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Zoolander

Studio

Paramount Pictures (2001)

Verleih

Paramount Home Entertainment (2002)

Laufzeit

85:28 min. (FSK 12)

Regie

Ben Stiller

Darsteller

Ben Stiller, Owen Wilson, Christine Taylor, Milla Jovovich

DVD-Typ

DVD-9

Fernsehnorm

PAL

Bildformat

2,35:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Deutsch, Dolby Digital 5.1
2. Englisch, Dolby Digital 5.1
3. Tschechisch, Dolby Digital 5.1

Untertitel

deutsch, englisch, türkisch, niederländisch, tschechisch, ungarisch, arabisch, bulgarisch, dänisch, Finnisch, Isländisch, norwegisch, Polnisch, rumänisch, schwedisch

Regionalcode

2

Verpackung

Amaray-Case

Preis

ca. 20-25 EURO
Film 

Als Derek Zoolander (Ben Stiller) unversehens den Titel als "Male Model of The Year" an seinen ärgsten Rivalen Hansel (Owen Wilson) verliert und kurz darauf seine drei besten Model-Freunde in einem überaus selbstverschuldeten Unfall das zeitliche segnen, gerät er in eine heftige Sinnkrise, welche durch einen wenig schmeichelhaften Artikel über seine Person, den die Journalistin Matilda (Christine Taylor) gerade veröffentlicht hat, noch zusätzlich vertieft wird. Derek kommt zu dem Schluss, dass es mehr im Leben geben muss, als nur unglaublich gut auszusehen, doch seine Versuche, im heimatlichen Bergbaustädtchen zusammen mit seinem Vater (Jon Voight) unter Tage eine neue Karriere zu starten, scheitert kläglich. Und nüchtern betrachtet sind Dereks Chancen auf dem Arbeitsmarkt nicht gerade die allerbesten, werden doch lebensuntüchtige Schönlinge mit einem I.Q. nahe der Gefriertemperatur selbst in wirtschaftlichen Boomzeiten nicht gerade händeringend gesucht. Ein wahrer Glücksfall scheint daher die Offerte des überkandidelten Designers Mugatu (Will Ferrell), der Derek trotz seines Tiefs zum Aushängeschild seiner neuen Kampagne machen will. Matilda jedoch wittert Unheil und das nicht ganz zu Unrecht; denn in Wirklichkeit plant der sinistre Mugatu zusammen mit seiner nicht minder verschlagenen Assistentin Katinka (Milla Jovovich) den arglosen Derek zu einer ferngesteuerten Killermaschine umzuprogrammieren, um einen fernöstlichen Herrscher, der soeben die Abschaffung der Kinderarbeit auf dem Textilsektor angekündigt hat, zu eliminieren. Und um diesem Komplott entgegenzutreten, ist es sogar notwendig, dass sich Derek mit Hansel verbündet, um mit vereinten Kräften den dunklen Mächten der internationalen Designermafia das Handwerk zu legen.

Dass sich das geistige Niveau der Story von "Zoolander" optimal mit dem I.Q. seiner Titelfigur zur Deckung bringen lässt, stellt für sich genommen überhaupt kein Hindernis für sein allgemeines Gelingen dar. Immerhin käme wohl auch kaum jemand auf die wahnwitzige Idee, Filme wie "Hot Shots" oder "Naked Gun" anhand der dramatischen Qualitäten ihrer Geschichte zu beurteilen. Allerdings leben Werke, wie die vorgenannten auch davon, dass sie ihre Gags wie an einem übertourig laufenden Fließband produzieren, jedwede Unterhaltungshemmer dabei leichthändig auf der Standspur zurücklassen. In dieser Hinsicht zeigt sich "Zoolander" dann leider als nicht ganz so erfolgreich. Denn Ben Stiller (dem man für diesen Film wirklich alle Verantwortung zurechnen darf, hat er doch bis zur Besetzung - Jerry Stiller ist sein Vater, Christine Taylor seine Frau - überall seine Finger im Spiel gehabt) nimmt seine Figur und seine Erzählung immer wieder einmal zu ernst, was deutliche Bremsspuren auf dem Handlungsweg hinterlässt. Auch hätte es nicht unbedingt geschadet, zu der aus einigen Kurzsketchen geborenen Figur des Derek Zoolander für den Film noch ein wenig mehr kreative Denkarbeit zu entwickeln, denn auf Dauer weisen die charakterbezognen Gags wiederholungsbedingte Abnutzungserscheinungen auf. Da als Kontrastprogramm aber auch immer wieder weite Strecken an poppig-bunten Bilderbögen mit frischem Witz und spritzigen Einfällen folgen, lässt sich "Zoolander" nichtsdestotrotz als fröhliche Unterhaltung für den kleinen Hunger zwischendurch konsumieren. Dass es aber zu mehr nicht gereicht hat, liegt im übrigen ebenfalls noch daran, dass auch gute Ideen, wie der Kurzauftritt von David Duchovny als Ex-Modell und Verschwörungstheoretiker oder der vergebliche Versuch Hansels und Dereks, einen Computer zum Laufen zu bringen (was dann aber leider in eine unmotivierte und daher unlustige "2001" Parodie übergeht), im Verlauf ihrer Ausführung viel zu viel komisches Potential verschenken.

 

Bild 

Atemberaubend gut ist die Bildqualität nicht gerade, aber groß beschweren kann man sich eigentlich auch nicht. Für einen neuen Film ist das Hintergrundrauschen ein wenig zu ausgeprägt, aber letztlich bleibt es doch so dezent, dass es den Eindruck nachhaltig stören könnte. Als überaus gelungen darf dagegen die Farbgebung betrachtet werden. Da der Film in vielen Szenen eigentlich mit ausgesprochen bunten Elementen um sich wirft, ist es angenehm zu sehen, wie ruhig trotzdem die Farbgestaltung der DVD bleibt, da andere Produkte in einem solchen Fall nicht selten mit grell überzeichneten Anblicken aufwarten. Die übrigen Werte schließlich sind am oberen Rand der Skala in Ordnung.

 

Ton 

Dies ist kein Film der raffinierten Toneffekte. Und die einzige nennenswerte Actionsequenz, die Explosion eines Autos, kommt ausgesprochen matt daher. Was den Gesamteindruck dann trotzdem in Richtung sehr zufriedenstellend tendieren lässt, ist die gelungene Abmischung der Musik, deren zahlreiche Songeinspielungen als Stimmungsgestalter ordentlich Schwung ins Geschehen bringen, ohne aber das Handlungsgeschehen akustisch an den Rand zu drängen. Letztlich ist der Klang daher für eine Komödie genau richtig eingestellt.

 

Special Features 

Die Zugaben sind ganz in Ordnung, nicht zuletzt deshalb, weil auf sinnloses Promo-Gebrabbel verzichtet wurde. Aus dem Film geschnittenes Material gibt es in Form von sechs geschnittenen Szenen, inklusive einem alternativen Abspann, wahlweise mit Kommentar von Ben Stiller, sowie fünf Szenen in ausführlicheren Fassungen, als im Film, ebenfalls mit Kommentaroption.
Die sechsminütige Sammlung von Outtakes ist mehr oder minder amüsant.
Nicht schlecht sind die beiden Sketche zu den VH1 Fashion Awards, für welche Ben Stiller die Figur des Zoolander entwickelte.
Werbespots diverser Bauart sind en masse im Angebot, 15 an der Zahl insgesamt.
Etwas enttäuschend ist der Audiokommentar der drei Drehbuchautoren Ben Stiller, Drake Sather und John Hamburg, die sich mehr miteinander unterhalten, als sich an den Zuhörer zu wenden, außerdem ist die Angelegenheit angesichts dreier ausgewachsener Komödienschreiber ziemlich unlustig geraten.

10.09.2002

Review von Tobias Wrany

Test-Equipment

TV: Panasonic TX-28PK1F
DVD-Player: Pioneer DV-343
Dolby Digital / DTS Receiver: Sony STR-DA50ES

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