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Vertigo
- Aus dem Reich der Toten |
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Vertigo |
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Studio
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Universal/Paramount (1958) |
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Verleih
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Universal Home Entertainment (2000) |
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Laufzeit
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ca. 124 min. (FSK 12) |
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Regie
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Alfred Hitchcock |
Darsteller |
James Stewart,
Kim Novak, Barbara Bel Geddes, Tom Helmore u.a. |
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DVD-Typ
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DVD - 9 |
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Fernsehnorm
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PAL |
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Bildformat
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1,85 :1 (anamorph) |
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Audiokanäle
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1. Deutsch, Dolby Digital 2.0
2. Englisch, Dolby Digital 5.1
3. Französisch, Dolby Digital 1.0
4. Italienisch, Dolby Digital 1.0
5. Spanisch, Dolby Digital 1.0 |
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Untertitel
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Französisch, Portugiesisch,
Dänisch, Finnisch, Tschechisch, Schwedisch, Norwegisch, Deutsch, Niederländisch,
Polnisch |
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Regionalcode
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2 |
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Verpackung
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Amaray-Case |
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Preis
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ca. 25-30 EURO |
Film      
John "Scottie" Ferguson (James Stewart) hat wirklich
Pech, denn er hat sich die falsche Krankheit zu seinem Beruf ausgesucht: Er ist Polizist
in San Francisco und leidet an Höhenangst (Akrophobie). So gab es dann auch schon sehr
unerfreuliche Situationen, ein Kollege von Ferguson stürzte so zu Tode, und Ferguson
macht sich immer noch Vorwürfe, ihm aufgrund seiner Krankheit nicht geholfen zu haben.
So beschließt er, seine Arbeit bei der Polizei zu beenden, um sich und
andere nicht mehr in gefährliche Situationen zu bringen. Kurz nach diesem Entschluss, der
endlich Ruhe und Ordnung in Scotties Leben bringen soll, lässt er sich von seinem Freund
Gary Elster (Tom Helmore) überreden, dessen Frau Madeleine (Kim Novak)
zu beschatten, die angeblich seit einiger Zeit ein äußerst mysteriöses Doppelleben
führt. Oft ist sie weggetreten, sie fährt zu merkwürdigen Orten und ist oft stundenlang
verschwunden. Nach einigem Zögern beschließt Ferguson, Elster zu helfen - und das wird
fatale Folgen für ihn haben. Auf keinen Fall jedenfalls normalisiert sich sein Leben.
Im Gegenteil: Ferguson folgt der attraktiven Madeleine zu den komischsten
Plätzen in San Francisco und Umgebung, so zu einem alten Friedhof, auf dem ihre
Urgroßmutter begraben liegt, deren Geist anscheinend in Madeleine weiterlebt, und in ein
Museum, in der ein Bild der Urgroßmutter hängt. Ihr Leben nahm damals ein abruptes
Ende, als sie offensichtlich nicht bei klaren Gedanken, damals Selbstmord beging.
Und auch Madeleine versucht, sich umzubringen - auf die gleiche Art und
Weise wie die Großmutter: Sie springt von der berühmten Golden Gate Bridge in San
Francisco, doch Ferguson greift ein und holt die völlig verwirrte junge Frau aus dem
Wasser. Mit der Zeit entwickelt sich eine zarte Romanze zwischen Ferguson und der
angeblichen Frau seines Freundes.
Im weiteren Verlauf des Filmes nimmt die Geschichte immer mysteriösere
Formen an, so stürzt Madeleine von einem Kirchturm - wieder konnte Ferguson einen
Menschen nicht vor dem Tod retten, denn er folgte Madeleine nicht auf den Turm, eben wegen
seiner Höhenangst - und er kann kaum fassen, dass sie, die er gerade begonnen hatte,
innig zu lieben, tot ist.
Noch fassungsloser ist er aber, als er einige Zeit später eine Frau trifft,
die der vor seinen Augen zu Tode gekommenen Madeleine unglaublich ähnlich sieht. Nach und
nach beginnt er zu begreifen, in was für ein unglaubliches Komplott er da geraten ist -
und auch sein angeblicher Freund Gary Elster hat alles andere als eine reine Weste.....
"Vertigo" ist ein Filmklassiker, der auch heute noch zu begeistern
weiß - unglaubliches Spannungspotential, grandiose Schauspieler und eine exzellente
Regiearbeit - Hitchcock hatte eben einen ganz eigenen Stil, und "Vertigo"
gehört zweifelsohne zu den Filmen, die dies am besten hervorzuheben wissen.
Bild     
Das Bild von "Vertigo" wurde in ungeheuer aufwendiger Arbeit
restauriert. Damals im sogenannten "Vistavision"-Format gedreht (wird in der
Bonus-Dokumentation erläutert), wurde für die Restaurierung extra eine 70 mm-Kopie des
ursprünglichen Masters angefertigt. Das Bildmaterial liegt in anamorpher Form auf
der DVD vor, und das Ergebnis kann sich für die Kopie eines Films von 1958 wirklich sehen
lassen. Natürlich könnten auch die Restauratoren nicht zaubern, so sieht man an einigen
Details schon das eigentliche Alter der ursprünglichen Vorlage. Es treten nur recht
selten, und dann auch kaum störend, kleinere Blitze oder ähnliche Unsauberkeiten des
Masters auf, hier tat die gründliche Überarbeitung dem Master wohl gut.
Die Farben wirken insgesamt etwas unnatürlich, es gibt Wechsel in der
Farbintensität, das zeigt sich besonders an den Gesichtern der Schauspieler: So wirken
sie manchmal ein wenig zu blässlich, manchmal aber auch entschieden zu rot. In einigen
Szenen vermag die Farbgebung hingegen durchaus zu überzeugen. Das Blau des Himmels wirkt
so wesentlich realer als in viele neueren Filmen, die gerade da oft Schwächen zeigen.
Insgesamt muss bei der Bewertung der Farbgebung beachtet werden, dass Hitchcock damals
absichtlich mit Farbstichen sowie speziellen Tönungen gearbeitet hatte. Das hat die
authentische Restauration sicherlich nicht unbedingt einfacher gemacht.
Dem Bildrauschen rückte man wohl mit dem Einsatz eines Rauschfilters zu
Leibe - mit gutem Erfolg, Bild- und auch Flächenrauschen treten nur noch in durchaus
erträglicher Form auf. Leider gibt es ab und zu leichte Nachzieheffekte. Das Bild ist
nicht immer ganz ruhig, ab und zu ist Ruckeln festzustellen.
Natürlich darf man nicht das Niveau aktueller Filme mit sehr gutem Bild
erwarten, aber wirklich sehr beachtlich für einen so alten Film sind Kontrast und
Schärfe, auch wenn es Ausnahmen gibt: So nimmt beides in den dunklen Szenen sichtbar ab.
Ebenfalls gibt es Probleme in sehr hellen Szenen wie zum Beispiel, als Ferguson Madeleine
Elster auf den Friedhof folgt. Ab und zu auftretende Bewegungsunschärfen sind zu
verschmerzen. Die Detailtreue ist in den meisten Szenen befriedigend.
Insgesamt hat die Überarbeitung dem Film sichtbar gut getan, Vertigo zeigt
nun ein Niveau, welches viele neuere Filme nicht erreichen können. Das gleiche gilt für
die ordentliche Detailtreue.
Ton      
Im Rahmen der Restauration des Films wurde für die englische
Originalversion auch eine neue DD 5.1-Tonspur erstellt. So stellt sich eine ordentliche
Raumwirkung ein, zum Beispiel bei der Filmmusik beim Start von "Vertigo" kommt
auch aus den Surroundboxen einiges. Das soll aber nicht heißen, dass die Maßstäbe eines
neuen Films, der direkt mit 5.1-Sound gedreht wurde, angelegt werden können.
Die Differenzierung der Effekte auf den hinteren Kanälen ist nicht perfekt,
so dass keine allzu großen Unterschiede zur deutschen Dolby Surround-Synchro
feststellbar sind, die für die Surroundboxen nur ein Mono-Signal zur Verfügung stellt.
Auch die Durchschlagskraft der Effekte wäre noch steigerbar. Für einen Film von 1958 ist
das Ergebnis aber mehr als zufriedenstellend, an diesen Maßstäben gemessen zeigt die
englische Version ein sauberes, klares Klangbild.
Eine Ausnahme aber gibt es: Die Stimmwiedergabe kann nicht immer
überzeugen. Verzerrungen und Kratzen aus dem Center zeigen, dass hier die Tonabmischung
lieber zurückhaltender gestaltet hätte werden sollen. Dass dies die Soundtechniker
durchaus beherrschen, zeigt der eher unter- als überbetonte LFE-Kanal.
Die deutsche Synchro, in Dolby Surround zeigt in einem Punkten eine hörbare
Überlegenheit im Vergleich zum sechskanaligen Original: Die Stimmen sind weitaus besser
abgemischt, sehr klar verständlich, nicht so spitz wie die Originalstimmen, die wahre
Filmfans aber natürlich trotzdem den gewöhnungsbedürftigen Synchronstimmen vorziehen
dürften. Die Bassausteuerung ist genau das Gegenteil von der des englischen Originals:
Was im ersten Fall des Guten zuwenig getan wurde, holten die Abmischer dafür in der
deutschen Synchro doppelt nach. Hier ist der Bass in einigen Szenen - zum Beispiel, wenn
ein Auto abfährt - schon fast überbetont.
Die Surroundeffekte sind prinzipiell kaum schlechter als die des
5.1-Variante, doch ist das Klangbild insgesamt vor allem im Höhenbereich hörbar weniger
dynamisch und sauber, was zur geringfügigen Abwertung gegenüber der englischen Version
führt.
Special Features     
Wie es sich für eine Collector's Edition
gehören sollte, bringt "Vertigo" einiges an Bonusmaterial mit: Eine sehr
ausführliche Dokumentation, u.a. auch mit Robert A. Harris, der die Restauration des
Films durchführte, erklärt dem Zuschauer, warum "Vertigo" ein ganz besonderer
Film ist. Unterstützt wird er von James C. Katz, der Producer der restaurierten Version.
Die beiden sind ein erfahreneres Team, sie haben schon Filmklassiker wie zum Beispiele
"Lawrence von Arabien" zusammen instand gesetzt.
Man erfährt in dieser Doku viel über die
Vorbereitungen der Produktion des Films, damals in den fünfziger Jahren in San Francisco,
und über Hitchcocks Verhältnis zu James Sterwart, häufiger Hauptdarsteller in
Hitchcocks Meisterwerken. Auch wird beschrieben, wie aufwendig der Film restauriert wurde
- volle zwei Jahre nahm diese Arbeit in Anspruch. Der Zuschauer weiß nun, in welchem
Format der Film ursprünglich gedreht wurde (siehe hier auch Bewertung Bild), wie lang die
Außenaufnahmen liefen, und selbst Mitglieder der Crew von damals, nun natürlich schon
ein paar Jahrzehnte älter, melden sich zu Wort. Vor allem: Hier ist eine wirklich
interessante Dokumentation entstanden, die man sich gern mal ansieht und sich sehr
wohltuend von der Oberflächlichkeit vieler sieben-Minuten-Featurettes unterscheidet,
deren Wert sowieso in Frage zu stellen ist.
Doch das ist noch lange nicht alles: Zwei
Trailer, die ebenfalls restauriert wurden, sind auch auf der DVD, auf neun Texttafeln
warten weitere Informationen auf neugierige Hitchcock-Fans. Ein "Feature
Commentary" mit dem Mitproduzenten Herbert Coleman, dem Restaurations-Team von Katz
und Harris sowie weiteren am Film beteiligten Personen setzt die Liste des Bonus-Materials
fort.
Ausführliche Informationen auf Texttafeln über
die Hauptdarsteller James Stewart, Kim Novak, Barbara Bel Geddes, Tom
Helmore, Henry
Jones und über Regisseur Alfred Hitchcock vervollständigen die Sammlung an
Bonus-Material.
Leider ist die Animation der Menüs nicht
besonders einfallsreich, aber in Anbetracht der sonstigen Special-Features-Qualitäten zu
verschmerzen ist.
Review von Carsten Rampacher
Test - Equipment:
TV Sony KV-28 WF 1D
DVD - 200er Wechsler Sony DVP-CX850D
DVD-Player Pioneer DV-05 Elite
Dolby Digital / DTS - Receiver Sony STR-DA 50 ES
04.04.2000
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