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EXKLUSIVER XXL-TEST: Denon AVC-A1XVA (8/12)
Ausstattungsübersicht
Ausstattung und Features AVC-A1XVA, Teil 3: Videosektion und Multiroom

Der AVC-A1XVA ist nicht nur hochwertige Audio-Schaltzentrale, sondern auch gleich noch erstklassiger Videoprozessor. Hier finden Sie eine Übersicht über die Möglichkeiten, die der AV-Verstärker videoseitig bietet:

  • Videowandler für analoge Videosignalwandlung. Z.B. können S-Video und FBAS-Signale in Komponentensignale umgewandelt werden

  • Analog-digitale Videokonvertierung. Analoge Komponentensignale, S-Video- und FBAS-Signale können in digitale HDMI-Signale (Komponente, RGB) umgewandelt werden

  • Skalierung. Niedriger auflösende Signale können mittels des internen Scalers auf 1.280 x 720p, 1.920 x 1.080i oder 1.920 x 1.080p umgerechnet werden. Die Signalausgabe von kopiergeschütztem Material erfolgt über HDMI, nicht kopiergeschütztes Material kann hochskaliert auch über den Komponentenausgang ausgegeben werden.

  • De-Interlacing. 

Nun werden sich nicht wenige die Frage stellen: Wer einen Boliden vom Schlag eines AVC-A1XVA kauft, hat doch sicherlich bereits einen potenten DVD-Player beziehungsweise hat vor, sich ein entsprechend dimensioniertes Gerät zuzulegen. Generell gesehen ist dies nicht ganz korrekt. So ist die Vorstellung nicht der Realität entsprechend, dass jeder Anwender, der einen AVC-A1XVA kauft, auch im Besitz eines DVD-Players ist, der die gesamte Funktionsvielfalt in der ausgezeichneten Qualität aufbietet, die der AVC-A1XVA realisieren kann. Vielmehr ist z.B. die Möglichkeit gegeben, dass der Käufer eines AVC-A1XVA noch einen sehr hochwertigen älteren DVD-Player wie zum Beispiel einen Onkyo DV-SP800 oder einen Denon DVD-A1 besitzt, der z.B. akustisch bzw. von der hochwertigen Anmutung her noch bestens in die AV-Anlage passt, visuell aber nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist. Gleichzeitig aber steht ein modernes Highend Flatpanel mit HDMI-Eingang zur Verfügung, an das man den älteren DVD-Player nur noch analog anschließen könnte. In solchen Situationen ist der AVC-A1XVA voll in seinem Element und kann nun den Part des hochwertigen Videoprozessors übernehmen.  So paradox es klingt und so ungern Denon dies hören wird, aber der AVC-A1XVA eignet sich bei weitem nicht nur als Spielpartner zum Highend-DVD-Player des Hauses, dem DVD-A1XVA. Vielmehr ist es bei dieser Kombination so, dass man sich verschiedene Funktionalitäten wie hochwertigstes Scaling und De-Interlacing gleich doppelt einkauft, aber letztendlich beim Betrieb ausschließlich zwischen AVC-A1XVA und DVD-A1XVA nur ein Gerät voll ausnutzen kann. Anders sieht es wiederum aus, wenn man z.B. zusätzlich einen hochwertigen 2. DVD-Player oder einen DVD-Recorder betreibt, der dann die Video-Processing-Fähigkeiten des AVC-A1XVA ausnutzen kann. 

Über das Video Setup-Basismenü kommt man in die verschiedenen Submenüs, um alle visuellen Parameter wunschgemäß einzurichten

Der Denon kann von der analogen auf die digitale Ebene konvertieren. Beim obersten Menüpunkt schaltet man die Funktion ein oder aus

Bei "Resolution" kann man die gewünschte Ausgabe-Auflösung eingeben. Merke: Wer den hervorragenden De-Interlacer des AVC-A1XVA nutzen  möchte, muss an hochskalierten Auflösungen entweder 720p oder 1.080p anwählen. Die hier unterlegte 1.080i-Auflösung umgeht den  internen De-Interlacer, hier muss das Bildwiedergabegerät das De-Interlacing übernehmen

Mittels des On Screen Displays kann der Anwender auch entscheiden, bei welchen Video-Quellen der Videokonverter aktiv sein soll und bei welchen nicht

Interessant ist noch ein Hinweis auf die D.D.V.C.-Technik des AVC-A1XVA: Denon verbaut gleich zwei hochwertige 216 MHz/12-Bit Video- Digital-Analog-Wandler im AVC-A1XV, einer kümmert sich um Progressive- , der andere um Interlaced-Signale. Denon nennt diesen aufwändigen Aufbau Dual Discrete Video Circuit - die Signalverarbeitung für Interlaced- und Progressive-Betrieb ist komplett getrennt und  unabhängig voneinander. Störende Beeinflussungen können so effektiv minimiert werden, was eine Optimierung der Interlaced- und der Progressive-Darstellung ermöglicht. Zudem verfügen die Video-D/A-Konverter über NSV (Noise Shape Video), um die Bildqualität weiter zu verbessern. Die Arbeitsweise von NSV: Noise Shape Video verwendet Multi-Bit-Sigma-Processing mit vielfachem Oversampling und Bit-Shuffling, um das Video- oder Konvertierungsrauschen in einen höheren Frequenzbereich zu verschieben. So kann man die Verschiebung in einen Teil des Frequenzspektrums vornehmen, in dem das Video- oder Konvertierungsrauschen mittels eines analogen Filters leichter eliminiert werden kann. Resultat dieser Operation: Eine extrem hohe Linearität im Videofrequenzgang und praktisch kein störendes Bildrauschen mehr, oder, kurz gesagt: Eine überdurchschnittlich akkurate Signal-Reproduktion. 

Selbstverständlich ist eine Audio Delay-Funktion (diese gleicht Laufzeitunterschiede des Videosignals aus, wenn es im Vergleich zum Audiosignal länger zur Übertragung benötigt. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn das Videosignal durch De-Interlacing-Operationen "fit" für die Progressive Scan-Wiedergabe gemacht wird). mit Einstellbereich von 0 bis 200 ms für jeden Eingang separat einstellbar.

Multiroom:

Vielfältige Multiroom-Einstellmöglichkeiten kennzeichnen den AVC-A1XVA

Immer wichtiger wird der Themenbereich Multiroom. Hierbei geht es darum, den AV-Verstärker oder -Receiver nicht nur für die Beschallung eines Raums, sondern gleich mehrerer Räume zu verwenden. Das "klassische" Multiroom beschränkte sich meist auf zwei Hörzonen, zur Haupt-Hörzone kam noch eine weitere hinzu. Seit es viele 7.1-Geräte gibt, kann man oft die beiden Back Surround-Endstufen wahlweise auch für den Multiroom-Betrieb nutzen. Zuvor waren Pre-Outs für den zweite Hörzone der einzige Weg zum Sound im anderen Raum, an diese Pre-Outs wurden dann Endstufen gehangen. Natürlich verfügen auch 7.1-Geräte nach wie vor über diese Pre-Outs, denn es kann schließlich sein, dass eine 7.1 Konfiguration im Hauptraum bevorzugt wird. Seit einiger Zeit ist es zusätzlich möglich, nicht nur Audio- sondern auch Videosignale in eine zweite Hörzone zu befördern. Denon geht bei seinem Top-Boliden noch mehrere audiovisuelle Schritte weiter:  Beim AVC-A1XVA wird Multroom-Support für bis zu vier Hörbereiche geboten. Die Ausstattung für Multiroom umfasst 22 Vorverstärkerausgänge, davon sind bis zu 9.3 Kanäle für die Hauptzone konfigurierbar und bis zu 7.1 Kanäle für Zone 2. Hinzu kommen Stereo-Vorverstärkerausgänge für die Zonen 2, 3 und 4. Völlig neu ist die volle Funktionalität für die Zone 2: Bis zu 7.1-Multikanalton von jeder beliebigen Quelle (analog oder digital koax/optisch) simultan zur Hauptzone (komplettes 2. Heimkino) ist möglich, es steht ein eigener 32 Bit SHARC-Fließkomma-DSP nebst vollständigem Lautsprechersetup mit Bassmanagement und Laufzeitkorrektur zur Verfügung, alle Surroundformate (u.a. DTS ES Matrix/Discrete 6.1, Dolby PLIIx), Denon AL24 Plus-Processing und alle Denon-DSPs (u.a MUltichannel-Stereo) können eingesetzt werden, ein Audio Delay ist abrufbar, ein Hochpass schaltbar, es findet sich ein separates Zone 2-On Screen-Display sowie eine Farbkomponenten-Videokonvertierung. Die "User Mode"-Tasten sind separat belegbar. Für Zone 3 ist möglich: Stereoton von Analogquellen, Klang- und Balancereglung, Hochpass schaltbar, S-Video-Umschaltung. Für Zone 4 ist möglich: Stereoton von Analogquellen, Klang- und Balancereglung, Hochpass schaltbar.

Eingebaut ist auch eine Pegel-Limit-Funktion, für die einzelnen Hörzonen getrennt einstellbar. Möglich ist ein Muting in drei Schritten: -20dB, -40dB, -unlimited. Der Hintergrund: Wenn z.B. die erste Hörzone das Heimkino ist, wo auch mit hohen Lautstärken gehört wird, die zweite Hörzone jedoch das Wohnzimmer, wo nicht unbegrenzte "Pegelorgien" stattfinden sollen, kann hier eine Limit-Funktion gesetzt werden.

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