Toshibas W58-Serie - der neue Maßstab bei LCD? Technik und Preview (2/2)
Unsere ersten Eindrücke der W58-Serie - Testmuster: 32WL58 32
Zoll HD ready-LCD-Fernseher
Wir waren aufgrund des hohen technologischen Aufwandes
natürlich sehr gespannt auf die Fähigkeiten der W58-Serie in der Praxis.
Zunächst dürfen wir Ihnen ankündigen, dass nach und nach alle W58-Modelle,
also 32, 37 und 42 Zoll-Modell, bei uns zum Test eintreffen werden. Damit die
Wartezeit nicht zu lang wird, haben wir für Sie bereits ein Preview zum 32WL58
angefertigt, das im Umfang fast alle anderen Testberichte zu diesem Toshiba LCD
übertreffen dürfte. 
Passt
zu vielen Wohnlandschaften: Die W58-Serie von Toshiba, hier frei an der Wand
hängend Zunächst wollen wir auf die optische Anmutung eingehen,
der man getrost die Note "sehr gut" geben kann. Gefällig ist das
titanfarbene Gehäuse gestaltet, so dass sich die W58-Baureihe problemlos in
viele Wohnlandschaften einfügt. Die Verarbeitung ist gut, der Materialeindruck
ebenfalls. Als praktisch erweist sich der gut erreichbare seitliche
AV-Anschluss, der auch S-Video-beschaltet ist: 
Stimmiges
Erscheinungsbild von der Seite: Toshiba 32WL58 mit passendem Rack. Gut zu sehen
ist der prima erreichbare AV-Anschluss. 
S-Video
und Cinch AV-Anschlussmöglichkeiten Exzellent ist Toshiba das
neu entwickelte GUI (Graphical User Interface) gelungen. Die Schriften werden
scharf, klar und sauber abgebildet, die Menüstruktur ist einfach zu verstehen,
das Zusammenspiel mit der durchschnittlich verarbeiteten, aber übersichtlichen
Fernbedienung funktioniert ausgezeichnet. Widmen wir uns
nun den visuellen Eindrücken.

Die visuellen Qualitäten der W58-Baureihe sind hervorragend
Bewusst begannen wir mit verschiedenen dunklen Bildsequenzen -
und es war Staunen angesagt: Denn die flaue, höchstens mittelgraue
Bildwiedergabe, die zum negativen Kennzeichen vieler LCD-basierter Geräte
gehört, konnten wir dem 32WL58 praktisch gar nicht mehr nachweisen. Bereits der
Toshiba LCD-TC 32WL48 konnte mit seiner
erfreulichen Schwarzwiedergabe punkten, die damals die Benchmark iom LCD-Sektor
setzte. Und dies scheint Toshiba auch diesmal wieder zu gelingen. Fraglich ist
nur, wie die visuell extrem starken Highend-LCD-TVs von Loewe im Vergleich
abscheiden. In unserem Loewe
Neuheiten-Special können Sie sich schon einmal über die Hightech-Merkmale
der Loewe LCDs informieren. Natürlich werden bei uns auch Testberichte folgen.
Ganz gleich, wie dieser spezielle Vergleich ausgehen wird: Für die sehr
gemäßigten Kaufpreise bietet Toshiba bei der W58-Reihe eine erstaunlich tiefe
Schwarzwiedergabe. Auch die Homogenität großer schwarzer Flächen überzeugt,
alles sieht sehr gleichmäßig und nicht fleckig aus. Dass der Schwarzwert gut
ist, merkt man auch beim Kontrast. Selbst in Sequenzen mit verschiedenen
dunkelgrauen bis schwarzen Abstufungen verschwinden nicht einfach Details im
dunklen Einerlei. Vielmehr hat der 32WL58 eine erstaunliche Gabe, sauber zu
differenzieren und auch in sehr dunklen Bereichen eine klare Bildstruktur
aufzubauen.
Weiter überraschte uns die Farbwiedergabe, die neue Maßstäbe
bei den LCDs, die uns bekannt sind, setzt. Besonders die Strahlkraft begeistert,
die für einen intensiven, brillanten Bildeindruck sorgt. Auch bei der
Wiedergabe verschiedener einfarbiger Flächen kann der Toshiba LCD gefallen,
denn, wie bereits bei der Schwarzdarstellung, die Darstellung erfolgt im
höchsten Maße homogen und rauscharm. Man kann ruhig sehr genau hinsehen und
sich direkt vor dem 32 WL58 positionieren - es sind kaum noch störende
Rauschmuster auszumachen. Werden verschiedene Farben dargestellt, fällt auf,
dass Toshibas hoher technologischer Aufwand sich auszahlt, denn die
Farbübergänge sind klar gekennzeichnet, ohne zu scharf gezeichnet zu wirken.
Das unangenehme Ineinanderlaufen von Farben sowie das Auftreten unschöner
Farbsäume werden gekonnt verhindert. Pluspunkte sammelt der 32WL58 auch durch
seine strahlend klare Weißwiedergabe.
Wenden wir uns nun dem kritischen Thema Reaktionszeiten des
Panels zu. Hier besteht bei praktisch allen uns bekannten LCD-Fernsehern
Nachholbedarf. Bei den W58 Modellen hat Toshiba diesem Punkt aber erfolgreich
Aufmerksamkeit geschenkt. Durch die Panel Overdrive Funktion, die weitaus
höhere Werte, die zu erreichen sind, vorspielt, werden die gebrauchten Werte
rasch erreicht. Besonders wirkt sich dies bei schnellen Bewegungen aus, die nun
viel sauberer ausgeführt werden. Früher störten hier Nachzieheffekte und
Bewegungsunschärfen. Wer genau hinschaut, wird auch beim 32WL58 noch Reste
davon entdecken, gerade, wenn man jedoch eine praxisübliche Distanz zum
Bildschirm hat, stechen solche unschönen Nebeneffekte praktisch nicht mehr ins
Auge.
Mit zum Thema Bewegungsdarstellung gehört auch die Bewertung
des geräteinternen De-Interlacings, welches ebenfalls Bewegungsunschärfen,
Nachzieheffekte und Pixelbildungen, die schnell bewegte Objekte hinter sich hier
ziehen, hervorrufen kann. Um solche visuellen Einschränkungen zu verhindern,
bedienten sich die Toshiba LCD-Entwickler der DCDi-Technik der Experten von
Faroudja. Und auch dies ist ein Erfolg, denn während sonst die meisten
LCD-Fernseher nur dann ein brauchbares Bild liefern, wenn das De-Interlacing
bereits extern vom DVD-Spieler erledigt wird, liefert der 32WL58P ausgezeichnete
De-Interlacing-Werte. Das Bild besticht durch gekonnte Auflösung und hohe
Schärfe, Bewegungen werden messerscharf und klar wiedergegeben, auch wenn
sie sehr schnell ausgeführt sind. Pixelbildungen sind auch bei genauer
Betrachtung kaum auszumachen. Insgesamt bietet der Toshiba LCD
De-Interlacing-Qualitäten auf dem Level eines guten Mittelklasse-DVD-Players.
Auffällig in allen Testbeispielen ist der hervorragende
Detailreichtum. Die Anpassung von SDTV-Signalen auf die 1.366 x 768
Pixel-Auflösung des Panels gelingt dem 32WL58P ausgezeichnet. Auch komplexe
Muster überzeugen mit feiner Struktur, die auch einem genauen Hinsehen Stand
hält. Kleine Details werden nicht lieblos ins Bild integriert, sondern
sorgfältig aufbereitet und präzise platziert. Kein Zittern im hochfrequenten
Videosignalbereich stört das visuelle Vergnügen.
Natürlich haben wir auch bereits akustische Eindrücke sammeln
können. Hier müssen wir gleich ergänzend hinzufügen, dass wir zu einem
Anschluss eines zusätzlichen aktiven Subwoofers raten. Ein entsprechender
Anschluss ist bei allen W58-Modellen vorhanden. Es muss kein sonderlich großer
aktiver Basslautsprecher sein, ein kleiner, qualitativ guter Basswürfel reicht.
Dann ist im Zusammenspiel mit den erstaunlich frisch und klar aufspielenden
Lautsprechern, die im 32WL58 eingebaut sind, ein Klangerlebnis möglich, das
nicht nur für die Nachrichten und für die Lieblings-Daily-Soap ausreicht,
sondern durchaus auch mal für den Filmgenuss. Prima ist ein solches System mit
Sub-Support z.B. dann, wenn die eigentliche Home Theatre-Anlage mit Beamer und
7.1-Setup im Heimkinoraum im Keller steht, man mit der Ehefrau aber auch mal im
eleganten Wohnzimmer einen Spielfilm mit ordentlicher Akustik anhören
möchte.
Erstes Fazit
Toshiba ist mit der W58-Baureihe ein großer Wurf geglückt.
Durch die Implantierung vieler hochwertiger Technologien sind LCD-Fernseher
entstanden, die traditionelle Nachteile dieser Technik fast vergessen machen. Zu
loben sind im besonderen der gute Schwarzwerte, die hervorragende
Bewegungsdarstellung, die natürliche und saubere Farbwiedergabe sowie der hohe
Detailreichtum. Durch zwei HDMI-Eingänge, die schönen und übersichtlichen
Menüs sowie die gelungene Akustik gewinnen die W58-Fernseher weiter an
Attraktivität. Freuen Sie sich also mit uns auf das Eintreffen des ersten
Testmusters.
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