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Zivilprozess |
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A
Civil Action |
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Studio
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Paramount/Touchstone
Pictures (1990) |
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DVD-Anbieter
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Paramount
Home Entertainment (2000) |
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Laufzeit
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110:06 min. |
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FSK
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12 |
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Regie
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Steven
Zaillian |
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Darsteller
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John Travolta, Robert Duvall, William
H. Macy, John Lithgow, Kathleen Quinlan |
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DVD-Typ
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DVD-9 |
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Fernsehnorm
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PAL |
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Bildformat
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1,85:1 (anamorph) |
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Audiokanäle
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1. Tschechisch, Dolby
Surround
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1
3. Englisch, Dolby Digital 5.1
4. Ungarisch, Dolby
Surround |
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Untertitel
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Englisch für
Hörgeschädigte, Englisch, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Finnisch, Holländisch,
Norwegisch, Polnisch, Schwedisch, Türkisch |
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Regionalcode
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2 |
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Verpackung
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Amaray-Case |
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Preis
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ca. 20-25 EURO |
Film      
A Civil Action: Der Originaltitel von
"Zivilprozess" hört sich zwar nach John Grisham an, ist es aber zum Glück
nicht. Wer in diesem Film, der im Kern auf einer wahren Geschichte basiert, heroische
Szenen im Gerichtssaal erwartet, in denen ein junger Anwalt gegenüber den Geschworenen
wieder einmal das Schicksal der Nation hinaufbeschwört, für den dürfte dies bereits
jetzt der falsche Film sein. Denn für Jan Schlichtmann, den Antihelden des Films, zählt
nur Eines: Geld, Geld und nochmals Geld. Als Anwalt in einer Kanzlei, die er mit mehreren
Freunden aufgebaut hat, und die (wie in den USA üblich) auf Erfolgsbasis operiert, bleibt ihm keine Zeit dafür,
über den Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit zu philosophieren.
Für Schlichtmann gleicht sein Job einem Krieg, der gewonnen werden muss. Er kümmert sich
vor allem um lukrative Schadensersatzklagen wegen Körperverletzung, die in der Regel mit
einem außergerichtlichen Deal in zweistelliger Millionenhöhe enden. So richtig
interessant sind für ihn als Klienten die erfolgreichen Vierzigjährigen, die auf dem
Höhepunkt ihrer Karriere durch einen plötzlichen Schicksalsschlag aus dem Leben gerissen
werden. Was er gar nicht mag, sind Kinder, denn bei denen gibt es am wenigsten zu holen.
Um so weniger begeistert fährt er in ein kleines Örtchen in New England, in dem es in
den letzten Jahren 12 Leukämie-Todesfälle gegeben hat, darunter acht Kinder. Alle
betroffenen Eltern sind der Auffassung, das verschmutzte Trinkwasser sei für die Tode
verantwortlich. Doch weil sie ihm keinen Verantwortlichen nennen wollen, den man vor
Gericht ziehen und, noch viel wichtiger, kräftig zur Kasse beten kann, macht sich Jan
schon nach kurzer Zeit wieder aus dem Staub.
Durch Zufall wirft er beim Herausfahren aus dem Ort doch noch einen Blick auf den
Fluss
und eine Fabrik an dessen Ufern. Die kleine Fabrik mit dem rußenden Schornstein sorgt
für wenig Begeisterung. Erst als Schlichtmann entdeckt, das hinter der Firma ein
millionenschwerer Großkonzern steht, erwacht in ihm die Hoffnung, jemanden kräftig zur
Kasse bitten zu können. Und schon hat er einen neuen Fall. Mit Millioneneinsatz für ein
Geologenteam, das vor Ort nach Spuren von Giftmüll suchen soll, setzt die Kanzlei auf
Drängen Schlichtmanns schließlich ihr ganzes Vermögen in diesen Fall. Alles sieht so
aus, als ob der Sieg vorprogrammiert ist, denn wenn erst einmal die Eltern der getöteten
Kinder in den Zeugenstand gerufen werden, so das Kalkül, dann werden die Geschworenen
schon dahinschmelzen.
Nur Pech, das Schlichtmann mit dem Verteidiger der Gegenseite des Großkonzerns Beatrice,
dem alten Hasen Jerome Facher (Robert Duvall), einen routinierten Profi als Gegenspieler
hat, der bereits zu Beginn des Prozesses durch einen geschickten Schachzug das Verfahren
gegen die Firma W.R. Grace, der die kleine Fabrik gehört, und den dahinterstehenden
Großkonzern Beatrice aufgetrennt hat. Als dann nach einen weiteren Winkelzug auch noch
die Anklage gegen Beatrice aus dem Prozess herausgenommen wird, ist Schlichtmanns
Strategie am Ende. Denn das große Geld lässt sich jetzt nicht mehr aus dem Fall
herausholen. Und der Richter ist zu allem Überfluss auch nicht bereit, Schlichtmanns
großen Joker, die Eltern der toten Kinder, in den Zeugenstand zu rufen. Alles endet
schließlich mit einem Vergleich, bei dem die Kanzlei gerade mit Ach und Krach noch ihre
Kosten decken kann. Schlichtmann wird von seinen Partnern ausgeschlossen, darf sich von
nun an alleine mit kleinen, unwichtigen Fällen herumschlagen und muss sich daran
gewöhnen, auf seinen gewohnten Luxus mit Porsche und teuren Anzügen zu verzichten. Erst
lange Zeit später fasst er den Mut, sich wieder mit dem Fall, der ihm zum Verhängnis
wurde, zu befassen und rollt ihn alleine mit seinen spärlichen Mitteln, die ihm
verblieben sind, wieder auf...
Doch genau hier, wo der Film eigentlich seinen großen Showdown erleben
müsste, bleibt er bemerkenswert dezent und unspektakulär. Wie bereits gesagt, große
Szenen im Gerichtssaal gibt es nicht, die außer Jurastudenten ohnehin
niemanden interessieren würden. Der Film endet in dem Moment, wo die zweite Anklage
gegen die Firma Beatrice eingereicht wird und zeigt im Abspann nur noch in Form von
Texttafeln, was genau aus dem Fall geworden ist. Das Bemerkenswerte an Steven Zaillian´s
Film ist, das er weitgehend ohne die sehr beliebte Schwarz-Weiß-Malerei auskommt. In
diesem Drama des Drehbuchautors von "Schindler´s Liste" gibt es weder Gut noch
Böse: Der eitle Anwalt Schlichtmann, der an seiner eigenen Gier nach Geld und Erfolg
zugrunde geht, wird zur Mitleidsfigur, während selbst der mit den fiesesten juristischen
Tricks arbeitende Gegenspieler Jerome Facher eigentlich, vom Beruf einmal abgesehen, doch
ein ganz netter Kerl zu sein scheint. Wer schon immer ein Justizdrama sehen wollte, das
gar nicht den Erwartungen an einen Film dieses Genres entspricht, der wird in "Zivilprozess" ein solches Beispiel finden und von dem Film angenehm überrascht
werden.
Bild     
Im Gegensatz zur US-DVD von Buena Vista hat Paramount
die Code 2-DVD mit einem anamorphen Bildtransfer versehen. Die DVD
fällt durch die schon fast als "Paramount-typisch" zu
bezeichnende hohe Bildschärfe auf. Die Kompression ist sehr sauber
und erreicht dadurch einen sehr harmonischen Bildeindruck ohne große
Störungen. Der Kontrast und die Farben sind ebenfalls gut. Lediglich
die Detailauflösung ist nicht ganz optimal, da Feinheiten nur leicht
verschwommen erscheinen. Alles in allem auf jeden Fall aber eine DVD,
die man ohne Zögern kaufen kann.
Ton     
Obwohl ein Justizdrama nicht den Anschein erweckt, für großartigen Sound
zu sorgen, überrascht die DVD durch ein sehr räumliches Klangbild, das, wenn auch leise,
immer die Umgebungsgeräusche von allen Seiten hörbar einfließen lässt. Sogar ein paar
nette Split Surround-Effekte und einige Basseinsätze sind dabei.
Special Features     
Die Ausstattung ist zwar ebenso karg wie
die der US-DVD. Immerhin gibt es aber neben dem Trailer auch noch ein
recht kurzes Featurette über die Dreharbeiten des Films.
Review von Karsten Serck
Test - Equipment:
TV Panasonic TX - W32D3F
DVD - Player Pioneer DV-737
Dolby Digital / DTS - Receiver Sony STR-DA 50 ES
06.11.2000
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