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Carrie - Special Edition
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Studio
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United Artists (1976) |
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Verleih
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MGM Home Entertainment (2001) |
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Laufzeit
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94:06 min. |
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Regie
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Brian De Palma |
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Darsteller
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Sissy Spacek, Amy Irving, John
Travolta |
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DVD-Typ
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DVD-9 |
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Fernsehnorm
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PAL |
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Bildformat
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1,85:1 (anamorph) |
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Audiokanäle
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1. Deutsch, Dolby Digital 5.1
2. Spanisch, Dolby Digital 5.1
3. Englisch, Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel
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Deutsch, Englisch,
Spanisch |
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Regionalcode
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2 |
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Verpackung
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Amaray-Case |
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Preis
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ca. 25-30 EURO |
Film     
Der schon fanatisch zu nennenden Religiosität ihrer Mutter Margaret (Piper
Laurie) hat die junge Carrie White (Sissy Spacek) nicht nur ihre absolute
Außenseiterstellung in der Schule, sondern vor allem ein Alltagsleben zu verdanken, das
von einem dichten Geflecht aus aufgepfropften Schuldkomplexen eingesponnen ist. Ihre
Stellung als Ausgestoßene vom Rest des schulischen Soziallebens erfährt noch eine
besondere Betonung, als sie, von ihrer Mutter vollkommen unvorbereitet, ausgerechnet in
der Schuldusche ihre erste Periode erlebt, mit ihrer Panik bei ihren Mitschülerinnen
jedoch nur grausamen Spott erntet. Vorerst gerettet durch das Eingreifen ihrer
Sportlehrerin Miss Collins (Betty Buckley) bildet das Ereignis dennoch ein tiefsitzendes
Trauma in ihr. Dabei macht sich auch erneut ein seltsames Phänomen bemerkbar, dass sie
schon des öfteren bei heftigen Gefühlsausbrüchen an sich beobachten konnte, nämlich
die scheinbar grundlose Bewegung von Gegenständen; langsam beginnt sie jedoch ihre
eigenen telekinetischen Fähigkeiten zu ahnen. Währenddessen hat Miss Collins den
Mitschülerinnen nicht nur ins Gewissen geredet, sondern auch zu umfänglichen
Strafstunden verdonnert. Ihr pädagogisches Bemühen fällt allerdings auf ausgesprochen
unterschiedlich fruchtbaren Boden. Da ist zum einen Sue (Amy Irving), die sich das Ganze
doch zu Herzen nimmt und sich schließlich sogar dazu entschließt, dem unbeliebten
Mauerblümchen Carrie, das sonst keine Chance auf eine Einladung hätte, den eigenen
Freund Tommy (William Katt) zu "borgen" und ihr so eine Eintrittsmöglichkeit zu
der wichtigen Prom-Night, dem Abschlussball zu ermöglichen. Fatalerweise nutzt jedoch die
ob der strafenden Schinderei vor Wut kochende Chris (Nancy Allen) gerade Carries
angekündigten Auftritt zu einem niederträchtigen Racheplan, den sie unter tätiger
Mithilfe ihres Freundes Billy (John Travolta) mit äußerster Akribie in die Wege leitet....
Das Schönste an Stephen Kings Romanen sind eigentlich noch nicht einmal die
Horrorelemente, die geben dem Ganzen nur den zusätzlichen Adrenalin-Kick, aber abgesehen
davon, verfügt der Autor über die bemerkenswerte Fähigkeit, mit großer Einfühlung in
das äußere Alltags-, wie das besondere Innenleben seiner zahlreichen Figuren
einzutauchen. Eine gelungene King-Verfilmung sollte dem zumindest nahe kommen und sich
nicht gleich auf die offensichtlichen Schauereffekte stürzen. Demgemäss
darf dann
"Carrie" zu den erfolgreichen Exemplaren dieser inzwischen recht umfangreichen
Spezies zählen. Denn abgesehen von den wenigen telekinetischen Andeutungen erzählt er
bis zum Finale eine ruhige Geschichte, die genauso gut als kleiner Independentfilm der
gehobenen Kategorie durchgegangen wäre. Besonders der mitfühlende Blick, welcher der von
Sissy Spacek mit absoluter Bravour gespielten Carrie durch ein Leben folgt, das von mehr
als nur einer Bürde belastet wird, ist mehr als bemerkenswert. Regisseur Brian De Palma
hat zudem das Fingerspitzengefühl, die Stimmung der Menschen so einzufangen und auch aus
einem Schauplatz wie einer kleinen Stadt große Kinobilder herauszuholen.
Einen Bruch stellt dann allerdings der große Showdown beim Abschlussball dar; plötzlich
kippt die Atmosphäre von stimmiger Bedrohung zu großem Actionspektakel. Dabei kann dem
Drehbuch noch nicht einmal der Vorwurf gemacht werden, die Geschichte für Hollywood
künstlich aufgebläht zu haben, eher im Gegenteil, wird im Buch doch die ganze Stadt in
Schutt und Asche gelegt. Aber beim Roman läuft der "Film" eben im Kopf des
Lesers ab, dass heißt er kann bestimmen, in welchen Dimensionen und welchem Tempo er das
Geschehen in sich aufnimmt. Bei einem Film kann er sich den Bildern nicht entziehen. Und
die haben hier ein wenig den Touch von "seht mal, was wir alles draufhaben", so
zum Beispiel die Spielereien mit dem "autonomen" Löschschlauch. Hinzu kommt,
dass sich die explosiven Elemente am Schluss natürlich besonders ballen, was noch einmal
zum Eindruck eines gewissen Bruchs zum Vorangegangenen besonders beiträgt. Doch letztlich
bleibt der Film doch ganz weit vor den Bataillonen billiger Horrorstorys, die mit
oberflächlichen Tricks das Genre überschwemmen.
Bild     
Ein wenig älter ist der Film schon, von daher lassen sich gewisse
Schwächen, wie seltene Drop-Outs, mittleres Rauschen oder manchmal etwas ausgeblichene
Farben nicht vermeiden. Allerdings, wenn man sich einmal die Szenen in den Umkleideräumen
zu Beginn des Films betrachtet, bei denen die Nachbearbeitung anscheinend noch nicht
eingesetzt hatte und die dementsprechend mit deutlichen Alterserscheinungen, wie
Verschmutzungen und einer ausreichend scharfen Darstellung zu kämpfen haben, mit dem Rest
des Films vergleicht, dann darf festgestellt werden, dass hier mit einem schwierigen
Material wirklich hervorragende Arbeit geleistet wurde, was sich in einem ausgesprochen
angenehmen Sehgefühl niederschlägt.
Ton     
Auch wenn der Film mit 5.1-Ton versehen ist, spielt sich das klangliche
Geschehen doch hauptsächlich im Center ab. Dass die ganze Sache jedoch nicht zu einem
verkappten Mono-Festival wird, dafür sorgt zum einen die Musik, die kraftvoll aus den
äußeren Kanälen kommt, ohne dem Geschehen aber die Luft abzuschnüren. Und wenn dann
doch einmal etwas weitläufigere Toneffekte gefragt sind, so kann sich das ganze schon
hören lassen, allerdings sollte der Vergleichsmaßstab kein aktuelles, seit seiner
"Geburt" mit digitalem Klang ausgestattetes Werk, sondern ältere Dolby
Surround-Aufnahmen sein. Die deutsche Fassung hat in Sachen Räumlichkeit gegenüber der
Originalfassung eine Spur weniger zu bieten.
Special Features     
Die Zugaben können sich sehen lassen. Dies gilt vor allem für zwei
ausführliche Dokumentationen, beide jeweils fast eine Dreiviertelstunde lang. Die erste
beleuchtet in rückblickenden Interviews der Mitwirkenden im Jahre 2001, wie die damals
noch weitgehend unbekannten Darsteller zu ihren Rollen kamen, was bei einigen übrigens
über eine Casting-Veranstaltung lief, die damals ganz ökonomisch von Brian DePalma
zusammen mit seinem Kollegen George Lucas veranstaltet wurde, der die Darsteller für ein
von ihm geplantes Projekt mit dem Titel "Star Wars" suchte. Außerdem gibt der
Bericht Einblicke, wie die Darsteller selbst ihre Rollen betrachteten. Die zweite
Dokumentation stellt inhaltlich so etwas wie ein Making Of dar, ist aber ebenfalls aus
heutiger Sicht erzählt, dabei wird insbesondere auch auf die Entwicklung des Films aus
dem Roman eingegangen. Zu diesem Thema gibt es auch noch Texttafeln, die zum einen die
Entstehungsgeschichte des Romans erzählen und auch die Unterschiede zwischen Film und
Buch explizit ausführen. Schließlich gibt es noch den Trailer und zwei kurze Interviews
zu dem Versuch, den Film auch als Musical zu verwerten.
07.09.2001
Review von Tobias Wrany
Test-Equipment
TV: Panasonic TX-28PK1F
DVD-Player: Pioneer DV-343
Dolby Digital / DTS Receiver: Sony STR-DA50ES
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