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Schiffsmeldungen
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VÖ: 04.12.2002
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Original |
The Shipping News |
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Studio |
Miramax International (2002) |
Verleih |
Concorde Home Entertainment (2002) |
Laufzeit |
106:40 min. (FSK 12) |
Regie |
Lasse Hallström |
Darsteller |
Kevin Spacey, Julianne Moore, Judi Dench u.a. |
DVD-Typ |
DVD-9 |
Bitrate |
6.62 Mbps (Video: ca. 4.5 Mbps) |
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Fernsehnorm |
PAL |
Bildformat |
2,35:1 (anamorph) |
Audiokanäle |
1. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
2. Deutsch, DTS 5.1 (754 kbps)
3. Deutsch, Dolby Digital 2.0 (224 kbps)
4. Englisch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
5. Audio-Kommentar (224 kbps)
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Untertitel |
Deutsch (bei englischer Fassung nicht ausblendbar) |
Regionalcode |
2 |
Verpackung |
Amaray-Case |
Preis |
ca. 20 € |
Film      
Das Leben von Quoyle (Kevin Spacey), einem zwar sympathischen und sensiblen,
aber doch eher lethargischen und schüchternen Einzelgänger, plätschert ohne
sichtliche Höhepunkte vor sich hin. Abgesehen von der kurzen, glücklichen Zeit
mit seiner lebenshungrigen Frau Petal (Cate Blanchett), die schon schnell das
Interesse Quoyle, dem gemeinsamen Kind Bunny und dem Familienleben der drei
verloren hat, ist in seinem Leben bisher wenig passiert. Von seinem despotischen
Vater zum Versager abgestempelt, hat Quoyle schon früh selber geglaubt, nichts
wert zu sein oder gar zu können und die Welt hat ihm bislang noch nicht das
Gegenteil beweisen können. Nach dem Unfalltod von Petal, der ihrem Versuch, mit
einem neuen Lover durchzubrennen und möglichst weit weg von Quoyle und Bunny
noch einmal ganz von vorne zu beginnen, ein jähes und tragisches Ende bereitet
hat, entscheidet Quoyle auf Drängen seiner resoluten Tante Agnis (Judie Dench),
nach Neufundland zu gehen. Im Land seiner Ahnen vor der Küste Kanadas möchte
er zusammen mit Bunny und Agnis ein neues Leben beginnen. In dem winzigen
Fischerdorf Killik-Claw findet er zu seiner eigenen Überraschung eine
Anstellung als Reporter bei der Lokalzeitung "Gammy Bird", für die er
bald sogar eine eigene Kolumne schreibt. Ausgerechnet er, der panische Angst vor
dem nassen Element hat und nicht einmal schwimmen kann, soll in den
"Schiffsmeldungen" über Schiffe, die im Hafen angelegt haben, und
deren Besitzer berichten. Hier, in der rauen, vom tosenden Meer umgebenen Küstenlandschaft
Neufundlands, findet der Großstädter Quoyle nach und nach zu seinen Wurzeln -
und auch zu sich selber. Zum ersten Mal nimmt er sein Leben selber in die Hand
und findet in den exzentrischen wie liebenswürdigen Einheimischen Freunde, die
ihn dabei unterstützen. Und dann ist da auch noch die alleinerziehende Mutter
Wavey Prowse (Julianne Moore), deren Sohn seit der Geburt behindert ist, für
die Quoyle schon bald nicht nur freundschaftliche Gefühle hegt.....
Lasse Hallström ist inzwischen bereits Spezialist für die kleinen,
unspektakulären Filme, bei denen es voll und ganz auf die Story, die Darsteller
und den Regisseur ankommt, ohne dass das Team durch Special Effects davon
ablenken kann, wenn vielleicht die eigentliche Substanz des Films gegen Null
tendiert. Aber Hallström und seine prominente Besetzung meistern es auch in
diesem Fall wieder, aus einem anfangs sehr spröden Stoff eine doch interessante
Literaturverfilmung zu machen. "Schiffsmeldungen" ist nicht ganz so
unterhaltsam wie vielleicht zuletzt "Chocolat", aber trotzdem ein
schöner Film mit sympathischen Figuren geworden, die fast alle ein kleines
Geheimnis haben, welches im Verlauf des Films offenbart wird. So geht es in dem
Film nicht nur um die Selbstfindung des Underdogs Quoyle, sondern gleichzeitig
darum, dass dieser etwas über die Vergangenheit seiner Familie erfährt, was er
niemals erahnt hätte. Trotzdem hat der Film aber auch einige sehr humorvolle
Momente zu bieten, wodurch "Schiffsmeldungen" neben dem dramatischen
Part auch auf der Unterhaltungsebene überzeugen kann.
Bild      
Dem Augenschein nach bildet nicht das Original-Master von Miramax die
Grundlage für diese DVD, sondern die Abtastung einer Kinokopie. Im Bild sind
eine Menge Dropouts und Kratzer zu sehen. Leider wurden auch die Kontrast- und
Farbwerte nicht für die DVD angepasst. Dadurch sieht das Bild ein wenig
zweidimensional wie ein
Gemälde aber nicht wie ein plastischer Film aus. Die Farben sind obendrein sehr
stark von einem Gelb/Grünstich geprägt, weswegen die Gesichter der meisten
Darsteller eine sehr ungesunde Hautfarbe haben. Die Schärfe ist nur
befriedigend, was vor allem am sehr deutlichen Rauschfiltereinsatz liegt, der
das gesamte Bild sehr breiig erscheinen lässt. Beim Video-Encoding wurde mit
einer niedrigen Bitrate von nur rund 4.5 Mbps gearbeitet. Sichtbares
Blockrauschen ist hier die Folge. Außerdem ruckeln selbst unbewegte Objekte
immer leicht hin und her. Gerade weil die Landschaft Neufundlands in diesem Film
auch eine nicht unerhebliche Rolle spielt, ist es schade, dass man sich hier mit
einer solch schlechten Bildqualität abfinden muss.
Ton      
Der Sound des Films ist sehr unspektakulär und spielt nur eine
untergeordnete Rolle. Lediglich die Musik sorgt für eine leicht räumliche
Atmosphäre, ansonsten fallen die Effekte aber sehr knapp aus. Der Sound-Mix ist
überwiegend sehr frontlastig und bietet auch nicht sonderlich viel Dynamik.
Special Features      
Auf den ersten Blick bietet diese "Home Edition" eine durchaus
umfangreiche Ausstattung. Beim genauen Hinsehen entdeckt man dann aber sehr
schnell, dass es sich hierbei zum Großteil nur um das bekannte Promo-Material
aus der Phase der Kinopromotion handelt. Zumindest bei den längeren Infotexten
hat sich Concorde aber einige Mühe gegeben, hier noch ein wenig mehr
Hintergrund zu vermitteln.
- Audiokommentar von Regisseur Lasse Hallström: Neben dem Regisseur sind
auf dieser Kommentar-Spur noch zwei Produzenten und der Drehbuchautor des
Films zu hören. Der Kommentar erscheint aber etwas dröge, weil er sich
zumindest so anhört, als ob die einzelnen Stimmen teilweise getrennt
aufgenommen wurden und die Personen kaum miteinander reden.
- Besetzung & Stab: Neben unterschiedlich langen Biographien der
Darsteller findet man bei den meisten Personen auch einen Zusammenschnitt
von kurzen Statements aus dem Electronic Press Kit, in denen die Darsteller
meist nicht wesentlich mehr tun, als ihre Rolle vorzustellen und die Gründe
zu nennen, was ihnen an dem Film gefallen hat.
- Featurette: Rund 22 Minuten lang ist dieses offizielle Promo-Making of,
welches den Zuschauer in die Geschichte einführt und vornehmlich für gute
Stimmung sorgen soll. Es ergeben sich hierbei auch einige Überschneidungen
mit den zuvor genannten Interviews aus dem Electronic Press Kit.
- Behind the Scenes: In losem Zusammenhang bietet dieser rund zehn Minuten
lange Clip einen Zusammenschnitt verschiedenster Hintergrundaufnahmen von
den Dreharbeiten.
- Produktionsnotizen: Auf insgesamt 24 Menüseiten verteilt, kann man hier
die Entstehungsgeschichte der "Shipping News" vom Buch zum Film
nachlesen.
- Fotogalerie: Wer genau hinsieht, wird feststellen, dass es sich hierbei um
eine Bildergalerie handelt, die lediglich einige Ausschnitte aus dem Film
zusammenstellt, aber keine Bilder bietet, die man bislang noch nicht kennt.
- Deutscher und US-Kinotrailer
Review von Karsten
Serck
Test - Equipment:
TV Panasonic TX-W32D3F
DVD-Player Pioneer DVD-656A
AV-Verstärker Yamaha DSP-AZ1
26.11.2002
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