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Lilo & Stitch
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VÖ: 20.02.2003
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Original |
Lilo & Stitch |
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Studio
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Walt Disney Pictures (2002) |
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Anbieter
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Buena Vista Home Entertainment (2003) |
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Laufzeit
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80:24 min. (FSK ohne Altersbeschränkung) |
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Regie
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Chris Sander & Dean Deblois |
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DVD-Typ
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DVD-9 |
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TV-Norm
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PAL |
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Bitrate
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6,38 Mbps (Video: ca. 4.7 Mbps) |
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Bildformat
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1,66:1 (anamorph) |
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Audiokanäle
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1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
3. Deutsch, DTS 5.1 (754 kbps) |
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Untertitel
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Englisch, Deutsch |
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Regionalcode
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2 |
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Verpackung
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Amaray-Case |
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Preis
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ca. 20-25 € |
Film      
Stitch ist das Ergebnis eines illegalen Experiments im Gen-Labor - ein
Außerirdischer im Hundepelz. Nach der Flucht vom Planeten seiner Geburt, wo Ihn
niemand haben möchte und einer Odyssee durchs Universum landet Stitch auf der Trauminsel Hawaii und trifft dort auf Lilo. Lilo ist ein freches kleines Mädchen,
das von seiner älteren Schwester aufgezogen wird und das Schicksal eines
Außenseiters erleidet, weil sie sich nicht die ganzen schönen Spielsachen
leisten kann, die die anderen Mädchen auf der Insel haben. Das etwas seltsame Aussehen und Benehmen von Stitch fasziniert Lilo so sehr, dass sie kurzerhand beschließt, ihn zu adoptieren. Eine Entscheidung, die ihr Leben auf den Kopf stellt, denn es dauert nicht lange und Stitch stürzt seine neue Umgebung ins absolute Chaos und zerstört hemmungslos, was ihm in die Hände kommt.
Doch noch jemand anders sorgt schon bald für Unruhe: Denn Stitch hat zwei
Verfolger im Nacken, die ihn wieder einfangen sollen....
Disney-Filme sind inzwischen schon Ereignisse, die mit ihrer Regelmäßigkeit
zum Jahresablauf gehören wie die Weihnachtstage. Um so mehr konnte man sich im
letzten Jahr wundern, dass da auf einmal ein Disney-Film in die Kinos kam, der
gar nicht so ganz den Klischees entsprechen wollte, die man sonst so in den 80
Minuten-Epen der Mouse-Company erlebt, sondern sogar ziemlich deutlich gegen die
üblichen Konventionen verstößt: Hier gibt's keine heile Welt und keine
kuschelig-süßen Helden zum Liebhaben, sondern das Zusammentreffen zweier
Anti-Helden, deren Leben nicht viel Perspektive zu bieten hat, weswegen Lilo
sich auch stellenweise mit Selbstmordgedanken plagt. Lilo wächst in sehr
bescheidenen Verhältnissen unter Obhut ihrer Schwester auf, die wiederum misstrauisch
von einer Amtsperson beäugt wird, welche daran zweifelt, dass Lilo wirklich in
guten Händen ist. Und Stitch, der andere Held, ist im Vergleich zu den
Bösewichten, die man sonst so aus Disney-Filmen kennt, selbst ein viel
größerer Halunke. In der Manier eines Bart Simpson sorgt Stitch nur für Chaos
und Zerstörung. Für Kinder mag Stitch zwar nun wirklich kein Vorbild sein,
doch wenigstens ist dies endlich mal wieder ein Disney-Film, über den sich auch
noch Zuschauer mit zweistelligem Lebensalter perfekt amüsieren können. Und es
geht sogar ohne den polarisierenden Singsang, denn Lilo hört viel lieber
Elvis-Platten. Die Geschichte lebt von ihrem frechen Humor, den Stitch am
laufenden Bande zur Schau stellt, und auch die Story selbst wird anfangs sehr
gut eingefädelt. Leider gelingt es aber nicht, ebenso raffiniert den Film
ausklingen zu lassen, hier gibt's dann leider wieder doch nur das 08/15-Finale,
dass alle Beteiligten zufrieden stellen soll. Nichtsdestotrotz wird der Erfolg
von "Lilo & Stitch" hoffentlich für Disney wieder einmal eine
Bestätigung sein, dass die erwünschten Kassenerfolge auch mit Filmen möglich
sind, die die ganze Familie und nicht nur die Kleinen ansprechen.
Da sich Disney wohl nicht mit einer FSK 6-Freigabe begnügen wollte, wurde
die deutsche Kinofassung um ein paar Stellen gekürzt, die den Jugendschützern
etwas zu frech gewesen sein dürften, damit der Film ganz ohne Altersfreigabe
erhältlich ist. Dies fällt zwar niemandem auf, der nicht weiß, wo er zu
gucken hat, gerade für einen Film, dessen Publikum auch noch deutlich über dem
Krabbelgruppenalter anzutreffen ist, erscheint dieser Schritt etwas überzogen.
Bild      
"Lilo & Stitch" bietet ein erfreulich gutes Bild, das zwar
nicht ganz an die Qualität der digital animierten Filme herankommt, aber trotzdem
in technischer Hinsicht sehr gut gelungen ist. Dem THX-Zertifizierungsprogramm
für DVDs muss man zwar immer etwas kritisch gegenüberstehen, weil dieses keine
Qualitätsgarantie darstellt, aber in diesem Fall zumindest kann man hier
niemandem vorwerfen, nicht richtig aufgepasst zu haben.
Aufgrund des Bildformates 1,66:1 sind im Bild links und rechts kleine Balken
zu sehen - zumindest theoretisch, da in der Praxis der bei fast jedem Fernseher
vorhandene Overscan genau diesen Bereich "verschlucken" dürfte. Das
Bildmaster wurde für den deutschen Markt angepasst und enthält die
Texteinblendungen, die stellenweise auftauchen, in deutscher Sprache. Die
Multi-Angle-Technik kommt hier aber nicht zum Einsatz: Auch wer den Film im
englischen Original sieht, bekommt die deutschen Texte angezeigt.
Die Animationen in "Lilo & Stitch" sind vergleichsweise
schlicht. Mit Ausnahme einiger kleiner räumlicher Effekte sieht das Bild hier
meistens noch richtig gezeichnet, aber dafür auch weniger plastisch aus. Die
Farben der Figuren sind meist in recht dunklen Tönen gehalten, während die
Umgebung in manchen Szenen weitaus bunter wirkt. Da erlebt man dann teilweise
recht schräge Farbkombinationen wie z.B. rosane Wölkchen über
penatenpuderdosenfarbenem Wasser. Insgesamt sind die Farben aber
doch etwas blasser als in vielen anderen Trickfilmen und auch der Kontrast
könnte noch etwas peppiger sein.
Trotz einer niedrigen Videobitrate von nur 4.7 Mbps wurde das Bild aufgrund
des sauberen Masters weitgehend sauber komprimiert. Artefakte sind praktisch nur
dann zu erkennen, wenn man auch weiß, wo man hinsehen muss, z.B. an den
Rändern von scharfen Konturen oder in Großflächen. Aber selbst hier sieht man
kaum Fehler. Blockrauschen ist weder bei den Objekten noch den feststehenden
Hintergründen richtig sichtbar. Klötzchen treten nur bei wirklich sehr
schnellen Bewegungen (18:55 min.) in leichtem Maße auf, was aber höchst selten
der Fall ist.
Ton      
Beim Sound kocht "Lilo & Stitch" auf Sparflamme. Zwar ist der
Ton technisch einwandfrei und bietet ausreichend Volumen und kristallklare
Höhen, doch surroundtechnisch gibt's nur wenig zu vermelden. In erster Linie
sorgt die Musik für ein wenig Räumlichkeit, aber auch hier fällt schon auf,
dass selbst in Szenen mit Surroundelementen der Sound doch etwas zaghaft und
frontlastig ist. Den zusätzlichen DTS-Track hätte man sich hier ruhig sparen
können. Verzichtet hat Buena Vista zum Glück aber wenigstens auf die lästigen
User User Prohibtions, so dass man hier problemlos direkt zwischen den
verschiedenen Tonspuren wechseln kann.
Special Features      
Da Disney eben immer noch seine Filme primär für das typische
Familienpublikum macht, fallen auch die meisten Extras auf dieser DVD sehr
kindgerecht aus. Es wimmelt zu Großteil von kleinen Spielchen und Mini-Clips,
für Erwachsene wird es erst auf der zweiten Menü-Seite der Bonus-Sektion etwas
interessanter.
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Lilos Lexikon - Die Aloha-Inseln: In kurzen Clips kann man sich hier die
einzelnen Inseln Hawaiis mit einigen Erläuterungen ansehen. Die Videos laufen
dabei in einem Fenster und nicht formatfüllend ab.
-
Spiel - Das Alien-Experiment: Wer Geduld und Ausdauer hat, der kann sich hier
dran versuchen, nach Beantwortung einiger Fragen die richtige Kombination für
eine chemische Formel zu finden, mit der sich dann der eigene Alien erschaffen
lässt.
-
Mit Stitch auf Zeitreise: Die Jahre bei Disney: Zumindest wenn man nach diesem
Clip geht, dann ist Stitch schon seit einigen Jahren in Hollywood, aber musste
sich bislang mit Statistenrollen durchboxen. Wer's nicht glaubt, bekommt als
Beleg einige Ausschnitte aus Disney-Werken der letzten Jahrzehnte, in denen
Stitch zu sehen war.
-
Unterricht im Hula-Tanz: Sofern man sich dafür interessiert, kann man hier ein
paar Grundregeln des "Hula"-Tanzes lernen und bekommt noch ein paar
Hintergrund-Infos über die Tradition dieses Tanzes auf Hawaii erzählt.
-
Making Of zu "Burning Love" mit Wynonna: "Making of" ist ein
wenig übertrieben, denn dieser Clip ist gerade einmal anderthalb Minuten lang
und zeigt im Wesentlichen nur ein paar Bilder von den Studio-Aufnahmen für den
Film-Song.
-
Musik-Video "I can't help falling in Love with You" mit den A-Teens: Wer
den Abspann bis zum Ende gehört hat, wird sicherlich schon gemerkt haben, dass
dieser durch die weichspülerartigen Töne der "A-Teens" angereichert
wurde. Wer nun ganz mutig ist, der kann sich auf eigene Gefahr das Geträller
der Mädels noch einmal in dem perfekt zur Film-Promotion angefertigten
Video-Clip anhören.
-
Der Look von Lilo & Stitch: Mit rund vier Minuten Laufzeit ist dies einer
der ersten etwas längeren Beiträge auf der DVD, der auch für Erwachsene etwas
interessanter ist. Das Animationsteam von "Lilo & Stitch" steht
hier Rede und gibt Auskunft zu den Designkonzepten der Figuren und Landschaften,
die man im Film sieht.
-
Die Animation des "Hula-Tanzes": Am Beispiel des Hula-Tanzes vom
Beginn des Films begleitet dieser Clip die Zeichner bei ihrer Arbeit. Dabei
bemüht man sich, den Eindruck von möglichst viel Authentizität zu vermitteln,
indem sehr viele Direktvergleiche zwischen Aufnahmen echter Hula-Tänze und den
späteren Film-Szenen gezeigt werden.
-
Making of - Am Set mit den Regisseuren: Dieser Blick "Behind the
Scenes" ist mit 20 Minuten Laufzeit das längste Feature auf der DVD. In
losem Zusammenhang werden Aufnahmen von den verschiedenen Schritten der
Produktion gezeigt: Neben Konzeptentwürfen, den Zeichnungen und der digitalen
Nachbearbeitung sieht man zu einem großen Teil auch immer wieder Aufnahmen von
den Synchronarbeiten. Als Making of ist dieser Clip aber trotz seiner Länge nur
im Ansatz tauglich, dafür fehlt hier der durchgängige rote Faden und eine
begleitende Kommentierung.
-
Zusätzliche Szenen: Insgesamt drei verschiedene Szenen, die nicht für den Film
fertiggestellt wurden, kann man sich hier ansehen. Hierbei handelt es sich um
recht rohe Fassungen, die zum Großteil noch die Animationen im Stadium von
Kohlestiftzeichnungen zeigen. Zu jeder einzelnen Szene gibt es am Anfang eine
kurze Erläuterung über den ursprünglichen Zweck dieser Szene.
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Kino-Teaser: Wer immer noch nicht glaubt, dass Stitch kein Newbie im
Filmgeschäft ist, kann sich hiervon noch in den Teasern überzeugen, die alten
Disney-Klassikern nachempfunden wurden, in denen Stich für Unruhe sorgt.
Review von Karsten
Serck
Test-Equipment:
TV Panasonic TX-W32D3F
DVD-Player Sony DVP-S9000ES
AV-Verstärker Yamaha DSP-AZ1
31.01.2003
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