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Rocky - Special Edition

Rocky

Studio

United Artists (1976)

Verleih

Columbia TriStar Home Entertainment (2001)

Laufzeit

114:25 min. (FSK 12)

Regie

John G. Avildsen

Darsteller

Sylvester Stallone, Carl Weathers

DVD-Typ

DVD-9

Fernsehnorm

PAL

Bildformat

1,85:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Deutsch, Dolby Digital 5.1
2. Spanisch, Dolby Digital 5.1
3. Englisch, Dolby Digital 5.1
4. Audio-Kommentar

Untertitel

Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Spanisch

Regionalcode

2

Verpackung

Amaray-Case

Preis

ca. 50 DM
Film   

Rocky Balboa (Sylvester Stallone) ist ein begnadeter Boxer. Doch der Weg zum Ruhm und dem großen Geld blieb ihm immer verwehrt, nicht zuletzt, weil Rocky sich niemals getraut hat, eine große Herausforderung wahrzunehmen. Mit kleinen Box-Kämpfen und dem Eintreiben von Geld für einen Kleinganoven hält sich Rocky gerade mal so über Wasser. Da geschieht das Unglaubliche: Der Amateurboxer erhält die Möglichkeit, gegen den Schwergewichtsweltmeister Apollo Creed (Carl Weathers) anzutreten. Der sieht das Ganze nur als Show-Kampf an, um sich als den Edelmann darstellen zu können, der einem kleinen örtlichen Boxer zumindest mal die Chance gibt, mit ihm im Ring zu stehen und Rocky eigentlich nur deswegen ausgewählt hat, weil sich dessen Ringname "Italienischer Hengst" so schön auf den Werbeplakaten verkaufen lässt. Doch der zunächst als klarer Verlierer eingeschätzte Rocky entwickelt nicht nur den Mumm, den Kampf gegen Apollo aufzunehmen, sondern wird für diesen auch noch ein ernstzunehmender Gegner....

Während Boxen sich wohl in der Realität niemals ganz vom Prollsport-Image mit halbseidenen Gestalten aus dem Zuhälter-Milieu lösen wird, geht es beim ersten "Rocky"-Film im Kern eigentlich weniger um den Kampf und das ganze Drumherum um den Ring, sondern in erster Linie um das Portrait eines Mannes, der aus dem Nichts heraus plötzlich die Chance seines Lebens bekommt und diese wahrnimmt. So sieht man Sylvester Stallone auch erst in den letzten Minuten überhaupt im Ring stehen. Der Hauptteil des Films zeigt den verunsicherten Rocky Balboa, wie er um die Liebe zu der total verschüchterten Schwester eines Freundes kämpft und nach der Herausforderung zum Kampf um die Weltmeisterschaft erst einmal das Selbstvertrauen und die Motivation gewinnen muss, diesen Kampf überhaupt bestehen zu können. Aus der Feder von Sylvester Stallone entsprungen, wurde "Rocky" zum überraschenden Erfolgshit, der es insgesamt auf fünf Fortsetzungen brachte und auch heute noch neben "Rambo" zu den Klassikern gehört, die ohne Sylvester Stallone nicht zu denken gewesen wären.

 

Bild  

Der Transfer bietet eine zufriedenstellende Schärfe, der aber auch ein wenig an Detaildarstellung fehlt. Sehr gut sind der Kontrast und die Farben, die aufgrund der recht düsteren Atmosphäre des Films erst gegen Ende richtig zur Geltung kommen. Die Kompression des Films erscheint allerdings ziemlich unruhig und weist auch ein deutliches Blockrauschen auf. Das ist zwar auf kleinen Bildschirmen noch erträglich, wirkt aber bei größeren Bildschirmdiagonalen schon recht störend.

 

Ton  

Der 5.1-Mix, der hier sowohl für die Originalfassung als auch für die Synchros in Deutsch und Spanisch erstellt wurde, fällt eigentlich nur selten als solcher auf. Überwiegend besteht der Film aus Dialogen, dementsprechend konzentriert sich das Geschehen auch auf den Frontbereich. Lediglich das berühmte Rocky-Theme und andere selten eingespielte Musik-Elemente bringen auch die hinteren Kanäle mit ins Spiel. Ebenso wie der finale Box-Fight, wo auch der Beifall des Publikums über die Surround-Kanäle zu hören ist, klingt das Ganze allerdings sehr verhalten. Aber man sollte schließlich nicht vergessen, dass Rocky von 1976 stammt und der Sound somit mehr oder weniger dem Standard seiner Zeit entspricht. Die deutsche Synchro klingt hier auch noch ein Stück gedämpfter und wird in den Dialogen auch stellenweise von leichten Verzerrungen begleitet.

Stichwort Synchro: Was eigentlich für fast jeden Film gilt, nämlich, dass die in Deutschland leider zur Normalität gehörende Synchro auch immer ein wenig den Stil eines Films beeinflusst, kommt bei Rocky sehr krass zur Geltung, der Film bekommt durch die andere Darstellung der Figuren sogar einen komplett anderen Charakter. In der Original-Fassung erscheint Rocky so wie er sein soll, als ein eher zurückhaltender Underdog ohne viel Ego, der von der Sonnenseite des Lebens noch nicht viel mitbekommen hat und durch leicht prollige Umgangsformen auffällt. Der deutsche Rocky hingegen wirkt gar nicht so "Blue Collar", wie er eigentlich sein soll, eher wie ein recht kecker BWL-Student, der die Uni verlassen hat, weil er mehr Lust am Boxen hat. Auch die Freundin von Rocky wirkt viel selbstbewusster als das scheue Reh, welches in der Originalfassung mit schwacher Stimme kaum zu hören ist. Daher kann man eigentlich jedem empfehlen, diesen Film im Original zu sehen, was angesichts der deutschen Untertitel ja auch kein Problem darstellen sollte.

Special Features  

Auf insgesamt fünf DVDs veröffentlicht MGM die komplette Rocky-Saga. Während die anderen Teile gerade einmal noch einen Trailer bieten, bekommt man auf der ersten DVD die gesamten, sehr umfangreichen Extras präsentiert, die allesamt noch recht neuerem Datums sind:

• Audio-Kommentar mit dem Regisseur, dem Produzenten und der Besetzung

Der Audio-Kommentar ist gut gemacht und erzählt parallel zur Filmhandlung die Entstehungsgeschichte von Rocky und die Ideen, die hinter der Figur stehen.

• Video-Kommentar mit Sylvester Stallone (ca. 28 min.)

Von der Bezeichnung könnte man meinen, es sei ein bebildeter Audio-Kommentar parallel zum Film. Es handelt sich hierbei aber um eine recht umfangreiche Interview-Dokumentation mit Sylvester Stallone, die deswegen sehr interessant ist, weil Stallone hier seine Ideen hinter der Story von "Rocky" darlegt und erzählt, wie es ihm selbst gelang, nicht nur das Drehbuch zu schreiben, sondern sich auch für die Hauptrolle ins Spiel zu bringen. Ergänzende Infos findet man außerdem noch in dem beiliegenden Booklet.

• Hinter den Kulissen mit Regisseur John Avildsen (ca. 11 min.)

Regisseur John Avildsen präsentiert 8mm-Hintergrundaufnahmen der Kampf-Szenen und Screen-Tests, die im Verlauf der Dreharbeiten entstanden sind.

• Tribut an Burgess Meredith (ca. 7 min.)

Portrait und Nachruf auf "Mickey", den Trainer von Rocky in Form von mehreren Statements von Stallone und anderen, die sich über ihr Verhältnis zu dem 1997 verstorbenen Meredith äußern.

• Tribut an James Crabe (ca. 3 min.)

Portrait und Nachruf auf den Kameramann von "Rocky", der 1989 verstorben ist, gesprochen vom Regisseur John Avildsen.

• Trailer von allen Rocky-Filmen und TV-Spots für "Rocky"

Review von Karsten Serck

Test - Equipment:
TV Panasonic TX - W32D3F
DVD - Player Pioneer DV-737
Dolby Digital / DTS - Receiver Yamaha RX-V3000RDS

06.06.2001

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