|
Vanilla Sky
|
|
|
Original |
Vanilla Sky |
|
Studio
|
Paramount Pictures (2001) |
|
Anbieter
|
Paramount Home Entertainment (2002) |
|
Laufzeit
|
130:20 min. |
|
Regie
|
Cameron Crowe |
|
Darsteller
|
Tom Cruise, Penélope Cruz, Cameron Diaz, Kurt Russell u.a. |
|
DVD-Typ
|
DVD-9 |
|
TV-Norm
|
PAL |
|
Bitrate
|
6.41 Mbps |
|
Bildformat
|
1,85:1 (anamorph) |
|
Audiokanäle
|
1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
3. Audio-Kommentar Cameron Crowe (192 kbps) |
|
Untertitel
|
Deutsch, Englisch u.a. |
|
Regionalcode
|
2 |
|
Verpackung
|
Amaray-Case |
|
Preis
|
ca. 25 € |
Film      
Als hätte er das Glück nur für sich gepachtet, führt David Aames (Tom
Cruise) das perfekte Leben. Er ist gutaussehend, wohlhabend und charismatisch - der junge New Yorker Verleger lebt an der Spitze der Erfolgsleiter.
David könnte jede Frau auf der Welt haben, hat jedoch lediglich eine lose und
gegenseitig rein auf Sex reduzierte Beziehung mit der Künstlerin Julie (Cameron
Diaz). Überraschend begegnet David eines Tages seiner großen Liebe: Sofia (Penélope Cruz)
taucht auf seiner Geburtstagsparty auf und will ihm nicht mehr aus dem Kopf
gehen. Doch David hat Julie vergessen und nicht darauf geachtet, dass diese mehr
für ihn empfindet, als er es für möglich gehalten hätte. Julie reagiert
entsprechend eifersüchtig. Es kommt zu einem Streit während einer Autofahrt
durch New York. Julie konfrontiert David mit ihren Gefühlen und in all ihrer
Wut verursacht sie einen Verkehrsunfall, bei dem Julie getötet und David schwer
verletzt wird. Von nun an gerät das Leben von David aus den Fugen. Er wird
damit konfrontiert, Julie umgebracht zu haben, kann sich aber an nichts
erinnern. Das Verhör mit einem psychologischen Gutachter (Kurt Russell) bringt
Davids Erinnerungen auch nicht zurück, sondern lässt ihn immer tiefer in einen
Strudel einer sich vor seinen Augen immer mehr verändernden Welt hinabsinken. Auf einer Achterbahnfahrt durch Leben, Erwartungen, Träume, Liebe,
Sex und Leidenschaft gerät Davids Leben völlig außer Kontrolle....
"Vanilla Sky" ist ein nach Amerika versetztes Remake von "Virtual
Nightmare - Open Your Eyes" des spanischen Regisseurs Alejandro Amenábar,
in dem damals bereits Penélope Cruz mitspielte. Somit ist die Geschichte, die
hier erzählt wird, nicht neu für alle, die "Open Your Eyes"
vielleicht schon kennen. Man erlebt "Vanilla Sky" zunächst als vor
sich hinplätschernde Love Story, die nach dem Verkehrsunfall immer bizarrere
Züge bekommt und in einem Science Fiction-Finale endet. Es entwickeln sich
Parallelen zu David Lynch-Filmwelten, wobei "Vanilla Sky" niemals so
extrem düster wird wie vielleicht "Lost Highway". Der Film bietet
wenigstens am Ende auch eine Erklärung für die Ereignisse an, die man wohl nur
entweder als phantastisch oder vollkommen lächerlich bezeichnen kann. Während
man einerseits vollkommen von dieser totalen Wendung dieses Films überrascht
ist, der als belanglose Lovestory beginnt, so ist es doch andererseits
enttäuschend, wie wenig der Film seine Überlänge von insgesamt rund 130
Minuten auch wirklich ausnutzt. Es vergehen rund 90 Minuten, in denen die Zeit
nur langsam vergeht und die Love Story und das Leiden von David so zäh und
langweilig erzählt werden, dass man vor dem dann doch wieder interessant
werdenden Finale die Lust verliert, den Film
überhaupt zuende zu gucken. Es wäre sicherlich kein Fehler gewesen, den Film
im Interesse einer weniger ausschweifenden Erzählweise um ca. 20-30 Minuten zu
kürzen.
Bild      
Das Bild dieser DVD entspricht nicht ganz dem Niveau der meisten neuen Filme,
die von Paramount auf DVD veröffentlicht werden. Das liegt in erster
Linie an der schwachen Detailschärfe. Normalerweise sind neuere
Paramount-Produktionen auf DVD enorm detailreich. "Vanilla Sky"
hingegen erscheint sehr verschwommen und detailarm. Das mag zum Teil bereits am
verwendeten Filmmaterial liegen, ist aber auch in geringem Maße ein
hausgemachtes Problem. Denn der Film wurde offensichtlich mit einem Rauschfilter
behandelt, der das gerade in halbdunklen Szenen zu erkennende feine Filmrauschen
etwas reduziert. Normalerweise hinterlässt dies nur wenige deutliche Spuren. So
lässt aber z.B. der Schenk über den Park bei Laufzeit 00:39 min. einen sehr
deutlichen Nachzieheffekt erkennen. So extrem wie in dieser Szene mit einer sehr
gleichmäßigen Bewegung fallen die Nachzieheffekte während des restlichen
Films zum Glück aber sonst nicht auf. Der Kontrast ist gut, lediglich Details
in dunklen Szenen verschwinden schnell im dunklen Schwarz. Die Farbwiedergabe
ist dezent und fällt lediglich durch einen leichten Rosé-Versatz etwas aus dem
Rahmen einer ansonsten sehr originalgetreuen Reproduktion. Die Kompression ist
etwas unruhig, obwohl die Bitrate von effektiv rund 5.4 Mbps für das Bild
ausreichen sollte. Richtig deutliches Blockrauschen lässt sich aber nicht
erkennen. Die Bildqualität erreicht insgesamt nicht das Niveau heutiger
Produktionen, ist aber bis auf die den permanenten Weichzeichner-Effekt und die
Betonung von Rottönen insgesamt immer noch akzeptabel. Positiv fällt die
Abwesenheit von Kratzern oder Dropouts auf.
Ton      
Ebenso wie bereits in "Almost Famous" spielt auch in "Vanilla
Sky" die Musik eine große Rolle. Der Soundtrack besteht aus einem bunten
Mix aus Oldies und modernem Techno-Pop und animiert instinktiv zum Kauf der
entsprechenden Soundtrack-CD. Die Musik-Wiedergabe ist gut, ansonsten hat der Surround-Sound
aber nur eine
untergeordnete Rolle gespielt. Surround-Effekte erklingen nur sehr dezent
aus den hinteren Kanälen. Sowohl der deutsche als auch der englische Ton hören
sich subjektiv zunächst etwas leise an, weil vielfach nur die Dialoge aus dem
Center ertönen, spätestens in der Diskotheken-Szene (Kapitel 13) sorgt dann
aber ein recht heftiger Bass für die entsprechende Korrektur. Wer sich den Film
auf Deutsch ansieht, wird sich außerdem an eine neue Tom Cruise-Synchronstimme
gewöhnen müssen, die vor allem dadurch etwas irritiert, weil sich Tom Cruise
trotz zunehmenden Alters jetzt etwas jugendlicher anhört.
Special Features      
- Audio-Kommentar mit Regisseur Cameron Crowe: Dieser Audio-Kommentar geht ein
wenig über das hinaus, was man sich unter einem Audio-Kommentar vorstellt.
Cameron Crowe sitzt nicht einfach nur vor dem Mikrofon und spricht weise
Worte, sondern führt während des Kommentars Telefonate u.a. mit Tom Cruise,
wird von Gitarrenmusik seiner Frau Nancy Wilson begleitet oder muss sich darum
kümmern, das eigene Baby ruhig zu halten. So entwickelt sich eine lockere
Atmosphäre, in der aber trotzdem viel zum Film und seiner komplexen Handlung
erzählt wird. Für alle, die den Film nicht so richtig verstanden haben,
erfolgt hier auch eine Anleitung, die das Rätsel der Geschichte auflöst.
-
Prelude to a Dream: Ein richtiges Making of wird man auf dieser DVD nicht
finden. Anstelle dessen tritt diese rund sechs Minuten lange Dokumentation, die
eine kurze Einleitung von Cameron Crowe bietet, in der dieser erzählt, wie er
auf die Idee gekommen ist, ein Remake von "Open Your Eyes" zu drehen
und danach ein paar Behind The Scenes-Aufnahmen von den Dreharbeiten zeigt.
-
Hitting it hard: Hier werden Regisseur Cameron Crowe, Tom Cruise und Penélope
Cruz auf ihrer Promotion-Tour für den Film begleitet. Natürlich ist das also
in erster Linie PR, doch dadurch, dass diese rund acht Minuten lange Doku
überwiegend aus mit DV-Kamera selbstangefertigten Clips besteht, die den
Zuschauer aus der Perspektive der Stars diese Tour mitverfolgen lässt und
obendrein noch recht witzig ist, bietet dieser dennoch mehr als das übliche
ernsthaft-gequälte PR-Geschwafel.
-
Interview mit Paul McCartney: Auf Wunsch von Cameron Crowe steuerte Paul
McCartney den im Abspann zu hörenden Titelsong des Films bei. In diesem knappen
Interview erzählt McCartney, wie es zu dieser Zusammenarbeit kam.
-
Musikvideo von "leftfield/afrika bmbaataa - afrika shoxs"
-
Acht Foto-Galerien mit Audioeinführung von Kameramann Neal Preston: Die
Fotogalerien sind weitaus umfangreicher als man es von den meisten DVDs kennt.
Die Navigation ist allerdings etwas kompliziert, da man in jeden der insgesamt
acht Abschnitte einzeln hineinnavigieren muss und dann noch jedes Mal vorab eine
Erklärung bekommt, wie die Navigation funktioniert. Wer sich ein wenig umsieht,
wird in der Übersicht noch einen Clip mit ein paar witzigen Versprechern finden
- eines der bei Paramount zum Glück ansonsten seltenen "Hidden
Features", dass aber wirklich sehr einfach zu finden ist. Im Gegensatz zu
den anderen Extras erfolgt bei der Audio-Einführung von Kameramann Neal Preston
keine Untertitelung, da diese im Menü-Modus abläuft.
-
Unveröffentlichter Teaser und internationaler Trailer
Review von Karsten
Serck
Test-Equipment:
TV Panasonic TX-W32D3F
DVD-Player Sony DVP-NS900V
AV-Verstärker Yamaha DSP-AZ1
13.06.2002
Diesen Film bei amazon.de bestellen!
Diesen Film bei Video Buster leihen - 7 EUR Startguthaben + 1 VoD-Film geschenkt!
Externe Reviews zu dieser DVD finden
HOME
> REVIEWS > ZURÜCK
<
|