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Hearts in Atlantis

Original

Hearts in Atlantis

Studio

Castle Rock Entertainment/Village Roadshow (2001)

Anbieter

Warner Home Video (2002)

Laufzeit

96:48 min.

Regie

Scott Hicks

Darsteller

Anthony Hopkins, Anton Yelchin u.a.

DVD-Typ

DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

6.70 Mbps

Bildformat

2,35:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
3. Spanisch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
4. Audio-Kommentar Scott Hicks (192 kbps)

Untertitel

Deutsch, Englisch u.a.

Regionalcode

2

Verpackung

Snapper-Case

Preis

ca. 25 €
Film 

Der Fotograf Bobby Garfield (DAVID MORSE) wird plötzlich und unerbittlich an seine Jugend erinnert, als er vom Tod seines einstigen Sandkastenfreundes erfährt. Bobby kehrt in die Stadt seiner Kindheit zurück - und in Gedanken erlebt er die Vergangenheit noch einmal: jenen Sommer 1960, als er elf Jahre alt war. Damals sind Carol (MIKA BOOREM) und Sully (WILL ROTHHAAR) seine besten Freunde. Bobby wohnt mit seiner Mutter Liz (HOPE DAVIS) in einer Pension. Liz ist allerdings vollauf mit sich selbst beschäftigt. In das obere Apartment der Pension zieht in diesem Sommer ein neuer Mieter namens Ted Brautigan (ANTHONY HOPKINS). Von der verbitterten Mutter erfährt Bobby wenig über seinen vor langer Zeit gestorbenen Vater, doch Ted füllt diese Lücke. Er kann zuhören, erweist sich als väterlicher Freund und eröffnet dem Jungen eine unbekannte, größere Welt. Aber auch Ted muss mit einer schweren Vergangenheit fertig werden - was Bobby verwirrt und beunruhigt. Eines Tages schlägt Ted dem Jungen vor, für ihn zu arbeiten. Dabei geht es durchaus nicht nur darum, die Zeitung vorzulesen, damit der alte Mann seine Augen schonen kann - Ted braucht Bobbys Hilfe, um sich vor dunklen Männern zu verbergen, die ihn verfolgen. 

Als sich der letzte Sommer in Bobbys Kindheit dem Ende zuneigt, sieht der Junge mit Teds Hilfe seinen Vater in einem ganz neuen Licht, er bekommt eine Ahnung von den Chancen, die ihm das Leben und die Liebe bieten. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Teds Verfolger spüren ihn auf. Bobby sieht sich plötzlich gezwungen, tief aus seinem Inneren Kräfte zu mobilisieren, die er sich nie zugetraut hätte: Er lernt, Mut zu beweisen und Unrecht zu verzeihen. Und der erwachsene Bobby, der die Stätten seiner Kindheit besucht und an den Sommer vor vielen Jahren zurückdenkt, erhält durch eine unverhoffte Begegnung die Gelegenheit, seine Reise in die Zeit zum Abschluss zu bringen....

"Hearts in Atlantis" ist die Verfilmung der ersten Episode aus dem gleichnamigen Roman von Stephen King. Während der Film vordergründig auf der gleichen sentimentalen "Coming of Age"-Schiene anzusiedeln ist wie z.B. "Stand By Me" oder in Teilen auch "Es", so dürfte die zweite Hälfte des Filmes alle verstören, die hier nur einen netten Film über die Freundschaft zwischen einem Jungen und einem älteren Mann erwarten. Denn die geheimnisvollen "Low Men", vor denen sich Ted Brautigan versteckt und die eine wesentliche Rolle am Ende spielen, sind Figuren aus Stephen Kings bislang aus vier Büchern bestehenden aber immer noch unvollendeten "Dark Tower"-Buchserie. Wer diese Bücher kennt, mag diese Andeutungen zwar erkennen, wenn auch nicht verstehen, aber das restliche Publikum wird sich erst recht keinen Reim aus der ganzen Geschichte machen können. Nichtsdestotrotz ist "Hearts in Atlantis" eine der wenigen wirklich guten Stephen King-Verfilmungen geworden, die bis auf wenige Ausnahmen wie "Stand by Me" oder "Die Verurteilten" meist nur trashige TV-Movies wurden. Anthony Hopkins erscheint zwar stellenweise etwas routiniert seine Dialoge vorzutragen, doch die Gespräche zwischen ihm und Anton Yelchin sowie die zwischen den Zeilen schwingende Stimmung machen diesen Film durchaus sehenswert, auch wenn das Drehbuch meist zu pedantisch an der Buchvorlage zu hängen scheint.

 

Bild 

Der während der Dreharbeiten verstorbene Kameramann Piotr Sobocinski zauberte für diesen Film analog zur Thematik herbstwarme Bilder im Cinemascope-Format zusammen, die auch auf dieser DVD sehr prächtig erscheinen. Selten sieht man solch kontrastreiche und poppig-bunte Bilder, die obendrein auch gar nicht übertrieben kitschig aussehen. Das Bild ist sehr kantenscharf, aber nur wenig detailreich. Dies liegt in erster Linie an den bei Warner auch noch nach inzwischen rund fünf Jahren DVD-Erfahrung vorhandenen Encoding-Problemen. Trotz völlig ausreichender Videobitrate von rund 5.2 Mbps ist Blockrauschen im Bild vorhanden und gerade die Konturen von Gesichtern verschwimmen leicht. Das fällt zwar nur beim genauen Hinsehen auf großen Diagonalen auf, ist aber dennoch ein Problem, welches immer wieder bei Warner-DVDs auffällig wird. Wer nur einen kleinen Fernseher besitzt, dürfte hiervon aber kaum etwas bemerken.

 

Ton 

"Hearts in Atlantis" begnügt sich zum Großteil mit leise im Hintergrund vor sich hinplätschernden sentimentalen Melodien, welche zur Stimmung des Filmes passen und am Ende auch etwas lauter und dramatischer werden. Damit ist das Thema Surround aber auch schon abgehakt. Der Großteil des Filmes besteht ohnehin aus Dialogen, die man sich am besten alleine schon wegen Anthony Hopkins im englischen Original anhören sollte. Bei den Dialogsequenzen fällt teilweise auf, dass hier selbst für die Umgebungsgeräusche nur der Center genutzt wird, was den Sound etwas monoton werden lässt.

 

Special Features 
  • Audio-Kommentar mit Regisseur Scott Hicks: Scott Hicks beschäftigt sich meist mit Erläuterungen zur Geschichte aus Sicht von Bobby Garfield und erläutert die Bedeutung von einzelnen Szenen. Im Wechsel mit technischen Erklärungen zur Kameraführung und sogar stellenweise vorkommenden wenn auch unsichtbaren Special Effects schafft es Hicks, bis zum Ende des Films neue Dinge zu erzählen und diesen Kommentar damit interessant zu machen.

  • Als zweites Feature erwartet den Zuschauer ein rund 30 Minuten langes Interview, welches Scott Hicks mit Anthony Hopkins führte. Was zunächst mit einer sehr Making of-typischen Frage beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einem interessanten Gespräch, in dem Anthony Hopkins, der ein guter Erzähler ist, ohne große Eitelkeit auf seine Erfahrungen zurückblickt und dabei auch einige Sachen aus seiner eigenen Jugend erzählt. 

Review von Karsten Serck

Test-Equipment:
TV Panasonic TX-W32D3F
DVD-Player Sony DVP-NS900V
AV-Verstärker Yamaha DSP-AZ1

12.07.2002

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