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Der
Soldat James Ryan - DTS-Version |
VÖ: 05.06.2003
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Original
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Saving Private Ryan |
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Studio
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Paramount/Dreamworks (1998) |
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Verleih
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Paramount Home Entertainment (2003) |
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Laufzeit
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162:25 min. (FSK 16) |
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Regie
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Steven Spielberg |
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Darsteller
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Tom Hanks, Matt Damon, Edward Burns |
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DVD-Typ
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DVD-9 (Film), DVD-5 (Extras) |
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Bitrate
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6.37 Mbps (Video: ca. 4.6 Mbps) |
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Fernsehnorm
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PAL |
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Bildformat
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1,85:1 (anamorph) |
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Audiokanäle
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1. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
2. Deutsch, DTS 5.1 (754 kbps)
3. Englisch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps) |
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Untertitel
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Englisch, Deutsch, Türkisch |
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Regionalcode
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2 |
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Preis
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ca. 25 EURO |
Film      
Es gibt nur wenige Kinofilme, die einen wirklich länger anhaltenden
Eindruck hinterlassen, und Steven Spielbergs "Saving Private Ryan" gehört
mit dazu. Der Film spielt in den Tagen der Invasion der alliierten Streitmächte in der
französischen Normandie am 6. Juni 1944, die zur richtungsweisenden Schlacht auf dem Wege
zum Sieg gegen das nationalsozialistische Deutschland werden sollte. Alleine die ersten
dreißig Minuten des Filmes behandeln den Moment der Landung in der Normandie und zeigen
ihn aus der Perspektive der amerikanischen Soldaten, die als erste ihren Fuß auf
französischen Boden setzten. Was in diesem Moment passiert, ist für jemanden, der die
Ereignisse nur aus dem Geschichtsbuch kennt, sicherlich nicht begreifbar. Doch diese 30
Minuten der Todesangst und Anspannung werden von Steven Spielberg auf eine derart
authentische Art und Weise dokumentiert, dass man den Eindruck bekommt, die Ereignisse
wirklich so gezeigt zu bekommen, wie sie damals abgelaufen sind. Mit schonungsloser
Deutlichkeit zeigt Spielberg den nahezu aussichtslos erscheinenden Vormarsch der
Amerikaner gegen die deutschen Befestigungsanlagen. In dem endlosen Gewehrfeuer scheint es
keinerlei Aussicht auf Überleben zu geben. Kugel zerfetzen einen Soldaten nach dem
anderen. Mit der Handkamera immer mitten im Geschehen, setzt Spielberg den Zuschauer mit
in den Mittelpunkt der Abläufe. Nachdem es endlos erscheinende zehn Minuten so aussieht,
als ob die Landung in der Normandie scheitern würde, kehrt dann die Wende ein und es
gelingt den amerikanischen Soldaten schließlich, die deutschen Stellungen einzunehmen.
Nachdem die Schlacht beendet ist, kommt der Film erst zur eigentlichen
Handlung: Captain John Miller (Tom Hanks), der an der Invasion an vorderster Front
beteiligt gewesen ist, bekommt den Auftrag, mit einer Gruppe Männer nach einem jungen
Rekruten zu suchen, der bereits einen Tag vor der Invasion hinter den feindlichen
Stellungen abgesetzt wurde. Dieser Soldat James Ryan hatte drei Brüder, die alle an
unterschiedlichen Fronten zur beinahe gleichen Zeit im Krieg ums Leben gekommen sind. Die
Army möchte nun der Mutter den Verlust eines weiteren Sohnes ersparen und den letzten
verbliebenen Sohn zurück nach Hause holen. Die acht Männer, die sich auf die Suche nach
James Ryan machen, erleben hautnah die Schrecken des Krieges und riskieren dabei ihr
eigenes Leben, um das eines einzigen anderen Soldaten zu retten...
Zweifellos sind die ersten 30 Minuten auch gleichzeitig der beste Teil des
Films. Doch auch während der restlichen 140 Minuten behält der Film seinen authentischen
Stil bei, der die Bilder bereits für sich sprechen lässt und keine großen Worte seiner
Hauptdarsteller braucht, um die endlose Grausamkeit des Krieges und die allgegenwärtige
Nähe des Todes düster und schonungslos zu zu vermitteln. Dabei ist es vor allem
bemerkenswert, wie wenig der Film versucht, den Zuschauer von einer bestimmten Auffassung
zu überzeugen. Wo in vielen anderen Filmen der Regisseur durch moralische Statements oder
dramatische Musik versucht, den Zuschauer in eine bestimmte Richtung zu lenken, lässt
Spielberg die teilweise auch fragwürdigen Handlungen seiner Hauptpersonen unkommentiert.
Natürlich schwebt über dem Ganzen ein wenig der patriotische Schleier, doch Spielberg
zeigt nicht nur gute Amerikaner und böse Deutsche, sondern auch Szenen, in denen die
üblichen Film-Klischees verwischen. Diese große Freiheit, die der Film dem Zuschauer
überlässt, ist neben seiner Authentizität die zweite große Eigenschaft, die ihm
besondere Größe verleiht.
Bild     
"Bleach-Bypass Processing" nennt sich das Verfahren, mit dem
Kameramann Janusz Kaminski dem "Soldaten James Ryan" sein
Markenzeichen aufsetzte. Durch diese spezielle Behandlungsverfahren erhält der
Film einen sehr rauhen und farbarmen Look mit harten Kontrasten, der so ziemlich
exakt dem Bildeindruck entspricht, den man von einigen ersten Farbaufnahmen
kennt, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden sind. Bei "Der
Soldat James Ryan" blieb dieses Verfahren noch ohne allzu deutlichen Einfluss auf
die Schärfe, so dass trotz der ungewohnten Farben und Kontrast der körnige Film noch
relativ viel Detail erkennen lässt. Mit den vielfach stark ruckelnden und
schnell zitternden Aufnahmen der Handkameras, die bei diesem Film überwiegend
eingesetzt wurden, ist "Der Soldat James Ryan" so ziemlich das Extrem
der MPEG2-Kompression, die aufgrund der schnellen Veränderungen im Bild
äußerst effektiv arbeiten muss, um keine Störungen zu produzieren.
Rauschfilter und schlechtes Encoding würden das Bild schnell in einen Brei von
Blockrauschen verwandeln. Obwohl Paramount bei dieser Neuauflage aufgrund des
zusätzlichen DTS-Tracks nur mit einer niedrigen Videobitrate von rund 4.6 Mbps
arbeiten konnte (die Kapazität der DVD wurde nahezu vollständig ausgenutzt), ist die Bildqualität aber trotzdem immer noch
außerordentlich gut. In Nahaufnahmen sieht man stellenweise viele Details und
die Komprimierung arbeitet hier so effektiv, dass trotz des problematischen
Quellmaterials kaum Artefakte und nicht einmal leichtes Blockrauschen zu sehen
sind. Lediglich bei als Standbild angezeigten Einzelbildern sieht man in einigen
Szenen während der ersten 30 Filmminuten stellenweise Klötzchen, diese treten
allerdings auch in Bildern auf, die so schnell bewegt sind, dass man beim
normalen Betrachten des Films davon nichts sieht, selbst dann, wenn man den Film
in zweieinhalb Meter Breite auf einer Leinwand sieht. Wünschenswert wäre
ebenso wie bei der Erstauflage doch noch ein wenig mehr Schärfe, die zwar in
Nahaufnahmen vorhanden ist, bei Objekten in weiterer Distanz aber nicht mehr ganz so
überzeugend ist.
Ton     
"Saving Private Ryan" überzeugt mit einem Ton, dem man ohne zu zögern die Note
"sehr gut" gibt. Alles ist überdurchschnittlich - mit einer Ausnahme: Im
Hochtonbereich ist das Klangbild minimal belegt und in der Dynamik
eingeschränkt. Ansonsten liefert
"Saving Private Ryan" in jeder Einzeldisziplin Bestleistungen ab: Die Abmischung
ist außerordentlich kraftvoll, sowohl "große" Effekte wie die ausladenden
Schusswechsel oder Granatenexplosionen erklingen präzise und kraftvoll wie auch
Umgebungsgeräusche, die mit großer Sorgfalt eingearbeitet wurden. Während des gesamten
Films bietet sich ein weiträumiger und voluminöser Raumeindruck, die Einbeziehung aller
Kanäle ist nicht nur gut gelungen, vielmehr überzeugt das Gesamtergebnis auch durch die
perfekte Ergänzung aller Komponenten zu einem Klangbild mit hoher atmosphärischer
Dichte. Da passt die perfekte Integration der Stimmen zum überdurchschnittlichen
Gesamteindruck genauso wie die nicht übertriebene, an den entscheidende Stellen jedoch
entschlossen zupackende Basswiedergabe.
Unterschiede zwischen den verschiedenen Sprachfassungen und insbesondere der
neu hinzugekommenen deutschen DTS-Tonspur gibt es nur in
geringem Maße, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass die drei
Tonspuren praktisch gleich laut abgemischt wurden. Am auffälligsten sind diese noch beim
Bass, der auf der DTS-Spur noch etwas kräftiger ans Werk geht. Die
Surroundkulisse ist allerdings in allen drei Fassungen praktisch gleich gut. Die
Effekte klingen in DTS lediglich um minimale Nuancen präziser und selbst im
Blindtest bei voller Konzentration auf den Ton braucht man hier schon einige
Zeit, um überhaupt einen Unterschied feststellen zu können. Und da auf dieser
DVD User Prohibitions verwendet werden, die einen Direktvergleich verhindern,
wird dies ohnehin nur auf wenigen DVD-Playern möglich sein.
Special Features     
Auch die Neuauflage erscheint wieder als 2 DVD-Set, ist aber in der
Ausstattung der Extras unverändert geblieben. Die Bonus-Disc ist praktisch die
gleiche, die man bereits von der Erstauflage kennt. Sehr
sehenswert ist hier die rund 25 Minuten lange Dokumentation "Into the Breach", die
eine Mischung aus Dokumentation über die Landung in der Normandie, Making of und
persönlichen Statements von Steven Spielberg darstellt. Alles ist in Deutsch untertitelt.
Für den großen thematischen Bereich, der in der Dokumentation abgehandelt wird, fallen
die 25 Minuten jedoch zu kurz aus. Ebenfalls sind noch Teaser und Trailer und Informationen über die Produktion, Stab und
Besetzung auf Texttafeln enthalten.
Review von Karsten
Serck
Test-Equipment:
TV Panasonic TX-W32D3F
DVD-Player Sony DVP-S9000ES
AV-Verstärker Yamaha DSP-AZ1
16.04.2003
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