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TEST: Kopfhörer AKG Acoustics K-701 (2/2)
Klang

Testequipment:

Einleitung

Eines vorab: Natürlich haben wir es nicht damit bewenden lassen, einige wenige Testläufe durchzuführen, sondern wir haben auch gleich noch einen großen Vergleich zwischen Stereo (bzw. Pure Direct) Wiedergabe und dem Kopfhörer-Surroundsignaprozessor Dolby Headphone eingearbeitet. Dolby Headphone ist ein Signalprozessor-System, das so arbeitet, dass ein herkömmlicher Stereo-Kopfhörer den Klang der verschiedenen Lautsprecher einer Surround-Anlage abbilden kann. Obwohl dies mittels einer Wiedergabe über Kopfhörer schwierig zu realisieren ist, verspricht Dolby, dass alle Klänge, die normalerweise von vorn kommen, auch exakt so vom Zuhörer aufgenommen werden. Klänge, die den Zuhörer normalerweise umgeben, sollen auch wirklich so wahrgenommen werden; kurz gesagt: Musik oder Filmton klingt nicht mehr so, als sich alles nur stark räumlich komprimiert im eigenen Kopf abspielen, sondern es werden Schallquellen außerhalb des Kopfes wahrgenommen. Dabei legt Dolby Wert darauf, dass nicht nur Dolby Digital- oder DTS-Tonspuren weitaus natürlicher via Dolby Headphone klingen, sondern auch normale Stereoquellen. Allerdings ist Dolby Headphone kein "Surround-Aufpolierer", sondern ausschließlich ein System, das bereits komplett nachbearbeitete Tonsignale für den Kopfhörerbetrieb aufbereitet. Beispiel: Ich höre mir "Pearl Harbor" mit THX Post Processing an. Der AV-Verstärker decodiert zunächst, wie gewohnt, den DD-Bitstream mittels des ersten DSP-Chips, der zweite übernimmt dann das THX Post Processing. Also alles wie gehabt. Nun aber sind nicht, wie sonst üblich, 5 (oder bei EX-Systemen 6 oder 7) Lautsprecher plus aktivem Subwoofer die Tonausgabekomponenten, sondern ein Stereokopfhörer. Und hier nun setzt Dolby Headphone an und realisiert eine geeignete Anpassung des Tonsignals auf die völlig anderen Hörbedingungen via Kopfhörer. Damit ist es auch völlig unerheblich, wie das Quellmaterial decodiert wurde - Dolby Headphone arbeitet immer. Dolby Headphone arbeitet mit jedem Stereo-Programm, von der CD bis zur MP3-Datei, und mit jedem Mehrkanal-Programm, in Dolby Surround ebenso wie in Dolby Digital, DTS, PCM, DSD (SACD, Direct Stream Digital), MLP Lossless (DVD-Audio) oder MPEG. 

Der Klang des K-701

Ein Spitzen-Partner: Der K-701 sitzt auch nach Stunden des genussvollen Hörens noch komfortabel - und er kommt mit vielen Arten von Musik sowie mit Filmton glänzend zurecht

Der wichtigste Faktor in einem Kopfhörertest ist natürlich eine überzeugende Klangqualität. Und genau hier kann der AKG erneut voll zuschlagen. Wie unsere ersten Testreihen zeigen, liegt ihm klassische Musik ganz besonders: Bei Johann Strauß' "Kaiserwalzer" überzeugte der K-701 beim langsamen Start durch seine feinfühlige Detaillierung und den sauberen Aufbau. Sensibel ertönen die Streicher, so dass man jeden Instrumentalisten praktisch genau orten kann. Dann stemmt der Kopfhörer ein gehörige Portion Dynamik, als plötzlich der Walzer richtig in Schwung kommt und an Geschwindigkeit zulegt. Wiederum ertönen die Streicher sehr gut akzentuiert und ausgewogen, immer frisch, aber nie schrill. Zunächst haben wir den Kopfhörer im "Pure Direct" Modus an unserem Onkyo TX-NR5000E betrieben - hier war er Klangeindruck sehr frei, sehr direkt und sehr natürlich. Trotz dieser Art der Darstellung fühlte sich der Hörende nicht wie mit Musik überhäuft, dieser Eindruck, dass alle Klanganteile "ohne Luft zu holen" auf einen einstürzen, konnten wir beim österreichischen Produkt erfreulicherweise nicht ausmachen. Immer schuf der AKG eine entspannte räumliche Kulisse, die sehr gut zu einem solchen von einem großen Orchester gespielten Walzer passt. 

Wie sieht es klanglich aus, wenn man anstatt der Stereo Pure Direct-Einstellung Dolby Headphone plus entsprechendem Surround-Aufpolierer einsetzt? Wir machten die Probe aufs Exempel und testeten PLIIx Music plus Dolby Headphone - mit einem bei dieser CD ernüchternden Ergebnis: Die Instrumente verwischen, den Höhen wird Brillanz genommen - dass das Ganze eine Idee weitläufiger erscheint, macht die Nachteile nicht wett, zumal gerade dieser natürliche und schwungvolle Charakter des K-701 hier zu einem beträchtlichen Teil auf der Strecke bleibt.  Dass man mit der "Pure Direct" Einstellung bei der Strauß-Walzer-CD am besten fährt, untermauert auch die "schöne blaue Donau": Klar und pointiert erklingen die Streicher, der berühmte Walzer wird mit Schwung und Verve vorgetragen. Auch bei großer Lautstärke bleibt der Hochtonbereich klar und souverän, und wirkt nicht komprimiert und angestrengt. Er erdrückt den Hörer auch nie mit über-analytischer Präsenz. Eine andere Charakteristik stellt sich ein, wählt man Onkyos "Orchestra"-DSP zusammen mit Dolby Headphone: Hier wirkt das Gebotene nachdrücklich und räumlich erstaunlich weitläufig, aber den Höhen fehlt es an Strahlkraft und an Brillanz. Dieses lebendig-spritzige Charisma, das Strauß' legendäre Walzer ausmacht, bleibt auf der Strecke. 

Kommen wir nun zu einer sehr schönen SACD (leider ist nur der Grundrauschpegel verbesserungswürdig): Wolfgang Amadeus Mozarts Klarinettenkonzert A-dur, Köchelverzeichnis 622  - schließlich haben wir einen österreichischen Kopfhörer vor uns, der bei "Musik aus der Heimat" aufblüht, denn wie schon Strauß' Walzer, so liegt dem K-701 auch das "Allegro" aus Mozarts Konzert. Die Grundvoraussetzungen sind diesmal andere: Wir haben unseren Zuspieler, den Onkyo DV-SP1000E, mittels i.link mit dem TX-NR5000E verbunden, was den Vorzug hat, dass wir alle DSPs des 5000ers verwenden können. Wir entschieden uns für Dolby Headphone plus "SACD", so dass der 5.1 Sound der SACD nicht verloren geht, was sich in einer sehr räumlichen, sehr umfassenden Wiedergabecharakteristik des K-701 zeigt. Wer hier ohne "Dolby Headphone" pur zweikanalig fährt, erlebt kein ganz so überzeugendes Klangerlebnis. Das Vorgetragene erscheint räumlich kleiner, nicht ganz so füllig, und es fehlt an Vielfalt im direkten Hörvergleich. Die Höhen klingen zwar erneut im Pure Direct Modus sehr frisch, aber bei Dolby Headphone plus SACD ergibt sich kaum ein Nachteil, kein Vergleich zur eben gehörten flachen Hochtonwiedergabe bei der Strauß-CD. Dass Dolby Headphone in Verbindung mit einem Top-Kopfhörer wie dem AKG zu beachtlichen Leistungen fähig ist, beweist auch unser nächstes Hörbeispiel. Diesmal griffen wir zur Multichannel-SACD "Frantic" von Bryan Ferry. Das erste Stück "It's all over now, Baby blue" fiel durch die sehr gute Trennung zwischen Stimme und Instrumenten ebenso auf wie durch den sehr straffen, gleichzeitig aber nachdrücklichen Bass. Die Pianoanteile werden vom K-701 ausgezeichnet herausgearbeitet, so dass sich eine Wirkung einstellt, als stünde das Piano gleich mitten im Hörraum. Die typische Anschlagdynamik kommt sehr gut zum Ausdruck.

Weiter geht es mit der nächsten Multichannel-SACD, diesmal  geht es um Heavy Metal-artige Musik von "Thumb" (CD "3"). Das erste Stück "Upside & Down" beweist gleich, dass der K-701 für eine solche Art von Musik nicht unbedingt geschaffen ist. Der AKG verhält sich hier wie ein Klaviervirtuose, der anstatt klassischer Meisterwerke nun deutsche Volksmusik spielen soll. Er kann es zwar, aber er agiert wenig enthusiastisch, sondern eher distanziert. Das Metallisch-Harte, Sägend-Schrille ist nicht die Welt des homogenen, harmonisch aufspielenden AKG. Das soll nun jedoch nicht heißen, dass sich der schön klingende Kopfhörer mit moderner Musik nicht anfreunden kann. Mit den Voice Trance-Stücken der Doppel-CD "Trance - the vocal Session 4" ging der edle Österreicher absolut souverän um. "Pray" von Lasgo schickte er mit Dynamik und Weitläufigkeit auf den Weg zum Hörer. Beeindruckend: Die Räumlichkeit der Darstellung, das akustisch Beengte, das viele als Nachteil des Hörens via Kopfhörer ansehen, tritt fast völlig in den Hintergrund.  Auch "Living in a Dream" von Marco Torrance bringt der AKG sehr gut zur Geltung. Vor allem der melodiöse, sich langsam aufbauende Teil in der Mitte des Songs wird facettenreich und wiederum mit hervorragender Raumwirkung zum Zuhörer getragen. Als besonderes effektive Mischung bot sich hier die Kombination aus Dolby Headphone und PLIIx Music an, die sehr guten Eigenschaften zur räumlichen Darstellung des AKG kommen so besonders gut heraus. Preiswerte, zum Vergleich herangezogene Kopfhörer schlugen sich zwar wacker, konnten aber den Zugewinn an Räumlichkeit im Vergleich zur normalen Stereowiedergabe überhaupt nicht herausarbeiten. 

Auch mit Dolby Headphone plus PLIIx Music fährt man bei den "Fetenhits, Italo Dance Classics" besonders gut. "Obsession" von Animotion kommt mit Druck und Fülle zum Hörer, es darf auch ruhig etwas lautstärker zugehen - man muss nur bedenken: Obwohl die Dance-Klassiker neu abgemischt wurden für diese Compilation, neigen die Lieder bei hohem Pegel zu einem etwas schrillen Wesen. Da hilft nur eine kleine "Besänftigung" mittels des Höhenreglers am Verstärker, möchte man lautstark hören. Auch "Pulstar" von Hypnosis gefällt sehr, wenn das immer noch schwungvolle Electronic-Stück vom AKG vorgetragen wird, dynamisch und nachdrücklich schwirren die 80er Jahre Dancefloor-Klänge durch den Kopfhörer. 

Sie hatten ihre großen Hits in den 90ern, vor allem aber im zweiten Teil der 80er - die Pet Shop Boys. Die Popmusik der Jungs aus dem Tierladen liegt auch dem K-701 ausgezeichnet, wie sich anhand einiger Stücke von der Doppel-CD "Pop Art" erkennen lässt. Allerdings ist die Pet Shop Boys CD wieder ein klarer Kandidat für "Pure Direct" - Dolby Headphone sollte hier im Interesse eines frischen und natürlichen Klangs deaktiviert werden. Ansonsten werden die Stimmen matschig, und der ohnehin nicht optimale Hochtonbereich wird ganz und gar bedeckt und muffig. Umso faszinierender, was der talentierte AKG dann im reinen direkten Stereobetrieb aus den CDs herausholt: Bei "Suburbia", "Always on my Mind" und "Heart" wirken die Stimmen sehr echt und klar, die Trennung von Stimmen und Instrumenten ist erstaunlich gut, und das Ganze klingt trotz der gebotenen Frische in sich schlüssig und homogen. 

K-701 und Hip-Hop von Snap ("Oops up", Doppel-CD "Cult of Snap", CD 2) - das will nicht so recht zusammen passen, denn der harte kaltblütig-unnachgiebige Hip-Hop-Bass ist nicht optimal für den AKG geeignet. Er präsentiert den Bass nicht hart und massiv genug, was dafür sorgt, dass sich die akustische Verteilung in einer Weise ändert, die nicht ganz dem gewünschten Effekt entspricht, denn der hart schlagende Bass, verbunden mit einem schrägen Schnarren im Hintergrund, sind die beherrschenden Themen in diesem Song. Die Frauenstimme arbeitet der Kopfhörer gut heraus, aber der Bass rückt zu weit aus dem Fokus hinaus. 

Wichtig für uns ist natürlich auch, dass sich ein Kopfhörer gut für die Wiedergabe von Filmton geeignet ist, denn wenn zu nächtlicher Stunde noch ein Actionfilm wie "Sahara" mit Matthew Mc Conaughey angeschaut werden soll, empfiehlt es sich im Hinblick auf ein weiterhin ungestörtes nachbarschaftliches Verhältnis, lieber zum Kopfhörer zu greifen, was bei Verwendung des K-701 auch alles andere als ein Fehler ist. Wir haben den Dolby Headphone Modus aktiviert und auf diesen die THX Cinema Betriebsart aufgesetzt. Der Erfolg konnte sich hören lassen: Nicht nur die überdurchschnittlich gute Stimmwiedergabe, sondern auch die überraschend nachdrückliche Effektwiedergabe waren als Pluspunkte zu verzeichnen. Das Ganze wirkte nicht wie künstlich aufgebauscht, sondern wie gekonnt inszeniert, alle Details haben sich zu einem stimmigen akustischen Gesamtbild verwoben. Nicht zuletzt untermauert diese Feststellung auch die gekonnte Präsentation des Music Score.

Besonders gut hat uns der K-701 beim aktuellen 007-Film "Stirb an einem anderen Tag" gefallen. Hier konnte er bereits zu Beginn überzeugen, als Bond sich in nordkoreanischer Gefangenschaft befindet. Als über eine Treppe links Personen in Bonds Zelle gehen, wird dies räumlich sehr klar und natürlich wiedergegeben. Ausgezeichnet auch einige Minuten später, als James in seiner Präsidenten-Suite im Fünfsterne-Hotel in Hong Kong mit einem massiven Glasaschenbecher die Scheibe zertrümmert, hinter der sich chinesische Agenten mit Filmequipment befinden: Der Knall beim Zerbersten der Scheibe kommt sehr gut und vor allem authentisch und nicht aufgesetzt zur Geltung. Auch das Fechtduell mit dem schwerreichen und undurchsichtigen Gustav Graves ist ein akustisches Erlebnis. Auf der kubanischen Insel "Los Organos" beweist der K-701 dann sein Können, als die halbe Klinik in die Luft fliegt und sich massive Explosionen häufen. Wie klar und strukturiert der AKG agiert, ist unglaublich, nur bei allerhöchstem Pegel kann er nicht mehr mit, dann wird die Akustik etwas gepresst und einfältig. Nur - wir reden hier von Pegelregionen, in denen andere, auch teure Kopfhörer nur noch Verzerrungen produzieren. Sehr gut, sonor und kraftvoll, wird auch der Motorsound von James Bonds Aston Martin Vanquish übertragen, auch an solchen Feinheiten merkt man, wie gekonnt der AKG abgestimmt ist. 

Bei "Transporter - the Mission", Teil 1, legte sich der K-701 richtig ins Zeug und gefiel bei der wilden Verfolgungsjagd gleich zu Beginn mit seiner dynamischen Spielweise, die es aber trotz der Authentizität schafft, dass nie alles planlos auf den Zuhörer einstürzt. Dieses Phänomen ist bei vielen Kopfhörern herauszuhören, die gesamten klanglichen Anteile werden in einer zu hohen Konzentration in Richtung des Hörenden "geschossen". Dies hat dann zur Folge, dass man schnell an akustischer Reizüberflutung leidet und nicht mehr in der Lage ist, aus diesem gigantischen Batzen Krach einzelne Strukturen herauszulösen. Doch genau dies gelingt mit Hilfe des AKG ausgezeichnet. Z.B. die aufgeregten Stimmen der Bankräuber in Jason Stathams (alias Frank Martins) E39 Siebener-BMW kommen sehr gut zur Geltung. Die durchdrehenden Reifen vor dem "Abflug" von der Brücke auf den unten dahinrollenden Autotransporter gibt der K-701 mit sehr realer Geräuschkulisse wieder. Immer wieder beeindruckt der weite Hörraum, den der Kopfhörer virtuell zu schaffen versteht. 

Bewertung Klang Musik
Bewertung Klang Film 
Fazit

Auftakt nach Maß: Der K-701 beweist, wie gut Kopfhörer heute sein können

Gerade anspruchsvolle, musisch erfahrene Hörer werden mit dem vielseitig begabten K-701 einen Glücksgriff landen. Gut, die nicht zu unterschätzende Hürde des hohen Kaufpreises muss erst einmal überwunden werden, wer jedoch den Kauf getätigt und den AKG angeschlossen hat, sieht sich rasch der Tatsache gegenüber gestellt, dass sich jegliche Zweifel in Luft aufgelöst haben. Kennzeichnendes Merkmal des 701 ist neben der Referenz-Verarbeitung vor allem der runde, schöne Klang. Dieser Kopfhörer regt nie auf, sondern immer nur an. Man fühlt sich wohl beim Hören, was außer dem harmonischen, dabei aber nie langweiligen, sondern immer brillanten, nach vorn strebenden Sound auch dem außergewöhnlich guten Tragekomfort zu verdanken ist. Diesen gelungenen Hörer möchte man nicht mehr missen: Der fundierte, nie überzogene Bass, die angenehme, prägnante Mitteltonwiedergabe und der offene, aber nie zu spitze oder schrille Hochtonbereich sorgen für ein wohliges Gefühl in der Magengrube. Das musikalische Spektrum, das mit dem K-701 genossen werden kann, ist breit gefächert. Klassik liegt dem K-701 ganz besonders, und dort insbesondere liebliche Stücke, die er sehr emotional und intensiv dem Zuhörer vermittelt. Popmusik kann man ebenfalls auf hohem Level hören, und selbst Trance oder Eurodance liegen dem Edel-Kopfhörer: Er trennt sauber die Instrumente, die Stimmen und die Effekte, ohne es aber zu versäumen, ein ganzheitliches, homogenes, in sich schlüssiges Hörerlebnis zu vermitteln. Nicht perfekt harmoniert der K-701 mit Heavy Metal-Musik und mit harten HipHop-Klängen. Das metallisch-sägende, oftmals schrille Grundklangbild von vielen Heavy Metal-Songs ist dem AKG einfach zu krass. Genauso ist es mit HipHop, wo harte, erbarmungslos-kalte Bässe und abgehackte, teils aggressiv vorgetragener Sprechgesang den Charakter vieler (natürlich beileibe nicht aller) Songs ausmachen. Hier wirkt der noble Kopfhörer dann deplatziert - ganz im Gegenteil zur Filmtonwiedergabe, wo wir den K-701 dank ausgezeichneter räumlicher Darstellung und klarer, auch bei großer Lautstärke verständlicher Stimmwiedergabe praktisch uneingeschränkt empfehlen können. Beachtlich ist, wie gut der AKG hier mit Dolby Headphone plus THX Cinema harmoniert, das Ergebnis ist erstaunlich authentisch, da die Effektpositionierung vom K-701 mit herausragender Präzision vorgenommen wird. Insgesamt ein hocherfreuliches Testende, denn gleich ein solches Highlight im ersten Kopfhörertest zu haben, ist keine Selbstverständlichkeit. Fest steht, dass sich am ausgewogenen, klar und harmonisch aufspielenden K-701 viele Kontrahenten die Zähne ausbeißen werden. Freuen Sie sich mit uns auf weitere Kopfhörer-Tests - wir sind bereits gespannt. 

Edel verarbeiteter, schön klingender Kopfhörer der Spitzenklasse - für das Gebotene ist auch der Preis fair

Kopfhörer Oberklasse
Test 07. Februar 2006
Preis-/Leistungsverhältnis

+ Klare, harmonische Hochtonwiedergabe
+ Nachdrückliche, präzise Bassdarstellung
+ Mittenbereich sehr sauber aufgebaut und ausgezeichnet akzentuiert
+ Sehr gute Differenzierung von Stimmen und Instrumenten
+ Erstaunlich räumliches Klangbild
+ Verarbeitung auf oberstem Level

- Für Heavy Metal- und HipHop-Liebhaber weniger geeignet

Technische Daten 
  • Flachdrahtspulentechnologie

  • Hochpräzise 2-Schicht-Membran in patentierter AKG Varimotion-Technik 

  • Gepolstertes, selbstjustierendes Echtleder-Bügelband 

  • Bi-Wiring High-Performance Kabel mit 6,3 mm Klinkenstecker

  • Komfortpolster mit einzigartiger 3D-Form für perfekten Sitz

  • Mitgelieferter Standfuß zur stilvollen Aufbewahrung

  • Individuell getestet und nummeriert

  • Bauweise Dynamisch offen (eigentlich halboffen)

  • Empfindlichkeit 105 dB/V 

  • Übertragungsbereich 10-39.800 Hz 

  • Nennimpedanz 62 Ohm 

  • Nennbelastbarkeit 200 mW 

  • Kabel Bi-Wiring, einseitig geführt, sauerstofffrei 99,99%, 3 m 

  • Anschlussstecker 6,3 mm, hartvergoldet

  • Nettogewicht (ohne Kabel) 235 g 

  • Preis (UVP) 399 €

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