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Erin Brockovich

Erin Brockovich

Studio

Columbia Pictures (1999)

DVD-Anbieter

Columbia Home Entertainment (2000)

Laufzeit

ca. 126 min.

FSK

6

Regie

Steven Soderbergh

Darsteller

Julia Roberts, Albert Finney, Aaron Eckhart, Marg Helgenberger u.a.

DVD-Typ

DVD-9

Fernsehnorm

PAL

Bildformat

1,85:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 5.1
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1

Untertitel

Englisch, Deutsch, Polnisch, Tschechisch, Ungarisch, Isländisch, Hindi, Hebräisch, Niederländisch, Bulgarisch, Türkisch, Norwegisch, Arabisch, Finnisch, Griechisch

Regionalcode

2

Verpackung

Amaray-Case

Preis

ca. 25-30 EURO
Film   

Neben ihren relativ offen zur Schau gestellten körperlichen Reizen ist ihre große Klappe das herausragendste Merkmal der dreifachen, alleinerziehenden Mutter Erin Brockovich (Julia Roberts); und diesmal bringt sie die mangelnde Fähigkeit, besagte Klappe im richtigen Moment in Ruhestellung zu halten, um den Sieg in einem eigentlich sicheren Prozess und dass, obwohl mangels Unterhaltszahlungen der dafür eigentlich zuständigen Erzeuger des Nachwuchses, ein gewisser Geldsegen mehr als notwendig gewesen wäre. Gewissermaßen als Trostpreis gelingt es ihr zumindest, ihren glücklosen Anwalt Ed Masry (Albert Finney) so lange zu bequatschen, bis sie zumindest einen Job als Bürohilfskraft in seiner Kanzlei ergattert hat. Dies erweist sich im Laufe der Zeit sogar als mehr als glückliche Fügung, denn als Erin die Akten nicht nur abstaubt, sondern näher in Augenschein nimmt, entdeckt sie gewisse Unregelmäßigkeiten, die mit einem vergangenen Chemieunfall in Zusammenhang stehen. Nachdem sie von ihrem Boss Masry grünes Licht bekommen hat, wobei dieser weniger von dem Gedanken geleitet war, dass hier tatsächlich etwas zu holen sei, sondern die Nervensäge Erin wenigstens für kurze Zeit aus dem Büro lotsen wollte, zieht sie los und befragt die Betroffenen des damaligen Unglücks, geht bei ihren Recherchen in den Nahkampf mit glitschigen Amphibien und als Ergebnis kommt es wieder Erwarten tatsächlich zu einem Verfahren, in dem eine kleine Anwaltskanzlei gegen ein 30 Milliarden schweres Unternehmen ins Feld zieht, um für seine Mandaten insgesamt 333 Mio $ zu erstreiten.

Dass "Erin Brockovich" eine tatsächlich so geschehene Begebenheit nacherzählt ist eigentlich fast Nebensache, denn der Film lebt vor allem von seiner Hauptdarstellerin. Und diese zeigt wirklich eine ihrer Sternstunden. Julia Roberts hat von ihrer Darstellung den Zuckerguss abgekratzt, der ihr in ihren vorangegangenen Filmen "Notting Hill" und "Runaway Bride" noch so gute Routinedienste geleistet hatte und hat sich stattdessen eine gehörige Portion herzlicher Schlampigkeit zugelegt, was ihrem Auftritt mehr als gut tut. Mit ihrer Energie fegt sie alles übrige beiseite, so dass der Schauspielveteran Albert Finney schon seine ganze Routine aufbringen muss, um sich erfolgreich neben ihr zu zu behaupten.

Doch zeigt "Erin Brockovich" auch das Geschick des Regisseurs Steven Soderbergh, der den Film durch eine sehr schmale Fahrrinne hindurch lenkt und so zu einem echten Genuss macht, obwohl doch bei dieser Grundstory, der ewige Kampf des kleinen Außenseiters gegen den finanzgewaltigen Goliath, so viel hätte schief gehen können. Doch der Film läuft auf keine der drohenden Klippen auf, weder gerät die Angelegenheit zu einer Hollywoodschmonzette der üblen Art, da Soderbergh zwar nicht mit Unterhaltungseffekten spart, aber das Ganze stets mit einer gehörigen Prise Naturalismus würzt; noch wird aus "Erin Brockovich" einer der Justizfilme, der durch seine genaue Wiedergabe der Rechtsarbeit den harten Kern der Prozessfilmfans zu Jubelstürmen hinreißt, aber den Rest der Welt in einen komaähnlichen Zustand fallen lässt.

 

Bild  

Das Bild ohne wesentliche Mängel. Die Farbwiedergabe ist gut gelungen, sehr natürlich, mit einem leichten Hang zu warmen Farben. Die Detailtreue überzeugt, genauso wie die Bildschärfe und der Kontrast. Beides ist gut bis sehr gut zu nennen, nur in wenigen Fällen überzeugt der Kontrast nicht völlig. Obwohl noch jung, ist das Master stellenweise schon leicht verschmutzt, ein leicht bräunlicher Schleier, besonders bei Aufnahmen, die den Himmel in großen Stücken zeigen, fällt dies auf. Bildrauschen gibt es kaum.

 

Ton  

Freunde großer Effektfeuerwerke kommen bei "Erin Brockovich" nicht auf ihre Kosten. Eher kleinere Umgebungsgeräusche wie im Hintergrund lachende Kinder oder vorbeifahrende Autos sind aber sauber integriert und erzeugen einen zufrieden stellenden Raumeindruck. Die Stimmwiedergabe ist im Original sehr kräftig abgemischt, aber trotzdem im wesentlichen sauber und verzerrungsfrei.  In der deutschen Synchro sind die Stimmen ebenso wie im Original gut ins gesamte Filmgeschehen eingebaut. Der Music Score klingt von der Dynamik her gut, auch im Hochtonbereich, aber ist zu frontlastig ausgelegt. Dafür ist der Bass kräftig, aber nicht überbetont, und verzerrungsfrei.

 

Special Features  

Die DVD besitzt folgende Extras:

Isolierter Music Score in Dolby Digital 5.1
US-Kinotrailer
Making Of-Featurette (etwa 15 Minuten lang)
Personality Profile der "echten" Erin Brockovich, die über ihr Leben spricht
Deleted Scenes (einmal mit original Filmton, einmal mit Kommentar vom Regisseur
Künstlerprofile: Schauspieler (Julia Roberts, Albert Finney) und Regisseur (Steven Soderbergh).


Review von Tobias Wrany & Carsten Rampacher

Test - Equipment:
TV  Sony KV-32FS60D
DVD-Player Pioneer DV-05 Elite,Panasonic DVD-RV60, Harman/Kardon DVD1
Dolby Digital/DTS ES Discrete 6.1-Receiver Denon AVR-3801
Dolby Digital/DTS ES Compatible 6.1-Verstärker Yamaha DSP-AX1

13.10.2000

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