EXKLUSIVER XXL-TEST: Denon AVC-A1XVA (11/12)
Exakte akustische Analyse
Hier wird gerade eine nächste umfangreiche Testreihe
vorbereitet
Einige Aufstellungsänderungen sind noch vorzunehmen, dann
kann es losgehen. Unser großes Nubert nuLine Set erwies sich als exzellenter
Spielpartner für den Denon AVC-A1XVA
Wer optisch auf ein schickes Erscheinungsbild steht, nicht zu
viel Geld ausgeben möchte, aber trotzdem einen kräftigen Klang schätzt, der
kann mit dem außerordentlich ausgewogenen Canton Karat Set sehr glücklich
werden, selbst wenn ein außergewöhnlich hochwertiger AV-Receiver daran
betrieben wird. Die Karats scheuen nicht den Kontakt, sondern blühen regelrecht
auf. Ein großer Canton Karat Test erscheint bereits in Kürze bei uns.
Für die Filmtonwiedergabe ist der Room EQ besonders nützlich
Übersicht:
Bildwiedergabegeräte zur Überprüfung:
Zuspieler zur Überprüfung:
Lautsprechersets/Boxen-Paare zur Überprüfung:
-
Sets bestehend aus Nubert nuLine 120, nuLIne CS-70, nuLine
DS-60, Canton Karat 709, Karat AS-750, Karat 702 und Karat 705
-
Weiterer Stereolautsprecher Mordaunt-Short Performance 6
| Klanglicher Faktor |
Gerät: Denon AVC-A1XVA |
| Pegelfestigkeit |
Nun, dass ein 6.999 € kostender AV-Bolide auch große
Hörräume problemlos beschallen kann, sollte man absolut erwarten
können. Hier könnte man also sagen: Basisvoraussetzung erfüllt, aber in
Begeisterungsstürme in Anbetracht einer Performance auszubrechen, die in
Bereich "Selbstverständlichkeiten" gehört, wäre eine falsche
Reaktion. Doch mit der nüchternen Beschreibung des problemlosen
Beschallens eines großen Hörraums hat die Vorstellung, die der AVC-A1XVA
in unserem über 50 Quadratmeter messenden Hörstudio abhält, ebenso
wenig gemein wie ein BMW M5 mit einem Dacia Logan: Der AVC-A1XVA zeigte
sogar nochmals eine deutliche Formsteigerung zu den beiden AVC-A1XV, die
wir bereits hörten, trotz eigentlich identischer technischer Ausstattung.
Insgesamt langt der Denon im großen Hörräumen auch bei sehr hohen
Pegeln so brutal hin, dass zaghafte Naturen das Fürchten gelehrt wird.
Keine Spur von "kultivierter Gelassenheit", die andere
Kontrahenten zeigen - der AVC-A1XVA agiert eher wie ein Vulkan kurz vor
dem Ausbruch und fügt sich damit in die aktuelle Denon Linie ein, die ein
dynamisches, rasantes Auftreten fokussiert und nicht mehr die eher
behäbige Auslegung in den Mittelpunkt setzt, die frühere Generationen
aufboten. Der AVC-A1XVA setzt hier allerdings klar den Höhenpunkt,
dagegen wirken alle anderen Denons so harmlos wie ein kleiner Zwergwidder
(Kaninchenart) im Vergleich zu einem sibirischen Tiger. Es ist schier
unglaublich, mit welcher unbändigen Energie der Denon den Hörraum unter
Druck setzt, und dieses Donnerwetter kann auch über mehrere Stunden bei
extremer Lautstärke anhalten: Dynamikeinbrüche oder Verlust an
Basskontrolle sind absolute Fehlanzeige, selbst dann, wenn man im
Multichannel Stereo-Modus hört und einen Großteil der Endstufen
permanent fordert. Der Denon kann immer noch lauter,
noch heftiger, mühelos springen die Endstufen geradezu voran - keine
ruhige, stetige Lautstärke-Erhöhungstaktik, sondern die Watt im
AVC-A1XVA schreien förmlich nach ihrem Einsatz. Insgesamt werden Werte
bei der Pegelfestigkeit erreicht, die so abnorme Dimensionen erreichen,
dass manche Vor-/Endstufenkombinationen vor Erschöpfung Rauschzeichen
aussenden dürften. Gut, sehr deutlich teurere Vor-Endstufen für >
10.000 € können sicherlich, was pure Power angeht, noch mehr, aber
diese bewegen sich zum einen in ganz anderen finanziellen Dimensionen, und
zum anderen bieten sie eine ganz andere Art der Kraftentfaltung, ruhiger,
und nicht so explosiv und unvermittelt wie der Denon. |
| Filmtonwiedergabe |
Es deutete sich bereits bei der Bewertung der
Pegelfestigkeit an: Der AVC-A1XVA ist ein explosives Naturell und ist für
denjenigen, der Heimkino mit massiven, aber sehr exakt herausgearbeiteten
Effektsalven und außerordentlich druckvoller Bassuntermalung bevorzugt,
momentan ohne Zweifel eines der besten Geräte überhaupt. Der Denon baut
nicht nur Distanz zum Auditorium ab, sondern springt es förmlich an.
Zurückhaltung und ein außerordentlich kultivierter, gentleman-artiger
Auftritt sind nicht die Kardinaltugenden unseres Testkandidaten. Er macht
alles auf die deutlich-drastische Art: Der Aufbau der Surroundklangkulisse
erfolgt rasend schnell, von rein oberflächlicher Effekthascherei hält
der Denon aber nichts. Vielmehr detailliert er Ereignisse, die sich
irgendwo vor, hinter oder neben der Zuhörerschaft abspielen, mit
hervorragender Präzision. Bei der Wiedergabe bi-direktionaler
Surroundeffekte erteilen wir dem Denon Traumnoten. Eine solche Mischung
aus unglaublicher Schnelligkeit und sehr hoher Präzision ist sonst nur
bei noch teureren Vor-/Endstufenkombinationen zu finden. Der Denon würzt
das Ganze noch mit monumentaler Durchschlagskraft - bei "Behind Enemy
Line" wird so ein Klangerlebnis möglich, das ausgezeichnete
Kinosäle wie eine veraltete Surroundanlage erscheinen lassen: Dichter,
massiver, energiegeladener, einfach fetziger geht der Denon an die
Wiedergabe. Mit unheimlichem Bassdruck und einem enormen Volumen wird auch
"Star Wars Episode III" zu einem großen Erlebnis. Heimkino als
Höhepunkt des Monats - laden Sie Verwandte und Bekannte ein, die zuhause
irgendwelche Designersurroundanlagen für zigtausende an € in ihrem
durchgestylten Wohnzimmer ausstellen - wenn diese Leute Sinn für
gigantisches, großes Heimkino haben, kommen die Designerstücke mit
Tischhupen-Sound gleich auf den Dachboden, und der AVC-A1XVA erhält, ein
entsprechender finanzieller Background vorausgesetzt, Einzug. Das ist
sowieso das Dilemma: Viele gut situierte Leute kaufen sich sündhaft teure
Plasma-Bildschirme und Highend-LCDs und verbinden diese dann mit akustisch
wie visuell lausigen Elektroniklösungen, so dass dann das Kunststück
geschafft wird, viel Geld auszugeben, aber weder akustisch noch visuell
auch nur einigermaßen standesgemäße Leistungen zu erhalten. Wir raten
solchen Leuten, die bereit wären, richtig Geld in die Hand zu nehmen: Ein
Besuch beim Denon A1 Händler bewirkt Wunder, und so mancher Verkäufer im
von sündhaft teuren, aber geschmacklich grenzwertigen Trendmöbeln
verunstalteten Pseudo-Home-Entertainment-Studio wird sich anschließend
über fehlende Umsätze beklagen. Kommen wir zurück zu harten Fakten, und
diese fördern noch mehr Erstaunliches zu Tage. Der AVC-A1XVA ist zwar ein
"Godzilla der Effektwiedergabe", aber er ist weit davon
entfernt, bei anderen Tätigkeiten zu versagen. Sämtliche Dialoge von
"Star Wars Episode III" fördern klar zu Tage, dass der Denon
Stimmen wunderbar vielschichtig darstellen kann. Er schafft es zwar nicht
ganz, diese exquisite Mischung aus Zurückhaltung und Präzision
aufzubieten, die immer noch den Onkyo TX-NR5000E auszeichnet
- aber er erreicht beinahe dessen Niveau. Der Denon stellt die Stimmen ein
wenig mehr in den Vordergrund und stimmt nicht so absolut sorgfältig auf
die Umgebungsgeräusche ab wie der Onkyo. Insgesamt kann man für die
Filmtonwiedergabe den Einsatz der Audyssey Referenzkurve sehr empfehlen.
Wir raten, gerade dann, wenn man zu mehreren Personen Filme genießen
möchte, 6 bis 8 Einmessungen durchzuführen, denn auch wenn man nur zu
dritt ist, sich während des Films aber mal bewegt, ist ein größerer Hot
Spot von enormem Vorteil. Alternativ kann man in richtigen
Heimkinoräumen, die akustisch optimiert sind, auch im THX Mode
herausragend Filme genießen, dabei sollte man aber die THX Einstellungen
fürs Boxenmanagement verwenden. Eine großartige Homogenität und sehr
genaue Effektwiedergabe sind hier herauszuhören. |
| Mehrkanal-Musikwiedergabe |
Zunächst einmal sollte man für die Wiedergabe von
mehrkanaliger Musik die "Audyssey" Referenzkurve in die
Warteschleife verbannen. Ein zu wenig differenzierter und insgesamt leicht
hohler Klang sorgt nicht unbedingt für höchsten Hörspaß. Wir raten,
den EQ entweder komplett zu deaktivieren, oder aber ein eigenes EQ Setup
aufzufahren. Akkurat eingestellt, rafft sich der AVC-A1XVA zu akustischen
Höchstleistungen bei "Jarre in China" auf. Dieses höchst
subtile Behandeln kleinster Einzelheiten ist allerdings nicht sein Metier.
Nicht, dass er Details verschluckt, aber das ehrfürchtige Aufsammeln und
filigrane Wiedergeben sieht er nicht als seinen Aufgabenbereich an. Eher
verdeutlicht der AVC-A1XVA, dass diese DVD auch dann unglaublichen Spaß
macht, wenn man komplett von druckvollen Effekten umgeben ist und sich wie
in einer Großraumdiskothek fühlt. Der Denon sorgt gerade bei gehobener
Lautstärke für immensen Hörspaß und schießt quasi mit den Effekten
direkt aufs Auditorium, das sich nur schwerlich der Faszination des
AVC-A1XVA entziehen kann. Sehr reifen, charakterlich zurückhaltenden
Hörern dürfte der große Denon aber zu dick auftragen. Sie mögen es
feinsinniger und liebevoller. Seiner Auslegung bleibt der
10-Kanalverstärker auch bei Ludwig van Beethovens wunderschöner
Pastorale treu. Liebhaber einer über alle Maßen schwungvollen und
dynamischen Darbietung kommen voll auf ihre Kosten, denn der Denon bringt
richtig Fahrt in diese DVD und sorgt viel direkte Lebendigkeit. Gerade,
wenn plötzlich das Orchester komplett einsetzt, blüht jede Endstufe des
AVC-A1XVA förmlich auf und bietet Vehemenz und Kraft pur. Insgesamt auch
hier eine sehr gewaltige, nach vorn strebende Darstellung. Der AVC-A1XVA
bietet nun genau die Konsequenz, die aus ungeklärter Ursache die von uns
gehörten AVC-A1XV nicht realisieren konnten, obwohl wir sie an
identischem Boxenequipment betrieben: Beide Modelle klangen fader, nicht
so direkt und strebten nicht so nachdrücklich nach vorne. Im jetzigen
Setup, auch wenn seine Auslegung nicht jedem gefallen würde, ist der
AVC-A1XVA eines der faszinierendesten Bolidenmodelle, das wir
kennen. |
| Surround-Aufpolierer, DSPs |
Denon eine absolut erstklassige Integration von Dolby Pro
Logic IIx realisiert. Der zupackende Bass geht eine vortreffliche Synthese
mit dem weitläufigen Raumeindruck ein, insgesamt entsteht sowohl im
Music- als auch im Movie-Modus eine stimmige, homogene Klangverteilung.
Die sehr intensive Surround-Kulisse ist auch Unterscheidungsmerkmal zu DTS
Neo:6, das zwar sehr frisch agiert und sich somit prima für klassische
Musik oder für Jazz eignet, aber nicht so viel räumliche Weite
offeriert. Auch für effektbetonte Musik wie Trance oder Hardstyle eignet
sich PLIIx besser, denn hier werden gerade Basseffekte deutlich
spektakulärer zur Geltung gebracht. Durch die extrem hohe Pegelfestigkeit
der Endstufen können nahezu Disco-Lautstärken auch in großen
Hörräumen gefahren werden. Insgesamt sind hier zwei Surround-Aufpolierer
mit an Bord, die beide durch ihre Auslegung überzeugen und somit
unterschiedliche Ansprüche befriedigen. Das differenziertere,
zurückhaltender agierende DTS Neo:6 auf der einen und das sehr
unmittelbare und intensive PLIIx auf der anderen Seite. Übrigens: Denon
ist auf dem besten Wege, auch in Bezug auf die Güte der DSPs Boden gut zu
machen, der AVC-A1XVA bringt Programme mit, die je nach Quelle wirklich
positiv auffallen. Gerade "Rock Arena" und "Classic
Concert" sind mit erstaunlich facettenreicher Auslegung gar nicht
schlecht gelungen. Somit gibt es auch hier praktisch ausschließlich
Lob für den großen Denon. |
| Klang Stereo |
Auch bei der Bewertung der Stereoklangqualität bleibt der
Denon seinem Wesen treu. Er ist auch hier die Maschine, die einen puren,
unvermittelten Eindruck von Energie zum Zuhörer trägt. Unverständlich
ist uns nur, wie bereits mehrfach erwähnt, dass diese
auslegungstechnische Konsequenz bei den von uns gehörten AVC-A1XV nicht
zu bemerken war. "Nicht Fisch, nicht Fleisch" - wir hatten
mit unseren sorgfältig eingespielten AVC-A1XV nicht das große Los
gezogen, vielleicht sind auch im Laufe der Zeit eigentlich minimale
Veränderungen in die Serienproduktion der Audio-Bauteile eingeflossen.
Oft ist es so, dass auch technisch nur als geringfügig eingestufte
Veränderungen akustisch große Auswirkungen haben, in positiver wie in
negativer Hinsicht. Doch zurück zur Stereowertung - der Denon schafft
eine sehr tief in den Raum reichende Bühne, die er auf ein solides
tieffrequentes Fundament stellt. Er klingt nicht subtil und grazil,
sondern gewaltig und voluminös. Man muss diese Auslegung mögen - als
klassischer Highender wird man hingegen eher Probleme bekommen und sich
sein sensibel darstellendes audiophiles Equipment zurückwünschen.
Insgesamt ist der AVC-A1XVA eben doch deutlich mehr Multichannel-Maschine
mit Wucht unf Faszination als Stereo-Wunder. Obwohl er auch hier mit Kraft
in Hülle und Fülle begeistert, sehen wir seinen Haupteinsatzzweck in der
Mehrkanalwiedergabe, weil auch das typische Profil eines versierten
Stereohörers andere Präferenzen fokussiert. |
| Konkurrenzanalyse |
Intensiv erleben, das Maximum spüren. Grenzen neu
definieren. Nein, das ist nicht der Werbeslogan für den neuesten Duft aus
dem Supermarkt, mit dem auch der Vorstadt-Casanova im 160 cm-Format jede
Traumfrau erobert, sondern so könnte man, zugegebenermaßen
außerordentlich blumig, den AVC-A1XVA kurz charakterisieren. Natürlich
geht das auch nüchterner: Der Denon ist einfach eine extrem kraftvolle
Maschine, die daraus keinen Hehl macht, sondern offen zeigt, dass eine
zurückhaltende und höchst sensible akustische Ausgestaltung nicht ihr
Einsatzgebiet ist. Damit ist der Denon von anderem Schlag als der Onkyo TX-NR5000E,
der zwar auch extrem kräftig zupacken kann, dabei aber distanzierter und verbindlicher vorgeht. Der Onkyo ist der ausgewogenste
AV-Bolide, den wir kennen, aber man kann trotzdem auch mühelos dem rauhen,
aber ehrlichen Charme des Denon erliegen. Der Denon ist stets bestrebt,
immer noch mehr Kraft zu entfalten, noch mehr Effektgewalt über dem
Hörraum hereinbrechen zu lassen, während der Onkyo immer und meist mit
großem Erfolg auf der Suche ist nach einer räumlich hochfeinen,
sensiblen, gleichzeitig aber zupackenden Wiedergabetaktik. Es macht Spaß,
diese beiden großen Talente zu charakterisieren, weil man es auch ohne
Reue tun kann. Beide Modelle sprechen völlig unterschiedliche
Hörergruppen an - wir bemühen wieder einmal die Automobilindustrie für
einen Vergleich: Der Onkyo übernimmt die Rolle des BMW 760iL, der
kultivierte, gelassene, aber höchst schnelle Fortbewegung garantiert, der
Denon ist eher der BMW M5, der fordert, der gefordert werden möchte und
mit dem man sündhaft schnell an der Grenze zum Legalen operiert.
Kompromisslos, klar und konsequent zieht der Denon seine Bahn,
verbindlich, sensibel, natürlich bietet sich der Onkyo dem Käufer an.
Die beiden "Kampfhähne", die aufgrund ihrer unterschiedlichen
Auslegung eigentlich gar keine sind, sorgen mit ihrem Duell mit
verschiedenen Vorzeichen für so viel Bewegung, dass die anderen
Kandidaten sich erst jetzt in Erinnerung rufen. Da wäre zum Beispiel der Yamaha DSP-Z9,
mittlerweile durch günstige Marktpreise finanziell im Vorteil und alles
andere als eine schlechte Alternative. Optisch eindrucksvoll, akustisch
relativ neutral in Grundeinstellung, die fein abgestimmten hochwertigen
DSPs können je nach Gusto den Klang gekonnt verändern. Auch die
beispielhafte Benutzeroberfläche spricht für den Yamaha. DSPs hin oder
her, die extreme Faszination, die Onkyo und Denon entfachen, kann der
bereits ältere Yamaha aber nicht bieten. Wer aber ein
Highend-Schnäppchen auf immer noch hohem Level tätigen möchte, findet
hier einen verheißungsvollen Kandidaten. Mit seiner starken,
raumfüllenden Basswiedergabe überzeugt der Pioneer VSA-AX10Ai-S
immer noch. Auch die sehr umfangreichen Kalibrierungsmöglichkeiten
für sein Advanced MCACC Lautsprechereinmess- und Equalizing-System sind
nach wie vor lobenswert. Insgesamt ist der Pioneer zusammen mit dem Yamaha
ein prima Alternative, wobei der Yamaha als Plus die DSP-Programme
aufweist, der Pioneer dafür die noch bessere Pegelfestigkeit
bietet. Verschiedene teure Vor-/Endstufenkombinationen sind
ebenfalls potentielle Konkurrenten, wie Hörtests beweisen, werden aber
auch hier wieder unterschiedliche Zielgruppen angesprochen. Der Denon ist
Showman, drückt bei der Effektwiedergabe massiv, ist ständig in Bewegung
und somit außerordentlich dynamisch, nachdrücklich und auch durchaus
bassbetont. Wer viel Spaß sucht, der aber mit Präzision und großem
Können vermittelt wird, liegt hier richtig. Wer einen bis in den letzten
Winkel durchhörbaren Aufbau und seriöse, maskierte Kraft bevorzugt, also
einen ernsteren, nicht so lockeren Zugang zur Faszination Multichannel
sucht, wird bei nochmals sehr deutlich teureren
Vor-/Endstufenkombinationen wie beispielsweise von Audionet richtig liegen. |
| Fazit |
Bombastisch, monumental, energiegeladen: Gerade im
Mehrkanalbetrieb weckt der Denon wie kaum ein anderes uns bekanntes Gerät
Emotionen. Die Surround-Aufpolierer sind ebenfalls überragend integriert.
Insgesamt eine kompromisslos ausgelegte Home Theatre-Maschine der
Superlative. Die Verwendung für audiophile Stereoaufgaben ist nicht
Haupteinsatzzweck diese Heimkino-Herrschers. |
Lautsprecher-Empfehlungen
-
Nubert nuLine 120/DS-60/CS-70/AW-1500-Set wie oben im
Testequipment erwähnt. Das sehr hoch belastbare, sehr klar aufspielende und
relativ neutrale nuLine Set (Kostenpunkt 5.1-System: 4.780 €) bringt die
Talente des AVC-A1XVA unverfälscht und direkt zum Ausdruck
-
Canton Karat Set wie oben im Testequipment erwähnt (Preise
ab 4.679 € in 5.1 Konfiguration): Mit der sehr ausgewogenen Grundtendenz
der Canton Boxen kann der ungestüme Denon leicht "gezähmt"
werden, ohne dass aus ihm ein zahnloser Tiger wird.
-
Teufel Theater 10: Wird der AVC-A1XVA in einem richtigen
Heimkinoraum betrieben, ist das Teufel Theater 10
(ab 9.095 € in 5.1 Konfiguration) der richtige Spielpartner. Praktisch
alle denkbaren Pegel können THX Ultra 2-konform wiedergegeben werden, der
M12000 "Uncle Doc" Ausnahmesubwoofer sorgt für eine fulminante
Tiefbassuntermalung.
Zurück auf auf Seite 10/Vor
auf Seite 12
HOME
> HARDWARE-TESTS > ZURÜCK
<
|