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End of Days - Nacht ohne Morgen

End Of Days

Studio

Buena Vista International (1999)

Verleih

Buena Vista / Warner Home Video (2000)

Laufzeit

ca. 117 min. (FSK 16)

Regie

Peter Hyams

Darsteller

Arnold Schwarzenegger, Gabriel Byrne, Kevin Pollack, Robin Tunney u.a.

DVD-Typ

DVD-9

Fernsehnorm

PAL

Bildformat

2,35:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 5.1
1. Deutsch, Dolby Digital 5.1

Untertitel

Englisch, Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte

Regionalcode

2

Verpackung

Amaray-Case

Preis

ca. 45-50 DM
Film    nostar.gif (159 Byte)

Der ehemalige New Yorker Cop und jetzige Bodyguard Jericho Cane (Arnold Schwarzenegger) ist nicht unbedingt in Bestform. Ständig von Selbstmordgedanken getrieben und von seiner Alkoholsucht gezeichnet, ist er am Ende seiner Kräfte. Nicht unbedingt eine gute Ausgangsposition, um die Welt kurz vor der Jahrtausendwende vor dem Untergang zu retten, denn niemand anders als Satan (Gabriel Byrne) persönlich hat einen - wie schon der Name des Urhebers sagt - teuflischen Plan: Noch bevor der Kalender das Jahr 2000 anzeigt, soll ein Kind gezeugt werden, das im Auftrag des Teufels für die nächsten 1000 Jahre die Welt regieren soll. Und wer dieses Kind austragen und bekommen soll, ist ebenfalls schon vorherbestimmt: Es handelt sich um die 20-jährige Christine York (Robin Tunney), die seit ihrer Geburt 1979 unter mysteriösen Wahnvorstellungen leidet.

Diesmal nun beehrt der Teufel persönlich die Erde mit seinem Besuch, schließlich will er persönlich sicherstellen, dass das Kind, welches seine 1000 Jahre währende Regentschaft auf der Erde ausüben soll, auch vor dem Millenniumswechsel gezeugt wird. Ansonsten ist er für weitere 1000 Jahre "weg vom Fenster" und kann nicht die Erde regieren.

Jericho gerät auf abenteuerliche Art und Weise in den Strudel der Ereignisse: Er muss sich mit einem alten und heimlosen Priester herumschlagen, der seinen Klienten, einen wohlhabenden Wall-Street-Banker, niederschießen wollte. Nach und nach kommt er den teuflischen Intrigen auf die Spur, und er muss unbedingt Christine finden, bevor der Satan dies tut.

"End Of Days" entführt den Zuschauer in die Abgründe New Yorks und der menschlichen Seele - ein nicht unbeträchtlicher Teil des Films spielt in den nicht gerade lichtdurchfluteten New Yorker U-Bahn-Schächten beziehungsweise in den noch düsteren Katakomben darunter. Die Dialoge zwischen Jericho und dem Teufel sind sehr interessant und vom Ansatz her ausbaufähig, stellen aber eine leider zu sehr an der Oberfläche bleibende Auseinandersetzung mit vielen grundsätzlichen moralischen Fragen unserer Zeit dar.

Die Special Effects sind professionell und spektakulär, und Schwarzenegger zeigt sich als Teufelsjäger in Höchstform - genau wie sein "diabolischer Widersacher" Gabriel Byrne. In diesem Film ist Schwarzenegger sogar ein Held mit Kanten, der um seine ermordete Familie trauert und am Ende seine Hilfe nicht durch ein riesiges Waffenarsenal sondern durch den Glauben bezieht. Insgesamt nichts für schwache Gemüter - aber wirklich sehenswert.

 

Bild   nostar.gif (159 Byte)

Die Bildqualität ist OK. Da der Film zu einem sehr großen Anteil im Dunkeln spielt, sind die Bedingungen, ein brauchbares Bild zu realisieren, nicht gerade einfach. Der Kontrast zeigt sich trotzdem immer in guter Form. Wie man es von den Code 2-DVDs von Buena Vista gewohnt ist, sieht das Bild aalglatt aus, ohne Rauschen oder Artefakten eine Chance zu geben. Im Gegenzug fehlt es dem Bild deutlich an Schärfe und Detailzeichnung. Obwohl aufgrund der höheren PAL-Auflösung die Code 2-DVD einen technischen Vorteil gegenüber der US-Version hat, kann sie diesen trotz guter Qualitäten nicht ganz überzeugend realisieren.

 

Ton   

Der Ton von "End Of Days" ist ohne Abstriche hervorragend. Die Abmischung ist kräftig und stellenweise sehr aggressiv, die zahlreichen Effekte sind sauber positioniert. Insgesamt wird ein sehr guter Raumklang und eine äußerst natürlich Klangkulisse geboten, wobei besonders die Einbeziehung der Surroundkanäle exzellent gelungen ist. Die Flugbahn des Hubschraubers am Anfang des Films lässt sich akustisch eindrucksvoll nachvollziehen, die Explosionen sind im wahrsten Sinne des Wortes "explosiv" abgemischt und zeigen trotz aller Gewalt eine erstaunliche Klangpräzision im Tiefbassbereich, was die Nachbarn weniger, den LFE-Kanal-Fan dafür umso mehr freuen dürfte. Selbst kleinere Effekte wie zum Beispiel herumfliegende Insekten werden natürlich und räumlich abgebildet. Zum erstklassigen Gesamteindruck kommt noch die natürliche, verzerrungsfreie und dynamische Stimmwiedergabe sowie der sehr gut eingearbeitete Music Score.

 

Special Features   nostar.gif (159 Byte)nostar.gif (159 Byte)

Gegenüber der US-DVD wurde mal wieder etwas eingespart: In erster Linie betrifft dies den Audio-Kommentar von Peter Hyams, der auf der Code 2-DVD fehlt. Auch auf die Texttafeln mit Infos zum Film und der Besetzung sowie den DVD-ROM-Bereich muss man verzichten. So reduziert sich die Collector´s Edition von Universal auf eine "Light Edition" von Buena Vista. Aber immerhin: Die Code 2-DVD ist wohlgemerkt von Buena Vista, wo Extras in diesem Umfang auf einer Code 2-DVD bisher noch nicht zu finden waren. Zum Glück sind es die interessantesten Extras, die nicht eingespart wurden: So bekommt der Zuschauer beim "Spotlight On Location" - Extra nicht einfach ein werbemäßig aufgemachtes 6-Minuten-Featurette vorgesetzt, sondern eine ca. 25 Minuten lange, interessante Dokumentation, in der neben den Hauptdarstellern auch die Filmcrew zu Wort kommt. Bei der Special Effects - Serie "The Devils Playground" wird anhand von 9 Beispielen gezeigt, wie die Special Effects realisiert wurden. Dabei lernt man ganz erstaunliches, wie zum Beispiel die Innenstadt von Los Angeles in die von New York verwandelt wird. Auffällig bei allem Bonus-Material ist, das es eine durchaus ordentliche Bildqualität hat - sehr lobenswert. Der Rest besteht aus einem kurzen Werbeclip für den Soundtrack sowie zwei Musik-Videos. Die Menüs sind sehr schlicht gehalten und fallen wieder einmal dadurch auf, das Buena Vista es auch nach mehr als zwei Jahren nicht hinbekommt, DVDs zu produzieren, deren Menüs nicht nur anamorph sind, sondern auch dementsprechend automatisch angezeigt werden.

Review von Karsten Serck & Carsten Rampacher

Test - Equipment:

TV  Sony KV-32 FS 60 D
DVD - 200er Wechsler Sony DVP-CX850D
DVD-Player Pioneer DV-717, Pioneer DV-05 Elite
Dolby Digital / DTS - Receiver Sony STR-DA 50 ES

08.06.2000

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