TEST: Jamo A775HCS4 - Design und Klang in Harmonie?
31.07.2006 (cr)

Einführung
Beste Verarbeitung, ein exzellentes, schickes, aber nicht zu futuristisches
Design, und ein angenehmer, homogener Sound - all das soll das Jamo A775HCS4
für rund 3.000 € (UVP) miteinander verbinden. Vorn kommen zwei Standsäulen
namens A775 zum Einsatz, die vom A7CEN(terlautsprecher) flankiert werden. Sehr
kompakte Satelliten (A702) sind für die Surroundwiedergabe zuständig. Der
aktive Subwoofer A7SUB mit kraftvoller 500 Watt-Endstufe soll dem Bassbereich
Beine machen. Wir haben nachgeprüft: Ist das A775HCS4 eine verheißungsvolle
Alternative für den design-verliebten Mehrkanalfreund?
Verarbeitung

Die Jamo A-Serie erfreut mit schickem Design, das sich aber
hervorragend integriert und nicht durch zu hohe Progressivität aufregt

Bis ins letzte Detail überzeugt die hochwertige Verarbeitung

Gebürstetes, bestens verarbeitetes Aluminium findet sich auch
am A7CEN

Hocheleganter aktiver Subwoofer

Die Satelliten A702 überzeugen durch gut gemachte
Anschlussterminals

Nicht sehr praktisch: Die eigentlich prima ausgeführten
Anschlussterminals fürs Lautsprecherkabel liegen bei den A775 Standsäulen auf
der Lautsprecherunterseite. Bananenstecker sind somit von vorneherein kein Thema

Anschlussterminal des Centers. An dieses kommt man erst,
nachdem man die Wandmontage-Halterung abgeschraubt hat. der A7CEN ist für die
Wandmontage konzipiert
Mit knapp 3.000 € ist das Jame A-775HCS4 nicht eben günstig - allerdings
liegt der Marktpreis mit rund 2.500 € ein Stück unter der unverbindlichen
Preisempfehlung, was heutzutage keine Seltenheit ist. Im Gegenteil, Jamo bemüht
sich noch um ein realistisches Verhältnis von UVP und Kaufpreis. Wie dem auch
se: Für ca. 2.500
€ kann man eine Menge in Bezug auf ein akkurates Finish erwarten - und die
Jamo A-Serie enttäuschte uns nicht. Der erste Blick nach dem Auspacken fördert
direkt zu Tage: Alle Lautsprecher erfreuen nicht nur durch eine saubere, sondern
sogar durch eine überragende Verarbeitung. Hier verbirgt sich hinter dem
schicken Design keine schlappe Mogelpackung, sondern ausschließlich beste Qualität. Die
Anschlussterminals sind zwar ein wenig klein geraten, was es unmöglich macht,
Kabel mit mehr als 2,5 mm Querschnitt zu verwenden - dies ist aber bei einem
solchen designorientierten Lautsprechersystem kein echtes Problem. Bis 2,5 mm
ist es sehr einfach, das Kabel in die Terminals einzuführen. Die Standfüße
der beiden vorderen Säulen sind massiv und geben sehr sicheren Stand. Der
aktive Subwoofer ist ein echter Blickfang in seinem schwarzen
Klavierlack-Finish. Weniger beeindruckend ist hingegen, dass sich das
Anschlusspanel des direktabstrahlenden Basslautsprechers auf der
Geräteunterseite befindet. Hier muss der Anwender die speziell angewinkelten,
mitgelieferten Strom- und Cinchkabel verwenden - mit normalem Anschlussmaterial
hat man keine Chance. Sehr edel wirkt der blau beleuchtete Lautstärkedrehregler
des aktiven Subwoofers. Insgesamt eine reife Vorstellung des Jamo Systems, das
sich ausnahmslos exzellente Bewertungen sichert.
Übersicht:
(Noten: Ungenügend, mangelhaft, ausreichend, befriedigend, gut, sehr gut,
ausgezeichnet, hervorragend, perfekt plus alle Zwischennoten)
|
Merkmal
|
Jamo A-775HCS4 |
|
Erster optischer Eindruck
|
hervorragend
|
|
Oberflächenqualität
|
hervorragend
|
|
Qualität der Gehäuseecken/Passungen
|
ausgezeichnet
|
|
Qualität der Anschlussterminals inklusive aktivem Subwoofer
|
sehr gut - ausgezeichnet
|
|
Qualitätsniveau in Anbetracht des Kaufpreises
|
ausgezeichnet - hervorragend
|
|
Fazit
|
Das A7-System brilliert mit Bestnoten in der
Verarbeitungsdisziplin - sogar in Anbetracht des nicht eben niedrigen
Kaufpreises überzeugt das Finish voll und ganz. Gesamtnote: ausgezeichnet - hervorragend
|
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