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INFO. DVD-Player-Kaufberatung Herbst/Winter 2005 (2/2)

Was ist beim DVD-Player-Kauf noch zu beachten?

  1. Achten Sie auf eine einwandfreie Fehlerkorrektur. Nehmen Sie ruhig auch einige sichtbar zerkratzte CDs und DVDs mit. Discs mit sichtbaren, nicht zu großen Kratzern sollten einwandfrei wiedergegeben werden.
  2. Achten Sie auf die Einlesegeschwindigkeit des Laufwerks. Gerade, wenn Sie ein ungeduldiger Zeitgenosse sind, bewahrt Sie ein solcher Test vor tagtäglichen Wutausbrüchen, wenn der Player wieder lange zum Einlesen braucht. 
  3. Achten Sie auf die Laufwerksgeräusche vor allem beim Einlesen und beim Navigieren in den Menüs. Hier sollte der Player, gerade wenn Sie Ihren Hörplatz nahe Ihrer Anlage haben, akustisch nicht aus der Reihe tanzen. 
  4. Achten Sie auf den Layerwechsel. Nehmen Sie eine DVD mit ungünstig platziertem Layerwechsel mit und überprüfen Sie, wie sich der Player beim Wechsel von Layer 1 auf Layer 2 verhält. Ein zeitgemäßes Gerät produziert einen kaum oder gar nicht wahrnehmbaren Wechsel, bei älteren Modellen kann es zu einem sichtbaren Bildstocken und zu einem hörbaren Tonaussetzer kommen. 
  5. Achten Sie auf die Progressive Scan-Signalverarbeitung. Nehmen Sie hierzu eine DVD, die Videomaterial enthält (z.B. eine Dokumentation oder ein Konzert) und eine Spielfilm-DVD, die mit richtigen Filmkameras erstelltes Material enthält. Alle Discs sollten mit einwandfreier Auflösung (keine Auflösungsverluste durch zu simples De-Interlacing), ohne Ruckeln und ohne Bewegungsunschärfen sowie Pixelmuster wiedergegeben werden. Hier ist es ideal, als Vergleich z.B. ein Plasma mit hervorragendem De-Interlacer zu verwenden. Einmal können Sie dann das Halbbildsignal dem Plasma zuspielen und dessen De-Interlacing beobachten, das andere Mal kann der DVD-Player das De-Interlacing übernehmen, und Sie können sich die Qualität im Vergleich anschauen. 
  6. Achten Sie auf die Nutzbarkeit des Video EQs. Alle relevanten Grundfunktionen (Schärfe, Helligkeit, Farbgebung, Kontrast, bei NTSC Rot/Grün-Balance) sollten sich a) finden und b) in vernünftigen Schritten regulieren lassen sowie c) sichtbare Bildveränderungen bewirken. Sinnvoll ist auch eine Gammakorrektur. Manche Player verfügen darüber hinaus über wirksame Rauschfilter. 
  7. Achten Sie auf die Multimedia-Flexibilität. Ist Ihnen wichtig, dass der Player viele Formate abspielen kann, so nehmen Sie einfach CDs in den entsprechenden Formaten mit, damit Sie die multimedialen Fähigkeiten gut überprüfen können. 
  8. Achten Sie auf die Hitzenentwicklung. Dass sich DVD-Player erwärmen, ist normal und nicht besorgniserregend. Wenn das Gerät jedoch nach 1 Stunde Testphase schon glühend heiß wird, ist dies kein gutes Zeichen.
  9. Achten Sie darauf, dass Sie die On Screen Menüs leicht verstehen und bedienen können.
  10. Achten Sie darauf, dass die Kommunikation mit dem DVD-Spieler über die Fernbedienung gut funktioniert. 

Wissenswertes in Bildern

Hier sehen Sie den Innenaufbau von DVD-Playern aus 3 verschiedenen Preisklassen im Vergleich:

Einstiegs-DVD-Player (Pioneer DV-380) mit einfachem Innenaufbau. Nur wenige Platinen (hohe Baugruppenintegration), keine Aufteilung der Baugruppen in unterschiedliche Kammern für Video-, Audio-, Analog-, Digital,- sowie Netzteilsektion. 

Modell der angehenden Oberklasse (Yamaha DVD-S2500). Eine aufwändigere Schirmung des Laufwerks, eine separate Kammer fürs Netzteil (rechts) sowie deutlich mehr Platinen künden von sichtbar größerem Aufwand.

Bei beiden DVD-Playern hier handelt es sich um Highend-Modelle mit edlen Baugruppen und aufwändigem Aufbau. Besonders beim rechtem Modell (Denon DVD-A1XV) sieht man einen in jeder Beziehung mustergültigen Aufbau

Zwei Beispiele für gelungene Graphical User Interfaces:

Ein vorbildliches On Screen Menü schmückt den Yamaha DVD-S2500

Hervorragende, leicht verständliche Menüs sind auch eine Pioneer-Spezialität (Hier das Lautsprecher-Einstellmenü des Pioneer DV-668AV)

Zwei Beispiele für gelungene Fernbedienungskonzepte: 

Überragende, beleuchtete Fernbedienung des Onkyo DV-SP1000E

Die Fernbedienung des Denon DVD-3910 glänzt durch Übersichtlichkeit

Unsere Bilanz:

Bevor man einen DVD-Player kauft, muss man sich im Klaren sein, welche Prioritäten ganz oben stehen. Das ist momentan auf den ersten Blick nicht ganz so einfach, weil schließlich bereits die Nachfolgeformate, die hochauflösenden Medien BluRay und HD-DVD, in den Startlöchern scharren. Bis sich hier jedoch wirklich etwas tut, vergeht sicherlich noch einige Zeit. Und man darf bei allem Hype um die neuen HD-Formate eines nicht vergessen: Schon ein "herkömmlicher" DVD-Player der oberen Mittelklasse um 800 € bietet eine beeindruckende Bildqualität bei der hinlänglich bekannten, seit 1997 eingeführten DVD. Viel wichtiger ist es, dass die gesamte Kette - also AV-Receiver, Lautsprecher, DVD-Player, Bildwiedergabegerät, Verkabelung - passt und so ein stimmiger audiovisueller Gesamteindruck entsteht.

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