Impressionen von der High End 2006 - Teil 3
26.05.2006 (ks)
Pioneer BDP-HD1: Pioneers erster Blu-ray Disc-Player, den wir
bereits im März erstmals unter die Lupe nehmen konnten,
wird jetzt auf der High End auch einem breiten Publikum vorgeführt. Zu kaufen
gibt es den netzwerkfähigen Blu-ray Disc-Player nach derzeitigem Stand
allerdings nicht vor Weihnachten. Das dazu passende Full HD-Plasma PDP-5000EX
soll hingegen bereits in Kürze in den Handel kommen. Andere Blu-ray-Unterstützer
wie Panasonic und Samsung zeigten auf der Messe noch keine Blu-ray Disc-Player,
Sony war erst gar nicht zur High End gekommen.
Toshiba selbst war zwar auf der High End nicht vertreten. Der
erste HD-DVD-Player HD-A1 aus den USA hatte aber auch den Weg zu verschiedenen
Ausstellern gefunden. Wie hier u.a. bei Spatz und sogar bei Blu-ray-Befürworter
Samsung, wo er mit der HD-DVD "Das Phantom der Oper" als Zuspieler
für den neuen HDTV-DLP-Projektor SP-H710AE diente, der von US-Video-Guru Joe
Kane präsentiert wurde.
Powerline I: Pioneer erlaubt einen ersten Blick auf das neue "Power Line Sound System".
Die Musikübertragung von USB-Medien und Cinch-Stereo-Quellen von der
"Music Tap"-Basis-Station an die innerhalb der Wohnung verteilbaren
Clients erfolgt via Stromnetz. Das "Plug and Play"-fähige System wird voraussichtlich erstmals auf der IFA vorgeführt werden
können.
Powerline II: In seinen 90 Watt AV-Receiver ZR 6001 mit
Composite<>S-Video><Component Video-Konvertierung und 7.1-Decoder
für die aktuellen Dolby- und DTS-Formate sowie Dolby Pro Logic IIx und Circle
Surround II integriert Marantz erstmals das "Weave"-System: Der
AV-Receiver ermöglicht den Multi Zone-Betrieb in einem zweiten Raum, ohne das
dorthin Kabel verlegt werden müssen. Über das Stromnetz werden nicht nur die
Musikdaten an die nach dem "Plug and Play"-Prinzip angeschlossenen
"Clients" übertragen, es werden auch Steuerbefehle zurück an den
Receiver geleitet, mit denen sich sogar angeschlossene Geräte steuern lassen,
die nicht zwangsläufig aus dem Hause Marantz kommen müssen. Marantz-Geräte
werden über den eigenen Control-Bus gesteuert, andere Geräte lassen sich über
ein Infrarot-Auge bedienen.
Als erster Weave-Client dient der Marantz ZC4001 mit 2 x 10 Watt. Dieser
zeigt sogar RDS-Text auf seinem Display an und verfügt über einen Bass Boost
und den Sound-Optimierer SRS Wow. Ganz unabhängig vom Sound-Programm auf dem
Receiver im Wohnzimmer kann der Benutzer die Eingangsquellen anwählen und sich
sogar wecken lassen oder per Sleep-Timer in den Schlaf bringen. Bis zu sechs
Geräte können in verschiedenen Räumen des Hauses verwendet werden. Für
lokale Signalquellen ist noch ein Extra Cinch-Stereo-Eingang vorhanden. Für die
Zukunft sind neben dem ZC4001 auch andere Client-Varianten für das "Weave"-System
geplant.
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