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TEST: Infinity Sub/Sat-System TSS-4000  (2/3)
Ausstattung

Der Infinity TSS-4000 Subwoofer strahlt nach der Seite ab. Das 300 mm Basschassis bietet einige Reserven 

Eigenschaft Infinity TSS-4000
Set besteht aus  4 x identische Satelliten, 1 x Center,  1 x aktiver Subwoofer
Frontlautsprecher: Prinzip/Bestückung/Belastungswerte/Frequenzgang/
Impedanz/Wirkungsgrad
Dreiwege-Lautsprecher, geschlossen/4 x 87 mm MMD-Basschassis, 2 x 87 mm Mittelton-MMD-Chassis, 1 x 19 mm CMMD Hochtöner/Empfohlene Verstärkerleistung 10 bis 150 Watt/120 - 20.000 Hz/8 Ohm/89 dB
Centerlautsprecher: Prinzip/Bestückung/Belastungswerte/Frequenzgang/
Impedanz/Wirkungsgrad
Dreiwege-Lautsprecher, geschlossen/4 x 87 mm MMD-Basschassis, 2 x 87 mm Mittelton-MMD-Chassis, 1 x 19 mm CMMD Hochtöner/Empfohlene Verstärkerleistung 10 bis 150 Watt/120 - 20.000 Hz/8 Ohm/89 dB
Surroundlautsprecher: Prinzip/Bestückung/Belastungswerte/Frequenzgang/
Impedanz/Wirkungsgrad
Dreiwege-Lautsprecher, geschlossen/4 x 87 mm MMD-Basschassis, 2 x 87 mm Mittelton-MMD-Chassis, 1 x 19 mm CMMD Hochtöner/Empfohlene Verstärkerleistung 10 bis 150 Watt/120 - 20.000 Hz/8 Ohm/89 dB
Aktiver Subwoofer: Arbeitsprinzip/Leistung/Frequenzgang/Ausstattung Sidefire/400 Watt RMS/28 bis 150 Hz/Phasenregler 0/180 Grad (nicht stufenlos!), Lautstärkeregler, Regler für Übernahmefrequenz, Lautsprecherkabel-Anschlussterminals, Kaltgerätenetzsteckeranschluss
Konstruktive Besonderheiten Aktiver Subwoofer mit R.A.B.O.S Raumoptimierungssystem,  Ceramic Metal Matrix Diaphragm (C.M.M.D.) Hochtöner, Metal Matrix Diaphragm (M.M.D.) Tief- und Mitteltöner. Die C.M.M.D./M.M.D.-Technologie ermöglicht eine präzise, klare Wiedergabe, durch den Materialmix sind die Mebranen gleichermaßen steif wie leicht
Maße Satelliten/Center/Subwoofer (H x B x T) 584 x 105 x 111 mm/105 x 584 x 111mm/(B x H x T) 445 x 283 x 438 mm
Gewicht Satelliten/Center/Subwoofer 5,8 kg/5,8 kg/21,8 kg
Lieferbare Farben: platin
Kaufpreis ( 5.1-Set)  2.692 €
Fazit Ausgezeichnet, leistungsstarker Subwoofer mit parametrischem Equalizer, sehr gute Belastungswerte bei den Satelliten

Anmerkung: Die Angaben zu Belastbarkeit, Frequenzgang, Leistungsfähigkeit (Subwoofer) und Empfindlichkeit sind Herstellerangaben. Für aus etwaigen Fehlern in der Tabelle entstehende Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung

Nutzung des R.A.B.O.S.-Systems

Der Infinity TSS-4000 Aktivsubwoofer verfügt über R.A.B.O.S. (Room Adaptive Bass Optimization System), welches sich störendem Bassdröhnen widmet, das durch Raummoden verursacht wird. 
Hinter dem Begriff „Raummoden“ verbergen sich sogenannte "stehende Wellen", die beim Erreichen der Eigenresonanzfrequenzen des jeweiligen Hörraums auftreten. Die Eigenfrequenzen sind abhängig von der Größe des Hörraums beziehungsweise mit dem Abstand der Wände zueinander: Es kommt bei derjenigen Frequenz, deren Wellenlänge doppelt so groß ist wie der Abstand der parallelen Wände zueinander, zur Entstehung einer stehenden Welle, d.h., die entstehende Schallwelle wird zwischen den beiden Hörraumwänden mehrfach reflektiert.

Nun erklären wir schrittweise, wie man vorgeht, um die R.A.B.O.S.-Funktion sinnvoll zu nutzen.

Hier zunächst das Zubehör, welches für die Durchführung der R.A.B.O.S-Einrichtung erforderlich ist (alles im Lieferumfang enthalten, kein externes Zubehör außer einem Stift wird benötigt!): 

Hier Teil 1 des Zubehörs, welches im Lieferumfang des TSS-4000-Subwoofers enthalten ist. Links zu sehen ist das Schallpegel-Messgerät, in das die 9 V Blockbatterie eingelegt wird. Die mitgelieferte CD enthält Testtöne.

Ferner findet sich ein schwarzes Samttäschchen, das aber nicht für die Dame des Hauses zum Tragen bei der nächsten Cocktailparty bestimmt ist, sondern den Schallpegelmesser aufnimmt. Die darauf liegende Kunststoffschablone wird später wichtig, wenn die Bandbreite errechnet wird, innnerhalb der der EQ aktiv ist, und ermittelt wird, wie stark der dB-Peak abgeschwächt werden muss, um Bassdröhnen zu vermeiden. Im Lieferumfang befinden sich auch ein paar Seiten bereits vor-präpariertes Millimeterpapier. Auf der x-Achse sind die Frequenzen eingezeichnet, die die jeweiligen Passagen auf der Testton-CD mitbringen, und auf der y-Achse sind die Dezibelwerte eingezeichnet, die bei den betreffenden Frequenzen eintreten

Nun ist das Zubehör vorgestellt, und wir können zu den einzelnen Arbeitsschritten übergehen. 

Zunächst muss man sich auf der Rückseite des aktiven Subwoofers umsehen. Anfänglich muss der R.A.B.O.S.-Schalter in der rechten, d.h. eingeschalteten Position sein. Alle drei Regler des parametrischen Equalizers sind komplett nach rechts zu drehen. 

Weitere grundlegende Maßnahmen:

  1. Sollte der Verstärker oder Receiver über Loudnesseinstellungen verfügen, so sind diese zu deaktivieren.

  2. Klangregler entweder in die neutrale Mittenstellung drehen oder, wenn möglich, komplett deaktivieren.

  3. Alle Surround- und Effekt-Einstellmöglichkeiten deaktivieren und in den Stereobetrieb wechseln.

  4. In unserem Falle mit den TSS-4000 Satelliten alle Boxen auf "Small", aktiver Subwoofer auf "On", als Übernahmefrequenz empfehlen wir 100 Hz (trotz des laut Herstellers erst ab 120 Hz beginnenden Frequenzgangs).

  5. Während der Testläufe zur Messung und Kalibrierung nichts im Hörraum verändern. Die Geräuschemission im Hörraum sollte auf ein absolutes Minimum heruntergefahren werden. 

  6. Der mitgelieferte Schalldruckmesser muss eingeschaltet werden

  7. Der Hörer setzt sich an seine Standard-Hörposition und bringt das Schalldruckmessgerät in Ohrhöhe in Stellung.

Die Anzeigen am Schalldruckmesser:

  • Bei eingeschaltetem Gerät ist das Signal zu schwach: Dieser Zustand wird dadurch angezeigt, dass eine beliebige LED in der Anzeigenskala aufleuchtet. Sollte der Schallpegel im Raum so gering sein, dass keine Erfassung möglich ist, leuchtet eine grüne LED am unteren Ende der Skala. 

  • Normale Messungen: Sobald sich der Schallpegel innerhalb des Messbereichs befindet, erlischt die grüne LED und eine oder mehrere rote LEDs auf der Skala leuchten auf und zeigen den jeweiligen im Hörraum vorherrschenden Dezibel-Wert an. 

  • Übersteuerung: Wenn der Schalldruck den bis 0 dB reichenden Messbereich des Schalldruckmessers übersteigt, leuchten alle LEDs von 0 dB bis - 5 dB gleichzeitig. 

  • Schwache Batterie: Falls die Batteriespannung für korrekte Messungen bereits zu schwach sein sollte, leuchtet eine LED am unteren Ende der Anzeigenskala auf. In diesem Fall am besten gleich die Batterie austauschen. 

Nun beginnt die R.A.B.O.S.-Messprozedur. 

Die mitgelieferte CD mit Testtönen muss in den DVD- oder CD-Player eingelegt werden.

Zunächst ist der Referenzlautstärkepegel für das gesamte System einzustellen. Die Testton-CD wird in den CD- oder DVD-Spieler eingelegt, anzuwählen ist Track 2, zusätzlich empfiehlt es sich, die "Pause"-Taste zu drücken, damit die anderen Operationen in Ruhe durchgeführt werden können. Der Lautstärkeregler des Receivers/Verstärkers wird auf minimalen Pegel eingestellt. Dann die "Play"-Taste drücken, und das in Track 2 enthaltene Rosa Rauschen ertönt. Den Schalldruckmesser am Hörplatz entsprechend ausrichten und den Receiver/Verstärker-Lautstärkeregler so weit aufdrehen, bis auf der Skala des Schalldruckmessers die - 10 dB-Markierung erreicht wird. Dann ist die System-Referenzlautstärke erreicht. 

Im nächsten Schritt wird nun der Schallpegel für den aktiven Subwoofer justiert, auf dem dann die folgenden Messreihen basieren. Alle drei Regler auf der Rückseite des aktiven Subwoofers müssen ganz nach rechts gedreht werden. Der Pegelregler am Subwoofer ist in die 12 Uhr-Position zu bringen. Um passende Messergebnisse zu erhalten, muss der aktive Subwoofer recht laut spielen. Beim Einpegeln mittels Track 3 der Testton-CD ist dann die richtige Position des Lautstärkereglers des aktiven Subwoofers erreicht, wenn der Spitzenwert von 0 dB erreicht ist. Nicht passieren darf allerdings, dass alle LEDs von 0 dB bis - 5 dB leuchten, denn dann ist der aktuelle Pegel zu hoch, in diesem Fall muss man den Lautstärkeregler des aktiven Subwoofers wieder ein Stück zurückdrehen. 

Sind Gesamtsystemlautstärke und Subwooferlautstärke eingestellt, kann man sich den ab Track 4 folgenden Testtönen widmen. Diese gehen in verschiedenen Schritten von 100 Hz bis auf 20 Hz hinunter. Ein Sprecher sagt diejenige Frequenz, die der folgende Testton enthält, an. Das von Infinity mitgelieferte Millimeterpapier ist bereits "gebrauchsfertig", die auf der Testton-CD enthaltenen Frequenzen sind schon eingetragen. So kann man dann gleich mit dem ersten Track, der mit der 100 Hz-Sequenz beginnt, durchstarten (Track 4 auf der Testton-CD). Der mit dem Schalldruckmesser ermittelte Wert wird dann exakt ins Millimeterpapier eingetragen (z.B - 6 dB bei 100 Hz). Wichtig: Man muss dem Schallpegelmesser einige Sekunden Zeit geben, bis er exakte Werte anzeigt. Daher lieber die Messungen in Ruhe durchführen als in Hektik. Was noch wichtig ist: Möbelstücke oder sonstiges Zubehör im Wohnraum, welches starke Vibrationen oder Knarz/Knarrgeräusche bei entsprechenden Frequenzen verursacht, sollten im Interesse möglichst akkurater Messergebnisse "zur Ruhe gebracht" werden. Wir empfehlen, überflüssige Utensilien wie Blumenvasen, Zierteller etc. zumindest für den Zeitraum der Messungen aus dem Hörraum zu entfernen und z.B. knarrende Schranktüren mit einem Streifen Klebeband o.ä. zu beruhigen. 

Wenn man die 23 Messpunkte (100/95/90/85/80/77/72/66/63/56/52/49/46/43/40/38/35/30/26/24//22/21/20 Hz) abgearbeitet hat, sind 23 einzelne Punkte auf dem Millimeterpapier eingetragen, die man dann durch präzise gezeichnete Linien miteinander verbindet. Problemfall sind Messungen, die über 0 dB liegen, denn hier kann man nur abschätzen, wie hoch der Wert über den 0 dB liegt. Wer hier höchste Präzision möchte, muss mit einem aufwändigeren Pegelmessgerät und nicht mit einer eher einfachen Variante wie der dem TSS-4000 Subwoofer beigefügten Modell arbeiten. Meist jedoch liegen nur wenige Punkte über dem maximalen Wert - es ist leicht zu erkennen, dass eine derartige Überhöhung vorliegt, denn, wie bereits weiter oben beschrieben, leuchten in einem solchen Falle alle LEDs von 0 dB bis - 5 dB gleichzeitig. 

Schaut man sich nun die ermittelte Kurve an, so kann diese völlig unterschiedlich aussehen, abhängig von der Antwort des Hörraums. Auf jeden Fall aber ist es so, dass es mindestens einen Bass-Peak gibt, der aus der Masse heraussticht. Ob zusätzlich zu diesem einen Bass-Peak noch weitere Peaks in unserem Messbereich zwischen 100 und 20 Hz auftauchen, hängt von der Akustik des jeweiligen Hörraumes ab. Wir hatten - typisch für unseren Hörraum - auch bei den Testreihen mit dem TSS-4000 Aktivsubwoofer 2 Peaks, genauso wie bei den Kandidaten des Sub-Vergleichs zwischen Heco Celan Sub 38A, SVS PB12-Plus/2 und Teufel M11000

Nachdem die Kurve fertig ist, kann man nun den Kernpunkt der Operation angehen, nämlich die Höhe der Abschwächung für den höchsten Pass-Peak zu bestimmen, um anschließend die nötigen Einstellungen an den R.A.B.O.S-Reglern auf der Rückseite des aktiven Subwoofers vorzunehmen. Infinity bietet auch online die Möglichkeit, die gemessenen Werte in den R.A.B.O.S.-Assistenten einzugeben. Mehr verschiedene Modelle stehen auf der US-Website zur Verfügung: http://www.infinitysystems.com/homeaudio/webrabos/rabos1.aspx. Allerdings ist der TSS-4000 Aktivsubwoofer nicht aufgeführt, lediglich die Option "Other" am Ende der Liste kann angewählt werden, sollte keines der explizit aufgeführten Modelle dem eigenen Gerät entsprechen. Auf der deutschen Infinity-Website findet sich ebenfalls ein R.A.B.O.S.-Berechnungsprogramm: http://international.infinitysystems.com/homeaudio/webRabos/rabos1.asp?language=GERMAN. Der TSS-4000 Subwoofer ist allerdings nicht in der Modellauswahl enthalten, auch die Option "Others" fehlt. Nur Modelle aus den Prelude, Intermezzo und Interlude Serien sind aufgelistet. Die US-Website bietet zusätzlich z.B. das Modulus II zur Auswahl, das auch mit R.A.B.O.S. ausgestattet ist. 

Also werden wir unsere Berechnungen selber durchführen, was auch für normal talentierte Anwender kein größeres Problem sein dürfte. Zunächst wollen wir ein paar Worte über den parametrischen Equalizer verlieren. Die drei Regler auf der Subwoofer-Rückseite umfassen Frequenz, Pegel und Bandbreite. 

  1. Frequenz: Der EQ wirkt sich am stärksten auf eine Frequenz aus, die man normalerweise als die Mittenfrequenz bezeichnet.

  2. Pegel: Hier wird das Maß an Begrenzung eingestellt, die den Bass-Peak abmildert.

  3. Bandbreite: Hier wird der Frequenzbereich definiert, über den der Equalizer wirksam ist. 

Unter dem Graphen mit den Messwerten hat Infinity auf dem mitgelieferten Millimeterpapier gleich drei Felder vorgesehen: Frequency, Level (Pegel), Width (Bandbreite), hier können dann die Ergebnisse eingetragen werden, die später an den Einstellreglern des TSS-4000 Subwoofers eingestellt werden. 

Die Frequenz des R.A.B.O.S.-Equalizers lässt sich auf jede der 19 Frequenzen zwischen 20 und 80 Hz einstellen, hier wird festgelegt, bei welcher Frequenz die Korrektur greift, hier wählt man die Frequenz, die den höchsten Punkt des Bass-Peaks darstellt. Das Frequenzband (Bandbreite), auf das der EQ Einfluss ausübt, lässt sich in insgesamt 21 Schritten zwischen 5 und 50 % einer Oktave einstellen. "Oktave" ist ein logarithmischer Begriff. Ausgehend von einem beliebigen Punkt des Spektrums, ist eine Oktave oberhalb oder unterhalb dieses Punktes immer die doppelte oder die halbe Frequenz. Eine Oktave oberhalb von 100 Hz entspricht also dem doppelten Wert, somit 200 Hz, und eine Oktave unterhalb von 100 Hz entspricht dem halben Wert, also 100:2 = 50 Hz. Mittels der Bandbreiten-Justage wird festgelegt, in welchem Frequenzbereich die Wiedergabe des TSS-4000 Subwoofers entsprechend korrigiert wird. 

Mitten bei der Arbeit

Nun kommt die ebenfalls mitgelieferte Bandbreitenschablone zum Einsatz. Diese Schablone sieht unten aus wie die grafische Darstellung einer Resonanzüberhöhung. Ganz oben auf der Schablone ist ein verschiebbarer Zeiger angebracht, wenn der Zeiger bewegt wird, wird die Resonanzüberhöhung breiter oder schmaler. Wird nun diese Bandbreitenschablone aufs Messblatt gelegt, sollte sich die Mittelachse der Schablone über dem höchsten Resonanzpunkt befinden. Die waagrechten Linien der Schablone sollten mit denen des Messblattes übereinstimmen. Nun sollte der Zeiger so lange verschoben werden, bis die verstellbaren unteren Seitenteile der Schablone möglichst deckungsgleich mit der Frequenzüberhöhung ist. Eine VÖLLIGE Deckungsgleichheit wird in beinahe allen Fällen nicht gegeben sein. Dazu sind die Frequenzverläufe in den individuellen Hörräumen zu unterschiedlich. Ist die präziseste Position gefunden, muss man als Nächstes die korrekte Bandbreiteneinstellung vom Zeiger des Schiebers ablesen. Dieser Wert ist anschließend ins dafür vorgesehene Feld unterhalb des Messgraphen einzutragen. 

Als nächstes legen wir die Höhe des Pegels fest, mit dem der Bass-Peak abgesenkt wird. Von 0 bis - 14 dB kann der Pegel mittels R.A.B.O.S. abgesenkt werden. Nach der Optimierung eliminiert der EQ die größte und somit am meisten störende Überhöhung. Dadurch lässt sich die Basslautstärke breitbandig anheben, ohne den Mitteltonbereich zu übertönen. R.A.B.O.S. nimmt diese Lautstärkeanpassung automatisch vor. 

Nun muss die Bandbreitenschablone als Hilfsmittel zum Finden der richtigen Lautstärke eingesetzt werden. Platziert wird das Tool so wie eben beschrieben, zu fokussieren ist der Punkt auf der Seite mit den höheren Frequenzen der Resonanzspitze, der als erster aus dem Kurvenverlauf der Bandbreitenschablone herausfällt, bei uns war es der Punkt bei 52 Hz. Von diesem Punkt an bis zu den maximal 100 Hz  - in unserem Fall insgesamt 11 Messpunkte - wird dann der Durchschnittswert der Messpunkte errechnet, in unserem Falle war es 38,4 Hz. Dieser Wert wird anschließend durch die Anzahl der Messpunkte - in unserem Falle 11 - geteilt, was dann einem Wert von 3,5 entspricht. In unserem Fall entspricht das Ergebnis nicht einer ganzen Zahl, dann ist auf die nächstkleinere ganze Zahl abzurunden, bei uns wird also ein Wert von 3 in das Feld "Pegel" eingetragen. Nun sind alle Einstellwerte komplett, und mittels der unten abgebildeten Tabelle kann nun die Einstellung hinten am aktiven Subwoofer vorgenommen werden. Jeder Wert entspricht einer Rasterung am betreffenden Drehregler. Natürlich kann es nicht immer eine hundertprozentige Übereinstimmung geben - unserer Pegelkorrektur von 3 dB kommt z.B. die 2,9 dB Einstellmöglichkeit des TSS-4000 Subwoofers am nächsten, unserer Frequenz von 39 Hz die 38 Hz oder die 40 Hz Einstellung, und unserer Bandbreite die 16,5 % Einstellung an den R.A.B.O.S.-Reglern.

Weitere Empfehlungen:

  1. Bei einer auftretenden klar definierten Resonanzspitze ist einfach die eben beschriebene Methode anzuwenden.

  2. Bei 2 Resonanzspitzen sollte man sich normalerweise der Abschwächung der stärker ausgeprägten Resonanzspitze widmen. Allerdings: Hat die deutlicher ausgeprägte Resonanzspitze die niedrigere Frequenz, könnte eine Absenkung der eigentlich weniger ausgeprägten 2. Resonanzspitze, die bei einer höheren Frequenz zu beobachten ist, mehr Erfolg in der Praxis bringen. Resonanzspitzen bei höherer Frequenz wirken sich störender aus als welche bei niedrigeren Frequenzen bis ca. 45 Hz - wenn nicht die bei der niedrigeren Frequenz auftretende Resonanzspitze extreme Ausmaße annimmt und z.B. aus der Skala des Messgerätes bzw. des Graphen heraussticht. Die weiteren Berechnungen werden wie bereits oben beschrieben durchgeführt, allerdings ist eines zu beachten: Wenn die gerade eben behandelte, bei der höheren Frequenz auftretende Resonanzspitze nicht die 0 dB-Markierung erreicht, die bei der niedrigeren Frequenz auftretende Resonanzspitze jedoch schon, muss nochmals der Pegelwert für die Abschwächung korrigiert werden. Wenn man also eigentlich z.B. 8 dB als Abschwächung errechnet hat, müssen von diesen  8 dB noch der höchste Wert der gerade behandelten, höher frequenten Resonanzspitze abgezogen werden. Nehmen wir an, die bei der höheren Frequenz auftretende Überhöhung hat einen maximalen Wert von 2 dB, müssen 2 dB von 8 dB abgezogen werden, somit bleiben 6 dB übrig, die entsprechend justiert werden. 

  3. Tritt nach oder vor einer Resonanzspitze ein extremer Frequenzeinbruch - z.B. - bis auf - 16 dB - auf, so ist dies auf Auslöschungseffekte zurückzuführen, die an der bisherigen Hörposition aufgrund der Beschaffenheit des Hörraums auftreten. Daher ist es in einem solchen Fall empfehlenswert, die Hörposition leicht - nicht drastisch - zu verändern. Nach dem Einnehmen der neuen Position sollte der Titel auf der Testton-CD angewählt werden, dessen Frequenz dem tiefsten Punkt des Frequenzeinbruchs entspricht. Das Messergebnis wird nun noch fast identisch zu dem vorher ermittelten sein. Wenn man nun den Schalldruckmesser in einem Radius von ca. 30 cm hin- und herbewegt, sind große Pegelunterschiede festzustellen. Ziel ist es nun, eine Position ausfindig zu machen, bei der der dB-Wert in etwa das identische Maß wie bei den benachbarten Messpunkten erreicht. Die Position, deren dB-Wert den benachbarten Punkten zum größten Teil entspricht, ist die neue Testposition. Dann beginnt das Prozedere wieder von vorn, mit der Kalibrierung des Referenzpegels beim aktiven Subwoofer. 

 

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