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Alle Teufel-Tests
Toshiba-Tests

 HARDWARE-TESTS

MASTERTEST: 8 AV-Receiver zwischen 550 und 1.500 EUR - Teil 1 
Testequipment:

Testaufbau


Pioneer PDP-427XA 
NEC PX-50XR5G
• Denon DVD-2910
• Denon DVD-2930 (Test folgt in Kürze)
Xoro HSD-8500
Marantz DV-9600
Harman Kardon DVD-47
• Humax PR-HD1000
• QualiTV EURO1080
Canton Karat-Set
• Focal Chorus 836V (Test folgt in Kürze)

Videoausstattung und Videoqualität


Onkyo TX-SR604E:

• Videonormwandler: Sehr saubere Wandlung (Upconversion) von FBAS auf S-Video und Komponente, klares, erstaunlich scharfes und rauscharmes Bild. Eine Down-Conversion von Komponente auf S-Videp/FBAS ist nicht möglich. 
• Die HDMI-Funktionalitäten aus visueller Sicht beschränkt sich auf reines Switching – auch 1.080p-Signale reicht der 604 weiter. Entweder HDMI 576i/p, 720p oder 1.080i/p ist möglich. Eine Wandlungsmöglichkeit von der analogen auf die digitale Ebene ist nicht möglich. 
• Videoscaler, De-Interlacer, Video-EQ: Das kann man in dieser Preisliga nicht erwarten - diese Features bringt der Onkyo nicht mit. 

Onkyo TX-SR674E:

• Videonormwandler: Sehr saubere Wandlung (Upconversion) von FBAS auf S-Video und Komponente, klares, erstaunlich scharfes und rauscharmes Bild. Eine Down-Conversion von Komponente auf S-Videp/FBAS ist nicht möglich. 
• Die HDMI-Funktionalitäten aus visueller Sicht: Möglich ist a) reines Switching, wobei der 674 1.080p Signale ebenfalls weiterreicht. Entweder HDMI 576i/p, 720p oder 1.080i/p ist möglich. b) Auch beherrscht der 674 die analog-digitale Videowandlung, die einen sehr guten Eindruck hinterlässt. Bereits aus einem FBAS Signal macht der 674 ein erstaunlich ruhiges und farbechtes HDMI-Bild – man sieht nur an der Detaillierung und an der Gesamtbildschärfe sowie an Farbrauscheffekten, dass es sich hier einmal um ein qualitativ minderwertiges FBAS-Signal handelte. Die Konvertierung von Komponente auf HDMI gelingt qualitativ hervorragend. 
• Videoscaler, De-Interlacer, Video-EQ: Der TX-SR674E hat - sensationell für diese Preisklasse - einen De-Interlacer mit an Bord. Dieser ist allerdings verborgen untergebracht: Den Eingang "Video 4" auf der Fernbedienung gedrückt halten und dann den Onkyo einschalten. Dann taucht ein neues OSD auf, in dem man den De-Interlacer aktivieren kann. Das gute Stück weiß auch auf Anhieb mit überragenden Ergebnissen zu begeistern und schlägt Marantz sowie Pioneer. Selbst der RX-V1700 ist nicht allzu weit weg. 

Denon AVR-2307:
• Videonormwandler: Der Denon zeigt bei der Wandlung auf analoger Ebene von FBAS auf S-Video ein sehr gefälliges Bild, das weicher ausfällt als beim Onkyo, aber dafür weniger Bildrauschen zeigt. Kontrast und Farben sind sehr intensiv. Der Denon beherrscht nicht nur die Up- sondern auch die Downconversion und stellt aus einem Komponentensignal ein erstaunlich ausdrucksstarkes S-Video-Bild her. 
• HDMI-technisch ist der AVR-2307 in der Lage, aus einem analogen ein digitales Videosignal zu fabrizieren. Bei der Wandlung von Komponente auf FBAS ist der Kontrast sehr hoch, zudem wirkt das Bild extrem scharf, so dass minimale Doppelkonturen sichtbar werden. Wandelt der Denon von FBAS-analog auf HDMI, ist das Bild sogar harmonischer – objektiv fällt, was in Anbetracht der Ausgangssituation selbstverständlich ist, natürlich die geringere Bildschärfe auf. Farbgebung und Kontrast sind bei dieser Wandlung als sehr gut ohne jede Einschränkung zu bezeichnen. Der Denon beherrscht 1.080p, was ihn auch für die Zukunft fit macht. 
• Videoscaler, De-Interlacer, Video-EQ - diese Features hat der Denon nicht. Wer Wert darauf legt, muss zu einem größeren Denon AV-Receiver greifen. 

Harman/Kardon AVR 340:

• Videonormwandler: Die Wandlung von FBAS auf S-Video, die der AVR-340 hinlegt, ist exzellent und kaum noch zu verbessern. Ein farbechtes Bild mit angenehmen Kontrast und sehr wenig Bildrauschen ist der gut sichtbare Beweis. Damit distanziert der HK die günstigeren Modelle von Onkyo und Denon – noch deutlicher wird der HK-Vorsprung, wenn ein FBAS-Signal auf Komponente gewandelt wird. Die Bildgüte ist überragend, das Bild wirkt ruhig und für ein ursprünglich in FBAS vorliegendes Bild sogar erstaunlich scharf. Leider fehlen dem HK aufgrund der Abwesenheit von HDMI-Anschlüssen sämtliche weitere Feautures, ein De-Interlacer fürs analoge Videoprocessing ist ebenfalls nicht vorhanden. 

Yamaha RX-V1700:

• Videokonvertierung FBAS auf S-Video: Der RX-V1700 legt eine sehr saubere Wandlung hin, muss sich aber dem AVR-340 in dieser Disziplin geschlagen geben, der in der Dunkelheit mehr Details zeigt. Den Denon und die Onkyos lässt der Yamaha hinter sich. Der RX-V1700 beherrscht auch die Downconversion und liefert ein farblich gut differenziertes und scharfes Bild mit ordentlich gezogenen Kanten.
• HDMI/De-Interlacing: Das Durchschleifen von HDMI-Signalen verläuft problemlos. Der Yamaha kann auch von der analogen in die digitale Videoebene wandeln. Geht es um die Wandlung eines FBAS-Signals in ein digitales HDMI (YUV) Signal, das auch noch vom RX-V1700 de-interlact wird, schlägt der Yamaha gnadenlos zu. Sowohl die Video A/D-Wandlung als auch die Normwandlung und das De-Interlacing sind auf Oberklasseniveau: Der De-Interlacer schlägt seine Pendants, die in sogar sehr guten DVD-Spielern oder Flachbildschirmen verbaut sind, durch seine sehr flüssige und zugleich scharfe Bildwiedergabe. Diagonale Linien weisen kaum Treppenstufen auf. Eine Gala-Leistung ohne Contra, die durch die überragende Leistung beim Umwandeln eines Komponente 576i Analogsignals in ein 576p YUV HDMI Signal weiter unterfüttert und von keinem der hier angetretenen Konkurrenten erreicht wird. 

Pioneer VSX-AX4ASi-S/VSX-AX2AV-S:

• Die Signalwandlung von FBAS auf HDMI gelingt beiden Pioneers zunächst nur befriedigend, das Bild ist entschieden zu dunkel. Nachdem wir am bordinternen Video-EQ nachgeregelt haben, ist der Bildeindruck allerdings auf insgesamt hohem Niveau – das Rauschverhalten überzeugt durch Zurückhaltung, die Farben sind kräftig, aber nicht überbetont. Bei der rein analogen Signalwandlung von FBAS auf S-Video wird ein bezüglich der Helligkeit angenehmes (bereits in Werkseinstellung) und überraschend klar durchzeichneteres Bild geboten. 
• De-Interlacing/Upscaling: Hier bieten die Pioneers insgesamt sehr gute Leistungen. Besonders brillant: Ein FBAS-Signal wird digitalisiert, auf YpbPr gewandelt, und anschließend auf 1.080i skaliert: Es ist verblüffend, welche Klarheit und Farbtreue hier realisiert wird. Für ein ursprünglich in FBAS vorliegendes Signal sind auch Schärfe und Detailtreue löblich. Wird ein Komponenten-Interlaced-Analogsignal zugeführt, sind die Ergebnisse bei 720p- und 1.080i-Ausgabe ebenfalls höchst überzeugend. Der De-Interlacer aus dem Hause Faroudja bietet ein nahezu ruckelfreies und ohne störende Nachzieheffekte auftretendes Bild. 
• Video-EQ: DNR on/off, Brightness, Hue (Tint), Kontrast, Aspect Ratio – wenigstens bietet Pioneer im Vergleich zu vielen Konkurrenten einige rudimentäre Video EQ-Parameter. 

Marantz SR7001:

• HDMI-Signal durchgeschliffen: Keine Probleme, anstandslose Bildgüte
• Downconversion Komponente auf S-Video: sehr sauber, Top-Noten für den Marantz, nur der AVR-340 ist noch besser. Das Bild wirkt ruhig und farblich ausgewogen, zudem stimmt die Bildschärfe. 
• Komponentenanalog-Signal, interlaced, digitalisiert auf HDMI, De-Interlacer vom Marantz aktiv: Sehr sauberes De-Interlacing, kaum Ruckeln, auf einem Level mit den Pioneers und unterhalb dem Yamaha-Referenz-Niveau – aber das gesamte Bild ist zu dunkel, was dafür sorgt, dass Details in dunklen Bildbereichen fehlen.Es gibt leider keine Möglichkeit, dies auszugleichen.  

Gesamt-Fazit Videowertung: 

1. Yamaha RX-V1700: Wieder ein Sieg für den Yamaha, dem zwar ein interner Scaler fehlt, dafür ist der interne Oplus-De-Interlacer jeden Cent Wert. Mit seiner ruhigen, souveränen Bildwiedergabe, die zudem absolut stimmige, neutrale Farb-, Helligkeits- und Kontrastwerte aufweist, enteilt der Yamaha der - das muss besonders betont werden - extrem starken Konkurrenz und deklassiert sogar DVD-Player der 800 €-Liga. Dass der 1700 noch nicht einmal das teuerste Gerät im Test ist, festigt seine Position weiter.

2. Onkyo schafft die Sensation: Mit geringem Kaufpreis, überragendem De-Interlacer und gelungener Upconversion auf rein analoger und von der analogen in die digitale Ebene holt er sich verdient den 2. Platz. Für den 674 spricht auch die 1.080p-Durchschleifungsmöglichkeit. 

3.  Pioneer VSX-AX2AS-S. Auch der Pioneer bietet ein hervorragendes Profil als Video-Prozessor. Für 1.199 EUR ist einfach alles an Bord, sogar ein wirksamer Video-EQ. Der Scaler arbeitet auf dem Level sehr guter DVD-Player und bietet daher keine Angriffspunkte. Der Faroudja De-Interlacer ist für sich betrachtet sehr gut, nur die exzellenten De-Interlacer von Yamaha und Onkyo gehen in der Endabrechnung mit noch peniblerer Bewegungswiedergabe noch vorbei. Auch die absolute visuelle Neutralität bezüglich Farbgebung, Kontrast und Bildhelligkeit, die den Yamaha gerade bezüglich der HDMI-Arbeitsprozesse auszeichnet, kann der Pioneer nicht ganz bieten. 

3. Pioneer VSX-AX4ASi-S: Das hinlänglich bekannte Bild: Teurer, aber nicht umfangreicher ausgestattet, sichert sich der große Pioneer den vierten Platz.

4. Denon AVR-2307: Sehr gut - auch eine 1.080p Signalverarbeitung bietet der zukunftsorientierte Denon an. Die visuellen Leistungen sind gut, liegen aber etwas unter dem Level des TX-SR674E. Daher ein vierter Platz, den er sich mit dem Marantz SR7001 teilt. Der Marantz zeigt keine Schwächen, kann aber bezüglich der Bildqualität nicht das Niveau des Yamaha erreichen und bewegt sich somit auf Augenhöhe mit den beiden Pioneers - bis auf das beim Marantz etwas zu düstere Bild. Dieses kann auch nicht ausgeglichen werden. Die Pioneer-Kontrahenten haben zusätzlich noch einen internen Scaler mit an Bord, der dem Marantz fehlt. Für 1.499 € müsste dieser mit an Bord sein. Auch der Video-EQ beider Pioneer-Konkurrenten ist ein Differenzierungsmerkmal, einen solchen bietet der Marantz nicht.

5. Onkyo TX-SR604E: Das günstigste Gerät im Mastertest schlägt sich wacker, die wenigen Funktionen sind gut implementiert - inklusive 1.080p-Durchschleifmöglichkeit. Wer Wert auf eine erstaunlich gute analog-digitale Videowandlung legt, sollte aber gleich zum 674 greifen. Auf dem gleichen Platz landet der Harman Kardon AVR-340: Schade, schade - da wäre locker mehr zu holen für den HK, wenn er wenigstes rudimentäre HDMI-Funktionen aufweisen würde oder aber einen De-Interlacer für die analoge Videosignalverarbeitung mitbrächte. Man muss dem ältesten AV-Receiver im Test aber zugute halten, dass die Entwicklung rasend schnell vorangeschritten ist. Trotzdem läuft es unglücklich für den 340er, denn die analoge Videosignalwandlung, ganz gleich, ob Up- oder Downconversion, ist die beste im Testfeld. Daher werten wir den Harman aufgrund fehlender HDMI-Connections nicht zusätzlich ab, denn eine qualitativ so gute Leistung muss entsprechend belohnt werden.

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