EXKLUSIVER XXL-TEST: Denon AVC-A1XVA (3/12)
Innerer Aufbau, Teil 1: Konzeptvergleich
AV-Verstärker vom Schlage eines AVC-A1XV sind natürlich nicht nur von
Außen betrachtet ein Genuss fürs Auge des versierten Anwender, sondern bieten
auch jede Menge innerer Reize. Der saubere, konsequente Aufbau des Denon ist
auch in diesen Preisgefilden nicht selbstverständlich. Wir stellen Ihnen hier
den Aufbau des Denon AVC-A1XVA im Vergleich mit anderen Konzepten der Konkurrenz
vor.

Modellbeispiel für AV-Bolidenaufbau: Der Denon AVC-A1XVA
überzeugt mit perfekter innerer Verarbeitung. Gut zu sehen sind die beiden
großformatigen Aluminiumkühlkörper und das neue Videoboard, welches im
hinteren Geräteteil befestigt ist

Ähnlich aufgebaut präsentiert sich der Denon AVC-A11XV,
doch es finden sich kleinere und größere Unterschiede. So ist beim AVC-A1XVA
der nochmals größer dimensionierte Trafo noch stabiler befestigt, die großen
Hauptkühlkörper sind extra schwarz lackiert, damit Hitze noch effektiver
abgeführt werden kann. Insgesamt wirkt der gesamte Aufbau noch stringenter,
noch hochwertiger, was in Anbetracht des Preises auch nicht verwunderlich ist

Für knapp 2.400 € zeigt auch der Harman Kardon AVR-7300
einen äußerst ansprechenden inneren Aufbau. Nur die etwas wirre Verkablung
stört, der große Ringkerntrafo (vorn im Bild verdeckt) und die
Kühlkörperanordnung sowie Kühlkörperdimensionierung sind für diese
Preisklasse hervorragend.

Interessanter Vergleich: Der Denon AVR-4306
ist für 1.999 € ein voll ausgestatteter und wohlklingender AV-Receiver,
man sieht aber deutlich, dass er den konsequent auf bestmögliche
Signalverarbeitung und Signalqualität abzielenden Aufbau seiner großen
"Brüder" AVC-A11XV und AVC-A1XVA nicht bieten kann. Dies ist aufgrund des
deutlich geringeren Preises auch nicht verwunderlich. Gerade die Gestaltung des
Innenlebens beweist, was auch die akustischen Bewertungen später untermauern: Mit einem
"normalen" Aufbau und ordentlichen, aber nicht überdurchschnittlichen
Baugruppen lassen sich höchst beachtliche Klangerlebnisse erzielen, gegen einen
"echten" Boliden mit Lehrbuchaufbau ist ein solches Gerät aber
chancenlos.

Innen anders aufgebaut als der AVC-A1XVA ist der Pioneer VSA-AX10Ai-S,
dessen Trafo nicht zentriert in der Gerätemitte platziert, sondern dezentral
(links im Bild) untergebracht ist. Die Kühlkörper sind nicht ganz außen am
Gehäuse, sondern innen in nahem Abstand zueinander platziert. Dazwischen findet
sich die Endstufenelektronik. Sehr gut zu sehen ist das teure verkupferte
Chassis des Pioneer. Insgesamt finden wir hier einen anderen, jedoch auch sehr
sauberen und konsequenten inneren Aufbau vor. Bedingt durch die Tatsache, dass der
Denon AVC-A1XV über 10 Endstufen und jede Menge Zusatzfunktionen verfügt, sind
die Baugruppen speziell für die Stromversorgung beim Denon deutlich größer
dimensioniert

Mit seinem vollmodularen Aufbau verfolgt der
Onkyo TX-NR5000E wiederum ein anderes Konzept. Wie bei Denon kommt aber
auch beim 5.500 € AV-Receiver TX-NR5000E ein besonders hochwertiger
Ringkerntrafo zum Einsatz. Der hintere Teil des AV-Receivers ist ähnlich wie
bei einem Desktop-PC aufgebaut. Es finden sich Einschubmöglichkeiten für neue
Upgrade-Karten, die bestehenden lassen sich auf Wunsch einfach herausziehen und
austauschen. Der vordere Teil des Gehäuses ist der eigentlichen Vor- und
Endstufensektion vorbehalten

Ähnliche Aufbauprinzipien wie Onkyo verfolgt Rotels Vorstufe
RSP-1098, allerdings steht hier im Geräteinneren weitaus mehr Platz zur
Verfügung, weil es sich um eine reine Vorstufe handelt

Bereits der Aufbau deutet an, dass reine Endstufen wie die Rotel
RMB-1095 sehr gute Voraussetzungen für eine immens hohe Leistungsfähigkeit
mitbringen. Besonders ins Auge sticht der gigantische Trafo
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