XXL-Test: Pioneer PDP-436XDE - das Imperium schlägt zurück (5/6)
Bild

Unser Zuspieler-Park mit Media-Receiver "XDE" von
Pioneer

Groß angelegter Test: Zu direkten Vergleichen standen der
beste uns bekannte LCD-TV, der Toshiba 32WL58, sowie der große PDP-505XDE zur
Verfügung.

An diesen "drei Mohikanern" muss sich die Plasma-
und LCD-Konkurrenz messen
Test-Tools:
SAT 1 HDTV, Euro 1.080 HD1: Wir haben extra native HD-Signale eingespeist, um
zu überprüfen, wie gut der Pioneer das hochqualitative Quellmaterial anzeigt.
Der PDP-436XDE setzt hier neue Plasma-Maßstäbe, was die Farbwiedergabe angeht. Die Farben erscheinen klar, brillant und
natürlich auf dem Bildschirm, auch in großen Farbflächen mit unterschiedlichen Farbschattierungen ist kaum Farbrauschen festzustellen. Hier
schlägt das neue 6G-Plasma die bereits guten 5G-Vorgaenger sichtbar. Auch produziert unser 436er Plasma exzellente
Farbübergänge, es stört kein "Ausbluten" der Farben, die Farbsäume verlaufen faszinierend korrekt. Die Wiedergabe von in 1.080i vorliegendem Quellmaterial
förderte aber noch weitere große Talente des Pioneer-Plasmas zu Tage: So ist die Schwarzwiedergabe
über alle Maßen begeisternd. Hier sieht man wiederum einen deutlichen Unterschied zum
Pioneer PDP-435FDE, welches nicht in der Lage ist, so ein tiefes, sattes Schwarz zu produzieren. Auch unser bisheriger Champion von Panasonic, der
Panasonic TH-42PV500E, muss sich knapp geschlagen geben,
übrigens auch bei der Farbwiedergabe, die beim Pioneer noch sauberer und rauschärmer
ausfällt.
Herausragend sind auch die De-Interlacingfaehigkeiten des Pioneer Panels. Hier wird ein neuer
Qualitätsstandard erreicht, an den kein anderes uns bekanntes Bildwiedergabegerät
heranreicht. Selbst anerkannt gute DVD-Player der 800 €-Klasse müssen ihr Bestes geben, um mit dem PDP-436XDE mithalten zu
können. Bei verschiedenen HD1-Sequenzen, die auch Sportereignisse wie Mountainbike-Rennen sowie Live-Auftritte bekannter Bands beinhalteten, war die scharfe und klare Bewegungswiedergabe
überragend. Auch sah man weder nennenswerte Nachzieheffekte, noch störende Pixelbildungen. Auch bei schnellen,
plötzlichen Bewegungen bleibt das Bild messerscharf und frei von Artefakten. Apropos scharf: Die
Bildschärfe und die Detailwiedergabe des Pioneer sind höchst beeindruckend. Auch schwierig darstellbare Objekte wie antike
Säulen oder reich verzierte Hausfassaden erscheinen plastisch durchmodelliert auf dem Schirm. Dass das Herunterrechnen der 1920 x 1080 HD1
Auflösung auf die 1024 x 768 Auflösung des Pioneer gelingt dem internen Scaler
vorzüglich. Kein hochfrequentes Bilddetail zittert, alles wird feinst detailliert und klar zur Geltung gebracht.
Erstklassig kam der Pioneer mit Jean-Michel Jarre, ansteuert über Komponente,
zurecht: Nachdem wir im Menü des Pioneer unter "weiterführende Einstellungen" erst die entsprechende Komponentensignalwiedergabe einstellen mussten (das geht auch mittels eines komfortablen, mit einem Druck auf die entsprechende Fernbedienungstaste zu startendem
Eingangsmenü wie z.B. bei Xoro besser), staunten wir nicht schlecht, denn das Bild
über ANALOG-KOMPONENTE war schlichtweg sensationell. So ruhig, so sauber und beinahe so scharf wie
über HDMI konnte der Pioneer die gesamte Test-DVD "Jarre in China" darstellen. Feine Details, die sonst mittels Komponente nicht so gut eingearbeitet werden, behandelte der 436XDE beispielhaft
sorgfältig. Auch die digital-analoge Wandlung, die nach dem Eintreffen des analogen Halbbild-YUV-Signals auf dem Programm steht, meistert der Pioneer vortrefflich und distanziert die
ärgsten Konkurrenten von Panasonic
und Plasmavision. Selbst der
damalige "Komponenten-Meister" Plasmavision P42HTS40ES
kann nicht gegen den überlegenen Pioneer ankommen, der einfach noch klarer und feinfühliger
abbildet. Dass die Schwarzwiedergabe bestens ist, belegt gerade auch die Jarre-DVD, die viel Schwarz
enthält, eindrucksvoll. In allen dunklen Szenen wurde noch ein Maximum an
Details gezeigt. Über HDMI720p angesteuert, sorgt der Pioneer weiter für Staunen, denn ein solches Maß an
natürlicher, glasklarer Bildschärfe, die, wie bereits erwähnt, minimal über der
Schärfe bei analoger Signaleinspeisung liegt, haben wir bei einem Plasma noch nie gesehen.
Man muss jedoch genau hinschauen, um die Unterschiede zur bereits superben
Darstellung über Komponente ausfindig zu machen. 
Der
PDP-436XDE zog auch bei der Wiedergabe von Testbildern der Professional Test DVD
von Rhode&Schwarz/Burosch alle Register 
Testbilder
wie die schneebedeckte Landschaft (zu finden auf mehreren Burosch Test-DVDs wie
der AVEC und der Professional Test DVD) beweisen, wie gut es um die Detailtreue
und die Plastizität des PDP-436XDE bestellt ist Auch bei
der Wiedergabe unterschiedlichster Testbilder beweist der Pioneer überlegen
seine Klasse. Bereits ein Auflösungstestbild bis 6,75 MHz stellt klar, dass
Bildschärfe und Detaillierungsvermögen dieses Plasma-TVs auf exzellentem Level
liegen. Um dies herauszufinden, reicht es schon aus, den PDP-436XDE mittels
eines eingehenden Komponentensignals zu testen. Bereits dann sind alle Linien
glasklar gezeichnet, die hohe Bildsauberkeit ist beispielhaft. Wählt man dann
die Signaleinspeisung mittels HDMI; ist das Bild noch minimal klarer und
schärfer, aber die Unterschiede sind deutlich weniger gravierend als bei vielen
Kontrahenten. 
Auf
der AVEC-DVD meisterte der PDP-436XDE den berüchtigten "False
Contour"-Test (l1. Spalte, 3. Reihe) souverän und besser als jedes andere
uns bekannte Plasma. "False Contour" ist gefürchtet bei Plasma- und
LCD-Panels, denn dieser Effekt gehört leider zu den gut sichtbaren Nachteilen
der digitalen Bilderstellung. Er ist dann zu beobachten, wenn
Helligkeitsabstufungen dadurch erzeugt werden, dass die Plasmazellen mit hoher
Frequenz pro Sekunde gezündet werden. Prinzipiell kennt die digitale
Bilderzeugungstechnik, wie bei digitaler Technologie üblich, nur zwei Zustände:
0 oder 1, d.h. entweder hell oder dunkel. Graustufen werden daher auf komplexe
Art und Weise gepulst, indem jeder Bildpunkt für ein kurze oder lange Zeit pro
Bildaufbau angeschaltet wird. Dies stellt an die dahinter stehende
Steuerungsschaltung hohe Ansprüche, und es entstehen Fehler, die in bewegten
Bildern sichtbar sind. Bei statischen Bildern ist noch alles im grünen Bereich.
Das menschliche Gehirn sieht in den schnellen Lichtblitzfolgen eine konstante
Helligkeit. Richtig schwierig allerdings wird es bei Bewegungen im Bild,
so schneller, umso krasser. Folgt das menschliche Auge bewegten Objekten, können
falsch zusammengesetzte Helligkeitsanteile wahrgenommen werden. So kommt es zur
Bildung gut sichtbarer Kanten, die wie Regenbogen aussehen und die sich in einem
eigentlich homogenen Objekt befinden. Damit treten, wie in unserem Testbild, in
einem eigentlich in sich homogenen weißer Kreis plötzlich Farbringe auf, die
nicht dorthin gehören - die beim PDP-436XDE kaum erkennbar waren. Auch
das Pendel (1. Reihe/vierte Spalte) wurde ohne Nachzieheffekte und praktisch
ohne Bewegungsunschärfen dargestellt. Dieses Testbild ist auch aussagekräftig,
denn hier können Bewegungsunschärfen im Chrominanz- und im Luminanzbereich
aufgedeckt werden. Hier ist darauf zu achten, dass das Pendel sauber und klar
gezeichnet und die Farben ohne Verrutschen oder Auslaufen wiedergegeben werden.
Es werden Rückschlüsse auf die Art und die Güte des De-Interlacings des
Panels, gezogen (hier ist allerdings zu beachten, dass das Panel dann mit
Halbbild-Signalen angesteuert werden muss, damit man prüfen kann, ob der im
Plasma eingebaute De-Interlacer gut arbeitet). Ein interessantes Detail stellt
dabei die dünne schwarze, durch zwei Pfeilspitzen gekennzeichnete Linie dar.
Flimmert diese Linie grundsätzlich, ist davon auszugehen, dass der interne
De-Interlacer sehr einfach arbeitet und nur interpoliert. Wenn nur dann ein
Flimmern der Linie zu sehen ist, wenn der Pfeil gerade über die Linie gleitet,
dann ist davon auszugehen, dass das de-interlacende Gerät über ein adaptives
De-Interlacing verfügt, welches zwischen Halbbildern mit sich nicht veränderndem
Bildinhalt und bewegten Halbbildern unterscheiden kann - wie beim PDP-436XDE:
Bei Halbbildern, in denen sich der Bildinhalt nicht verändert, werden die
Bilder miteinander verwoben, während bei bewegten Halbbildern das jeweils
fehlende Halbbild hinzugerechnet wird. 
Doch
der Pioneer-Plasmaschirm auch mit hervorragendem Kontrast positiv auffallen: So
war die Wiedergabe der Grautreppe, 16-stufig, 0 bis 100 %, gegenläufig (1.
Reihe, 3. Spalte), ausgesprochen überzeugend. Bei diesem Testbild handelt es
sich um einen Klassiker, an dem sich vor allem LCD- und Plasma-TVs die Zähne ausbeißen. Beim
Übergang von Stufe 11 zu 12 im Schwarz/Grau-Bereich wird es schon
schwierig, bei vielen Modellen ist hier keine Differenzierung mehr ausfindig
zu machen. Geräte mit nicht überzeugender Weißwiedergabe und
Überstrahlungsproblemen geben die Weiß-Stufen auch nicht durchgängig
optimal wieder - der Pioneer PDP-436XDE aber gibt sich keine Blöße und
stellt, optimal justiert, alle Übergänge hervorragend dar. Das Weiß
überzeugt durch sehr augenfreundliche, angenehme Darstellung und überstrahlt
nicht grell, wie oft beobachtet. Auch die 2. Grautreppe,
wiederum 16-Stufig, 70 bis 100 %/ 0 bis 30 % gegenläufig (1. Reihe, 4. Spalte)
war keine unüberwindbare Hürde für unseren Testkandidaten: Auch hier können Kontrast und Weißwert genau überprüft
werden, und es zeigt sich, dass der PDP-436XDE auch im Vergleich zum Vorgänger
Graustufen noch besser und klarer voneinander differenzieren kann. Eine
überragende Leistung! 
Das
Bildmenü des PDP-436XDE Der Pioneer bietet viele
verschiedene Bildeinstellmöglichkeiten: Unter dem Menüpunkt "Bildeinstellungen" stehen verschiedene
Submenüs zur Verfügung, unter anderem auch eines, das vorprogrammierte
Bildfelder enthält (AV-Wahl). Zur Disposition stehen "Standard",
"Dynamisch", "Film", "Spiele" und "Anwender". Dynamisch sorgt
für ein besonders intensives Bild, indem vor allem die Farben extrem kräftig koloriert werden, was meist etwas
übertrieben wirkt, denn die sensible Natürlichkeit, die den Pioneer ansonsten auszeichnet, ist dann dahin. Bei
"Film" wirkt alles gedämpfter, Farbe, Helligkeit und Kontrast sind augenfreundlich eingestellt, was
für eine lange Filmnacht durchaus Sinn macht. "Spiele" soll PC-Games besonders Ausdruck verleihen. Interessant: In den Modi
"Film" und "Spiele" kann man alle Parameter (Kontrast, Helligkeit,
Farbsättigung, Tint/bei NTSC Quellmaterial, Schärfe sowie die Profieinstellungen) nochmals dem eigenen Empfinden
gemäß einstellen. Das heißt, wenn die vom vorprogrammierten Bildfeld vorgegebene visuelle Richtung dem eigenen Gusto entgegenkommt und man sich nur
z.B. etwas mehr Schärfe wünscht, kann man selber an diesem Punkt eingreifen. Im Modus Dynamisch geht dies nicht, alle Manuellparameter sind dann gesperrt. Alle Basis-Bildregler sind praxisgerecht abgestuft und arbeiten effektiv sowie ausreichend sensibel. Noch mehr Einstelloptionen finden sich im
Submenü "Profieinstellungen".  Weitere
Bildoptimierungen können unter dem Menüpunkt "Profi-Einstellungen"
vorgenommen werden 
HInter
"Color Detail" verbirgt sich ein weiteres Untermenü zur exakten
Justage der Farbwiedergabe 
Ob
dynamische Kontrastreglung, eine Schwarzwert-Erweiterung oder eine
Gamma-Korrektur: Alles ist beim PDP-436XDE vorhanden Hier kann man die PureCinema-Wiedergabe
für eine stimmige Wiedergabe von Filmmaterial aktivieren oder deaktivieren. Je nach Signalart ist "Standard" oder "ADV"
anwählbar, bei einigen Signalarten ist weder Standard noch ADV
anwählbar. Auch kann man sich im Profi-Menü der Farbtemperatur widmen. 
Während
die Konkurrenz meist nur 3 Farbtemperaturen, nämlich warm, normal und kalt zulässt, bietet der 436 gleich
fünf Programme: tief, mitteltief, mittel, mittelhoch und hoch. 
Wer alles manuell einstellen
möchte, findet dazu ein eigenes Farbmanagement, welches aber nur der erfahrene und versierte Anwender bedienen sollte. Mit Geschick und Geduld kann man hier gut optimieren.
"CTI" (Colour Transient Improvement) ist als weiteres Regelsystem vertreten und soll sich
für ein klareres Bild mit verbesserter Farbkantenschärfe einsetzen. Auch bei den Profieinstellungen finden sich unter dem Punkt "NR" gleich 2 digitale Rauschfilter, einer
fürs Reduzieren des gesamten Bildrauschens und einer zum Bekämpfen der störenden
MPEG-Rauschartefakte. Beide Noise Reducer sind in 3 Stufen schaltbar.
Wirkungsvoll arbeiten beide Filter in der Stufe "mittel", während die
Maximaleinstellung des Guten zuviel ist. Das Bild macht dann einen zu
matschig-undefinierten Eindruck. Auch sind bei den Profieinstellungen die dreistufig schaltbare dynamische Kontrastregelung (automatische Betonung des Bildkontrastes "mittel" ist hier eine meist passende Einstellung), die Schwarzwert-Erweiterung, das Regelsystem ACL (Kontrast-Darstellungsoptimierung) und eine Gammakorrektur (leider nur 3 Stufen) zu finden. Unter dem
Menüpunkt "Andere" gibt es, als "I-P-Modus" bezeichnet, noch drei verschiedene Interlacing Modi, einer
für Videomaterial, einer für Standbilder und eine Auto-Standard-Einstellung. Diese
Auswahl ist sehr lobenswert, denn dadurch de-interlact der 436 auch Videomaterial tadellos. Weniger von Belang ist die 3DYC Funktion, die bei FBAS Signalen
Helligkeits- und Farbsignale, die bei FBAS zusammen in einer Leitung angeliefert werden, besser trennt (3-stufig schaltbar).  Anwender,
die ein perfekt kalibriertes Bild für unterschiedliche räumliche Lichtverhältnisse
haben möchten, können über den Händler ihres Vertrauens auch mittels einer
speziellen Software der Imaging Science Foundation Inc. (kurz ISF) ein optimales
Anwenderprofil ermitteln und in den Einstellungen des Displays abspeichern. Insgesamt
müssen die Beobachtungen, die wir in der Bildwertung angestellt haben,
umfangreich kommentiert werden. Wenden wir uns zunächst einem Aspekt zu, der
oftmals vernachlässigt wird - nämlich oftmals wird das neue Modell gelobt
aufgrund der doch so deutlich verbesserten Bildqualität, aber wo ganz genau die
Differenzen, die wahren Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger liegen, wird
nicht immer deutlich. Um es gleich vorweg zu nehmen - es
gibt mehrere Felder, die Pioneer beim Wechsel 5 auf 6 G erfolgreich beackert
hat. Hier die Übersicht:
-
Die Verbesserung des Schwarzwertes ist das am besten
sichtbare Merkmal. Gerade bei DVDs, die zu einem großen Teil nachts
spielen, merkt man hier, dass die 6 G Panels einfach lebendiger,
natürlicher darstellen. Schon der Unterschied zu 5 G ist deutlich. Wir
hatten aber die Möglichkeit, auch nochmals ein 4 G Plasma zu sehen - und
hier merkt man, dass in diesem Zeitraum zwischen 2003 und 2005 sehr viel
passiert ist. Erinnern wir uns weiter zurück: Das PDP-503 von 2002 konnte
nur mitteldunkles Grau darstellen - unzureichend für heutige Verhältnisse,
wenn man bedenkt, wie echt und wie nah an der Röhre nun das PDP-436XDE mit
dunklen Sequenzen zurechtkommt.
-
Die Steigerung der Bildreinheit. Schauen Sie sich mal ein 3
G Plasma von 2002 an - verglichen mit einem 2005er 6 G Modell werden Sie
deutlich durch gut sichtbare Rauschmuster gestört. Besonders große
Flächen in verschiedenen Grauschattierungen oder große einfarbige Flächen
sind von Rauschteppichen überzogen. Farbübergänge waren damals nicht
überdurchschnittlich sauber, für ein 200er Gerät war der 503 zwar sehr
gut, inzwischen aber ist die Trennung zwischen den verschiedenen Farben weit
fortgeschritten, dies zeigte bereits die 5. Generation, aber auch die 4.
Generation war schon ein großer Fortschritt. Nun, bei den aktuellen
Modellen, sind auch komplexe farbliche Strukturen wie bei einem
Sonnenuntergang in sich schlüssig aufgebaut.
-
Die Farbwiedergabe machte einen sehr großen Sprung von 3 G
auf 4 G. Der Anstieg von 16,7 Millionen auf 1 Milliarde darstellbarer Farben
war der Bildqualität sehr zuträglich. 5 G und 6 G bieten nun mit 7,08 Mrd.
Farben nochmals mehr, höchste Farbreinheit und die Möglichkeit, praktisch
jede vorkommende Farbe akkurat darzustellen, steigern das visuelle
Vergnügen
-
Verbessertes De-Interlacing. Ein Plasmabildschirm benötigt
Vollbilder zum Arbeiten. Entweder erledigt der DVD-Player das De-Interlacing,
oder aber die Elektronik im Mediareceiver des Plasma-Panels. Bei den 6
G-Plasmas ist wiederum eine Steigerung bei der De-Interlacing-Qualität
feststellbar. Praktisch keine Bewegungsunschärfen oder Nachzieheffekte mehr
trüben das Bildvergnügen. Nirgendwo stören Pixelmuster, das Bild sieht
klar und fein aufgebaut aus.
-
Verbesserter Kontrast: Die 6 G Plasmas konnten auch
gegenüber den schon guten 5 G-Modellen weiter zulegen, was auch auf das
Konto des besseren Schwarzwertes geht. Dadurch konnte der nutzbare
Kontrastumfang nach unten hin erweitert werden.
Die Frage, die nun vielen Lesern in den Kopf kommt, wird sein:
Muss man nun zwingend upgraden, wenn man ein 5 G Plasma sein eigen nennt? Unsere
Antwort: Keinesfalls ist ein Upgrade auf 6 G Pflichtprogramm, denn nach wie vor
ist ein 5 G Pioneer Plasma ein hervorragendes Bildwiedergabegerät, das noch
viele Jahre Freude bereiten wird. Die Unterschiede zwischen 5 und 6 G sind zwar
sichtbar, aber nicht so gravierend, dass man sofort zum Händler laufen und sein
5 G Gerät eintauschen muss. Zu berücksichtigen ist auch immer der immense
Wertverlust, den man hinzunehmen hat, wenn man jetzt beispielsweise sofort sein
5 G Modell verkauft. Das 50 Zoll Panel wird z.B. schon gebraucht für knapp
über 2.000 € gehandelt, wenn man bedenkt, wie teuer es ursprünglich war
(Grundausstattungspreis XDE: knapp 7.000 € !), ist ein Verkauf aus
finanziellen Aspekten heraus kaum sinnvoll. Anders sieht es aus, wenn man
ein 4 G oder ein 3 G Plasma besitzt: Hier sind die visuellen Unterschiede zum
neuen 6 G doch immens, besonders dann, wenn man noch ein 3 G Modell besitzt.
Hier sollte man überlegen, ob nicht die Zeit für ein Upgrade gekommen ist,
zumal die Preise der 6 G Plasmas sehr fair und keinesfalls übertrieben hoch
ausfallen. Wer noch GAR KEIN PLASMA sein Eigen nennt, aber die Anschaffung
plant, sollte auch gleich zum 6 G greifen, es sei denn, er erhält ein 5 G
Modell in einem ausgezeichneten Zustand für einen günstigen Preis. Bei einer
Preisdifferenz von 1.000 € pro 5 G kann man über die Anschaffung eines 5 G
Modells nachdenken, kommt das 5 G Modell auf einen Preis, der weniger als 1.000
€ vom 6 G-Plasma entfernt ist, würden wir zum 6 G Modell greifen.
Nun sind die Pioneer 6 G Plasmas zwar preislich extrem fair,
aber trotzdem stellen Preise ab 3.299 € für ein PDP-436FDE trotzdem noch für
viele eine kaum zu überwindende Hürde dar. Darum greifen viele Anwender auf
andere, preiswertere Angebote zurück. Das Falscheste, was man jedoch machen
kann, ist der Kauf eines SDTV Panels. Ein solches Gerät, mit einer Auflösung
von 852 x 480 auf niedrigem Level, mag für denjenigen, der hin und wieder
fernsieht, eine akzeptable Lösung sein. Wer es jedoch ernst mit der Thematik
Home Cinema nimmt, wird mit einem solchen Low Budget-Modell (ab ca. 1.400 €
erhältlich) kaum glücklich. Die geringere Bildschärfe und die deutlich
geringere Detailtreue sind sichtbare Nachteile. Des Weiteren kommt hinzu, dass
diese günstigen Plasma-Offerten auch fernab der Auflösungs-Problematik eher
bescheiden ausgerüstet sind. Der interne De-Interlacer, die Farbverarbeitung,
der Schwarzwert und der Kontrast bergen weiteres Frustpotential. Da ist der Kauf
eines gut erhaltenen Pioneer 4 G Modells, eines älteren Fujitsu General
oder Panasonic Panels mit 1.024 x 768 Pixeln Auflösung bzw. 1.024 x 1.024
(Fujitsu General A.L.I.S. Panel) erheblich sinnvoller. Hat das ins Auge gefasste
Gebrauchtmodell noch nicht zu viele Betriebsstunden und stammt aus
vertrauenswürdiger Quelle, tut man sich damit einen entschieden größeren
Gefallen als mit einem neuen SDTV Panel eines nicht so erfahrenen
Herstellers.
Bilanzierend vergeben wir die völlig verdiente Höchstnote in
der Bildwertung an das PDP-436XDE, das in allen bildrelevanten Disziplinen neue
Maßstäbe setzen konnte.
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