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Eiskalte
Engel - Cruel Intentions |
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Cruel Intentions |
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Studio
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Columbia TriStar (1999) |
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Verleih
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Kinowelt Home Entertainment (2000) |
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Laufzeit
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ca. 95 min. (FSK 16) |
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Regie
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Roger Kumble |
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Darsteller
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Sarah Michelle Gellar, Ryan Philippe,
Reese Witherspoon |
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DVD-Typ
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DVD - 9 |
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Fernsehnorm
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PAL |
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Bildformat
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1,85:1 (anamorph) |
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Audiokanäle
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1. Englisch, Dolby Digital 5.1
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel
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Deutsch
(bei engl. Fassung nicht ausblendbar) |
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Regionalcode
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2 |
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Verpackung
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Amaray-Case |
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Preis
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ca. 25 EURO |
Film      
Sebastian (Ryan Philippe) verspürt eine gewisse Langeweile, nachdem die
Kunst des Verführens für ihn mehr oder weniger zur Routine verkommen ist und er so einen
massiven Mangel an Herausforderungen konstatieren muss. Doch glücklicherweise fällt ihm
ein Bericht über Annette Hargrove (Reese Witherspoon), die Tochter des neuen
Schuldirektors in die Hände, die erklärt, sie habe vor, ihre Jungfräulichkeit für die
wahre Liebe aufzusparen. Und richtig spannend wird die Angelegenheit, als ihm seine
intrigante Stiefschwester Kathryn (Sarah Michelle Gellar) eine Wette vorschlägt. Gelingt
es ihm nicht, des Direktors Töchterlein zu verführen, verliert er seinen geliebten
Sportwagen, bekommt er die Tugendhafte aber zwischen die Laken, so erhält er endlich auch
bei Kathryn eine Chance. Als reine brüderliche Gefälligkeit nimmt er nebenbei auch noch
die Aufgabe auf sich, Cecile, eine etwas naive Bekannte der beiden, nach Strich und Faden
zu verderben, hatte diese doch den bösen, ehrverletzenden Fehler begangen, Kathryn den
Freund auszuspannen.
Der Roman "Les liasons dangereuses" von Choderlos de Laclos aus
dem Jahre 1782 bildete schon früher die Grundlage für Verfilmungen, zuletzt 1989, als
sowohl Stephen Frears "Dangerous Liasons", als auch Milos Formans
unterschätzter "Valmont" herauskamen. Nun hat sich Roger Kumble an den Stoff
gewagt. Diesmal allerdings findet das Geschehen nicht im historischen Umfeld, sondern im
Lebensbereich der Reichen und Schönen im New York unserer Tage statt. Und die
Protagonisten entstammen nicht dem französischen Adel, sondern dem finanziell wohl
situierten Collegemilieu. Das bedeutet zwar, dass die psychologische Tiefe der Figuren
wesentlich geringer ausfällt, dafür aber präsentiert sich das Geschehen wunderbar
bösartig und sexy, und beweist damit einigen Unterhaltungswert. Einfach sehenswert ist
vor allem die Art und Weise, wie das liebreizende Geschwisterpaar seine Mitmenschen nach
Belieben manipuliert und schließlich kaltlächelnd in den Abgrund stößt. Die kühlen,
durchgestylten Bilder, in denen die Kamera schwelgt, bilden den passenden Rahmen für
bitterböse Dialoge, in denen die Hauptfiguren ihr verbales Gift gegenüber den
hoffnungslos unterlegenen Opfern versprühen. Darüber hinaus stellt dass Drehbuch auch
noch genügend Nebenschauplätze zur Verfügung, auf denen ebenso niederträchtig wie
gelungen der Verdrängungskampf der High(school) Society tobt. Ihre äußerst dankbaren
Rollen geben vor allem den beiden Hauptdarstellern endlich einmal die Möglichkeit zu
zeigen, was wirklich in ihnen steckt. Sarah Michelle Gellar, die in ihrer TV-Serie
"Buffy - The Vampire Slayer" selbst in der blutigsten Kampfsequenz nie die
Ausstrahlung eines braven Schulmädchens verliert, lebt in der Rolle des durchtriebenen
Biests sichtlich auf. Abgesehen davon, dass ihr die dunkle Haarfarbe wesentlich besser
steht, als Blond und sie als kalte Verführerin ihre Reize nicht verstecken, sondern
gerade voll ausspielen darf, offenbart sie auch schauspielerisch ein deutlich erweitertes
Potential. Gleiches lässt sich zu Ryan Philippe sagen. Er verpasst seiner Figur genau den
arroganten Charme, den sie braucht, um als ebenso erfolgreicher, wie hinterhältiger
Verführer zu überzeugen. Die beiden dominieren in den Dialogen ihre Umwelt mit fast
aristokratischer Eleganz und Verachtung und jeder Gesichtsausdruck, jede Geste stellt ihre
scheinbar spielerische Überlegenheit zur Schau. Die Gefahr, dass die Rolle des
"Opfers", die ihrer Natur nach nun einmal viel weniger schillernd ist, dagegen
zu stark abfällt wurde durch die Besetzung mit Reese Witherspoon begegnet, einer
Darstellerin, die schon in einigen Filmen, wie zum Beispiel "Pleasantville" oder
"Election" bewiesen hat, dass sie zu den Besten ihrer Generation gehört.
(Allerdings soll die Szene, in der sie den großen Streit mit Ryan Philippes Figur hat,
zumindest emotional nicht ohne Schwierigkeiten für die Beteiligten gewesen sein, befanden
sich die beiden doch im wirklichen Leben gerade am Beginn einer Beziehung; nun geschadet
hat es offensichtlich nicht, immerhin sind die beiden inzwischen verheiratet.)
Da es gerade die brillante Darstellung der intriganten Machenschaften ist, die "Cruel
Intentions" so unterhaltsam macht, ist es schade, dass sich gegen Ende immer mehr die
typische US-amerikanische "Krankheit" des Moralischen in die Handlung schleicht
und so dem Film gegen Ende hin ein wenig die Luft ausgeht, wobei das doppeldeutige
Schlussbild noch einmal einen, wenn auch schwachen, Trost darstellt.
Bild     
Die Bildqualität ist nahezu identisch mit der der US-DVD und leistet sich
nur leichte Schwächen. Kontrastumfang und Farben sind sehr gut. Auch die Kompression ist
sorgfältig und zeigt nur sehr selten kleinere Artefakte. Die Schärfe ist noch
ausreichend gut, lässt stellenweise aber auch kurzzeitig nach. Dies sind aber nur
kleinere Macken, die auch nur bei genauer Beobachtung überhaupt auffallen. Insgesamt ist
die Bildqualität absolut in Ordnung.
Ton     
Die immer zum Tempo des Films passende Musik kommt über die Frontboxen mit
ausreichender Dynamik rüber. Surround-Effekte sind nur sehr verhalten zu bemerken. Dafür
stört sowohl bei der deutschen als auch der Originalfassung das Echo, welches auf den
Surround-Lautsprechern wahrnehmbar ist ein wenig, gerade weil es im Vergleich zur Akustik
der Frontboxen sehr mittenbetont ist. Da der Film aber sehr stark aus Dialogen aufgebaut
ist, fällt dies nur relativ selten richtig auf.
Special Features     
Erfreulich: Kinowelt konnte für die deutsche Version einen
Großteil des recht umfangreichen Bonus-Materials der Code 1-DVD an Land ziehen. Dazu
gehören nicht nur ein Audio-Kommentar und ein kurzes Featurette, sondern auch noch sechs
"Deleted Scenes" und mit Kurz-Interviews und weiteren Making of-Schnipseln sogar
Material, welches auf der US-DVD nicht zu finden war. Dazu gibt es noch insgesamt sieben
Trailer. Im Vergleich zur US-Version fehlen lediglich die zwei Musik-Videos und ein
zweites Kurz-Featurette.
Review von Karsten Serck und Tobias Wrany (Inhalt)
Test - Equipment:
TV Panasonic TX - W32D3F
DVD - Player Sony DVP-S725 / Panasonic DVD A-350
Dolby Digital / DTS - Receiver Sony STR-DA 50 ES
17.02.2000
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