diesen leichten Optimierungen ist gemeint, dass man
dem Anwender die Möglichkeit an die Hand geben sollte, die automatisch
ermittelte Kurve in den manuellen EQ zu kopieren. Dann nämlich könnte man die
Überhöhung beim Eintritt in den Hochtonbereich erfolgreich durch eine
Absenkung um ca. 3 dB in den Griff bekommen und in den anderen, ebenfalls
dominanten Bereichen ebenfalls Optimierungen vornehmen.
Eines muss aber auch klar zum Ausdruck gebracht werden: Wer ein intensives,
nachdrückliches Klangbild schätzt, das ein tiefes Erleben von Musik und
Filmton möglich macht, wird mit der Audyssey-Kurve des 8001 deutlich mehr
anfangen können als mit den von anderen Einmesssystemen bei den Kontrahenten
ermittelten Kurven. Letztendlich ist es auch eine Frage des Geschmacks und des
Anwendungsgebietes und nicht zuletzt auch des restlichen Equipments. Sehr
leistungsfähige, belastbare Lautsprecher, das darf auch nicht verschwiegen
werden, können im Zusammenspiel mit dem SR8001 zu großer Form auflaufen.

Je nach Quelle ist es sinnvoll, die
EQ-Betriebsart zu wechseln
Nun erstellen wir eine Zuweisungsanalyse: Wie agiert der SR8001 in welcher
Betriebsart, und welche Einstellungen sind zu tätigen, um ein Optimum
herauszuholen?
Beginnen wir diesmal, eigentlich unüblich, mit den Surroundaufpolierern. Der
SR8001 hat gleich drei davon an Bord: PLIIx, Neo:6 und das kaum noch verbreitete
Circle Surround 2 mit TruBass. Auch hier wollen wir zunächst Grundsätzliches
klären. Wir schreiben immer in unseren Testberichten von akustischen
Unterschieden, je nach AV-Receiver klingt beispielsweise mal PLIIx und mal Neo:6
besser – bezogen auf die jeweiligen Programme, die für das Aufbohren von
Stereo-Musikmaterial zuständig sind. Was die jeweiligen, für den Kinoton
vorgesehenen Programme angeht, kann sich in beinahe allen Fällen PLIIx Movie
besser in Szene setzen, das eindeutig moderne System. Was nun den technisch
gebildeten Leser wundern dürfte: Die PLIIx und Neo:6 zugrunde liegenden
Funktionsalgorithmen sind stets identisch, variieren also keinesfalls vom Gerät
zu Gerät. Die AV-Receiver-Hersteller sind ausschließlich Lizenznehmer und
verpflichten sich dazu, die von DTS respektive Dolby übernommenen Systeme 1:1
zu implantieren. Dass sich die akustischen Ergebnisse trotz dieser Tatsache
unterscheiden, liegt an der unterschiedlichen Auslegung der restlichen
Komponenten im jeweiligen AV-Receiver. Hier kommt es darauf an, wie diese
restlichen Komponenten und Konstruktionsprinzipien (z.B. das Layout der
Endstufe, die verwendeten Bauteile, Strenge und Grad der Selektierung derselben)
in ihrer Wirkung auf das feststehende Layout von Neo:6 und PLII x abgestimmt
sind. Nicht anders verhält es sich natürlich auch mit weniger verbreiteten
Surround-Aufpolierern, zu denen auch Circle Surround gehört. Mit Logic 7, das
ausschließlich in Komponenten des Harman International Konzerns zum Einsatz
kommt, ist es allerdings etwas anders. Da alles aus einer Hand kommt, ist es
kein größeres Problem, alle Komponenten optimal aufeinander abzustimmen. Dies
ist auch des Rätsels Lösung, wieso in beinahe allen Fällen die Harman
Surroundreceiver in der Betriebsart Logic 7 am besten klingen.
Kommen wir nun zu einzelnen Beobachtungen, die unseren Marantz SR8001 betreffen.
Wählen wir klassische Musik oder aufwändig aufgebaute Pop-Musik, so ist
beinahe zu empfehlen, den EQ komplett auf „off“ zu setzen. Dann erzielt der
Marantz eine sehr angenehme, kraftvolle, aber doch nicht zu massive
Klangkulisse, die über Neo:6 und PLIIx Music gut herübergebracht wird. Während
Neo:6 allerdings schlanker agiert, fühlt sich PLII x einem höheren Volumen
verpflichtet. Im Tiefbassbereich agiert Neo:6 eher unscheinbar, und auch PLIIx
Music lässt es ein wenig an Nachdruck fehlen. Bei dieser Art von Musik ist ein
Aufbauschen des Bassbereiches allerdings auch nicht erwünscht, so dass hier
diese beiden Surround-Aufpolierer, je nach Detail-Gusto des Zuhörers, in
Verbindung mit der EQ off-Einstellung anzuraten ist. Bei unseren
James-Bond-Titelmelodien, bei klassischer Orchestermusik von Vivaldi oder Mozart
sowie bei Eros Ramazzotti und Andrea Bocelli ist diese Wahl der
Einstellparameter beispielsweise empfehlenswert. Alternativ ist es auch eine
gute, wenn auch zeitaufwändige Wahl, ein eigenes EQ-Setup anzufertigen, um eine
Anpassung an die individuellen Hörgewohnheiten zu ermöglichen. Nach unseren
Erfahrungen lassen sich damit überraschende klangliche Erfolge erzielen,
allerdings sollte man sich zur tatsächlich Gewinn bringenden Optimierung Zeit
nehmen.
Und was ist mit Circle Surround 2? Keine Sorge, dieses
System hat noch seinen großen Auftritt. Zunächst aber wollen wir uns den
Filmtonqualitäten von PLIIx und Neo:6 widmen, und hier gibt es keine Überraschung,
denn PLIIx mit der gekonnten, räumlich weiten Surroundklangkulisse holt aus
Material mit alter Pro Logic-Encodierung noch so viel heraus, dass man immer
wieder erstaunt ist. Da klingt Neo:6 im direkten Vergleich spärlicher, weniger
intensiv, aber trotzdem nicht präziser. Wählt man PLIIx für die
Filmtonwiedergabe und verfügt über ein leistungsstarkes Boxensystem, kann man
die Audyssey Kurve durchaus aktivieren und sich über ein sehr intensives
Filmerlebnis freuen.

Mehr Bass-Punch lässt sich im CS II Menü
bei der TruBass-Funktion einstellen
Die Qualitäten von Circle Surround lassen sich ebenfalls gut im der Audyssey EQ
Kurve koppeln, dann allerdings muss der Zuhörer auch ein gewisses, dazu
passendes Profil aufweisen: Wer Dance,- Trance- oder House-Musik schätzt, kommt
dann absolut auf seine Kosten. Noch ein wenig am TruBass-Regler optimiert, und
schon lassen heftige Bassattacken Trommelfell und Hörraum erbeben. Die
TruBass-Anhebung kann sich in einem Bereich zwischen +2 und +5 bewegen - mehr
ist auch dann nicht sinnvoll, wenn man Bassgewalt und Tiefdruck liebt. Gerade
effektgewaltige Hardtrance-Stücke werden mit echtem Großdiscotheken-Flair
wiedergegeben: Tobende Bässe, flirrende Effekte und prägnante Höhen
vermischen sich zu einem hochprozentigen akustischen Cocktail, dessen Genuss
allerdings nur dann möglich ist, wenn man die Nebenwirkungen kennt: Die Boxen
sollten immens belastbar sein, das gleiche gilt für etwaige Nachbarn. Dann ist,
bei entsprechender charakterlicher Ausbildung des Auditoriums, der Suchtfaktor
groß, und es wird schwer fallen, sich noch mal mit weniger zufriedenzugeben.
Als wahre Disco- und Partymaschine kann sich der SR8001 also blendend präsentieren,
wenngleich dies den klangphilosophischen Beteuerungen des Hauses Marantz
eigentlich eher entgegen wirkt: Ein von edler Noblesse und unbestechlicher Natürlichkeit
geprägter, audiophiler Sound steht hier eigentlich im Fokus der Bestrebungen.
Die für den SR8001 beauftragen Entwickler sind jedoch erfolgreich aus
diesem eher für reifere Zielgruppen bestimmten Konzept ausgestiegen und haben
den SR8001 mit gänzlich neuen, aufregenden Charakterzügen versehen –
allerdings nur auf Wunsch, das ist das wirklich Schöne, denn ohne Circle
Surround und ohne die Audyssey Kurve transportiert der 8001 geschliffene, würdige
Umgangsformen in den Hörraum. Genau dieses Wechselspiel, das in dieser Güte
nur wenige uns bekannte AV-Verstärker und –Receiver beherrschen, macht den
ungeheuren Reiz des 8001ers aus. Um einen Vergleich – wie schon beinahe bei
uns üblich – aus der automobilen Welt zu bemühen: Die Sportlimousine, die
sich auf dem Parkett der Nürburgring-Nordschleife ebenso gekonnt bewegt wie
beim Cruisen mit 140 km/h auf der dicht befahrenen Autobahn kommt dem SR8001
charakterlich nahe. Oder: Dr. Jekyll und Mr. Hide, Krieg und Frieden – der
SR8001 trägt beide Gesichter in sich und ist damit ein hochinteressantes Gerät.
Er schafft es, sowohl bei der Mehrkanal-Filmton- als auch bei der
Mehrkanal-Musikwiedergabe gekonnt, Spannung aufzubauen, und wenn dann eine
Explosion oder ein Schusswechsel als unmittelbare Folge dieser
spannungsgeladenen Situation auftreten, sind die starken Endstufen sehr schnell
zur Stelle und liefern nahezu ansatzlos das gewünschte Maß an Kraft. Das Ganze
wirkt, wie sich beispielsweise auch bei Star Wars Episode IV -
eine neue Hoffnung zeigt, sehr souverän, beinahe spielerisch. So z.B. zu
Beginn des vierten Teils der Star Wars-Saga, als Stormtrooper in Prinzessin
Leias Schiff eindringen und sofort das Feuer eröffnen. Sehr präzise und
schnell schafft es der SR8001, die Effekte passend zu platzieren, was ein hohes
Maß an Authentizität vermittelt. Auch der Beginn von Episode II mit dem Anflug
von Amidalas Raumschiff auf Coruscant mit anschließender Explosion mit
Todesfolge für Amidalas treue Gefolgsdame, die die Gefahr auf sich nahm und als
„falsche Amidala“ reiste, ist ein Paradebeispiel für die Leistungsfähigkeit
des Marantz.

Top-Team: Marantz SR8001 und das Canton Karat-Set
In allen Sequenzen harmonierte der SR8001 prächtig mit unserem Canton Karat
Set, welches mit der vornehmen, zurückhaltenden Art, die aber mit exzellenten
Belastungswerten kombiniert ist, auch beim Einsatz der Audyssey Kurve nicht aus
der Bahn geworfen wird. Während sehr lebendig ausgelegte Boxensets dann in
Verbindung mit der Audyssey Kurve schnell an die Kapazitätsgrenzen von Hörer
und Material geraten, strahlen die souveränen Canton Lautsprecher so viel Ruhe
und Gelassenheit aus, dass das Gesamtergebnis immer noch als homogen
wahrgenommen wird.
Bleiben die Stereo-Klangqualitäten, denen man erstaunliche Talente nachsagen
kann. Der fundierte, vielschichtige Aufbau stellt klar, dass man sich bei
Marantz schon mancherlei Meriten mit sehr sauber präpariertem Stereo-Equipment
verdient hat. Doch im Gegensatz zu verschiedenen früheren Modellen, die zwar
sehr homogen, aber nicht sonderlich dynamisch zu Werke gingen, bürgt der SR8001
auch für einen lebendigen Sound – eine Evolution, die wir außerordentlich
begrüßen. Es macht einfach Freude, dem AV-Receiver zuzuhören und
mitzubekommen, wie gekonnt er den Klang von den Lautsprechern lösen kann.
Gerade diese Tugend ist, bis auf wenige Ausnahmen, auch heute noch ein Fremdwort
für viele AV-Receiver. Sehr genau zentriert und mit viel Gefühl zelebriert der
SR8001 die Stimmwiedergabe – kleine charismatische Einzelheiten werden
ausgezeichnet ins Gesamtbild integriert. Eine so geschliffene Darstellung von
Frauen- und Männerstimmen ist uns bislang wahrhaftig selten untergekommen. So
wird bilanzierend deutlich: Mit dem SR8001 haben wir einen auch im Stereobetrieb
überdurchschnittlich talentierten AV-Receiver vor uns, der beweist, dass die Mär
vom Stereo-unfähigen Surroundreceiver bei Marantz inzwischen Geschichte ist.
Setzt man den Marantz in Bezug zu AV-Receivern anderer Hersteller, aber auch mit
Modellen aus dem identischen „Stall“, so wird schnell klar, dass es sich
hier um einen Fall mit besonders weitläufiger Wirkung handelt. Den SR8001
konkret „zu packen“ und in eine
bestimmte Sparte einzuordnen, fällt aufgrund der außergewöhnlichen
Vielschichtigkeit, die dieser THX Select II Receiver an den Tag legt, schwer.
Eines aber kann man deutlich hervorheben: Spaß macht der SR8001 immer,
und obwohl der AV-Receiver nicht über eine umfangreiche DSP-Sektion verfügt,
kann man dank manuellem EQ, den automatischen Kurven sowie den drei
Surround-Aufpolierern viele Anpassungen auch ans persönliche Empfinden
vornehmen.

Kraftwerk vs. Feature-Champion: Der Marantz
SR8001 ist machtlos gegen die Ausstattungs-Opulenz des Denon AVR-4306
(unten), und der Denon hat keine Möglichkeiten, in Punkto verfügbarer Energie
dem 8001 das Wasser zu reichen. Wer sich den Aufbau der beiden Konkurrenten
ansieht, wird sich nicht wundern, denn die ganze Stromversorgung, beim 4306
bereits auf sehr gutem Niveau, liegt beim Marantz schon fast auf Boliden-Level

Vergleichen wir nun mit verschiedenen Kontrahenten. Der Vorläufer Marantz
SR8500 war auch ein ausgesprochen gut gelungener AV-Receiver mit hohen
Kraftreserven. Allerdings waren ihm diese höchst unterhaltsamen Wesenszüge des
8001 fremd. Er gab sich weder so flexibel, noch so unverhohlen dynamisch und
impulsiv. Der Denon AVR-4306 ist der nächste Mitspieler, der betrachtet wird. Für
200 € mehr Kaufpreis bietet er deutlich mehr Ausstattung. Zu nennen wären die
Netzwerkfunktionen, die Einbindungsmöglichkeit für Apples iPod, und der
interne Scaler. Was den technischen Aufbau betrifft, kann 4306 jedoch nicht
mit dem SR8001 mithalten. Der massive Ringkerntrafo, das verkupferte Chassis und
das astreine Platinenlayout lassen den Stern des 8001 hoch am Himmel erstrahlen.
Dies wirkt sich auf auf die Akustik aus – noch leistungsfähiger ist hier der
Marantz, der sich zugleich als klanglicher „Paradiesvogel“ entpuppt und mit
seinen Wandlungsmöglichkeiten auftrumpfen kann. Der 4306 wirkt im direkten
Vergleich beinahe schon brav – allerdings agiert er durch seine Neigung zu
kultivierter Harmonie, verbunden mit gekonnter räumlicher Darstellung sehr gefällig,
was ihm weiterhin zu Recht große Beachtung sichern dürfte. Wie gut der Marantz
tatsächlich ist, beweist ein Vergleich mit Harman Kardons Akustik-Könner
AVR-7300. Was die Effektausgestaltung angeht, liegt der Marantz praktisch
gleichauf – sensationell. Der Harman ist aber ein leicht durchschaubarer
Dampfhammer: Er hat Kraft, er zeigt die Kraft, und er bleibt gerade im
Hochtonbereich stets auf der sicheren, zwar vielleicht nicht maximal agilen, dafür
auch nie störenden Seite. Der Marantz überlässt hier dem Anwender die
Entscheidung, ob er als prägnanter „Grenzgänger“ oder verhaltener
agierender Darsteller auch kleiner hochfrequenter Nuancen eingesetzt werden
soll. Insgesamt sehen wir für den Marantz nochmals bessere
Profilierungschancen, da er sich nahezu optimal auf den Hörer einstellen kann.
So merkwürdig es klingt: Ältere „Boliden-Recken“ wie ein Pioneer VSX-AX10
(der erste, auf der IFA 2001 vorgestellte AX10-Amp) oder ein Denon AVC-A1SRA tun
sich schwer gegen diese geballte, nun viel preisgünstiger vorgetragene
Marantz-Power. Erst der Vergleich mit heutigen Boliden vom Schlage eines
AVC-A11XVA (der noch nicht einmal die absolute preisliche Obergrenze im Denon
AV-Universum markiert) macht deutlich, dass auch bei den Luxusverstärkern und
–Receivern die Zeit nicht stehen geblieben ist und so der alte Respektabstand
zu „Revoluzzern“ wie dem Marantz wieder hergestellt wird.
Übersicht (Zensuren in Bezug auf die Preisklasse zu sehen):
|
Einmesssystem
|
Sehr gut - ausgezeichnet
|
|
Pegelfestigkeit
|
hervorragend
|
|
Mehrkanal-Filmtonwiedergabe
|
hervorragend
|
|
Mehrkanal-Musikwiedergabe
|
hervorragend
|
|
Surround-Aufpolierer
|
hervorragend
|
|
Stereo
|
hervorragend
|
|
Akustische Qualitäten im Bezug auf Preisklasse und
Preis-/Leistungsverhältnis
|
hervorragend
|
Video-Signalverarbeitungsmöglichkeiten

Das OSD für die Video-Funktionalitäten bringt Aufklärung:
Der SR8001 verfügt über einen exzellenten De-Interlacer, aber nicht über
einen Scaler. Dafür sind gleich 2 HDMI-Ausgänge mit an Bord, die in diesem OSD
anwählbar sind. Auch 2 Komponentenausgänge sind vorhanden

Flexibilität dank zwei HDMI-Ausgängen, so lassen sich Beamer
und Flachbildschirm ansteuern
Die Videosektion des SR8001 ist besonders bezüglich der Ausgänge blendend bestückt.
Gleich zwei HDMI- und zwei analoge Komponenten-Ausgänge stellen hier den Rahmen
dar. Und mit vier HDMI-Inputs wird auch ein bestechendes Niveau geboten. Natürlich
sind diese vielfältigen Möglichkeiten aber nur dann von wirklichem Interesse,
wenn auch die interne Signalverarbeitung nahezu fehlerlos arbeitet. Seinen Job
als HDMI-Switcher (gewünschter Eingang und Ausgang per OSD anwählbar) macht
der SR8001 praktisch perfekt. Auf unseren 7G Pioneer Referenzdisplays war die
Signalqualität nahezu auf identischem Level wie bei direktem Anschluss des
Players an das Plasmapanel. Wir haben mit dem Samsung BD-P1000 und mit dem Denon
DVD-2930 sowie mit dem Marantz DV-9600 getestet, und waren stets im höchsten Maße
zufrieden. Anschließend stellten wir dem SR8001 eine weitaus komplexere
Aufgabe: Ein in minderer FBAS-Qualität vorliegendes Videosignal soll zunächst
digitalisiert, dann de-interlact werden. Über die HDMI-Buchse verlässt das
Signal in 576p Auflösung den SR8001. Die Ergebnisse förderten nur einen
Nachteil an den Tag: Das vom SR8001 ausgegebene Bild ist, wie schon beim 7001
festgestellt, zu dunkel. Das sorgt dafür, dass in den dunklen Bildbereichen
Details und Konturen verschwinden. Leider bringt der 8001 keinen bordinternen
Video-EQ mit, mit dessen Hilfe man diese Problematik effektiv bekämpfen kann.
So bleibt dem Anwender dann nur der Griff zum (hoffentlich) brauchbaren
Helligkeitsregler des Bildwiedergabegerätes übrig. Abgesehen von dieser
Tatsache erzielt der SR8001 hervorragende Bewertungen. Der eingebaute
De-Interlacer agiert sehr vorteilhaft, was sich in der Praxis in einem scharfen,
flüssigen Bild ausdrückt. Gezielt werden Unschärfen und Unsauberkeiten des
FBAS-Signals ausgebügelt, die Farbsäume werden erstaunlich akkurat
wiedergegeben.
Videosektion:
|
De-Interlacing
|
ausgezeichnet
|
|
Signalwandlung
|
Sehr gut - ausgezeichnet
|
|
Durchschleifen von HDMI-Signalen
|
Hervorragend
|
|
Gesamtnote
|
Sehr gut – ausgezeichnet (leichte Abwertung, weil
kein Scaler vorhanden ist)
|
Fazit

AV-Receiver mit vielen Qualitäten: Der SR8001 fährt ein
herausragendes Testergebnis ein
Der Marantz SR8001 ist ein echter Charakterdarsteller, was ausgesprochen
wohltuend ist in unserer heutigen, trotz partieller Vielschichtigkeit auch in
weiten Teilen uniformen und eindimensionalen Welt. Er agiert sehr kraftvoll und
raumfüllend, was auch Verdienst seines für den Kaufpreis von knapp 1.800 €
überragenden Aufbaus ist: Was die Baugruppenqualität angeht, spielt der 8001
klar in einer höheren Liga, als Beispiele wären hier das verkupferte Chassis
und der hochwertige Ringkerntrafo zu nennen. Da ist es eigentlich leicht zu
verschmerzen, dass Features wie Netzwerk-Einbindungsmöglichkeiten oder ein
eigener iPod-Anschluss fehlen. Wir halten es für sinnvoller, bei den elementar
wichtigen Grundlagen zu investieren, anstatt den Ausstattungskrieg in die nächste
Runde zu führen. Nur einen Scaler hätten wir gern an Bord des
Marantz-Receivers gesehen. Allerdings ist die Videosektion ansonsten bestens
ausgestattet, sogar zwei HDMI-Ausgänge sind verfügbar – vorbildlich. Der
interne De-Interlacer agiert exzellent und somit besser als das Pendant in
vielen DVD-Spielern und Bildwiedergabegeräten.
Insgesamt in Ordnung geht das Bedienkonzept, nach etwas Eingewöhnung kommt man
mit der Fernbedienung gut zurecht. Die On Screen Menüs lassen kaum Spielraum für
Kritik. Diesen bietet dafür die Integration des Einmesssystems, im Detail
lassen sich hier Optimierungen vornehmen, die weitere Fortschritte bringen würden.
Bilanzierend präsentiert sich der SR8001 bezüglich seiner akustischen
Aussage als vielfältig talentiert und daher auch als flexibel einsetzbar. Mit
seinen drei Surroundaufpolierern und den verschiedenen anwählbaren EQ-Settings
bietet er sehr gute Anpassungsmöglichkeiten an Hörgeschmack und Equipment.
Seine enormen Leistungsreserven sind für die Preisklasse beispielhaft. Der Käufer
erwirbt für nicht einmal 1.800 € ein charismatisches, edles Stück Technik,
das vielleicht in mancher Einzelheit noch verbessert werden kann – aber nie
gab es so viel echtes Luxus- und Boliden-Feeling für so wenig Geld. Das wird völlig
verdient mit einer Preisklassenreferenz belohnt.
Akustisch vielschichtig agierender,
sinnvoll ausgestatteter AV-Receiver, der bereits für deutlich unter 2.000 €
echtes Luxus-Flair ausstrahlt

AV-Receiver obere Mittelklasse
Test 22. November 2006
Preis-/Leistungsverhältnis          
+ Enorme Leistungsreserven
+ Sehr nachdrückliche und raumfüllende Wiedergabe
+ Sehr flexible akustische Einsatzmöglichkeiten
+ Exzellente Stereoperformance
+ Deutlich über Preisklassen-Level liegender Innenaufbau
+ Zeitlos elegante, bolidenartige Optik
+ Für das Leistungsprofil hochinteressanter Preis
- Detailschwächen bei der Abstimmung des Einmess- und Room
EQ-Systems
- Etwas zu dunkles Bild bei einigen Videosignalverarbeitungsprozessen
Test: Carsten Rampacher
22. November 2006
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