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Dead Heat
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Studio |
Lions Gate Films (2000) |
Verleih |
Kinowelt Home Entertainment (2003) |
Laufzeit |
93:44 min. (FSK 12) |
Regie |
Marc Malone |
Darsteller |
Kiefer Sutherland, Anthony LaPaglia, Radha Mitchell, Daniel Benzali |
DVD-Typ |
DVD-9 |
Fernsehnorm |
PAL |
Bildformat |
1,78:1 (anamorph) |
Audiokanäle |
1. Deutsch, Dolby Digital 5.1
2. Englisch, Dolby Digital 5.1 |
Untertitel |
Deutsch |
Regionalcode |
2 |
Verpackung |
Amaray-Case |
Preis |
ca. 20 EURO |
Film      
So hatte sich Pally LaMarr (Kiefer Sutherland) seinen Ruhestand wirklich nicht
vorgestellt. Vor allem der Zeitpunkt seiner "Außerdienststellung" ist mehr als
irritierend. Mit noch nicht einmal vierzig Jahren muss Pally nach einem Herzinfakt aus dem
Polizeidienst scheiden. Seitdem versinkt er in grenzenlosem Selbstmitleid und hat jeden
Antrieb zu einem auch nur ansatzweise strukturiertem Leben verloren. So kann er vom Glück
reden, dass trotz aller vergangenen und gegenwärtigen Misshelligkeiten seine mitten in
den Scheidungsformalitäten steckende Quasi-Ex-Frau Charlotte (Radha Mitchell) immer noch
von Zeit zur Zeit nach dem Rechten sieht und Pallys allernötigsten Lebensbedürfnisse
absichert. Sie ist es auch, die Pallys Stiefbruder Ray (Anthony LaPaglia) auf ihn ansetzt,
um ihn endlich wieder zurück ins Leben zu führen. Pally ist zunächst wenig begeistert,
nicht zuletzt, weil Ray einen fatalen Hang zum Kleinkriminellentum hat, was mit Pallys
immer noch vorhandener Cop-Ehre kollidiert. Trotzdem kann er sich schließlich für den
neuesten Coup Rays begeistern, den Kauf eines scheinbar abgehalfterten Rennpferdes, das
allerdings nach einer simplen Operation wieder gewisse Siegeschancen aufweisen könnte.
Auch wenn es bei der Behandlung des Gauls (und vor allem deren Finanzierung) nicht alles
mit legalen Mitteln zugegangen und ihr Jockey lediglich auf Bewährung aus dem Knast
entlassen ist, scheint sich das Unternehmen Privatrennstall sogar ganz gut anzugehen. Bis
sich dann leider ihr Rennreiter als erhebliche Schwachstelle entpuppt, leidet der gute Mann
doch leider an einer ausgeprägten Spielsucht und seine Wettpartner, allen voran ein
finsterer Unterweltkönig (Daniel Benzali), sind wenig zimperlich, wenn es ums Eintrieben
von Schulden geht; dabei schrecken sie noch nicht einmal vor der "Pfändung" des
vierbeinigen Untersatzes ihres Schuldners zurück, ohne dass sie erkennen lassen, auf die
Eigentümerposition von Pally und Ray großartige Rücksicht nehmen zu wollen. Deren Plan
zur Wiederbeschaffung ihrer Kapitalanlage wächst sich dann allerdings schnell zu einer
ebenso dramatischen, wie gefährlichen Mission aus, die mit dem bloßen
"Horse-Napping" lediglich seinen fast schon harmlosen Anfang findet.
Häufig ist es recht erholsam, mal einen Film mit geringerem Budget zu sehen, der sich
auf Themenpfaden bewegt, die sonst von Studioproduktionen bearbeitet werden, deren
Geldeinsatz umgekehrt proportional zum Ideenreichtum der Handlung steht. Insofern stellt
"Dead Heat" zumindest in gewissen Aspekten eine leichte Enttäuschung dar.
Zunächst mal wurde dem Film bei seiner Zeugung ein paar ganz guter Anlagen mit auf dem
Weg gegeben. Entgegen dem reißerisch anmutenden Titel handelt es sich nicht um ein
billiges Action-Produkt, das selbst fürs Videothekenregal eine Beleidigung darstellt,
sondern eine charakterbetonte Kriminalgeschichte. Auch das Besetzungsbüro stellte seine
Klugheit unter Beweis indem es Darsteller engagierte, die zwar (vom Starstatus her) aus
der zweiten Reihe kommen, aber ihre Handwerkskunst gelernt haben. Und das Drehbuch hat in
der Tat einige Momente aufzuweisen, die das Werk vom bloßen Standard abweichen und das
Ansehen lohnenswert machen.
Ein entscheidendes Merkmal von solchen kleinen Filmen, gerade wenn Regisseur und Autor in
Personalunion auftreten, ist allerdings gemeinhin noch eine gewisse schöpferische
Energie. Und auch wenn hier nicht behauptet werden soll, dass das Herzblut, das solche
Produktionen tränkt stets der ideale Farbstoff ist, um das Unternehmen publikumsfreundlich
einzufärben (allzu oft ist das Gegenteil der Fall), sorgen jene Impulse doch zumindest
für ein gewisses elektrisierendes Etwas, das einen jeden Film ausmacht, der wenigstens
ansatzweise den Anspruch hat, mehr als nur Hintergrundrauschen bei sonstigen
Feierabendtätigkeiten zu sein. "Dead Heat" geht dieser Antrieb allerdings
gänzlich ab. In zeitweilig fast schon lustlos zu nennender Art und Weise rollt das
Geschehen vor dem Zuschauer ab; die vorhandenen interessanten Momente negativ kompensiert
durch Bausteine aus dem Mustersortiment für Durchschnittsdrehbücher. Das macht die ganze
Sache letztlich zu etwas, was man dem eigenen Unterhaltungsbedürfnis gegenüber ohne
schlechtes Gewissen ebenso ansehen wie links liegen lassen kann.
Bild      
Überwiegend geht die Bildqualität in ihren wesentlichen Werten ganz in Ordnung;
gewisse Schwächen lassen sich allerdings an bestimmten Stellen nicht ganz übersehen. So
kommt es beispielsweise schon mal zu Doppelkonturen, zudem lassen in den meisten
Nachtszenen die Kontraste einiges an Wünschen offen. Etwas negativ auf den Gesamteindruck
macht sich außerdem bemerkbar, dass das Bild durchgehend ein wenig matt wirkt.
Ton      
Der Ton zeigt im Großen und Ganzen weder relevante Schwächen, noch in irgendeiner
Form herausragende Stärken. Die Geräuschquellen des Films werden sorgfältig auf die
diversen Kanäle verteilt, die Abstimmung ist in Ordnung und Exzesse bleiben in jedweder
Richtung aus, lediglich in einer Szene gegen Ende zeigen sich die tiefen Töne eine Spur
überbetont, doch spielt sich dies in Bereichen von Nuancen ab, die für den
Gesamteindruck nicht ins Gewicht fallen.
Special Features      
Mehr als der Trailer wird nicht geboten.
06.06.2003
Review von Tobias Wrany
Test-Equipment
TV: Panasonic TX-28PK1F
DVD-Player: Pioneer DV-343
Dolby Digital / DTS Receiver: Sony STR-DA50ES
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