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Otto
- Der Katastrofenfilm |
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Studio
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UFA/Tobis
(2000) |
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DVD-Anbieter
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BMG
(2000) |
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Laufzeit
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ca.
87 min. |
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FSK
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6 |
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Regie
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Edzart
Onnecken |
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Darsteller
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Otto
Waalkes, Eva Hassmann u.a. |
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DVD-Typ
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DVD-9 |
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Fernsehnorm
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PAL |
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Bildformat
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2,
355:1 (anamorph) |
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Audiokanäle
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1.
Deutsch, Dolby
Digital 5.1
2. Audio-Kommentar
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Untertitel
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Deutsch
für Hörgeschädigte |
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Regionalcode
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2 |
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Verpackung
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Amaray-Case |
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Preis
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ca. 25-30 EURO |
Film      
Nachdem ihm sein Lieblings-Opa (Otto Waalkes) eine erschütternde
Lebensbeichte zum Besten gegeben hat, mit dem Inhalt, dass der
verehrte Oldtimer entgegen seinem bisherigen Ruf als großer Kapitän
der sieben Weltmeere in Wirklichkeit eine hundertprozentige Landratte
war, ist es nun an Otto (Otto Waalkes), die Familienehre wieder
herzustellen und die Ozeane zu erobern. Doch ist dies leichter
versprochen als getan, angesichts der Tücken, welche schon die
obligatorische Leichtmatrosenprüfung bereit hält - schon hier fällt
der pflichtbewusste Enkel prompt mit Pauken und Trompeten durch. Aber
apropos Pauken und Trompeten: In tiefster Not besinnt sich der
Ostfriese auf seine musikalischen Talente und heuert auf dem
Ozeanriesen "Queen Henry" als Mitglied der schiffseigenen Band,
den "Old Speis Girls", an. Und dies, obwohl er auch in
dieser Hinsicht nicht alle Voraussetzungen punktgenau erfüllt,
handelt es sich schließlich um eine reine Damenkapelle. Doch eine Perücke
und die passenden Klamotten verschaffen rasche Abhilfe, so dass als
einziges Problem nur die Frage bleibt: Wie läuft Mann in diesen
unbequemen Schuhen, ohne permanent zu schwanken wie ein Paddelboot bei
Windstärke neun ?
Erst einmal an Bord, macht Otto noch viel
beunruhigendere Erfahrungen. Da ist zunächst die Erkenntnis, dass
Max, dem einzigen Freund, den er an Bord zu haben scheint, dem nächsten
Gala-Menü entgegen sehen muss. Und da es sich bei Max um einen
Pinguin handelt, der von dem cholerischen Schiffskoch als Spezialität
des Hauses eingeplant ist, sehen seine Aussichten für die allernächste
Zukunft folglich nicht allzu rosig aus. Zudem ist das Schiff leider
allzu gut versichert, was den Manimaka-Konzern auf die Idee gebracht
hat, den Dampfer durch Sabotage der hinterlistigsten Form mit Mann,
Maus und Pinguin untergehen zu lassen. Aber wer glaubt schon einem
blinden Passagier wie Otto, Kapitän Lackner (Reiner Schöne)
jedenfalls nicht, im Gegenteil, der will den tapferen Helden lieber
heute als morgen den Haien vorwerfen. Anders sieht das schon bei der
attraktiven Sonja (Eva Hassmann) aus. Und für seine große
Liebe wächst selbst Otto noch einmal über sich hinaus, koste es, was
es wolle, selbst wenn das weltbekannte Wahrzeichen einer weltbekannten
Metropole dran glauben muss.
Deutschlands berühmtester Ostfriese ist in den
siebziger Jahren bekannt geworden durch eine Art Humor, die ein
großes Publikum ansprach, aber dabei durchaus eine ausgeprägte
anarchische bis subversive Note hatte.
Vom Aussehen her hat sich Otto seit den damaligen Tagen irgendwie überhaupt
nicht verändert, nur lässt sich das Gleiche leider auch für die
Gags sagen. Insbesondere deshalb "leider", da der
Schwerpunkt der Hinterlassenschaft bei den weniger subtilen Scherzen
liegt, die zu einem großen Teil auf wildem Grimassieren und der zum
Markenzeichen gewordenen Aussprache basieren und welche durch
mehrmaliges Wiederholen nicht zwingend an Durchschlagskraft und Komik
gewinnen.
Daneben werden dann noch ein paar alte Gags in neue Gewänder
gesteckt, deren Stoff aber so fadenscheinig ist, dass sie die Bärte,
die den Witzen inzwischen gewachsen sind, nie ganz verdecken können.
Hinzu kommt der verzweifelte Versuch, mit dem alten "Steckt-einen-Kerl-in-
Frauenklamotten-Prinzip", sowie einem auf 18 Millionen aufgeblähten
Budget sowohl die Mrs. Doubtfire-Fraktion, als auch die
Blockbusterfans zu ködern, was allerdings auf ganzer Linie scheitert,
da der Film dem Punkt Nr.1 rein gar keine neuen Ideen abgewinnen kann.
Die Spezialeffekte setzen für eine
deutsche tatsächlich neue Maßstäbe (was sich
angesichts der vorher herrschenden Leere auf diesem Gebiet allerdings
auch schnell wieder relativiert), aber da die Effekte im besten Fall
dazu dienen, überwiegend müde Gags zu unterstützen und ansonsten
keinen selbständigen Unterhaltungswert schaffen, verpufft die Wirkung
doch schneller als man Katastrofe im Neudeutsch sagen kann.
Was bleibt, ist die Suche des verzweifelten Zuschauers
nach den wenigen gelungenen Stellen, die es letztlich doch in den Film
geschafft haben und in denen dann wenigstens eine Spur des turbulenten
Geistes der Vergangenheit aufblitzt. Und was bleibt, ist zumindest die
Erkenntnis, mit Max einen sehr possierlichen und liebenswerten Pinguin
kennen gelernt zu haben.
Das Highlight des Films ist ohnehin schon in der ersten
Minute zu sehen: Ein durch den Bildschirm hüpfender Ele- (sorry!)
Ottifant, der sicherlich nicht ganz unbewußt an das Männchen aus dem
TEX-Trailer von THX erinnert.
Bild     
Das Bild ist frei von groben Schnitzern, bietet aber
auch nichts Überdurchschnittliches. Die Skyline von New York, die am
Anfang gezeigt wird, wirkt nicht perfekt, die Landschaft auch nicht. Einzelne
Zeilen flimmern, ferner gibt es dort leichte Nachzieheffekte. Das
ganze Bild wirkt leicht digitalisiert. Positives Gegenbeispiel ist die
Fahrt von Ottos Traumschiff in den Sonnenuntergang: Da sieht das Bild
richtig gut aus, obwohl die Bedingungen nicht unbedingt einfach sind.
Sonst ist die in vielen Szenen gute Detailtreue zu vermerken, die
Komprimierung ist praktisch fehlerfrei und bietet keinen Anlass
zur Kritik. Die Ränder der gezeigten Objekte sind sauber
gezeichnet. Hinzu kommt ein befriedigender Kontrastumfang und eine
ebenfalls zufrieden stellende Gesamtbildschärfe. Die Farbgebung
überzeugt durch eine natürliche, ausgewogene Farbbalance.
Ton
    
Klanglich ist der Film alles andere als eine "Katastrofe"
- dem Sound sind sind keine schwerwiegenden Mängel nachzusagen,
dafür gibt es umso mehr Positives zu berichten: Die Abmischung ist
angenehm kräftig geraten, der LFE-Kanal macht durch voluminösen und
dennoch präzisen Bass auf sich aufmerksam. Die Effektkanäle sind
sehr gut integriert, ihre häufige Einbindung ist dem
räumlichen und realen Klangbild äußerst förderlich. Hinzu kommt
bei heftigeren Attacken eine gute Effektpositionierung. Auch kommt in
Szenen mit einiger Action der lobenswerte Dynamikumfang (zum Beispiel
beim Crash von Ottos Traumschiff mit der Freiheitsstatue in New York)
gut zum tragen, die Wiedergabe ist auch im Hochtonbereich in Ordnung,
wenn auch da nicht ganz so detailliert und glasklar wie bei
Referenz-Titeln. Der Music Score ist fehlerfrei eingearbeitet, die
Dialoge gefallen mit guter Verständlichkeit und kaum störenden
Verzerrungen, und last but not least: Auch der Grundrauschpegel hält
sich in erträglichen Grenzen.
Special Features     
Die Code 2-DVD bringt eine sehr gelungene
und einfallsreiche Menügestaltung mit. Dazu kommen noch verschiedene
Extras: Einen Audiokommentar mit Otto Waalkes und Regisseur Edzart
Onnecken, ein leider nicht kommentiertes (die Macher verfuhren
wohl nach dem alten Leitsatz "Bilder sagen mehr als tausend
Worte) Making-Of der Special Effects, welches auch nicht immer
bierernst zu nehmen ist. Dazu kommen noch einige Deleted Scenes sowie
der Video-Clip des Songs "Only You". Abgerundet werden die
Special Features durch Interviews mit Cast & Crew. Werbung in
eigener Sache macht BMG mit der ebenfalls auf der DVD enthaltenden
Trailershow.
Review von Carsten Rampacher (Bild, Ton, Special
Features) und
Tobias Wrany (Inhalt)
Test - Equipment:
TV Sony KV-32FS60D
DVD-Player Pioneer DV-05, Pioneer DV-737, Panasonic DVD-RV60
THX Surround EX/DTS ES Discrete 6.1-Verstärker Denon
AVC-A1SE
05.12.2000
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