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TEST: Aurum Titan VII mit XXL-Zuspieler-Check (2/2)
Klang

Hier nur zwei Beispiele von unzähligen Test-Setups

Akustisch waren alle ausführlichen Testreihen ein Hörerlebnis der absoluten Superlative. Dass wir so in überschwänglichen Formulierungen schwelgen, hat vielfältige Gründe.

Zunächst einmal wären die universellen Einsatzmöglichkeiten der Titan VII anzuführen. Es gibt keine Musikrichtung, mit der man diesen Ausnahmelautsprecher auf dem falschen Fuß erwischt. Ob Hardtrance, House, Popmusik, Klassik oder Jazz - die Box beeindruckt stets mit intensiven, nachdrücklichen, aber zugleich ehrlichen und nicht gekünstelten Wiedergabe. Der weitere große Vorzug der Titan VII ist die außergewöhnliche Leistungsfähigkeit im Bassbereich, bedingt durch den großen 38 cm Tieftöner. Gleichzeitig ist der Tieftöner aber auch richtig schnell, so dass auch kurze Bassimpulse wirkungsvoll übertragen werden. Harte Kickbässe in verschiedenen Hardtrance-Sequenzen brachten die Titan ebenso wenig aus der Ruhe wie urplötzliche Orchester-Einsätze bei Dvoraks "Aus der neuen Welt". Es ist diese schier unglaubliche Souveränität, die der eines großvolumigen 12-Zylinders gleicht, die die Titan ausgezeichnet. Leistung zu bringen, ist hier einfach ein selbstverständliches Nebenprodukt, wie kaum eine andere Box schafft die Titan das Gefühl, alles im Überfluss zu besitzen. Das ist wahrer Luxus, den auch viele noch sehr deutlich kostspieligere Konkurrenten nicht einmal in annähernd gleichem Umfang bieten können. Der Bassbereich punktet auch durch einen extremen Facettenreichtum, der Details ans Tageslicht holt, die kaum jemand auf dem Tonträger vermutet hätte. 

Der Mitteltonbereich fügt sich mit beispielhafter Präzision an den Bassbereich an, der Übergang ist praktisch nicht zu merken. Die Mitteltonwiedergabe selbst ist erneut auf höchstem Level. Klarheit und Struktur sind so gut, dass Stimmen und Instrumente mit punktgenauer Betonung der jeweils individuellen Charakteristik dargestellt werden. Kleine Details, auch wenn sie noch so weit im Hintergrund verborgen sind, werden mit maximaler Trefferquote von den Titan VII ans Tageslicht geholt. Dies geschieht allerdings nicht mit buchhaltergemäßer, lethargischer Analytik, sondern mit Schwung und Finesse. Die Titan VII verbindet geschickt drei Faktoren miteinander: Detailfreude, Dynamik und eine harmonische Auslegung, der Mitteltonbereich belegt dies ebenso wie der Bass und der Hochtonbereich.

Der neu entwickelte Hochtöner ist zu Leistungen fähig, die praktisch alles bislang Gehörte in den Schatten stellt. Die Titan leuchtet das obere Frequenzspektrum bis in den kleinsten Winkel aus, was zu einer nahezu vollständigen Wiedergabe führt - oder, anders ausgedrückt: Die Aurum-Box schafft gerade auch bei hochauflösenden Medien wie der SACD ein kaum für möglich gehaltenes Maß an Authentizität. Hier sollten wir allerdings kurz auf die spezifische Art des Klang-Bonus eingehen, den eine SACD offeriert. Die SACD reicht in Frequenzbereiche hoch, die das menschliche Ohr direkt nicht mehr wahrnehmen kann. Daher muss man hinzufügen, dass sich das akustische Plus in einer verbesserten Oberwellenwiedergabe zeigt: Die einem Musikinstrument oder einer Stimme eigenen Charakteristika werden dem menschlichen Gehirn auf dem Wege der Oberwellen zugetragen, die höchst diffizil akkurat auf einem Medium darzustellen sind. Mit normalen CDs funktioniert dies aufgrund des deutlich begrenzten Hochtonbereichs nicht perfekt, analoge Vinylplatten oder aber DVD-A und SACD können diese nicht direkt hörbaren, aber wahrnehmbaren und zum Gesamtklangeindruck beitragenden Oberwellen-Anteile sehr viel besser zum Ausdruck bringen. Mit großartigem Facettenreichtum brilliert die Titan, eine realistischen Art des Aufnehmens subtiler Merkmale wird dem Auditorium als große Chance angeboten: Hören, als wäre man live dabei - kaum eine andere Box zeigt die Vorteile von SACD-Aufnahmen so deutlich wie die Titan. 

Die Titan VII ist eine der besten Boxen, die wir bislang überhaupt hörten

Vergleichen wir die Titan mit anderen, uns bekannten Lautsprechern. Insgesamt ist diese Highendbox so überzeugend geworden, dass sie akustisch einer mit 10.000 € nochmals sehr viel teureren JBL K2 S5800 gleichziehen kann. Dies ist das absolut höchste Kompliment, das wir der Aurum ausstellen können. Interessanterweise verfolgen beide Luxuslautsprecher auch eine ähnliche Zielsetzung. Sie präsentieren sich nicht als "zickige Diva", die bei einigen Musikstilen, die ihr auf den Leib geschnitten sind, zu Eliteleistungen fähig ist, bei Material, welches ihr weniger goutiert, aber wenig Spiellaune verbreitet. Aurum und JBL verbinden auf vortreffliche Art und Weise Alltagstauglichkeit und Highend-Tugenden miteinander. Und noch etwas eint diese Schallwandler der Superlative: Sie verstehen es, Emotionen zu wecken. Sie tun dies sowohl durch ganzheitliche Harmonie als auch durch sprühende Spielfreude und hohe Dynamik. Beides sind Lautsprecher, die sich nicht aufdrängen durch spezielle Auslegungsmerkmale, die von verschiedenen Hörern auch als störend empfunden werden könnten, sondern sie begeistern durch ihre Ausgeglichenheit und Vollkommenheit in praktisch allen Teildisziplinen. Ein ganz großes Kompliment müssen wir der Titan noch ausstellen: Sie schlägt selbst eine K2 5800 bei der Wiedergabe von SACDs. So gefühlvoll und dynamisch fein reguliert spielt keine andere Box, die wir kennen. Gerade für Liebhaber klassischer Musik gibt es praktisch keine qualitativ gleichwertige Alternative. Große Konzerte und Opern werden so prächtig und charismatisch zum Auditorium transportiert, dass man sich tatsächlich wie im Konzertsaal fühlt. Als absolut anders ausgelegte Alternative kann sich die Isophon Europa II positionieren, die mit ca. 4.500 € pro Stück preislich sehr interessant ist. Sie spricht den Hörer an, dem eine glasklare, im höchsten Maße strahlende Hochtonwiedergabe außerordentlich wichtig ist. Die exakte Durchhörbarkeit kleinster Nuancen ist gerade in der Preisliga bis 5.000 € beispielhaft. Hier spielt die Europa II nahezu alle uns bekannten Alternativen an die Wand. Die schöngeistig-berührende Spielweise einer Titan VII jedoch erreicht die Europa nicht. Sie spielt direkter, möchte mehr Aufmerksamkeit und agiert bilanzierend nie im Hintergrund, sondern stets ganz vorn. Das Adrenalin gerät durch diese Box beinahe permanent in Wallung, Hören wird zu einem energiezehrenden Prozess, der gleichzeitig aber auch so viele Glückshormone freisetzt, dass Hörer, die den gewissen, besonders nachdrücklichen, messerscharfen "Kick" suchen, bei der Europa bestens aufgehoben sind. Die Titan VII ist gänzlich anders - sanfter, verbindlicher, und sie schmückt sehr reichhaltig, aber nie übertrieben aus. Hier werden die Glückshormone beim Hörer auf völlig andere Weise freigesetzt - nicht durch den Kick, vergleichbar dem 300 km/h Ritt in einem BMW M5, sondern durch extreme Harmonie und immense, kultivierte Kraft - verbunden mit der Fähigkeit zu feinster, plastisch modellierter Hochtondarstellung. Aurum Titan hören ist wie das Fahren in einem Maybach 62 - Souveränität, Kultiviertheit und Harmonie auf allerhöchstem Niveau. Insgesamt ist die Europa II ein höchstentwickeltes Präzisionsinstrument für anspruchsvolle Technokraten, während die Titan VII als Gesamtkunstwerk für Menschen ist, die Musik und Kunst emotional sehr nahe stehen - die z.B. selbst Musiker oder Künstler sind bzw. sehr viel Erfahrung auf diesen Gebieten haben.  

Eines ist noch hinzuzufügen: Die Europa II ist von diesen Alternativen die mit Abstand anspruchsvollste und kritischste Box, was die Zuspielung angeht. Unter einem Audionet Amp1 (4.100 €, Zweikanal-Stereoverstärker, also kommt noch eine Vorstufe hinzu) braucht man gar nicht erst anzufangen. Somit geht das Kapital, welches man bei der Lautsprecher-Anschaffung spart, wieder drauf, indem man es in die passende Zuspielung investieren muss. Weder die K2 5800 noch die Titan benötigen aufgrund des ungleich besseren Wirkungsgrades derart leistungsstarke und laststabile Endstufen als Zuspieler. Als weitere Highendbox spielt sich noch die Pioneer S-1EX  in den Fokus. Sie stellt mit rund 4.000 € eine - auch, wenn der Begriff "günstig" in Anbetracht dieser Preise schon ein wenig lächerlich erscheint - günstige Möglichkeit dar, in den erlauchten Kreis der weltbesten Lautsprecher zu kommen. Und bei der S-1EX kommt auch in Bezug auf die Zuspieler keine böse Überraschung, weil sie zwar einen feinnervig agierenden, sehr natürlich spielenden Zuspieler benötigt, aber keine extrem hohen Leistungen abfordert wie die Isophon. Für die Pioneer spricht auch noch die außergewöhnlich schöne Optik. Klanglich spielt sie sehr authentisch, sie detailliert ausgesprochen sorgsam und schafft gerade bei sehr gutem Quellmaterial viel Atmosphäre. Insgesamt reagiert sie aber auf schlechtes Quellmaterial am sensibelsten von allen hier genannten Teilnehmern, dadurch, dass sie beinahe 1:1 das wiedergibt, was auf der CD enthalten ist. Während die Isophon sehr auf Strahlkraft im Hochtonbereich ausgelegt ist und die Aurum Titan sehr auf absolute Harmonie und klangliche Schönheit, ist die S-1EX am nächsten an dem, was der HiFi-Hörer unter einer neutralen Wiedergabecharakteristik versteht. Wobei das Maß an feinfühliger Brillanz, welches die S-1EX zu verteilen weiß, doch von einer gewissen Auslegung zeugt - auch sie spielt nie aufdringlich, wer aber genau hinhört, erkennt rasch, dass es sich um einen besonders hochwertigen, edlen Lautsprecher handelt. Bilanz: In der Gesamtheit ihrer Eigenschaften ist die Titan VII das Maß aller Dinge. Durch den guten Wirkungsgrad passen viele Zuspieler zum Highendschallwandler. Der Preis ist zwar hoch, aufgrund der extremen Performance unter allen Bedingungen aber angemessen. Für Liebhaber einer messerscharfen Durchzeichnung, verbunden mit extremer Dynamik und präzisesten, trockenen Bässen ist die Europa II die richtige Box. Sie ist mit rund 4.500 € zwar nicht so teuer wie die Titan, verlangt aber nach sehr leistungsstarken Zuspielern. Die Pioneer S-1EX stellt die preisgünstigste Möglichkeit dar, in den absoluten Highendbereich vorzustoßen. Sie ist nicht allzu anspruchsvoll, was die Zuspieler angeht, akustisch gefällt sie durch Authentizität und fein ausgebreitete Brillanz. Sie dominiert den Hörer nicht so sehr wie die Isophon und stellt die künstlerische Schönheit und Harmonie nicht ganz so in den Fokus wie die Titan VII - sie vermittelt überzeugend zwischen diesen beiden Ausnahmeerscheinungen, bietet aber nicht ganz so viel tiefgehende Emotionalität.

Übrigens: Im Vergleich zur Aurum Titan VI ist das neue Modell bezüglich jeder Dimension ein deutlicher Sprung nach vorn. Die alte Titan klang imposant, wuchtig, sie bot ein grandioses Fundament - all dies kann die "Neue" auch, gleichzeitig aber bietet sie eine stark verbesserte Feindynamik und eine größere Gesamtharmonie. Der brillante, fein zeichnende, gleichzeitig aber nie zu prägnante Hochtonbereich ist bei der Titan VII meisterlich abgestimmt  - hier hat die Titan VI kaum noch Chancen, sich auf diesem Level behaupten zu können.

Kommen wir nun zu den Zuspielern:

Advance Acoustic Röhren-CD-Player und Vollverstärker

Audio Analogue "Maestro" Vollverstärker und CD-Player

Unscheinbar, aber extrem klangstark: Audionet Mehrkanal Vor-/Endstufenkombination

Dynamisch, ausgeglichen und bärenstark: Der Audionet AmpI liefert Kraft ohne Ende und passt vorzüglich zur Aurum Titan VII

Extrem angenehm und detailreich: Die Denon High End-Kombination aus SACD/CD-Player und noblem Vollverstärker

Bei der Rotel Vor-/Endstufenkombination brilliert die Endstufe RB-1090 mit herausragender Leistungsfähigkeit

- CD/SACD-Player: DENON DCD-SA1: Der DENON DCD-SA1 passt mit seiner Auslegung ausgezeichnet zu den Titan, vorausgesetzt der Nachgeschaltete Verstärker ist für ein optimales Zusammenspiel geeignet. Zwar ist der DCD-SA1 kein Dynamikmeister, dafür klingt er detailliert und sehr angenehm, so dass man ihm auch über Stunden zuhören kann. Er harmoniert hervorragend, wie zu erwarten war, mit dem DENON PMA-SA1, könnte aber auch mit der Audionet Vor-/End-Kombi betrieben werden, wobei der DENON die Audionet-typische Dynamik etwas einbremst, dafür dem Gesamtklangbild noch mehr Verbindlichkeit beschert. 

- Audio Analogue Maestro 192/24: Deutlich preisgünstiger als der DENON, kann er dessen superbe Leistung nicht erreichen. Die Detaillierung ist für seine Preisklasse ohne Zweifel ausgezeichnet, der DENON jedoch agiert facettenreicher und tiefgründiger. Sehr schön ist die räumliche Weite, die der Maestro - Player offeriert. Auch der harmonische, trotzdem brillante Hochtonbereich findet unsere volle Zustimmung. Der Bass ist voluminös, übertreibt es aber nicht. Für Preis-/Leistungsbewusste ein sehr empfehlenswerter Spielpartner zu den Titan. Audio Analogues CD-Player passt zudem zu sehr vielen Verstärkern.

- Advanced Acoustic NCD 203: Röhrentypisch sehr warmer Klang. An unseren Transistorverstärkern und in Verbindung mit den Titan sind die Ergebnisse allerdings nicht sehr überzeugend. Dem Klang mangelt an Hochtonbrillanz und Dynamik.

Verstärker/Vor-Endstufen:

- DENON PMA-SA1 Vollverstärker: Der Denon schafft, obwohl nicht für Pegelorgien ausgelegt, eine sehr überzeugende Vorstellung selbst bei deutlich gehobener Lautstärke. Mit einem leicht warmen Einschlag klingt er stets harmonisch und unaufdringlich, allerdings unterschlägt er keinerlei Details und bietet somit ein facettenreiches, nie langweiliges oder oberflächliches Klangbild. Besonders verblüffend, bei eher warm abgestimmten Geräten selten zu finden, sind die dynamischen Fähigkeiten dieses Ausnahmeverstärkers. Insgesamt einer der besten Vollverstärker, die wir bislang hören durften. Er passt vorzüglich zu den Aurum Titan, denn er liefert ein für diesen Lautsprecher nahezu ideales Signal an. Einziger Wermutstropfen: Der enorme Preis.

- Audio Analogue Maestro Settanta Vollverstärker: Wiederum liefert der Maestro Vollverstärker eine sehr gute Leistung ab. Die Hochtonwiedergabe ist angenehm und brillant, kann sich aber in diesem extrem starken Testfeld nicht wie bisher gewohnt an die Spitze setzen. Für seine Preisklasse allerdings ist das Gebotene nach wie vor außerordentlich überzeugend. Dies beweist auch der stimmige Mitteltonbereich, der sich flüssig integriert  - eine präzise, gefällige, genau ausbalancierte Wiedergabe ist das Ergebnis. Damit ist der Maestro auch ohne Schwierigkeiten mit einem Titan Setup kombinierbar, allerdings können die "Titanen" noch in ganz andere klangliche Dimensionen vorstoßen.

- Advanced Acoustic MAP 407: Nachdem die Advanced Acoustic Endstufe (Stereo) in unserem Test begeistern konnte, waren die Erwartungen an den großen, ausladenden Vollverstärker mit VU-Meter-Anzeige hoch. Diesen Erwartungen konnte das Gerät leider nicht ganz gerecht werden. Der Bass erklingt zwar voll und rund, aber der Hochtonbereich wirkt unterrepräsentiert und bei hoher Lautstärke angestrengt und zeichnet Details nicht präzise genug nach. Nicht die Liga der Titan VII, das muss leider festgehalten werden. Allerdings relativiert der Preis von 1.749 € das Gebotene: Man kann von einem derart preiswerten Vollverstärker nicht erwarten, mit einem absoluten Spitzen-Schallwandler wie der Titan VII effektiv zusammenzuarbeiten. Daher werden wir den MAP 407 nicht vor-verurteilen, sondern in einem ausführlichen Test ermitteln, wie er sich im Zusammenspiel mit preislich passenden Lautsprechern schlägt.

- Audionet MAP I AV-Vorverstärker/Audionet AMP V 5-Kanalendstufe/Audionet AmpI: Wer die Titan VII nicht nur für die Stereowiedergabe, sondern auch als Frontlautsprecher für eine Highend Surroundanlage nutzt, kann sich als erstaunlich preisgünstigen Spielpartner für 7.500 € unsere Audionet-Kombination hinzukaufen. Gut, Pegelorgien können nicht gefeiert werden (für Pegelfreunde hat Audionet sehr viel kräftigere, allerdings auch deutlich teurere Endstufen im Programm), mit sehr schöner Feindynamik und ausgezeichneter Gesamtdynamik werden jedoch echte Glanzlichter gesetzt. Erstaunlich ist, dies zeigen unsere Stereotestsreihen klar, auf welch hohem Niveau man mit einer AV-Vor-/Endstufenkombination dem zweikanaligen Hörvergnügen nachgehen kann - absolut beispielhaft und von keinem Kontrahenten erreicht. Daher: Klare Empfehlung der Redaktion für preis-/leistungsbewusste Anwender mit Mehrkanal-Bedarf, die aber auch Stereo in überragender Klanggüte erleben möchten. Wer absolut höchste Stereoklangperformance auch bei sehr hohem Pegel realisieren möchte, kann auch zum Amp1 (4.100 €) greifen, der durch extreme Dynamik, durch außergewöhnlichen Nachdruck und - das ist das Besondere - gleichzeitig durch einen im höchsten Maße angenehmen Sound begeistert. Wem es aufs Geld nicht ankommt, dem können wir nur raten, den AmpI zur Titan VII zu kombinieren. Aurum selber übrigens führt auch mit Audionet- oder Denon-Komponenten vor, daher verwundert es nicht so sehr, dass gerade Denon- und Audionet-Komponenten auch unserem Eindruck nach bestens mit der Titan VII harmonieren.

- Rotel Vorverstärker RC-1090/Rotel Stereoendstufe mit THX-Ultra Zertifikat RB-1090: Die Rotel Endstufe RB-1090 eignet sich sehr gut als Endstufe in einer Elektronikkette, die die Titan auch bei hoher Lautstärke zuverlässig versorgt. Die RB-1090 liefert ein derart kontrolliertes Basssignal an, dass eine enorme Durchhörbarkeit erreicht wird. Die sehr kraftvolle Endstufe ermöglicht dem geneigten Hörer, ein extrem klares, nuanciertes Klangbild zu erhalten, das in Bezug auf Transparenz und Aufbau selbst dem des Denon überlegen ist. Allerdings kann die RC-1090 nicht in dem Maße überzeugen wie die Spitzen-Endstufe, deren Talente am besten mit der MAP I aus dem Hause Audionet zur Geltung kommen. Die RC-1090 spielt etwas zu langsam, kalt und nüchtern.

Fazit:

Die Titan VII ist ein Lautsprecher, der uns tief berührt hat - einfach, weil er, getreu dem Aurum-Motto, "ganz nahe am Ideal" ist. Mit unglaublicher atmosphärischer Dichte agiert diese Lichtgestalt in Form eines Schalwandlers, und nimmt das Auditorium ganzheitlich in Beschlag. Allerdings nicht, in dem sich die Box aufdrängt, sondern indem ein sinnlich-kraftvolles Potential demonstriert wird, dem man sich gerne auch über Stunden hingibt. Der Aufbau und die gesamte technische Umsetzung sind auf absolutem Spitzenniveau. Somit kann bilanzierend nur festgehalten werden: Wer einen schlichtweg betörend schönen, feinst gestuften und über alle Maßen harmonischen Klang sucht, findet in der Titan VII den idealen Lautsprecher. 

Traumlautsprecher: Mit wunderschönem, über alle Maßen harmonischen und kraftvoll-dynamischen Klang gehört die Aurum Titan VII zu den besten Schallwandlern der Welt

Masterpiece Kategorie Standlautsprecher, Highend-Klasse
Test 15. August 2006
Preis-/Leistungsverhältnis

+ Höchstmögliche klangliche Harmonie
+ Schöne, reich ausgeschmückte Akustik
+ Überraschend guter Wirkungsgrad
+ Pegelfestigkeit auf Premium-Niveau

- Extreme Abmessungen

Test: Thomas "High-Speed" Hermsen und Carsten Rampacher
15. August 2006

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