TEST: Die erste LCD-REFERENZ! Toshibas 32WL58P setzt Maßstäbe(3/4)
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Der Toshiba 32WL58P LCD-TV zeigt der gesamten Konkurrenz der LCD-Panels in ernüchternder
Klarheit, wo aktuell der Hammer hängt. Ein visuell besserer LCD-TV ist uns bislang nicht untergekommen, wie sich bei der Wiedergabe von HD1 in 1080i klar zeigt. Alles stimmt, in jeder Disziplin setzt der 32WL58 neue Bestmarken: Der Schwarzwert ist
für einen LCD-TV exzellent und erreicht problemlos das Niveau
auch sehr guter Plasmas, dies ist noch keinem LCD-Fernseher vor ihm gelungen. An
Pioneers PDP-436XDE jedoch kommt in der
Summe seiner visuellen Eigenschaften auch Toshibas Ausnahmetalent nicht heran. Dafür
stellt der 32WL58P einen absoluten neuen Bildschärferekord auf: Mehr Schärfe, dazu noch ohne
störende Doppelkonturen , bietet kein anderer Plasma oder LCD. Selbst der NEC
42XR3 oder der Xoro HTL3212w müssen hier dem Toshiba den Vortritt lassen. Insgesamt
gelingt dem 32WL58P die Adaption der 1.920 x 1.080 Signale auf die 1.366 x 768
Pixel seines Panels ausgesprochen gut. Auch feine Details, z.B. an kunstvoll
verzierten Häuserfassaden oder an den Instrumenten von Musikern werden gekonnt
ins Bild eingearbeitet. Die gesamte HDTV Wiedergabe überzeugt durch hohe
Bildreinheit, selbst in diffizil darstellbaren großen Rot- oder Blau-Flächen
(z.B. Bühne bei einem Rockkonzert erscheint, je nach Scheinwerfereinstellung,
in verschiedenen Farben) ist kaum störendes Bildrauschen feststellbar. Sehr gut
differenziert der 32WL58P auch einzelne Objekte: Alles erscheint scharf und
klar, auch wenn z.B. ein Musiker von der Seite gesehen halb im Dunkeln und halb
im grellen Licht der Bühnenbeleuchtung steht, ist das Gesicht gut zu
erkennen.
Doch auch bei niedriger auflösenden Signalen überzeugt der Toshiba, so bei Jean-Michel
Jarre (DVD "Jarre in China") in Komponente 576i. Wir haben die visuell sehr gute DVD zum Vergleich auch
in HDMI720p und HDMI576p angesehen. Selbst dann, wenn der Toshiba über Komponente analog angeschlossen ist und zudem das Signal nur in Halbbildern angeliefert wird, stellt der 32WL58 einen Rekord nach dem anderen auf. Er distanziert mit seinem
überragenden De-Interlacing by Faroudja, der extrem schnellen Panelreaktionszeit und dem hervorragenden Internen Scaler die Konkurrenz deutlich. Auch die Wandlung des analogen YUV-Signals in die digitale Ebene gelingt dem 32WL58
überzeugend: Keine Schattenmuster und kein Schärfeverlust verunstalten das Bild.
Doch bei dieser DVD spielt der 32WL58P wiederum einen seiner weiteren Trümpfe aus: Seinen
für einen LCD-Fernseher über jeden Zweifel erhabenen Schwarzwert. Gerade die
Jarre-DVD - das Konzert auf dem verbotenen Platz wird in der Dunkelheit
abgehalten, die effektvolle Beleuchtung sorgt für schwierig wiederzugebende
Mischeffekte - stellt hier hohe Anforderungen an das Bildwiedergabegerät. Mit den
meisten LCD-TVs ist diese Disc kaum zu genießen, selbst wenn die Geräte sonst
visuell überzeugen. Selbst Plasmafernseher mit nicht so tiefem Schwarzwert wie
der NEC 42XR3 tun sich hier schwer, weil sie
auch nicht in der Lage sind, kleine Einzelheiten noch aus einem mittel- bis
dunkelgrauen Einerlei herauszuziehen.
Durch die undifferenzierte Wiedergabe im
dunklen Bereich leidet auch eine an sich vorzügliche Detaileinarbeitung. Wie es
besser geht, zeigt der 32WL58P: Gut, tiefstes Schwarz stellt auch er nicht da,
aber wir kennen aktuell nur 2 Panels, die wirklich überragende Werte liefern,
und das sind beides Plasma-Fernseher: Ganz vorn liegt der Pioneer
PDP-436XDE, knapp dahinter der Panasonic TH-42PV500E.
Was der 32WL58P leistet, verdient aber höchsten Respekt, hier kann ein
Großteil der LCD-Konkurrenz einmal genau hinschauen, und selbst einige
Plasmaanbieter können von Toshiba noch lernen, wie eine gekonnte Wiedergabe
dunkler Bildsequenzen auszusehen hat. Einher mit der guten Schwarzdarstellung
geht die hohe Bildreinheit: Oftmals nämlich gesellen sich zur ohnehin schon
unbefriedigenden Wiedergabe dunkler Bildsequenzen auch noch unschöne
Helligkeitsunterschiede, was wie grau bis hellgraues Flackern aussieht und dann
der Schwarzwiedergabe den Rest gibt. Solche den visuellen Genuss schmälernden
Effekte leistet sich der 32WL58P nicht. Beeindruckend sind auch hier wieder die
über alle Maßen strahlenden, brillanten Farben, die das Beste sind, was wir je bei einem LCD-TV gesehen haben. So
aussagekräftig und satt haben wir uns es schon immer gewünscht. Nur ein minimaler Wermutstropfen ist der sehr leichte
Blau/Magentastich im Dunkelgrau-Bereich. Absolut
überzeugend gelingt dem Toshiba die Weißwiedergabe, das Weiß wirkt natürlich
und strahlend. Vergleichen wir nun mit HDMI576p , dann wirkt das Bild noch etwas ruhiger, die
Schärfe nimmt nur leicht zu, was für die Güte des Toshiba D/A-Wandlers spricht. Liefert
man das Bild direkt in 720p an, ist praktisch kein Unterschied zur 576p
Signaleinspeisung sichtbar - das zeigt, wie hervorragend der interne Scaler im
Toshiba arbeitet: Also auch, wenn man den hervorragenden DVD-2910 im Vergleich zum Toshiba skalieren
lässt und das Bild in HDMI720p anschaut, ist praktisch kein Unterschied zu erkennen, so gut arbeitet der Toshiba-interne Scaler .
Beim Thema De-Interlacingvergleich mit dem Denon DVD-2910
schlägt sich der 32WL58 ebenfalls sehr gut: bei beiden Geräten sind kaum Unterschiede in Bezug auf die Bewegungswiedergabe und auf die Bildsauberkeit feststellbar. Bekommt
der Toshiba Testbilder zugespielt, begeistert selbst in 576i-analog Komponente
das Ergebnis. Sehr deutlich wird dies bei verschiedenen Bildschärfetestbildern
von der Professional Test-DVD
und von der AVEC Test-DVD: Alle Linien, auch im
hochfrequenten Übertragungsbereich, kommen sauber, plastisch und klar zur
Geltung. Bei diesem Testbild schlug sich auch der Xoro
HTL 3212w exzellent, ein Beweis dafür, dass man Xoro nicht unterschätzen
darf, ist eindeutig die Tatsache, dass er sowohl den Panasonic TX-32LX500F
als auch den TechniSat Techni-LCD32HD
in die Schranken weisen konnte, geht es um die Bildschärfe über Komponente
analog 576i. Doch der Toshiba bietet dem Angriff des Xoro eiskalt Paroli: Er
erreicht bereits bei analog-Komponente Schärfewerte, die der Xoro im
HDMI-Betrieb nicht schafft. Im HDMI-Betrieb jedoch schlägt der Newcomer von
Xoro erneut
de TX-LX500F, der verdeutlicht, dass Panasonic zwar ohne Zweifel gute
LCD-Fernseher baut, die Domäne aktuell jedoch eher auf dem Gebiet der
Plasma-TVs zu finden ist. Zurück zum 32WL58P. Dieser kann
auch bei Testbildern punkten, die, auf anderen LCD-Fernsehern wiedergegeben, nur
für Verdruss sorgen. Als Beispiel diente uns der Siemensstern Magenta/Grün in
bewegter Form, eine Testsequenz zur Prüfung der Bewegungsunschärfen im
Chrominanzbereich. Der Toshiba erbrachte hier das mit Abstand beste Ergebnis und
schaffte eine erstaunlich klare und saubere Wiedergabe. Auch der berüchtigte
"False Contour"-Effekt ist zwar besser sichtbar als bei unserem
absoluten Display-Primus, dem PDP-436XDE,
aber im Vergleich zu anderen uns bekannten LCD-Fernsehern schlägt sich der
Toshiba ausgezeichnet. Größere Unterschiede zwischen dem sehr guten
LCD-Fernseher und vergleichbaren sehr guten Plasma-TVs sind in vielen
Disziplinen kaum noch auszumachen. Selbst der Kontrast des 32WL58P sorgt nicht
für eine Abwertung, nur die besten Plasmafernseher sind noch eine Idee besser,
wie verschiedene Kontrasttestbilder zeigen. Sehr gut schneidet der Toshiba auch
bei der Bewertung verschiedener Real-Testbilder hat: Den karogemusterten Stoff
(Testbild auf DVD-Professional) gibt er plastisch, scharf und mit vorbildlicher
Ruhe wieder, die schöne Südsee- oder Karibik-Insellandschaft (AVEC Test-DVD)
wird ebenfalls scharf und klar dargestellt. Zu loben sind auch hier wiederum die
sehr guten Farben. 
Überzeugende
Arbeit leistete der 32WL58P auch bei der Darstellung der
"Real-Testbilder" auf der Professional Test-DVD und auf der AVEC
Test-DVD Auch auf der AVEC
Test-DVD ist der Filmtrailer von "House of the Flying Daggers" - und
hier kann der Toshiba wieder in vielen Belangen auftrumpfen, sogar in der
576i-Betriebsart. Besonders auffällig ist hier die saubere, feinfühlige
Bewegungsdarstellung, die Zeugnis über die herausragende Zusammenarbeit des
Faroudja De-Interlacers mit der aufwändigen Panel-Elektronik (Panel Overdrive,
siehe die Technik-Beschreibung in diesem Test) ablegt: die bunten Tücher, die
mal schneller, mal langsamer bewegt durchs Bild gleiten, sind sonst schwierig zu
handhaben für LCD-TVs. Meist scheitert eine gute Darstellung gleich an 2
Faktoren: a) an der zu langsamen Reaktionszeit des Panels selber. Die Folge sind
gut sichtbare Nachzieheffekte. Diese Nachteile werden b) durch den oft
unzureichend arbeitenden internen De-Interlacer weiter verstärkt. Dieser
produziert dann eine ruckelnde Bildwiedergabe, Pixeleffekte bei Bewegungen und
Bewegungsunschärfen. Der 32WL58P hingegen erreicht mit flüssigen Bewegungen
und hoher Detailtreue Bestwerte. Doch auch die sehr gute,
klare Farbwiedergabe, die sich deutlich distanziert von den oft bei LCDs flauen
Farben, weiß zu gefallen. Gerade in diesem Trailer wimmelt es nur so von
aufwändig gestalteten, farbenprächtigen Elementen, von der opulenten
Ausstattung des gezeigten Raums bis zur Kleidung der jungen Asiatin. Der 32WL58P
schafft es, jede Farbe authentisch, klar und sauber abgegrenzt wiederzugeben.
Kein Ineinander-Überlaufen ist zu beobachten, gleichzeitig werden aber auch
keine zu drastisch sichtbaren Abgrenzungen zwischen den einzelnen Farben
getroffen - alle Übergänge wirken gleichermaßen präzise wie
harmonisch. Zum ausgezeichneten Gesamtergebnis des 32WL58P
tragen auch seine praxisgerechten Einstellmöglichkeiten bei. Schärfe-,
Kontrast- und Farbregler zeigen auch tatsächlich sichtbare Effekte und
präsentieren sich sehr gut abgestuft. So ist es einfach, selber noch
Optimierungen vorzunehmen. 
Der
Video-EQ gefällt durch gute Justierbarkeit und hohe Effektivität. Alle
relevanten Parameter lassen sich einstellen. 
Für
versierte Anwender gibt es ein eigenes Farbmanagement Viele Leser
werde sich vielleicht wundern über die ausgezeichneten Ergebnisse, die der
32WL58 erzielt - wir empfehlen, sich den Toshiba einfach selber einmal
anzuschauen, um sich einiges Bild zu machen. Noch einiges mehr: Manchmal
echauffieren sich Leser über hervorragende Testergebnisse, weil es ihnen
anscheinend schwer fällt, zu glauben, dass es tatsächlich so gute Geräte
gibt. Gerade dieser Test des 32WL58P eignet sich besonders gut, um auch
derartige Vorgänge zu kommentieren. Zum einen ist gerade bei den LCD- und den
Plasma-TVs der Fortschritt äußerst rasant. Was noch vor 1,5 Jahren
ausgezeichnet war, entspricht heute in nicht wenigen Fällen nur noch gutem
Mittelmaß- Plasmafernseher und LCD-TVs sind keine Röhrenverstärker, wo
die Technik seit Jahrzehnten bekannt ist und es nur um eine besonders liebevolle
Umsetzung geht - nein, hier steht eine ausgezeichnete Forschung und Entwicklung
im Vordergrund, die sich mit neuen Technologien zur visuellen Optimierung noch
vorhandener Schwächen befassen muss. Und, wie es eben in der Praxis ist,
arbeiten einige Hersteller besonders effektiv, bei anderen jedoch hapert es noch
in manchen Disziplinen. Und da wir Ihnen, verehrte Leserschaft, natürlich nur
die Besten der Guten vorstellen möchten, kommen dann solche Komponenten wie der
32WL58P in unseren Testraum. Natürlich - besonders kritische Anwender werden
selbst beim besten Gerät noch ein Haar in der Suppe finden. So
beim Toshiba den leichten blau-magenta-Stich, den wir auch bereits erwähnt
haben. Was man auch bei der Bewertung moderner Flatscreens bedenken muss: Viele
Anwender, die jahrzehntelang einen Röhrenfernseher genutzt haben, kommen mit
dem "neuen" Bild nicht klar. Wer immer einen normalen
Mittelklassewagen fuhr und sich plötzlich in das mit Funktionen überfrachtete
Cockpit einer State Of The Art Luxuslimousine setzt, wird das neue Gefühl unter
Umständen auch erst einmal verfluchen - er kommt mit der Reizüberflutung durch
Funktionsüberfluss zunächst nicht klar. Ähnlich geht es manchen Anwendern mit
ausgezeichneten Flachbildschirmen: An dieses gestochen scharfe, fein auflösende
Bild muss man sich erst einmal gewöhnen. Leider, dies darf auch nicht
verschwiegen werden, gibt es auch noch viele, sehr unbefriedigende
Flachbildschirme, die mit flauen Farben, verrauschtem Bild, mangelhaftem
Kontrast und ungenügendem Schwarzwert kein visuelles Vergnügen bereiten - wenn
langjährige Eigner von Röhren-Fernsehern genau auf ein solches Modell stoßen,
ist natürlich klar, dass man nicht begreift, was an einem Flatscreen nun
visuell überhaupt gut sein soll - und im Gegensatz zu einem hervorragenden
Flatscreen, den man täglich mehr schätzen lernt und nach einer kurzen
Eingewöhnungsphase nicht mehr missen möchte, verdammt man das vielleicht
preisgünstig eingekaufte Flachbildschirm-Modell und hätte sich mehr Mut für
eine höhere, dafür umso sinnvollere Investition gewünscht. Wer
also einen
Highend-Flatscreen neuester Generation vor sich hat, sollte sich und dem Gerät
die Chance geben, dass man sich an den neuen Bildeindruck gewöhnt - wir können
schon beinahe wetten, nach kurzer Zeit werden Sie die scharfen, detailreichen
Bilder lieben und dem Röhren-TV keine Träne mehr nachweinen - uns geht es
mittlerweile so, dass das im direkten Vergleich unscharfe und wenig detaillierte
Bild eines Röhren-TVs nur noch für eine kurze Zeit erträglich ist. Nur einige
technisch besonders raffinierte Spitzenmodelle können noch konkurrieren und ein
bestechendes Bild liefern - interessanterweise schlägt sich der bereits über 4
Jahre alte Grundig Elegance MFW
82-3110 MV/Dolby immer noch ausgezeichnet selbst im Vergleich mit aktuellen
Flatscreens. Wir haben ein solches Gerät noch im redaktionellen Einsatz und
freuen uns immer wieder an den nach wie vor überzeugenden visuellen
Ergebnissen. Dies ist aber leider eine Ausnahmeerscheinung, viele Röhren-TVs
überzeugen im Vergleich zu modernen Alternativen nicht mehr sonderlich. Selbst
die Stunde des Grundig hat dann geschlagen, wenn sich HDTV auf breiter Front
durchsetzt, denn bei allem gebotenen visuellen Spass schafft der Grundig
natürlich nicht mehr als eine normale PAL Auflösung (die aber weitaus besser
aussieht als das zurechtskalierte PAL Signal auf 852 x 480er Panels). Bild-Fazit: Toshiba
zieht hier die ganz große Show ab und dominiert mit dem 32WL58P souverän die
32 Zoll-Klasse - und das zu einem fairen Kaufpreis! In allen Disziplinen liegt
der Toshiba-LCD vorn - eine außergewöhnliche Bestleistung, die nur selten ein
Gerät erreicht. Die Vormachtstellung, die Pioneer mit dem PDP-436XDE
bei den Plasma-Screens hat, zeichnet Toshiba auf dem LCD-Gebiet aus. Hier
müssen die Japaner nichts und niemanden fürchten, zwar gibt es noch die
exzellenten Loewe Fernseher, diese sind aber in einer anderen Preisliga zu
finden. Bewertung      
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