TEST: JBL Studio L-Serie - Neuer Maßstab in der Liga bis 3.000 € ? (2/2)
Klang
Testequipment:
In allen Testreihen waren die Ergebnisse, die das Studio L
5.0-System erzielen konnte, exzellent. Bei unserer "Jarre in
China"-DVD, gewählte Tonspur DTS 5.1, überzeugte die raumfüllende,
homogene Wiedergabe. Langeweile kam nie auf, denn die effektgeladenen Stücke
wurden von den JBL-Lautsprechern herausragend umgesetzt. Effektkombinationen, die im schnellen Wechsel durch alle Lautsprecher
zirkulieren, wurden dynamisch und spritzig umgesetzt. Aber auch die
Detaillierung ist ausgesprochen überzeugend, das Resultat ist ein
vielschichtiges Klanggebilde, das für eine charismatische Wiedergabe von Jarres
Musikstücken sorgt. Im Bassbereich spendierten die großen Standlautsprecher
stets ein souveränes Fundament, auf dem sich der Rest des Klangspektrums nach
Herzenslust entfalten konnte.

Sehr
gut für die SACD-Wiedergabe: Separater Superhochtöner (oben) Für den SACD-Betrieb
sind die mit extra Superhochtöner in Hornform bestückten JBL-Boxen ebenfalls
gut gerüstet.
Wolfgang Amadeus Mozarts Klarinettenkonzert A-dur Köchelverzeichnis 622 (Multichannel-SACD)
förderte ganz erstaunliche Talente zu Tage, die man einem doch relativ
preisgünstigen Lautsprecherset nicht zugetraut hätte: Keine Spur von einer
oberflächlichen Wiedergabe mit undefiniertem Hochtonbereich - das Set klingt
klar, kräftig und frisch. Wenn man zum Vergleich den CD- und den SACD-Modus der
Disc anhört, können die JBL-Boxen gut den Unterschied verdeutlichen: Die
Hochtondarstellung bei Anwahl der SACD-Betriebsart klingt viel brillanter und
offener - Respekt, JBL! Auch sind die Lautsprecher in der Lage, Schwächen nicht
optimal abgemischter SACDs zu verdeutlichen. Damit widersprechen sie der
landläufig vorherrschenden Meinung, nach der gerade günstigere Lautsprecher
nicht fähig sind, solche Differenzen akustisch zu untermauern. Unser 5.1 Set
jedenfalls stellte klar dar, dass bei der Umsetzung von Carl Orffs "Carmina
Burana" auf einer Multichannel-SACD nicht unbedingt alles richtig gemacht
wurde: Das gesamte Klanggefüge wirkt zu flach, die Höhen stumpf - hier hätte
es der normale CD-Standard auch getan, so lieblose Umsetzungen sind den
prinzipiellen Möglichkeiten der SACD nicht würdig. 
Auch
die Stereoeigenschaften der JBL Studio L-Standlautsprecher gefallen praktisch
ohne Abstriche Sehr
gut kommen die Schallwandler auch mit der "Andrea"-CD von Andrea
Bocelli, der HDCD "The Essential James Bond" sowie mit schwungvollen
Walzern
von Johann Strauß zurecht. Bei allen Tonträgern haben wir nicht nur die
Qualität bei der Wiedergabe mittels Logic 7, also über alle fünf
Lautsprecher, überprüft, sondern haben uns auch den Stereoqualitäten von L880
und L890 gewidmet. Bei der Logic 7-Wiedergabe konnte das raumfüllende,
aber gleichermaßen frische und klare Klangbild begeistern. Das Klangbild fiel
mit homogener Verteilung positiv auf, die Balance zwischen Surround- und
Front-Beschallung war höchst harmonisch. Der Center konnte sich trotz bescheidenerer
Abmessungen sehr gut mit seiner Fähigkeit, eine breite akustische Bühne
aufzubauen, profilieren. Im Stereobetrieb waren wir im höchsten Maße erstaunt, denn vor
unserem geistigen Auge ließen wir nochmals die Stereoeigenschaften der Northridge
E100 Revue passieren - hier hat sich ein beachtlicher Wandel eingestellt,
denn die beiden Studio L Lautsprecher agieren ungemein kultiviert, ohne an
Dynamik einzubüßen. Auch feine Passagen wie z.B. bei "You only life twice"
(007-CD) oder der Beginn von Strauß' "Kaiserwalzer) lassen die L880 und vor
allem die nochmals souveränere L890 nicht alt aussehen. Sie sind in der Lage,
Details prima zu durchzeichnen und einen frischen Hochtonbereich zu produzieren.
Ausgezeichnet verstehen es die JBL Standlautsprecher auch, den Klang von
Instrumenten und Stimmen zu trennen. Dies zeigt sehr gut unsere "Andrea"-CD,
wo vor allem die L890 die Stimme Bocellis sehr schön im Raum platziert. Für
eine Box mit einem Stückpreis von unter 600 € ist dies eine exzellente
Leistung. Wir würden Stereoliebhabern raten, vorn wirklich die größere L890
einzusetzen - nicht, weil die 890 schlecht wäre, aber der Aufpreis von 100 €
pro Lautsprecher für den größere 890 ist alles andere als zu groß. Was wir
an dieser Stelle allerdings noch unbedingt hinzufügen müssen: Die Studio L ist
ein Lautsprecher, der nicht für Liebhaber des neutralen HiFi-Ideals mit 1:1
Klangwiedergabe geeignet ist. Dazu klingt die Box im Bassbereich zu voluminös,
die Grund-Klangtendenz ist trotz des klaren Hochtonbereiches warm und nicht
analytisch. Die Studio L Serie begeistert durch ihr hohes, in dieser Preisklasse
kaum zu toppendes Maß an homogener, gefälliger und doch dynamischer
Wiedergabe. Ein Präzisions-Sezierer ist weder die L880 noch die L890, die
filigranste Darlegung musikalischer Strukturen überlässt sie lieber anderen
Konkurrenten. Wir finden die Auslegung der Studio L-Boxen außerordentlich
gelungen - aus einem schlichten Grund: Denn dieser Lautsprecher ist
praxistauglich. Auch, wenn die JBL Boxen keinesfalls so undifferenziert agieren,
dass sie Software-Schwächen nicht aufdecken (siehe Orff-SACD), so sind die
Studio L-Lautsprecher doch in der Lage, aus einem beträchtlichen Teil an
Tonträgern ein gefälliges, dynamisches und klares Klangbild zu holen. 
Der
Center kann bei der Filmton- und Musikwiedergabe überzeugen Kommen
wir zur Wiedergabe von Filmton. Hier begeistern die großen Standlautsprecher
vorn und hinten mit einem kraftvollen, raumdurchdringenden Bass, der auch bei
großer Lautstärke nie gequält, sondern stets gelassen wirkt. Mit solchen
Tugenden macht auch der 007-Movie "Die Welt ist nicht genug" richtig
Spaß, bereits der furiose Bond-typische Start des Films mit
Bootsverfolgungsjagd über die Themse zeigt das Potential der JBLs auf. Der
Music Score wird ausgezeichnet eingearbeitet, so dass insgesamt ein
atmosphärisch dichter Gesamteindruck entsteht. Nicht nur die Standlautsprecher
gefielen uns hervorragend, sondern auch der Center: Obwohl gar nicht so groß
ausgefallen, wirkt der vordere mittlere Lautsprecher nie überfordert, sondern
behält immer den Überblick. Wenn beispielsweise Stimmen und Effekte
gleichzeitig aus dem Centerkanal kommen, sorgt der LC2 für eine akkurate
Trennung beider akustischer Anteile und mischt keinen akustischen Einheitsbrei
daraus. Auch bei Star Wars Episode III, "die Rache der Sith" kommen
die Tugenden des JBL-Systems sehr gut zur Geltung, und zwar in allen Szenen. Ob
Dialogsequenz oder Weltraumschlacht, immer stellt das Studio L-Set eine
vielfältige, dynamisch-klare Klangkulisse zur Verfügung. Kleine Nebeneffekte
lassen die Boxen nie als bedeutungslos verkümmern, sondern fügen diese mit
tadelloser Präzision in die Gesamtakustik ein. Die große L890 vorn ist es
insbesondere, die für das kraftvolle tieffrequente Fundament sorgt - viele
kleinere aktive Subwoofer sind der Bassgewalt der L890 unterlegen, nur, wer es
richtig tief mag, sollte sich noch einen sehr leistungsstarken
zusätzlichen aktiven Subwoofer für die Filmtonwiedergabe gönnen und diesen
aber erst tief unten bei 40 Hz anfangen lassen, zu arbeiten. Jede Art des Konkurrenzvergleiches endet
für die Studio L-Serie positiv - Kontrahenten, die besser sind, kosten deutlich
mehr, und preislich auf dem identischen Niveau liegende Systeme können fast
gänzlich nicht mit dem Level des JBL-Sets mithalten. Beginnen wir mit einer
"alten" Referenz, die preislich vergleichbar ist und zudem aus dem
gleichen Hause kommt: Der Infinity Beta-Serie. Im
direkten Vergleich zeigt sich, dass Harman Internationals JBL Division bei der
Studio L alles besser gemacht hat: Besonders bei "Star Wars Episode 3"
fällt der hörbar nachdrücklichere, aber auch weiter nach unten gehende
Bassbereich positiv auf. Auch bei "Minority Report" und bei "Behind
Enemy Lines" (beide Sequenzen von der 7. DTS Demo DVD) kann das Studio
L-Ensemble in der identischen Aufstellung (große Standboxen vorn und hinten:
Infinity Beta 50(JBL Studio L890 vorn, Infinity Beta 40/JBL Studio L880 hinten,
große Center: Infinity C360/JBL Studio LC2) für noch mehr Furore sorgen. Der
Bass ist sogar noch eine Idee präziser (bislang, siehe Test
JBL Northridge 5.0-Set, war ein sehr präziser Bass nicht eben JBL-Domäne
in diesen preislichen Gefilden)
als bei den Betas, bei den Explosionen im Ausschnitt aus "Behind Enemy
Lines" bietet das Studio L-Set deutlich mehr Fundament. Beim Infinity Beta
Set empfiehlt es sich gerade für solche Aufgaben, den Infinity Beta
SW-12 mit zur Rate zu ziehen, während der JBL
L8400, der zur Serie passende aktive Subwoofer, bei entsprechend
leistungsfähiger Elektronik nicht zusätzlich den Tiefbassbereich versorgen
muss - wer nach zusätzlichem Kick sucht, wird beim ausgezeichneten Studio
L-System nur Mängel in sehr tiefen Frequenzbereichen feststellen: Unter 40 Hz
reicht das Gehäusevolumen dann einfach nicht mehr aus, doch das sind
Frequenzbereiche, in denen man den L8400 zwar sehr wohl noch bemerkt, in denen
aber selbst mit Subwoofer nicht mehr absoluter Schub geboten werden. Wer hier noch massiv Druck und
Volumen haben will, muss kräftig investieren: Z.B. in den SVS PB12-Plus
oder in den Nubert nuLine AW-1500. Doch
nicht nur die Infinity Beta-Serie, auch sehr viel teurere Kontrahenten können
sich in manchen Teildisziplinen nicht vom Studio L-System absetzen: Dies gilt
beispielsweise für Pioneers
5.1 Set aus S-H810V, S-C80 und S-W250. Der sehr feingliedrige,
hochdetaillierte Sound der S-H810V sorgt zwar bei Klassik- und Jazz-Hörern,
denen Natürlichkeit und Präzision über alles gehen, nach wie vor für Furore,
doch die JBL-Konkurrenz entpuppt sich als hörbar pegelfester - selbst ohne
aktiven Subwoofer. Auch erzeugt das Studio L-Set mehr intensive Räumlichkeit,
gerade in größeren Lokalitäten wirkt es gelassener und souveräner als das
Pioneer-Ensemble, das ebenfalls mit vier großen Standlautsprechern und
ausladendem Center antritt. Natürlich für das Pioneer-Paket spricht die sehr
viel noblere Optik, die aber auch gut bezahlt werden möchte - zu so einem
Schnäppchen-Kurs wie die JBLs gibt es die schlanken Pioneer-Detailexperten
nicht. Hier müssen 4797 € für das komplette 5.1 Set den Besitzer wechseln,
und wer sich die Kosten für den Pioneer-Subwoofer sparen möchte, sollte sich
diesen Schritt genau überlegen: Ohne aktiven Sub tut sich nicht viel im Bassbereich - die 999 € für den
präzisen S-W250 sollten also auf jeden Fall auch Hörer investieren, die keine
Bass-Fanatiker sind. Dagegen nehmen sich die 2.595 € für das Studio L
5.0-Setup bescheiden aus. Man hätte sogar die Möglichkeit, gleich zwei (!)
L8400 Subwoofer noch hinzuzukaufen und hinten auf die große L890 upzugraden und
läge dann bei einem solchen Spitzen-System mit 4.393 € ( 2 x 799 € für die
L8400 und 200 € für das Surround-Upgrade von L880 auf L890) immer noch unter
der Pioneer-Lösung, die gerade bei großem Pegel und im großen Hörraum dann
gegen ein solches Setup kaum noch Chancen hätte. Nur klangliche Feingeister
würde sich nicht überzeugen lassen, so filigran wie die Pioneer-Boxen klingt
die Studio L-Serie nicht. 
Viel
Sound fürs Geld bietet die Studio L-Serie auf jeden Fall Schon eben wurde es kurz
angesprochen - nun kommen wir zum ausführlichen Vergleich: Das JBL Northridge 5.0-Set
kostet mit knapp 1.550 € zwar rund 1.000 € weniger als die Studio
L-Kombination, wer nun aber sich in Gedanken bereits zur Northridge-Kombi
greifen möchte, der sollte kurz innehalten: Unsere Test-Kombi hatte hinten nur
Regallautsprecher und keine Standboxen. Wählt man auch für hinten die
Northridge E100, ist man zusammen mit dem Center bereits bei 1.849 € gelandet.
Feilt man an unserem Test-Set noch mal 200 € ab, indem man vorn statt der L890
die L880 einsetzt, ist man bei 2.395 € für ein Set, das dem
Northrigde-Ensemble in jeder Disziplin hörbar überlegen ist - und bei der
Pegelfestigkeit, Domäne des Northridge-Sets, herrscht Gleichstand. Also spricht
wenig für die Northridge-Serie - dies muss man leider so hart sagen. Weitere
Konkurrenz droht in Form des Polk Audio LSi-Sets
- denn die LSi-15 als Frontlautsprecher macht bereits ohne aktiven Subwoofer
massiv Druck und überzeugt auch sonst akustisch restlos. Hinzu kommen die
Referenz-Verarbeitung und die hochelegante Optik. Nur: 3.946 € für das
5.0-Set, bei dem hinten die kleine LSi-7 zum Einsatz kommt, sind viel Geld. Wer
auf die Optik weniger Wert legt, kann daher auch zum Studio L-Ensemble greifen,
das zwar hausbackener aussieht, akustisch aber den Ton angibt - auch dank der großen
Standboxen hinten. Wenn man schon über 3.000 €
investieren und dies mit einer erstklassigen Akustik gerechtfertig haben
möchte, dann gibt es eigentlich nur zwei Alternativen: Das Nubert nuWave
125 und CS-65/AW-75-Set ist die erste Alternative.
3877 € lautet der Kostenpunkt inklusive dem aktiven Subwoofer AW-75. Nun
werden Sie sich fragen: Die nuWave 125 sind doch extrem ausladend, es wäre doch
angemessen, hier auch den AW-75 auszuklammern, dann käme man auf einen Preis
von 3.085 € und würde somit aus finanzieller Sicht sehr viel näher an das Studio L-Set
heranrücken. Zu bedenken ist jedoch der deutlich schlechtere Wirkungsgrad der
nuWave 125, der bei lediglich 86,5 dB und nicht bei 91 dB wie bei der JBL L890
liegt. Dass der Unterschied in der Praxis dann doch nicht ganz so groß ist,
liegt an den Unterschiedlichen Messmethoden. Nubert gibt den wert bei 1w/1m an,
- was an einer 4 Ohm-Last 2v/1m entspricht, während JBL den Wert bei 2.83v/1m
(also der doppelten Leistung) angibt. Daraus ergeben sich im Direktvergleich
folgende Resultate: Bei 2v/1m (entspricht 1w/1m): nuWave 125 : 86.5 db, JBL L890
: 88db. Bei 2.83v/1m (entspricht 2w/1m): nuWave 125 : 89.5 db, L890 : 91 db.
Also ist der resultierende Unterschied geringer als suggeriert, trotzdem sind
1,5 dB keine vernachlässigbarere Differenz. Daher gilt: Man kann die nuWave 125 zwar problemlos ohne aktiven Subwoofer betreiben, dann aber
braucht man schon eine leistungsfähige Elektronik. Von den prinzipiellen
Fähigkeiten her weist die nuWave 125, mit 965 €/Stück auch deutlich teurer
als die L890, den JBL-Kontrahenten in die Schranken: Hohe Dauerbelastung steckt
die 125er nochmals lockerer weg und agiert nochmals spritziger und dynamischer.
Selbst die CS-65 für den Surroundbetrieb können mit den großen L880 in Bezug
auf die Pegelfestigkeit mithalten, es ist schlichtweg sensationell, was Nubert
hier offeriert. Nur im Bassbereich bietet die L880 hörbar mehr. Insgesamt ist
das Studio L-Set das bessere Angebot für den insgesamt Budget-beschränkten
Käufer - von dieser Sorte gibt es ja bekanntermaßen viele Interessenten. Ein
nuWave-Set ohne aktiven Subwoofer ist für denjenigen interessant, der
kraftvolle Elektronik wie z.B. einen Marantz SR-9600
besitzt und preislich faire Lautsprecher sucht, die die gegebene Leistung
effektiv und akustisch überzeugend umsetzen. Das macht dieses nuWave-Set so
interessant: Die Boxen sind klanglich so überzeugend und so extrem
leistungsfähig, dass sie auch im Zusammenspiel mit AV-Boliden eine
ausgezeichnete Figur abgeben. Dies gilt auch für den zweiten harten
Konkurrenten, der gänzlich anders aufgebaut ist: Hierbei handelt es sich um das
Teufel Theater 8, gerade
auf 3.490 € (Cinema 5.1-Set) im Preis gesenkt. Hier kann man Heimkino-Enthusiasten nur
empfehlen, zuzuschlagen, mehr tieffrequenten Druck, mehr Tiefgang und mehr
Maximalpegel gibt es selbst für doppelt so viel Geld praktisch nicht. Da ist auch der Mehrpreis gegenüber dem Studio L
gut angelegt. Musikbegeisterte, die auch viel Stereo hören, werden sich
hingegen eher mit dem Studio L-Set anfreunden, das auch besonders bei der
Stereowiedergabe zu gefallen weiß.
Bewertung
Eignung Home Theatre          
Eignung Musik          
Pegelfestigkeit          
Fazit

JBL macht es vor: Solide, dynamische und pegelfeste
Standlautsprecher für wenig Geld
Unsere Studio L-5.0-Kombination kann sich glänzend in Szene
setzen - Lautsprecher mit so überzeugenden universellen Qualitäten muss man
zum günstigen Preis des JBL-Ensembles mit der Lupe suchen. Schwachpunkte
akustischer Art lassen sich kaum finden, dafür umso mehr Stärken: Die
Pegelfestigkeit der Standlautsprecher setzt in dieser Preisklasse Maßstäbe.
Deutlich teurere Kontrahenten können nicht mit der sauberen, druckvollen
Wiedergabe der Studio L-Lautsprecher L890, L880 und LC2 mithalten. Der
raumfüllende, kräftige Bass sorgt dafür, dass man in Verbindung mit einem
entsprechend dimensionierten Verstärker dieses 5.0-Boxenset auch ohne
zusätzlichen aktiven Subwoofer betreiben kann. Durch den guten Wirkungsgrad
reicht bereits ein tadelloser 600 € bis 1.000 €-AV-Receiver, um ein hohes Maß an
Basskraft zu entfesseln. Nur Tiefgang-Fans, die auch unterhalb von 40 Hz noch
eine volle Effektdarstellung wünschen, sollten einen zusätzlichen aktiven
Subwoofer mit weit nach unten reichendem Tiefgang beschäftigten. Doch die JBL
Studio L-Serie kann weitaus mehr als nur Pegel machen und druckvolle Bässe
erzeugen - und damit kommen wir zu einer handfesten Überraschung: Im Gegensatz
zur Northridge-Serie agieren die Studio
L-Schallwandler auch bei der Stellung seriöser Aufgaben souverän. Die
Hochtonwiedergabe ist keinesfalls schwammig oder zu dumpf, sondern gefällt
durch Lebendigkeit und den spritzigen Antritt. Die Mitteltondarstellung kann
ebenfalls rundherum überzeugen, der im Vergleich zu den Standlautsprechern sehr
deutlich kleinere Center kann sich mit einer ausgezeichneten, klar
strukturierten Stimmwiedergabe in den Vordergrund spielen. Dass die Standboxen
L880 und L890 ebenfalls sehr gut im Stimmen zurecht kommen, konnten sie bei der
Bewertung der Stereoqualitäten nachdrücklich unter Beweis stellen: Die Stimmen
erklangen klar und fundiert, zudem schafften es beide Standlautsprecher, die
Stimme von der Box zu lösen - für diese Preisklasse eine außerordentlich
überzeugende Leistung. Insgesamt bietet JBL mit dem optisch schlichten, aber
robust und langlebig verarbeiteten Studio L-5.0-Paket genau das, was viele
Käufer möchten: Ein extrem pegelfestes, universell einsetzbares und sehr
harmonisch sowie klar klingendes Lautsprechersystem, das für einen breiten
Interessentenkreis problemlos finanzierbar ist.
JBL zeigt, wie es geht: Maximale Pegelfestigkeit, ein
harmonischer, nachdrücklicher Klang, eine tadellose Detaillierung paaren sich
mit solider Verarbeitung und besonders günstigem Preis

Lautsprechersysteme Obere Mittelklasse
Preis-/Leistungsverhältnis          
Test 12. Januar 2006
+ Pegelfestigkeit setzt Maßstäbe
+ Sehr druckvolle und dynamische Wiedergabe
+ Durch kraftvollen Bassbereich kann man auf aktiven Subwoofer verzichten
+ Weitläufiges, facettenreiches Surround-Panorama
+ Center mit überragender Stimmwiedergabe auch bei hoher Lautstärke
+ Sehr gute Stimm-/Instrumentaltrennung
+ Ausgezeichnete Leistungen der Standlautsprecher auch im Stereobetrieb
+ Durch relativ hohen Wirkungsgrad auch in Verbindung mit preiswerter Elektronik
einzusetzen
+ Robuste Verarbeitung
- Eher einfaches Design
- Center sollte an der Wand montiert werden (Einschränkung der
Aufstellungs-Flexibilität)
Kurzübersicht:
Test: Carsten Rampacher
12. Januar 2006
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