EXKLUSIVER XXL-TEST: Denon AVC-A1XVA (9/12)
Ausstattungsübersicht
Ausstattung und Features AVC-A1XVA, Teil 4: Netzwerkfunktionen,
Steuerung des AV-Verstärkers über den PC
Der AVC-A1XVA verfügt über vielfältige Netzwerkfunktionen. Das bisher verfügbare Upgrade I für die erweiterten Netzwerk- und Internet-Fähigkeiten (199 Euro) ist in einer nochmals aktualisierten und verbesserten Variante bereits ab Werk integriert. Über einen entsprechenden Internet-Zugang (DSL über
Router) verwandelt sich der AVC-A1XVA
zum "Internet-A/V-Receiver", der auch in die umfassenden Welten
des Internet Radio vordringt. Als Streaming-Client
(PnP- und DLNA-kompatibel) eingesetzt bringt er zudem die auf dem PC gespeicherten Audiodaten in den Formaten MP3, WMA oder
WAV/LPCM in klanglich gefälliger Form zur Geltung.
Die für den akkuraten Betrieb notwendige DLNA-kompatible Streaming-Software (wie etwa Windows Media
Connect, Nero Media Home oder Twonky Vision) macht Computer zum Musikserver für den AVC-A1XVA. Eine schnellere Navigation sowie verbesserte Menüs mit praktischen Funktionen wie der Titelauswahl während der Wiedergabe erhöhen den Bedienkomfort deutlich. Den Weg ins vernetzte Musikvergnügen ebnet die LAN-Schnittstelle, die eine unkomplizierte Einbindung des AVC-A1XVA in ein Computer-Netzwerk mit Internetzugang ermöglicht. DHCP
(Dynamic Host Configuration Protocol)- und AutoIP-Unterstützung erleichtern die notwendige Adresszuweisung bei der Konfiguration. Da der AVC-A1XVA auch einen Webserver enthält und über eine eigene IP-Adresse verfügt, können
technisch interessierte Anwender ihren A/V-Verstärker auch schnell und bequem an jedem Internetfähigen Computer über einen Browser wie den Internet-Explorer einstellen und die komplette Konfiguration als Backup sichern.
Das Einstellmenü für die Steuerung über das Internet
(WebControl) wurde zudem auch an kleinere Displays angepasst, so dass der Heimkino-Operator jetzt auch die Konfiguration der A/V-Steuerzentrale über handliche PDAs mit WLAN-Schnittstelle drahtlos durchführen kann. Wer also einen geeigneten PDA besitzt, kann diesen somit als zusätzliche Fernbedienung zum Beispiel für das Musik- und Filmvergnügen in einer zweiten Zone verwenden.
Hier die Netzwerkeinstellungen aus dem OSD des AVC-A1XVA:

Im Option Setup finden sich unter Punkt 7 die
Netzwerkeinstellungen

Entwender man kann eine automatische Zuweisung der IP-Adresse
aktivieren ("DHCP" auf "On") oder aber eine IP-Adresse
manuell eingeben ("DHCP" auf "off"). Hinter dem Begriff "DHCP"
verbirgt sich die Bezeichnung "Dynamic Host Configuration Protocol".
Klingt kompliziert, heißt aber nichts anderes, als dass ein Router mit DHCP in
der Lage ist, eigenständig die automatische IP-Adressvergabe in die Hand zu
nehmen. Der Hintergrund der automatischen Adressvergabe: Gerade im Internet
ist das Festlegen der IP-Adressen sehr aufwändig, da das System ständig in
Bewegung ist: Laufend ziehen Teilnehmer um, melden sich neu an oder melden sich
ab.
Ein als DHCP-Server arbeitender Router greift auf einen genau definierten Pool
aus IP-Adressen zu, aus dem er den angeschlossenen Netzwerkkomponenten die
IP-Adressen zuweist. Für den Benutzer bedeutet dies: Weniger Arbeit durch das
Einsparen der manuellen Adressvergabe. Weiterer Vorteil: Da nicht alle
Teilnehmer zeitgleich aktiv sind, ist es möglich, die identische IP-Adresse
nacheinander an verschiedene Netzwerkkomponenten zu verteilen.

Im Netzwerk-Optionsmenü finden sich weitere
Einstellmöglichkeiten und die Angabe der MAC-Adresse. "MAC" steht
für "Media Access Control", und stellt zwölf
Zeichen lange, nicht änderbare physikalische Adresse einer Komponente dar
Hier verschiedene Screenshots zum Thema Steuerung über den PC:

Der Anwender kann den verschiedenen Hörzonen eigene Namen
geben. In diesem Menü sind verschiedene Grundfunktionen, wie die Wahl der
Quelle und der Surroundmodus, mittels PC einstellbar

Nutzt man einen PDA, so ist die Ausgabe eines
Basis-Kontrollbildschirms auch in verkleinerter Auflösung möglich

Mittels PC-Menü lassen sich die Pegel aller Lautsprecher
verändern

Weitere Einstellmöglichkeiten

Der komplette Auto Setup- und Room EQ-Einmessvorgang lässt
sich auch mittels des PCs starten

Übersichtliche Darstellung des Lautsprecher-Setups

Sogar der manuelle EQ lässt sich bedienen

Die Zuweisung der digitalen Eingänge kann man auch sehr
komfortabel mittels PC vornehmen

Das Gleiche gilt auch für die Video-Anschlüsse und das
Scaling/HDMI-Setup (siehe auch Bild unten)


Hier die Advanced Playback-Funktionen

Die Lautstärke für die verschiedenen Hörzonen lässt sich
ebenfalls steuern
Fazit Ausstattung
Denon brennt beim AVC-A1XVA ein außergewöhnliches
Ausstattungs-Feuerwerk ab, das in dieser Fülle und in dieser Konsequenz wohl
momentan auf dem Gebiet der AV-Verstärker einmalig sein dürfte. Man kann den
AVC-A1XVA nicht auf dem "falschen Fuß" erwischen, vielmehr kann er in
jeder Teilkategorie voll punkten. Bemerkenswert ist auch die Upgrade-Politik von
Denon, denn anstatt zwar mit modularem Aufbau vorzusorgen, dann jedoch keine
Update- und Upgrademöglichkeiten zu offerieren, setzt Denon auf eine stetige
Weiterentwicklung, was wir ebenso begrüßen wie die Tatsache, dass der große
Bolide sogar prinzipiell (z.B. hinsichtlich der Spannungsversorgung) bereits auf
die neuen Tonnormen DTS-HD und Dolby Digital Plus vorbereitet ist. Der AVC-A1XVA
begeistert mit einer makellosen Audioausstattung, deren Highlight zweifelsohne
die völlig frei konfigurierbare Hochleistungsendstufe ist. Videoseitig wird
alles geboten, was für die Übernahme der Rolle eines hochwertigen
Videoprozessors nötig ist. Netzwerkfunktionalitäten inklusive
Steuerungsmöglichkeit mittels eines angeschlossenen PCs sowie die umfangreichen
Multiroom-Optionen mit Steuerung von bis zu 4 Hörzonen runden die
Galavorstellung des AVC-A1XVA ab, der damit ganz klar die höchste Auszeichnung
verdient: Gesamtnote Perfekt.
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