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Zwischen Himmel und Hölle

VÖ: 12.12.2002

Original

Heaven and Earth

Studio

Warner Bros. (1993)

Verleih

Warner Home Video (2002)

Laufzeit

135:40 (FSK 12)

Regie

Oliver Stone

Darsteller

Hiep Thi Le, Tommy Lee Jones u.a.

DVD-Typ

DVD-9

Bitrate

5.91 Mbps (Video: ca. 5.7 Mbps)

Fernsehnorm

PAL

Bildformat

2,35:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
3. Audio-Kommentar (192 kbps)

Untertitel

USA, D, NL, S, N, DK, FIN, IS, I

Regionalcode

2

Verpackung

Snapper-Case

Preis

ca. 15-20 €
Film 

Die junge Vietnamnesin Le Ly erlebt in ihrem kleinen Heimatdorf den Krieg in ihrem Land direkt an der Frontlinie. Sie wird von Soldaten vergewaltigt, gefoltert und versoßen. Als Prostituierte geht Le Ly nach Saigon. Dort lernt Sie den GI Steve kennen, der sich in sie verliebt. Nach der Hochzeit geht Le Ly zusammen mit ihrem Mann nach San Diego. Doch nicht nur, dass sich Le Ly nicht an die Glitzerwelt gewöhnen kann, auch ihr Gatte Steve erweist sich als seelisches Wrack und Haustyrann....

Mit "Zwischen Himmel und Hölle" beendete Oliver Stone seine Vietnam-Trilogie und betrachtete den Vietnam-Krieg dabei nicht aus der ansonsten dominierenden Perspektive der Amerikaner sondern einer einheimischen Vietnamesin. In eindrucksvollen Bildern bringt der Film zu Ausdruck, wie nicht nur die US-Soldaten sondern auch die Zivilbevölkerung Vietnams im Krieg eine Menge Leid erfahren mussten. Den Nerv des Kinopublikums fand Oliver Stone mit dieser ungewöhnlichen Betrachtungsweise freilich nicht. Der Film floppte an den Kinokassen und auch der Oscar-Reigen, mit dem Stone für seine aus amerikanischer Sicht erzählten Filme "Platoon" und "Geboren am 4. Juli" ausgezeichnet wurde, blieb hier vollkommen aus. Davon sollte man sich aber nicht beirren lassen, denn "Zwischen Himmel und Hölle" ist ein gut erzähltes Drama, welches zwar einfühlsam den Lebensweg von Le Ly schildert, dabei aber keine übermäßige Stimulation der Tränendrüsen betreibt und auch nicht von dem missionarischen Eifer geprägt ist, den man aus einigen anderen Oliver Stone-Filmen kennt.

 

Bild 

Trotz sichtbarem Rauschfilter bietet der Film eine gute Schärfe, wenn man einmal vom leichten Weichzeichner-Effekt absieht, den Oliver Stone eingesetzt hat. Auch Zeilenflimmern wird stellenweise sichtbar. Das Master zeigt einige Dropouts, ohne dass dies aber wirklich störend auffällt. Die Farben und der Kontrast sind sehr gut. Aufgrund der Überlänge des Films und der Extras machen sich bei der Kompression mit relativ niedriger Bitrate stellenweise Artefakte an den Rändern von Objekten bemerkbar, weswegen der Film in der Gesamtbewertung nicht ganz so gut abschneiden kann, wie er auf den ersten Blick erscheint.

 

Ton 

Der Film bietet durchgängig einen sehr räumlichen Surround-Sound. Nicht nur während der dramatischen Kampszenen, sondern selbst während ruhiger Dialoge sind meist Musik und Hintergrundgeräusche sehr deutlich aus den hinteren Kanälen zu hören. Der Sound ist nicht ganz so aggressiv und laut wie bei anderen Kriegsfilmen, bietet dafür aber eine enorm weites Panorama mit guter Höhenwiedergabe. Dafür, dass der Film immerhin schon von 1993 ist, bekommt man hier wirklich erstaunlich viel geboten. Selbst die deutsche Synchrofassung bietet in der Musik- und Effektwiedergabe die gleiche Qualität wie das englische Original. Die englischen Dialoge sind aufgrund des vietnamesischen Sprach-Einschlags von Le Ly etwas schlechter verständlich als die deutsche Synchro.

 
Special Features 
  • Audio-Kommentar von Oliver Stone: Oliver Stone befasst sich hier nicht nur mit dem einzelnen Film, sondern stellt auch einige Vergleiche zu seinen beiden anderen Vietnam-Filmen her. Man muss sich allerdings schon ein wenig an den nuscheligen Klang von Oliver Stones Stimme ein wenig gewöhnen, da hier auch eine Unterstützung durch Untertitel fehlt.

  • Nicht verwendete Szenen: Annähernd 50 Minuten zusätzliches Filmmaterial wird hier von Oliver Stone präsentiert und auch wahlweise kommentiert. Darunter befindet sich eine alleine schon rund 20 Minuten lange Eröffnungssequenz, die etwas stärker auf die Lebensumstände in Le Lys Heimatdort eingeht. An die Bildqualität sollte man hier keine großen Ansprüche stellen, denn das Bildmaterial ist sehr unscharf und wird teilweise in Schwarz/Weiss oder mit verfälschten Farbwerten wiedergegeben.

  • Cast & Crew-Informationen, Kino-Trailer

Review von Karsten Serck

Test - Equipment:
TV Panasonic TX-W32D3F
DVD-Player Pioneer DVD-656A
AV-Verstärker Yamaha DSP-AZ1

25.11.2002

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