RSS FORUM KONTAKT IMPRESSUM


 

Alle Teufel-Tests
Toshiba-Tests

 HARDWARE-TESTS

TEST Samsung Blu-ray Disc-Player BD-P1000 (2/2)

Zurück zu Seite 1

Bildqualität (Blu-ray Disc)

 

In der 1080i-Einstellung liefert der Samsung-Player ein gestochen scharfes Bild. Sämtliche Discs konnten auch über den YUV-Ausgang in HDTV dargestellt werden und zeigten nur marginale Unterschiede zum HDMI-Bild. Selbst feinste Linien werden detailscharf und sauber gezogen. Die besten Ergebnisse erzielten wird mit den Blu-ray Discs "Training Day" von Warner (siehe unser Blu-ray Disc-Review), die ein extrem detailscharfes Bild bietet, sowie der amerikanischen Blu-ray Disc "The Phantom of the Opera", die bereits den VC-1-Codec von Microsoft nutzt und ein extrem plastisches und farbintensives Bild bietet. Im Direktvergleich mit der "Phantom of the Opera" HD DVD-Version auf der Xbox 360 sind zwischen der Blu-ray Disc und der HD DVD praktisch keine Unterschiede zu erkennen, was zeigt, dass vor allem die Qualität, mit der die Scheiben produziert wurden, entscheidend für die Bildqualität ist.

Hier bieten die ersten Blu-ray Discs von Sony, die wir nutzen konnten, weniger gute Ergebnisse: Die Titel wie "S.W.A.T.", "Into the Blue" und "Stealth" zeigen nur in vereinzelten Szenen ein richtig scharfes Bild. Die naheliegende Vermutung, dass dies mit der MPEG2-Kompression und der Verwendung von Blu-ray Discs mit "nur" 25 GB Speicher zu tun hat, bestätigt sich allerdings nicht unbedingt: Denn die Kompression selbst ist absolut tadellos und mit der Blu-ray Disc von "Underworld Revolution" (siehe unser Blu-ray Disc-Review) zeigt Sony, dass man durchaus in der Lage ist, auch mit dem MPEG2-Codec qualitativ hochwertige Blu-ray Discs mit hoher Bildschärfe zu produzieren.

In den USA gab es in den letzten Monaten Kritik am dort bereits länger erhältlichen BD-P1000, dass der Player das Bild weichzeichnen würde. Seit kurzem ist in den USA ein Firmware-Update für die amerikanische Variante des BD-P1000 verfügbar, welches über einen Menü-Eintrag verfügt, mit dem sich dieser Filter deaktivieren lässt. Laut Aussage von Samsung ist das europäische Modell von diesem Problem nicht betroffen und es findet sich entsprechend auch kein Menü-Eintrag bei diesem Player. Der Sichttest mit den Testbildern zeigt auf unserem Test-Modell auch eindeutig, dass der Samsung definitiv kein Schärfeproblem hat.

Zwar gibt es noch keine offiziellen Test-Discs für Blu-ray Disc-Player. Sony hat aber auf allen Blu-ray Disc mehrere Video-Testbilder versteckt, mit denen man die Qualitäten des Players austesten kann. Diese Testbilder lassen sich starten, indem im Hauptmenü der Blu-ray Disc der Zahlencode "7669" eingegeben wird. Wir haben einen Screenshot eines dieser Testbilder gemacht. Durch Click auf das Test-Bild (unten) öffnet sich in einem neuen Fenster ein unskalierter Ausschnitt dieses Bildes, auf dem zu erkennen ist, welche Schärfe der Player darstellen kann. Die leichte Rasterung, die im Bild zu sehen ist, ist ein rein photographischer Störeffekt. Die Rasterung in der stark aufgezoomten Großaufnahme stammt von der Auflösung des Displays. Unfeinheiten in der Darstellung sind so marginal, dass sie mit bloßem Auge gar nicht zu erkennen sind.

Beim Bonus-Material von Blu-ray Discs offenbart sich der dringende Wunsch, dass die Hollywood-Studios auch die Extras schon bald in HDTV-Qualität präsentieren werden. Denn bislang ist dieses qualitativ mit den Extras auf DVDs identisch. Nur mit dem Unterschied, dass in 4:3 produziertes Bonus-Material auf einem 16:9-Bildschirm nur noch in einem Feld in der Bildmitte klein und verloren erscheint.

 

Bildqualität (DVD)

Der integrierte Scaler des Samsung-Players erlaubt auch die Wiedergabe von DVDs in den HDTV-Auflösungen 720p, 1080i und 1080p. Darüber hinaus ist natürlich auch eine Wiedergabe in 576p möglich. Die Auflösung wird durch die Grundeinstellung im Anzeige-Setup festgelegt, die auch für Blu-ray Discs gilt.

Das Upscaling des Samsung-Players ist gut, bringt aber für Besitzer von Displays mit einem gutem integrierten Scaler keine besonders herausragenden Bildverbesserungen. Auf schlechten Displays kann die Skalierung aber durchaus Vorteile bringen. Am besten wirkte auf uns das Bild im 720p-Modus. Hier zeigte der Samsung-Player ein scharfes Bild, dass auch nur selten auffällige Fehler im De-Interlacing erkennen ließ. Ein zum Direktvergleich herangezogener Denon DVD-2930 war von der Skalierungsqualität vergleichbar, bietet aber durch Optimierung seiner Schärfe-Parameter (Picture Enhancer) ein detailreicheres Bild als der Samsung. Im 1080i-Modus verliert das DVD-Bild etwas an Schärfe und wirkt zugleich von der Farbabstimmung etwas kühler. Nicht empfehlenswert ist der 576p-Modus. Denn in diesem wirken Konturen stark pixelig und Rundungen neigen zur Darstellung von Treppenstufen. Teilweise wirkt das Bild im 576p-Modus so, als ob einfach nur die Zeilen verdoppelt würden.

Leichte Schwächen zeigt der Samsung-Player bei der DVD-Wiedergabe durch eine nur mäßig nuancierte Wiedergabe von dunklen Graustufen. In dunklen Szenen säuft das Bild etwas ins Schwarz ab. Ansonsten ist der Kontrast aber gut und zeigt ein sehr helles Weiß.

Probleme gibt es bei der Wiedergabe von 4:3-Material auf DVDs. Unabhängig von der Bildformat-Einstellung im Player-Setup wird das Bild bei der HDMI-Wiedergabe immer auf die volle 16:9-Breite verzerrt, so dass das Bildformat am Display geändert werden muss.

 

Tonqualität

Untersucht wurde sowohl die Tonqualität des internen 5.1-Audio-Decoders im Samsung-Player als auch die Wiedergabe als digitaler PCM 5.1-Multichannel-Mix via HDMI an einem Marantz SR 8001-Receiver mit einem angeschlossenen Canton Karat 5.1-System. Die zur Verfügung stehenden Blu-ray-Discs boten überwiegend Dolby Digital 5.1-Tonspuren. Die Blu-ray Discs von Sony (S.W.A.T., Hostel, Kung Fu Hustle, Into the Blue und Stealth) waren auch mit einem unkomprimierten PCM 5.1-Mix ausgestattet. Die einzige Test-Disc mit Dolby TrueHD war die dem Samsung-Player beigelegte "Legends of Jazz" Blu-ray Disc.

Mit sämtlichen Tonsignalen kam der Samsung-Player zurecht. Lediglich eine Blu-ray Disc mit DTS-HD-Audiotrack stand nicht zur Verfügung. Sowohl TrueHD als auch PCM 5.1-Signale wurden vom internen Decoder mehrkanalig wiedergegeben und konnten auch als PCM 5.1-Ton auf dem Marantz-Receiver angehört werden. Wichtig dabei ist, die Einstellung der Digitalausgabe am Samsung-Player richtig anzupassen, damit der Receiver auch das gewünschte Signal erhält. Stellt man den Samsung im Setup auf "PCM", so werden sowohl TrueHD als auch PCM 5.1-Tracks in Form eines PCM 5.1-Signals via HDMI weitergeleitet. In der Einstellung "Bitstream" reduziert der Player ansonsten PCM 5.1-Signale auf PCM 2.0 und TrueHD wird als kompatibler Dolby Digital 5.1-Mix vom Receiver erkannt. Eine direkte Wiedergabe des Dolby TrueHD-Bitstream-Signals wird erst mit AV-Receivern mit HDMI 1.3-Schnittstelle möglich sein. Selbst TrueHD ist aber abwärtskompatibel zu normalen Dolby Digital-Verstärkern: Über den optischen Digitalausgang wird ein Dolby Digital 5.1-Signal ausgegeben.

Recht positive Ergebnisse erbrachte der Vergleich von den auf den Sony-Discs verwendeten PCM 5.1-Tonspuren mit dem normalen Dolby Digital 5.1-Track: PCM-Tracks bieten überwiegend wesentlich mehr Dynamik in räumlich abgemischten Szenen mit hohem Lautstärkepegel als die im Direktvergleich richtig lustlos klingende Dolby Digital-Tonspur. Davon profitierte auch die räumliche Wiedergabe. Die PCM 5.1-Tracks bieten eine deutlich weiträumiger klingende Kulisse. Die Unterschiede sind in lauten Action-Sequenzen auffällig zu erkennen, ohne dass man besonders konzentriert zuhören muss. Allerdings macht sich der klangliche Vorteil auch in erster Linie in Film-Szenen mit hoher Dynamik bemerkbar. In leiseren Passagen ist er hingegen kaum zu bemerken und auch die klangliche Qualität in Bässen und Höhen liegt auf einem vergleichbaren Niveau. Bei der Blu-ray Disc "xXx" ist hingegen die Dynamik des PCM-Tracks im Vergleich zur Dolby Digital-Version praktisch gleich.

Frei von besonderen Überraschungen erschien uns die Präsentation von Dolby TrueHD. Im Direktvergleich auf der "Legends of Jazz" Blu-ray Disc war zwischen TrueHD und Dolby Digital 5.1 selbst auf unserem optimal eingemessenen Test-System kein Unterschied zu hören. Da diese Scheibe aber für unseren Geschmack auch ohnehin klanglich nicht richtig glänzen konnte (mittenbetonte Abmischung mit nur selten richtig guten Höhen), stand uns kein optimales Test-Material für TrueHD zur Verfügung. Leider bot auch die gut abgemischte Blu-ray Disc von "The Phantom of the Opera" nicht den TrueHD-Soundtrack, der auf der HD DVD zu finden ist.

Zwischen dem internen Decoder und der PCM 5.1-Wiedergabe über die HDMI-Verbindung auf dem Marantz SR 8001 boten sich kaum Unterschiede. Setzt man sämtliche Parameter auf die Grundeinstellungen, so ist der Sound praktisch vergleichbar. Lediglich der Center erschien über den internen Decoder leicht überbetont. Und es spricht auch nichts dagegen, einfach auf die herkömmliche Art und Weise Abspielgerät und Receiver mit einem normalen Digitalkabel zu verbinden, denn auch der Dolby Digital 5.1-Sound braucht sich nicht verstecken. Lediglich PCM 5.1 wird nicht auf diesem Wege übertragen, sondern nur maximal als 2.0-Signal.

Wesentlich mit entscheidend für Sound sind auch die Einstellmöglichkeiten, die sich am Receiver bieten. Da viele Digital-Receiver/-Verstärker bei der Wiedergabe über den analogen 5.1-Eingang oder die HDMI-Schnittstelle keine volle Nutzung der internen Klang-Optimierungen erlauben, hängt das Endergebnis auch stark von der individuellen Konfiguration ab.

Während der Samsung im Film-Betrieb überzeugen konnte, konnte er bei der CD-Wiedergabe nicht richtig begeistern. Das Klangbild erschien etwas verwaschen und zeigte wenig Räumlichkeit und Präzision. Lediglich die Basswiedergabe sorgte für eine solide Performance.

 

Fazit

Der Samsung bietet als einer der ersten Blu-ray Disc-Player bereits eine sehr gute Bildqualität. Im Vergleich zum US-Modell wurde die europäische Variante noch einmal überarbeitet und bietet von seiner Geschwindigkeit annähernd die gleiche Performance wie ein normaler DVD-Player. Lediglich die Ladezeiten könnten noch etwas kürzer sein und auch ein paar Feineinstellungen mehr wären wünschenswert. Zwar gibt es keine HDMI 1.3-Schnittstelle, doch durch die PCM-Wiedergabe über die HDMI 1.2-Schnittstelle, den analogen 5.1-Decoder sowie die zusätzlichen Digital-Ausgänge lässt sich der Heimkino-Ton auf vielen anderen verschiedenen Wegen nutzen. Der Verkaufspreis ist allerdings schon recht hoch, so dass sich dieses Gerät in erster Linie finanziell gut ausgestattete Early Adopter zulegen dürften. Dafür bietet der Samsung aber auch mit den richtigen Filmen eine Bildqualität, die selbst der beste DVD-Player mit HDMI-Upscaling nicht erreichen kann.

 

Preis-/Leistung:
Pro:
  • Sehr gute Blu-ray Disc-Bildqualität
  • Optisch ansprechendes Design
  • 5.1-Decoder mit Unterstützung der wichtigsten Tonformate
  • Integrierter Kartenleser für MP3 und HD-JPEG
Contra:
  • Keine 1080p/24-Wiedergabe
  • Schlechte Fernbedienung
  • Schlechter CD-Sound

Unsere Bildergalerie mit weiteren Bildern von dem Samsung Blu-ray Disc-Player finden Sie hier

Zurück zu Seite 1

Technische Daten
Wiedergabe-
formate
BD-ROM
ja
DVD-ROM
ja
DVD-RAM/-RW/-R
ja / ja / ja
DVD+RW/+R
ja / ja
VC-1
ja
MPEG2
ja
H.264
ja
HD JPEG
ja
MP3
ja
Audio-CD
ja
CD-RW/-R
ja / ja
10-in-2 Multi
Memory Card Slot
CF / MD / MS / MS Pro / MS Duo / MS Pro Duo / SD / mini SD / MM / RS MMC
Video
DAC
12Bit / 216MHz
Video Ausgangs-Auflösung (HDMI / Component)
1920 x 1080 P
ja
1920 x 1080 I
ja / ja
1280 x 720 P
ja / ja
720 x 480 P
ja / ja
720 x 480 I
ja
Audio
DAC
24Bit / 192KHz
Dolby Digital Decoder für DVD und BD
ja
DTS Decoder für BD
ja
Dolby Digital Plus Decoder
ja
DTS-HD Decoder
ja
Ausgänge
Composite
ja
S-Video
ja
Component
ja
HDMI
ja
Optical
ja
Coaxial
ja
Eingänge
Memory Card Slot
10-in-2
Design
Gewicht
4,2 kg
Abmessungen
(B x H x T)
430 x 79 x 325 mm

HOME > HARDWARE-TESTS > ZURÜCK <